Byebye Wolfsburg!



  • Marc++us schrieb:

    Denn die Kunden wollen Autos "mit Summs", wo man was spürt nach dem Druck auf das Gaspedal. Die Beschleunigung der Autos ist den Leuten wichtiger als die Umwelt, wenn man sich entscheiden muss, gehen die Leute auf den grösseren Motor.

    Und die Politik will saubere Autos, und hat dafür Regeln erlassen.

    In typischem gesellschaftlichen Zweisprech hat die Politik eine Sache eingeführt, die Bevölkerung will was anderes.

    Du setzt die Kunden mit der Bevoelkerung gleich. Das ist so aber nicht richtig. Wenn ich an einer viel befahrenen Strasse wohne, habe ich andere Interessen als jemand, der einfach nur viel mit dem Auto faehrt.





  • Marc++us schrieb:

    Et voila, VW hat beide Seiten bedient: mit Erfüllung der politischen Forderungen und dem Wunsch nach Autos mit Summe.

    VW hat eben nur eine Seite bedient und der Politik etwas vorgelogen.

    Der Test ist natürlich ein Witz, da er die Straße nicht realistisch wiedergibt, allerdings ist der Hintergedanke nicht, sondern dass die Autos in dem Test maximal die erlaubte Menge Schadstoffe emittieren, ergo die Autos auf der Straße auch weniger Schadstoffe emittieren.

    In einem Ford-Diesel ist man ebenfalls recht angenehm unterwegs. Und VW hat es mit EA 288 offenbar geschafft einen gesetzeskonformen Motor ohne Schummelei zu bauen.

    Marc++us schrieb:

    Und dann erzeugen 3 oder 4 der beliebten Kreuzfahrtschiffe mehr Abgase als die gesamte VW-Flotte.

    Auch das ist nur teilweise korrekt. Kreuzfahrtschiffe haben zwar überhaupt keine Katalysatoren, was die Zusammensetzung der Abgase ändert.
    Wichtigster Punkt ist hier, dass die meisten Städte ein Problem mit zuvielen Kreuzfahrtschiffen in der Innenstadt haben. ^^

    Ich fahre einen EA 188 (1,9tdi; nicht EA189) Diesel. Ich habe mich bewusst für den 1,9tdi und gegen den 2,5er entschieden, weil der 1,9er reicht. Der damalige 2,5er hat 1l mehr Diesel pro 100km geschluckt und die Mehrleistung braucht man im Alltag überhaupt nicht. Ich muss zugeben, dass ich für den nächsten Wagen auch mal mit dem Gedanken spiele einem 3.0er zu nehmen. Zum Spaß. Ich werde mich beizeiten Informieren, ob das verantwortbar ist. Der 1,9er tdi macht mir nämlich auch noch Spaß und wird von mir sehr selten am Limit gefahren.

    Artchi schrieb:

    BMW hat z.B. in den USA auch Diesel im Angebot. Aber man sieht an den Leistungsdaten und Preis, das sie wohl keine Manipulation verwendet haben:

    `

    BWW 320i - 7.1 Sek. - 180 PS - 33.150 $

    BMW 328d - 7,4 Sek. - 180 PS - 39.850 $

    BMW 328i - 5,8 Sek. - 240 PS - 38.350 $

    `

    Preisfrage: welche Treibstoffvariante ist für einen US-Kunden attraktiver? 😃

    Ehrlich gesagt keine Ahnung. Diesel fährt man nicht für die Beschleunigung von 0 auf 100, sondern dafür, dass wenn man die 100 erreicht hat, man noch keine 2000rpm braucht und man trotzdem das volle Drehmoment hat. Die 100km/h muss man in Amerika ja auch erstmal erreichen dürfen.

    Diesel sind nicht drehfreudig. Als mein Cousin mein Auto fuhr, war das erste, was er machte, beim Anfahren kräftig Gas zu geben... da drehen keine Reifen durch, da passiert nicht viel. Er saß also gerade im Auto und war schon abgeturnt. Inzwischen hat er aber kapiert wo der Diesel seine Stärken nicht im Anfahren hat, sondern im Fahren und fährt das Auto sehr gerne.
    Der Motor dreht zu langsam hoch als dass da im Ersten was passiert. Der erste Gang ist zum "anrollen" da. Im zweiten dreht der Motor dann genauso langsam oder schnell hoch, aber die Übersetzung ist härter. Also beschleunigt der Wagen entsprechend schneller als im ersten. Und im dritten sieht das ähnlich aus. Im Vierten muss der Motor dann auch mal arbeiten, aber trotzdem zieht der weiterhin gut. Das muss ein Benziner mit Drehzahl machen.
    Aber der Diesel macht da eben keinen Alarm. Es klingt nicht wie Formel 1, denn wir bewegen uns bei Drehzahlen zwischen 1200 und 2500, vielleicht 3000rpm.
    Und dieses relaxte mal eben Schub geben macht mir mehr Spaß, als von 0 auf 100 in x,y Sekunden. Ich fahre nämlich keine Rennen, wenn die Ampel grün wird. Aber mal eben schaltfaul überholen oder im 5. oder 6. Gang auf die Autobahn rollen, wo ich mit dem Benziner im dritten den Motor hochjagen muss, damit der Schub gibt... das ist Alltag beim Fahren.
    Im Alltag gehe ich tanken. Und da brauche ich weniger. Wenn ein Arbeitskollege vollgetankt hat, stehen da 600km an. Nach 600km geht bei mir im Kopf der Alarm an, dass ich nur noch 600km habe, bevor ich Tanken muss. Was im Regelfall bedeutet, dass ich noch Zeit habe, auf die richtigen Preise zu warten.
    Auf relaxten Autobahnfahrten komme ich bis auf 1400 bis 1500km mit einer Tankfüllung. Mit einem 11 Jahre alten A4 Avant, also nicht gerade Leichtbauweise und auch nicht umkomfortabel. Die werden derzeit mit 400tkm gehandelt. Ich habe jetzt 205tkm. Die letzten 100tkm haben mich 700 Euro Reparaturen+Inspektionen gekostet. Mein letzter Benziner war ein Renault Megane, der ist zweimal mit kaputten Motor liegen geblieben. Die Reparaturkosten waren deutlich höher und beim Verschrotten standen 136tkm auf dem Tacho. Ein Freund von mir hatte den Nachfolger. Von den Reparaturkosten hätte man auch fast ein neues Auto kaufen können. Der wurde mit 142tkm gepresst. Das Auto ist keine 5 Jahre alt geworden. Sicherlich beides keine Beispiele für gute Benziner, aber für mich der Grund auf einen zuverlässigen Motor bei meinem zuverlässigen Hersteller zu wechseln. Für mich zahlt sich das nicht nur im Fahrkomfort, sondern auch finanziell aus.

    Und darum will ich auch keinen Benziner mehr. Der nächste wird wieder ein Diesel werden. Und dann kommen wir hoffentlich endlich im Elektroauto-Zeitalter an.



  • Da man das zum Anlaß für Lohnsenkungen und irgendwelche Zugeständnisse vom Staat nutzen kann, wird man es auf Teufel-komm-raus auch tun. Wie damals die Kurzarbeit nach der Abwrackprämie, die ein ganzes Jahr lang ausgeschlachtet wurde. Achtet einfach nicht auf die Weltuntergangsmeldungen, ihr werdet nur verarscht.



  • Das Gute daran ist, dass nun etwas mehr Ehrlichkeit im Umgamg mit Kunden gefordert wird. Man wird seit Jahren von der Autoindustrie veräppelt. Die in Prospekten angegebenen Verbrauchszahlen sind ein Witz und real nicht nachstellbar, nicht nur bei VW. Das ist übrigens Aufgabe der Überwachungsorgane, hier einen harmonisierten Standard vorzugeben. Wenn ich einen Pkw mit 6,0 L Verbrauch kaufe, dann darf dieser bei kombinierter Fahrweise keine 8,0 L verrauchen. Das ist schlicht und einfach nicht in Ordnung. Vielleicht sollte man auch mal Kofferraumvolumen, Tankinhalt und Innen-/Außenmaße, Leistungsangaben nachmessen? Hier könnte sich der neuerdings "saubere" ADAC mal engagieren. Der macht lieber Werbung für die Dreckschleudern auf Fluss oder See.

    Wie auch immer, es kann nur besser werden.

    Zum Thema "E-Cars": Da müssen zunächst diese ewig langen Staus weg auf den Autobahnen, sonst bleiben die Kisten stromlos liegen. Hybrid ist sicher nicht die Lösung.



  • Dreckschleudern?
    Wenn ich mal so einen Kahn mit 142092 tdw und 71308 PS anschaue und mit meinem Fiat Panda vergleiche…
    Sagen wir mal 200kg Zuladung bei 40 PS, macht 710460 Pandas, um das Schiffchen zu ersetzen, macht 28418400 PS, also das 400-fache!!!
    Ihr grünen Querulanten steuert doch selber die Shanghai-Express, indem Ihr nur Konsumgüter aus China kauft, und Ihr sollt mal froh sein, daß sie nicht mit Pandas hergeholt werden.



  • Xin, der Politik etwas vorzulügen ist, wie Eulen nach Athen zu tragen. Rein nominell müßten alle Förderungen durch Steuererleichterungen bei E5 und anderen Mogelklassen rückforderbar sein und alle Betriebserlaubnisse sofort erlöschen.

    Und was Du bezüglich der Schadstoffemission unter Realbedingungen behauptest, magst Du die Formulierung nicht nochmal überdenken? So verstehe ich nicht, was Du meinst.

    Auch, was den Vergleich von Kreuzfahrtschiffen und Städten soll, ist nicht ganz klar, das ist wie die Lösung mit den immer höheren Kaminen aus der Zeit der Braunkohleverfeuerung, die halt die höhere Schadstoffkonzentran woandershin verlagern.

    Dreck ist Dreck und bleibt Dreck, wenn er nicht umweltverträglich abgebaut wird. Die Feinstaub/Ozondebatte ist von Anfang an käsig gewesen und hat Koinzidenzen zu falschen Kausalitäten gebastelt und in Gesetze gegossen, die die Probleme nur verlagert, aber nicht gelöst haben. Ist zwar seit Ende der 80er bekannt, daß man das Pferd von hintenrum aufzäumt, was aber niemand daran gehindert hat, dem Opium für's Volk ein Umweltgütesiegel aufzudrücken.
    Das grüne Päppi für Umweltzonen in Städten hat unterm Strich nur für mehr Dreck in der Welt gesorgt und die Luft dort nicht sauberer gemacht.
    Ähnlich schaut es mit den Dieseln aus, weil das Problem der Verbrennung längerkettiger Benzolverbindungen zwangsläufig zur Ruß- und Feinstaubbildung führt. Mein Dozent hatte damals schon darauf hingewiesen, daß pyrokatalytische Additive (hatte damals noch nicht den schmucken Namen AdBlue) für den Dauereinsatz wohl zu teuer bleiben würden "... und das, was überbleibt, das ist so klein und besonders lungengängig, die Folgen ... biologische Wirksamkeit, das wollen Sie gar nicht wissen." (ziemlich nahe am O- Zitat). Man kann sagen, er war kein Freund des Diesels. Nun war der Gastdozent kein selbsternannter Experte der Strickpullifraktion, sondern Leiter mehrerer Untersuchungsreihen in Sachen Luftqualität für das Bundesamt für Umweltschutz. Sein Engagement für die Abendvorlesungen hat er so begründet, daß sich dann wenigstens ein paar Studenten das Zeug aufschreiben und bis zur Prüfung merken müssen, denn im Bundesamt und bei den europäischen Behörden "schafft es das Zeug bestenfalls bis zum Papierkorb", das wolle keiner lesen.

    Der Diesel ist prinzipbedingt ein kleines Schweinchen und wird auch nicht sauber, wenn man ihm 'ne Windel umbindet. Und um im Fäkalbereich zu bleiben, es bescheißen auch viele, indem sie einfach "vergessen", das teure Additiv nachzukaufen, geht halt der Dreck im bypass raus, egal.
    Würde die Politik ihre Sache ernst nehmen, wären sofort Erlässe draußen, den Leuten ihre Kisten zu beschlagnahmen, wenn die eingetragenen Abgaswerte nicht eingehalten werden und jedem, der sei AdBlue- Fläschchen trocken hat, ein Strafverfahren dazu aufzubrummen. Passiert nicht.

    Und Du, Xin bist auch so einer, der sich in die Tasche lügt, eigentlich eine völlig gewissenlose Argumentation, die Du da aufziehst. Ein Diesel ist ein massiver Feinstaubemittend im Vergleich zum Benziner, das kann man auch nicht mit den Gleichnissen vom Drehmoment und den 1200 km Reichweite schönreden. Aus Deinem Auspuff kommt die zigfache Menge krebserregender Substanzen in biologisch höchst wirksamer Form auf die gleiche Strecke raus als aus meinem, da beißt die Maus keinen Faden ab, Literchen hin, Literchen her.

    Der erhöhte Fertigungsaufwand ist auch so eine Sache, der mit 80..90% in die Gesamtbilanz in Sachen Ressourcenverbrauch eingeht, also faktisch sind Abwrackprämien ökologisch verkehrt ebenso wie die niedrigere Besteuerung von Dieselkraftstoff oder die Steuerfreistellungen von Neuwagen.

    Etwas schwindlig wird mir auch, wenn man einen Audi- Diesel mit einem Renault- Benziner vergleicht. Erstmal habe ich mit allen Renaults schlechte Erfahrungen gemacht (so ziemlich jeder, der einen hatte) und ein Bekannter hatte mit seinen Audis auch schon eine Abfolge von Debakeln, sagt aber noch nichts über die Antriebstechnik aus. Das kommt aber eher rüber wie ein Alkoholiker, der rationale Gründe für sein Trinken erfindet.

    Letztlich nimmst Du eine politisch gewollte finanzielle Besserstellung einer Umweltgefährdung wahr und möchtest nicht zugunsten einer Risikoverminderung darauf verzichten. So wird ein Schuh draus. 🙂
    Bist in bester Familie, alle Dieselfahrer denken so oder ähnlich.

    Jetzt hätte ich hier eine Zusammenfassung, die mit Vorsicht zu genießen ist, weil vorwiegend von Strickjackenexperten unter Verzicht auf Primärliteratur zusammengetragen und teilweise hanebüchen falsch interpretiert, aber mit sowas muß man leben, wenn man's nicht selber zusammenschreibt. Im Großen und Ganzen werden immerhin die wichtigsten Punkte verständlich dargelegt: Umweltbrief Spezial: Feinstaub.

    Mal lesen und dann nochmal sagen: Scheißegal, Steuervorteil ist wichtiger. :p



  • Damals hatten wir Schaum auf dem toten Rhein, jeder Auspuff hat gerußt, und es gab noch echten Industrienebel. Das war eigentlich nur nervig und "irgendwie blöd", einfach ụnästhetisch.
    Seltsam. Je sauberer die Umwelt wird, desto dreckiger wird sie geredet. Nach pointercrashs Maßstäben würde ein Eimer 70-er-Jahre-Ruhrpottluft bestimmt ausreichen, um einen Kontinent zu entvölkern.
    Naja, so kann man die Bürger mit unwichtigen Zänkereien bespaßen, damit es sie nicht auf dumme Gedanken kommen. Brot und Spiele halt.



  • Schön, ich liebe diesen Blödmann- Sophismus:
    In Ermangelung eigener Argumente zieht man die des Anderen ins Lächerliche und gibt noch einen Tante Erna- Spruch mit dazu.

    Was den Rückgang der Montanindustrie anbelangt bzw. dessen Verlagerung woandershin auf der Welt (da siehts übrigens nich schön aus) könnte man noch anführen und daß die Großchemie jetzt hier ihren Auflagen nachkommt oder ihre Schaumberge auf dem Liang oder einem anderen Flüßlein auf der Welt treiben läßt.
    Wenn man sich die durch den Verkehr verursachten Immissionen ansieht, oops, die sind irgendwie nicht so richtig zurückgegangen.

    Hat vielfältige Ursachen, aber mit sowas Komplexem soll man sich nicht herumschlagen, wenn man stattdessen ein blödes Sprüchlein aufsagen kann und ein paar Lacher zieht. 🤡



  • Nur ganz schlaue Leute können diese komplexen Sachen überhaupt verstehen. Wer sich nicht einreden läßt, daß morgen die Welt untergeht, ist dumm. Mist.

    Jetzt habe ich also die Wahl, entweder einzugestehen, daß ich ganz dumm bin, oder ich muss Deine Meinung teilen. Da haste mich ja genial ausgetrickst und ich muss unterlegen das Feld räumen, obwohl Du totalen Quatsch verzapft, aber Deiner Rhetorik bin ich einfach nicht gewachsen. Ich verbeuge mich und überlasse diesen Thread ganz Dir.



  • volkard, Leute mit dem Rhetorikhammer ruhigstellen ist doch genau deine Taktik.





  • Der ist auch nicht schlecht: Letztlich ist es die überspitzte Argumentation der "ignoranten Umweltfreunde mit gutem Gewissen".
    Weltweit betrachtet haben wir die Fabriken in Asien stehen und die Mülltonnen in Afrika, dafür haben wir die eigene Stube besenrein. Wir kehren unseren Dreck unter den Teppich des Nachbarn, nichts anderes. Den Rest kann man sich schönlügen.

    Ich beziehe mich insbesondere auf den VDI- Bericht 714,61 W. Engeler et. al. 1988, den uns damals schon unser Dozent ans Herz gelegt hat. Dieser zeigt auf, daß die Wandstromfilter zwar die Quantität der Feinstäube reduziert, aber auch deren Qualität in ungünstiger Art ändert.
    Es verschwinden zwar die Feinstäube mit einer Partikelgröße > 10µm, was überbleibt, sind Partikel, deren kanzerogener Anteil an PAKs (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) aber gegenüber ungefiltertem Abgasstrom bis zum 300- fachen geht.

    In der gesamten Feinstaubdebatte wird sowieso der kapitale Fehler begangen, die biologische Wirksamkeit je nach politischem Gusto auszuklammern oder zu betonen. Einfach mal Allergenität, Kanzerogenität und Verusachung anderer Pneumokosiosen wie Silikose aufdröseln und die geänderte Luftqualität unter diesen Aspekten bewerten. Also was Krebsmäuse anbelangt, tun sie bei gefilterten wie ungefilterten Dieselabgasen ziemlich gleichermaßen begeistert ihren Job: Sie kriegen in ziemlich gleicher Geschwindigkeit Krebs.
    Wahrscheinlich, weil Partikel < 2,5 µm direkt inkorporiert werden können.
    Studien dazu kann man finden und darüber diskutieren, aber wenn die Sichtbarkeit von Schaumbergen als Kriterium herhalten muß, macht man sich Mühe für die Undankbaren.



  • @pointercrash(): Ich habe nicht die gesamte Diskussion hier verfolgt, wundere mich aber, wie Du im Zusammenhang zu dem aktuellen VW Diesel Problem auf Feinstaub kommst. Ich meine, Feinstaub ist zwar ein Problem bei Dieselfahrzeugen, aber bei der aktuellen Abgasaffaire geht es meines Wissens nach um Stickoxide. Wer einen Diesel von VW faehrt, verursacht also sauren Regen.



  • Hi Gregor,

    wenn's denn nur so einfach wäre. 🙄
    Ziel ist es, die Abgase eines Verbrennungsmotors in reinste Alpenluft umzubauen. Da haut uns die Chemie ein paar Sachen um die Ohren, um mal den Ball flach zu halten, so geht's halt nicht.
    Eigentlich wäre eine vollständige Verbrennung bei hohen Temperaturen ideal, das haut aber die NOx- Werte bei der Kondensation in die Höhe neben anderen technischen Problemen.
    Bei der katalytischen Senkung der Reaktionstemperaturen kommt aber das andere Teufelchen, das uns erhöhte PAKs beschert, die mangels Agglomerationspartnern im Abgasstrom nicht gebunden werden und somit gut bioverfügbar sind. In anderen Worten, man kann's nichtmal mehr aushusten, auch wenn die Flimmerhäärchen in Ordnung sind.
    Das Dilemma ansatzweise erklärt die Autozeitung.
    Trivial ausgedrückt sind das alles Kompromisse, ein engagierter Plan wie die Euronormen läßt sich so ohne weiteres nicht auf jede Betriebssituation hin garantieren.
    Daß die gesetzlichen Meßsituationen alles andere als praxistauglich sind, ist auch schon Schnee aus den 80ern.
    Eine gute Vergleichssituation wäre die maximale Leistungsabgabe, auf die Effizienz und Schadstoffemission optimierbar wären, aber wer fährt schon mit 3/4 Gas die ganze Zeit vor sich hin? Also hat man sich für den Leerlauf entschieden.

    Was mehr Sinn macht, sei dahingestellt.



  • Ich höre immer Schadstoffe.
    Wir haben jetzt Herbst - Bummzeit in meinen Geschäft - und die Projektausschreiben haben seit der Ferienzeit halbiert. - Resession!!? 😮



  • Prof84 schrieb:

    Ich höre immer Schadstoffe.
    Wir haben jetzt Herbst - Bummzeit in meinen Geschäft - und die Projektausschreiben haben seit der Ferienzeit halbiert. - Resession!!? 😮

    Möglicherweise Deutsch nix gutt? 😃



  • Tastatur nix gut!



  • solange die Trabbi-Safari in Berlin mitten in der Umweltzone startet kann
    es mit der grünen Heuchelei kaum besser werden. In D darf man nur schneller,
    besser und vor allem billiger arbeiten. Dafür wird man dann doppelt so gut
    beschissen mit Verbrauchsangaben die weit unter den in anderen Ländern für
    das identische Fahrzeug liegen. So der Bericht in der Sendung "Markt" gestern.

    Alles nur beschiss, deswegen bleib ich meinem w124 300d treu wie es einst
    die Landser dem Führer schworen ! 🤡

    Den Griff zum Rückspiegel zur blendfreien Sicht kann ich mir durch einen
    beherzten Kick-Down sparen und trage somit zur Verkehrssicherheit bei.

    Hände bleiben beide am Steuer ! 👍



  • Also, irgendwie verstehe ich manche Sachen nicht, die so klar wie Kloßbrühe sind.

    D ist Autobauernation, nachdem wir Unterhaltungselektronik, Halbleiterkram und etliche andere Zweige fast kampflos aufgegeben haben. Yep, und VW verscheißt uns auch noch den Stall, nachdem Hartz neben dem "Bumstrupp auf Firmenkosten" auch noch das Sozialmobbing hinterlassen hat, von so einem ramponierten Image weg braucht man doch was für's Ego.
    Von Karosseriebau habe ich Null Ahnung, aber wenn ich an meinen alten Unterlagen zupfe, auf denen ein paar Markennamen stehen, frage ich mich, weshalb nie was Besseres in Sachen Antriebstechnik gebaut wurde. Ein paar Basics liegen offen und sind nahezu trivial.
    Warum bauen wir kein Auto? Wir konnten schon kein richtiges OS bauen, warum dann auch kein Auto?

    Nur so mal als Grübelware ... ein neues Deutschland können wir eh nicht bauen.


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