lehrbuch von 1999 noch brauchbar fuer grundlagen?



  • nachdem ich mir die aktuelle Auflage von Barne Stroustrups "die c++ programmiersprache" gekauft und festgestellt habe, das es fuer einsteiger nicht sonderlich geeignet ist, habe ich ein altes buch rausgekramt :
    c++ lernen und professionell anwenden von peter prinz, ausgabe 1999 - kann ich das noch benutzen um mir die grundlagen anzueignen oder hat sich seitdem grundlegendes geändert?

    danke schonmal



  • Wirf das Buch von Peter Prinz weg. Ist zwar bestimmt nich so schlecht, wie das vom JW, hat aber trotzdem nich den besten Ruf (was ich gehört habe). An deiner Stelle würde ich mir ein neues Anfängerbuch bzgl. C++11 zulegen. Dabei has du leider - oder zum Glück - keine große Auswahl.
    - C++ Primer 5th Edtion von Moo
    - Der C++-Programmierer von Breymann



  • Eine Möglichkeit wäre, die gelernten Sachen immer sofort im aktuellen Stroustrup nachzuschlagen, um zu sehen, was er dazu zu sagen hat, und dann irgendwann komplett umzusteigen. Das ist vielleicht nicht jedermanns Sache und ersetzt nicht unbedingt ein aktuelles Lehrbuch, aber ist besser als nichts. Ich würds so machen, wenn ich kein Geld für Alternativen übrig hätte.



  • oder hat sich seitdem grundlegendes geändert?

    1999 war AFAIK kein Compiler in der Lage, völlig standardkonform zu arbeiten... verschiedene Code-Schnipsel könnten ungetestet und falsch sein...

    Und ja, es hat sich einiges (mit C++03 und -11) geändert, aber die Grundlagen sind fast dieselben.

    Eine Möglichkeit wäre, die gelernten Sachen immer sofort im aktuellen Stroustrup nachzuschlagen, um zu sehen, was er dazu zu sagen hat, und dann irgendwann komplett umzusteigen.

    Also ist dein Vorschlag, alles zweimal zu lesen und verstehen? Wieso dann nicht gleich nur den Stroustrup? 😕



  • Sone schrieb:

    verschiedene Code-Schnipsel könnten ungetestet und falsch sein...

    Das Problem hast du beim Stroustrup auch, soviele Fehler wie da drin sind. Da hilft nur Mitdenken.



  • Sone schrieb:

    Wieso dann nicht gleich nur den Stroustrup? 😕

    Lies das verdammte Ausgangsposting. Du hast sogar darauf geantwortet.



  • Bashar schrieb:

    Sone schrieb:

    verschiedene Code-Schnipsel könnten ungetestet und falsch sein...

    Das Problem hast du beim Stroustrup auch, soviele Fehler wie da drin sind. Da hilft nur Mitdenken.

    Er hat die aktuellste Auflage. Oder sind da auch Fehler ohne Ende?

    Bashar schrieb:

    Sone schrieb:

    Wieso dann nicht gleich nur den Stroustrup? 😕

    Lies das verdammte Ausgangsposting. Du hast sogar darauf geantwortet.

    Es ist nicht geeignet für Anfänger...

    P.S.: Ruhig Blut, Mann.



  • Er hat die aktuellste Auflage.

    Diese Tatsache ist in meine Antwort bereits eingeflossen. Im Gegensatz zu dir pflege ich Postings zu lesen, die ich beantworte.

    Oder sind da auch Fehler ohne Ende?

    Ja. Wieso auch nicht, er hat für die 4. Auflage alles auf C++11 umgeschrieben.



  • hmm ich wollte hier keinen streit entfesseln :o

    mir gehts wirklich nur um die grundlagen, um mit barnes buch arbeiten zu koennen.
    wenn ich klassen kennenlerne, die heute nicht mehr benutzt werden, ist das ja kein problem (vergess ichs halt wieder :p)
    habe mir , als JAVAFX noch sehr neu war, ein buch darueber gekauft, es dann 2 monate im regal gehabt, und als ich es mir dann vorgenommen habe, hatte sich praktisch die komplette Syntax von javafx geändert - sowas moechte ich halt vermeiden.

    Sone schrieb:

    Und ja, es hat sich einiges (mit C++03 und -11) geändert, aber die Grundlagen sind fast dieselben.

    in dem fall ist meine frage wohl beantwortet:)



  • @out: Was hast du gegen das Prinz-Buch? Ich bin davon sehr begeistert gewesen, siehe auch meine Buchrezension auf C++.de/Bücher.

    MfG SideWinder



  • Die beste Antwort auf deine Frage in diesem Thread, wo du wohl am meisten mitnehmen kannst, ist die von out (2. Post), bloß, dass ich das Buch nicht sofort wegschmeißen würde.



  • Cyres schrieb:

    Die beste Antwort auf deine Frage in diesem Thread, wo du wohl am meisten mitnehmen kannst, ist die von out (2. Post), bloß,

    Du entscheidest nicht, von welcher Antwort er am meisten mitnehmen kann.

    dass ich das Buch nicht sofort wegschmeißen würde.

    Ja, weil out genau das meinte - das Buch wortwörtlich in den Eimer kicken 🙄

    Dein Ton ist ja btw nicht zum aushalten.



  • bert0 schrieb:

    wenn ich klassen kennenlerne, die heute nicht mehr benutzt werden, ist das ja kein problem (vergess ichs halt wieder :p)

    Die Sprache selbst hat auch die ein oder andere kleine Änderung erfahren. Zudem haben sich die Programmiertechniken seit 1999 auch weiterentwickelt (Früher war RAII z.B. vielen noch kein Begriff). Meine Empfehlung ist der C++ Primer, ist aber auch nicht ganz einfach verdaulich (mit Sicherheit aber mehr als der Stroustrup).



  • SideWinder schrieb:

    @out: Was hast du gegen das Prinz-Buch? Ich bin davon sehr begeistert gewesen, siehe auch meine Buchrezension auf C++.de/Bücher.

    MfG SideWinder

    "Ich bin davon sehr begeistert gewesen" bedeutet, dass es eine Zeit gab, als Du noch begeistert warst, es heute aber nicht mehr bist. Also offensichtlich hast Du heute dazu gelernt und festgestellt, dass das Buch nicht gut war. Also sollte man es nicht lesen.

    Aber dennoch kann man mit Büchern von 1999 durchaus C++-Grundlagen lernen. Das ist doch eines der großartigen Eigenschaften von C++, dass alles kompatibel bleibt.


  • Mod

    asc schrieb:

    Die Sprache selbst hat auch die ein oder andere kleine Änderung erfahren. Zudem haben sich die Programmiertechniken seit 1999 auch weiterentwickelt (Früher war RAII z.B. vielen noch kein Begriff).

    Doch. Die ganzen guten Techniken, die C++ so stark machen*, waren auch 1999 schon erfunden und waren ganz bewusst Teil der Sprache, eben weil sie gut sind. Das wussten die Leute, die die Sprache kennen auch. Das Problem sind die ganzen schlechten Buchautoren, die C++ als C mit Klassen ansehen und C als Pascal mit Klammern statt "BEGIN" und Pascal als Basic mit Compiler. Ein gutes Lehrbuch von damals beinhaltete diese Techniken. Ein schlechtes auch heute noch nicht. Das Prinz-Buch zählt jedoch zu den schlechten, nach dem, was man hier im Forum so mitbekommt.

    *: Ein paar Desginsachen sind neuer, aber nichts davon auf Anfängerniveau.



  • Ist die Kritik die hier im Zusammenhang angesprochen wird, auf frühere Auflagen des Buches von Prinz bezogen oder betrifft dies auch spätere Auflagen? Ich bin Anfänger und arbeite momentan mit diesem Buch und dem dem dazu gehörigem Übungsbuch. Mein Eindruck ist, dass gerade für Anfänger der Stoff in einer angenehmen Form präsentiert wird und durch die Übungen auch wirklich das Verständnis gefördert wird. Deshalb würde mich interessieren, ob die Kritik sich auf die Vermittlung eines schlechten Programmierstils bezieht oder es andere Punkte gibt, die dieses Buch nicht empfehlenswert machen.



  • SeppJ schrieb:

    asc schrieb:

    Die Sprache selbst hat auch die ein oder andere kleine Änderung erfahren. Zudem haben sich die Programmiertechniken seit 1999 auch weiterentwickelt (Früher war RAII z.B. vielen noch kein Begriff).

    Doch. Die ganzen guten Techniken, die C++ so stark machen*, waren auch 1999 schon erfunden...

    Ja, sie waren schon erfunden, aber vielen noch kein Begriff. Ich treffe auch heute noch viele C++ Entwickler mit Jahre oder gar Jahrzehntelanger C++-Erfahrung die noch nie davon gehört haben (Ich selbst kam damit kurz nach 2000 herum in Berührung). Meines Erachtens gehört zu einer Weiterentwicklung nicht nur der Sprachstandard, sondern auch der Weg bis ein Wissen sich auf eine große Benutzerbasis verbreitert hat.

    SeppJ schrieb:

    Das wussten die Leute, die die Sprache kennen auch.

    Würde ich so nicht sagen. Viele haben C++ schon vorher gelernt, und "kannten" die Sprache auch, nicht aber unbedingt die Techniken dazu. Viele schlechte Bücher etc. haben ihre Auswirkungen.

    Techniken verbreiten sich nicht von Alleine von Heute auf Morgen. Ist ja nicht so als würden Viele (selbst im IT-Bereich, wo dies eigentlich Standard sein sollte) regelmäßig ihr Wissen aktualisieren.


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