Wer betreibt C++ nur als Hobby?



  • ich



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  • Im Erst? Ich dachte, so eine umständliche Sprache tut man sich nur an wenn man gezwungen ist, das letzte Bischen Performance aus bestimmten Algorithmen herauszuholen, was bei Privatprojekten ja eher selten der Fall sein sollte. Warum nehmt ihr nicht irgendwas, bei dem eure CPU zwar mehr zu tun hat, aber ihr nicht so viel eurer Freizeit zum entwickeln verbraucht? Ruby, Scheme oder irgendsowas. Als Nebeneffekt würd es ja sogar noch Spaß machen. 😉


  • Mod

    falsches Forum


  • Mod

    Als Nebeneffekt würd es ja sogar noch Spaß machen.

    C++ macht Spaß.



  • trololo schrieb:

    Im Erst? Ich dachte, so eine umständliche Sprache tut man sich nur an wenn man gezwungen ist, das letzte Bischen Performance aus bestimmten Algorithmen herauszuholen, was bei Privatprojekten ja eher selten der Fall sein sollte.

    Algorithmen optimieren macht Spass. Die Low-Level-Architektur der Computer zu verstehen macht auch Spass. Das würde aber eher für C und D sprechen, deshalb gibt es noch ein weiteres Argument.

    Warum nehmt ihr nicht irgendwas, bei dem eure CPU zwar mehr zu tun hat, aber ihr nicht so viel eurer Freizeit zum entwickeln verbraucht?

    Ziel ist nicht das Endprodukt, Ziel ist oft, in einem Forum sein Wissen unter Beweis zu stellen. Und da bietet sich C++ am besten an, denn nirgendwo sonst gibt so viel irrelevanten Müll (der heilige Standard und seine zahlreichen Speziallfälle), der garantiert alle 10 Zeilen irgendwo verletzt wurde. Und den Standard kennen nur Hobbyprogrammierer + 20 professionelle Standartenträger.

    Die Bestätigung dieser Aussage findest du in den Usern, die hier geantwortet haben.



  • trololo schrieb:

    Im Erst? Ich dachte, so eine umständliche Sprache tut man sich nur an wenn man gezwungen ist, das letzte bisschen Performance aus bestimmten Algorithmen herauszuholen, was bei Privatprojekten ja eher selten der Fall sein sollte. Warum nehmt ihr nicht irgendwas, bei dem eure CPU zwar mehr zu tun hat, aber ihr nicht so viel eurer Freizeit zum entwickeln verbraucht?

    Das sehr statische Typsystem hat neben Geschwindigkeit auch den Vorteil, dass es keine falschen Typen zur Laufzeit gibt. Ich mag Python und AutoIt auch sehr, aber verliere bei etwas größeren Projekten sehr schnell den Überblick, weil mir beim ersten Konstanten, beim zweiten Klassen und bei beiden Zugriffskontrollen und "versteckte" Variablen/Funktionen/Klassen fehlen.

    Code mit guter Performance zu schreiben bringt auch Spaß. Zudem hat man bei C++ die nötige Performance und libraries, um Spiele zu entwickeln.



  • Marthog schrieb:

    Das sehr statische Typsystem hat neben Geschwindigkeit auch den Vorteil, dass es keine falschen Typen zur Laufzeit gibt.

    Zur Laufzeit vielleicht nicht, aber gerade in C++ gibt es das Problem mit den impliziten Konstruktoren und der automatischn Typkonvertierung, auch im Zusammenhang mit der Überladung von Funktionen. Ich bin schon mehrmals über das Problem gestolpert. Irgendjemand ändert irgendwas in einem sehr großen Projekt und alles funktioniert noch. Aber irgendein Sonderfall in irgendeinem selten benutzten Modul funktioniert dann nicht mehr wie gedacht, kompiliert aber noch, und es fällt erst Jahre später auf.
    C++ macht erst Spass, wenn man das schon einigermaßen gut kann. Wenn man nur ständig mit irgendwelchen Problemen zu kämpfen hat, die man nicht versteht, machts natürlich keinen Spass. Aber dann ist es mindestens genauso interessant wie die anderen genannten Sprachen.



  • Mechanics schrieb:

    C++ macht erst Spass, wenn man das schon einigermaßen gut kann.

    Was auch erklärt, dass die Anzahl Schüler, die C++ freiwillig betreiben relativ überschaubar ist. Aber es gibt sie, obwohl in meinem Umfeld geschätzt 80% derer, die einigermassen gut programmieren können, eine andere Sprache machen.



  • kennerdercommunity schrieb:

    Warum nehmt ihr nicht irgendwas, bei dem eure CPU zwar mehr zu tun hat, aber ihr nicht so viel eurer Freizeit zum entwickeln verbraucht?

    Ziel ist nicht das Endprodukt, Ziel ist oft, in einem Forum sein Wissen unter Beweis zu stellen. Und da bietet sich C++ am besten an, denn nirgendwo sonst gibt so viel irrelevanten Müll (der heilige Standard und seine zahlreichen Speziallfälle), der garantiert alle 10 Zeilen irgendwo verletzt wurde. Und den Standard kennen nur Hobbyprogrammierer + 20 professionelle Standartenträger.

    Die Bestätigung dieser Aussage findest du in den Usern, die hier geantwortet haben.

    😃
    Nun der Grund wieso ich C++ gelernt habe ist ein ganz anderer:
    Nachdem ich mir ein bisschen HTML beigebracht habe, wollte ich richtige Programme schreiben.
    Ich googelte also "Programmiersprachen". Als erstes Ergebnis kam natürlich der Artikel von Wikipedia.
    Und oben rechts in der Ecke ist dieses Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Quellcodebeispiel_C%2B%2B.png
    Und so kam ich zu C++.

    (Um dem obigen Argument gerecht zu werden: Das using namespace std; ist schlechter Stil, das return 0 absolut überflüssig und das getc() schlicht und ergreifend falsch. Lies mal ein gutes Grundlagenbuch.)



  • hier ich, ich programmiere c++ rein hobbymässig. als gut würde ich mich aber nicht einschätzen...



  • rgtgfaer schrieb:

    Mechanics schrieb:

    C++ macht erst Spass, wenn man das schon einigermaßen gut kann.

    Was auch erklärt, dass die Anzahl Schüler, die C++ freiwillig betreiben relativ überschaubar ist. Aber es gibt sie, obwohl in meinem Umfeld geschätzt 80% derer, die einigermassen gut programmieren können, eine andere Sprache machen.

    Als Schüler hab ich C++ auch nicht gemocht. Da hatte ich ganz andere Ideen und Projekte im Sinn und hab mich nicht so für Details un die Sprache an sich interessiert, ich wollte schnell Ergebnisse sehen. Aber ich kannte auch paar Schüler, die C++ gemacht haben.


  • Mod

    Das using namespace std; ist schlechter Stil

    Unsinn. Das ist in Ordnung und gut so. Ich will auch nicht endlos std:: schreiben. Es gehört lediglich nicht in Header, und sollte auch nicht "standardmäßig" in jeder Source stehen. In diesem Beispiel ist es völlig in Ordnung, deine Aussage kam da aber sehr pauschal.



  • Arcoth schrieb:

    Das using namespace std; ist schlechter Stil

    Unsinn. Das ist in Ordnung und gut so. Ich will auch nicht endlos std:: schreiben. Es gehört lediglich nicht in Header, und sollte auch nicht "standardmäßig" in jeder Source stehen. In diesem Beispiel ist es völlig in Ordnung, deine Aussage kam da aber sehr pauschal.

    Arcoth, meine komplette Aussage war schlicht und ergreifend Ironie.


  • Mod

    Arcoth, meine komplette Aussage war schlicht und ergreifend Ironie.

    Mein Ironiedetektor muss kalibriert werden.



  • Ich programmiere als erstes größeres Projekt ein kleines Bildbearbeitungsprogramm in C++ und Qt, nach anfänglichen Schwierigkeiten komme ich zur Zeit erstaunlich gut voran und es ist sau schnell und das ohne Optimierung bis jetzt.

    Ich habe als C++-Anfänger weder große Probleme mit Qt noch mit der Creator IDE(gute eingebaute Hilfe und Debugger). Gut ich habe erst ca. 30 Klassen, aber bis jetzt komme ich wunderbar klar. Ich muss mich selber immer stoppen nicht weiter zu machen, so ein Spaß macht das zur Zeit. Am Sonntag habe ich freiwillig 14 Stunden am Stück C++ programmiert und hätte noch weiter machen können.

    Mein Code würde hier sicherlich nicht lange stand halten, aber das muss er auch gar nicht. Er funktioniert und kann vom mir schnell erweitert werden, das reicht mir völlig.



  • C++ ist anspruchsvoll und sehr umfangreich. Es gibt für ein Problem viele Lösungsansätze.
    Ich schreibe meistens nicht für das Ergebnis. Der Weg ist mein Ziel.

    Deshalb liebe ich C++.



  • EinHobbyaner schrieb:

    es ist sau schnell und das ohne Optimierung bis jetzt.

    Ich hab auch mal als Schüler ein Bildbearbeitungsprogramm in Delphi geschrieben (in Delphi, und damals gabs immer diese ewig langen Diskussionen, OMG Delphi ist so langsam im Vergleich zu C++). Das lief auch schnell (auf jeden Fall schnell genug) auf einem uralten 400 Mhz Rechner.



  • Delphi ist mMn. eher "zum Kotzen", weil es mangels RAII-Klassen echt ätzend in Bezug auf Exception-Safety ist. Da kann man eigentlich davon ausgehen, dass ein Dreizeiler ein 20-Zeiler auf 4 Tab-Ebenen wird. Zumindest war das so meine Praktikums-Erfahrung damals, habe das nie professionell betrieben. Außerdem fehlte damals etwas STL-ähnliches und Generics waren notorisch verbuggt.



  • decimad schrieb:

    Delphi ist mMn. eher "zum Kotzen", weil es mangels RAII-Klassen echt ätzend in Bezug auf Exception-Safety ist. Da kann man eigentlich davon ausgehen, dass ein Dreizeiler ein 20-Zeiler auf 4 Tab-Ebenen wird. Zumindest war das so meine Praktikums-Erfahrung damals, habe das nie professionell betrieben. Außerdem fehlte damals etwas STL-ähnliches und Generics waren notorisch verbuggt.

    Ja, richtig. Habs auch nicht professionell gemacht, war meine erste Sprache. Mag ich heute auch nicht mehr. Aber damals konnte ich damit eben schnell Ergebnisse erzielen und das machen, was ich wollte. Irgendwelche Sprachfeinheiten hatte ich damals nicht vestanden und sowas wie Exception Safety war mir sowieso egal.
    Generics gabs überhaupt nicht, das war wohl das größte Problem damals, wie ich das heute sehe. Die sind erst später dazu gekommen, und ohne war der Code ziemlich hässlich, immer Zeigerlisten und casten...


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