Was bei Wahlen wählen?



  • Hi Erhard,

    Erhard Henkes schrieb:

    man sollte vieleicht sorgfältiger mit seinem Menschenpotential umgehen und nicht Unmengen als Harzies und in Schwafelfächern verschleudern. ... nicht in Schwafelfächern den Hintern breit sitzen sondern ein ordentliches Handwerk lernen.

    Das wird der Markt regeln, oder willst Du Planwirtschaft?

    Nein, der Markt regelt es eben nicht. Alles drängt in die unverbindlichen Schwafelfächer, weil da mit wenig ernsthafter Arbeit zu einem Hochschulabschluss zu kommen ist.
    Ein bisschen muss der Staat da schon lenkend eingreifen, denn die Studenten bezahlen ihre Studienkosten ja nicht selbst. Und wenn der Staat (bzw. die Steuerzahler) schon die Ausbildung zahlt, dann sollte er auch ein wenig dafür sorgen, dass die Mehrzahl was lernt was auch Punkte bringt.
    "Wilst du Planwirtschaft" ist genau so ein sinnloses Totschlagargument wie zu DDR-Zeiten die Frage "bist du nun für den Frieden oder nicht".

    Wir zahlen mit unseren Steuern das Studium, also können wir auch erwarten, dass die Studienngelder sinnvoll ausgegeben werden, und nicnt für z.B. immer neue Lehrstühle für Gendermainstreaming...

    Die Feinheiten kann man dem Markt überlassen, aber die Grund-Spielregeln muss schon der Staat vorgeben.

    Gruß Mümmel



  • Der Staat soll sich raus halten. Er hat das Land und die Infrastruktur zu sichern und für Mobilität, schnelles Internet, Sicherheit, Recht und Ordnung zu sorgen. Bei Bildung macht der Staat nur Mist, schon seit Jahrzehnten.



  • Erhard Henkes schrieb:

    Der Staat soll sich raus halten. Er hat das Land und die Infrastruktur zu sichern und für Mobilität, schnelles Internet, Sicherheit, Recht und Ordnung zu sorgen. Bei Bildung macht der Staat nur Mist, schon seit Jahrzehnten.

    Schwieriges Thema. Grundsätzlich stimme ich dir zu, verstehe allerdings auch muemmels Argument.
    Es ist ja leider nicht so, dass die freie Wirtschaft die Absolventen der "Schwafelfächer" beschäftigt, sondern größtenteils werden diese vom Staat oder von staatlich geförderten Organisationen angestellt.
    Man könnte also sagen, der Staat ist sein eigener Lobbyist 🙂



  • Erhard Henkes schrieb:

    Der Staat soll sich raus halten.

    Genau. Anreiz ein MINT-Studium zu absolvieren, sind/sollten sehr gute Job-Aussichten seien.
    Wenn das nicht reicht, bezweifel ich, dass man den "Schwafelfach-Hintern-breit-Sitzer" erfolgreich in ein MINT-Studium zwingen könnte.

    Ich denke, dass die meisten die hier studiert haben, das auch gerne gemacht haben.
    Ich fand es zumindest sehr gut. Hab allerdings mit Lehramt angefangen und Pädagogik war für mich die Hölle! Das hätte ich nicht durchgestanden.
    Umgekehrt wird ein "Schwafelfächler" keine Chance im MINT-Studium haben.

    @muemmel:

    Ein bisschen muss der Staat da schon lenkend eingreifen

    Wie soll das aussehen, das "bisschen"?



  • abbes schrieb:

    Es ist ja leider nicht so, dass die freie Wirtschaft die Absolventen der "Schwafelfächer" beschäftigt, sondern größtenteils werden diese vom Staat oder von staatlich geförderten Organisationen angestellt.
    Man könnte also sagen, der Staat ist sein eigener Lobbyist 🙂

    Also noch ein triftigerer Grund den Staat aus der Sache rauszudrängen.



  • Hi Jockelx,

    Jockelx schrieb:

    Umgekehrt wird ein "Schwafelfächler" keine Chance im MINT-Studium haben.

    Warum muss er unbedingt studieren. Wenn es zu einem richtigen ehrlichen harten Studium nicht reicht soll er eine gute Lehre absolvieren. Wenn die Aussicht, ein Schwafelfach zu studieren gegen Null geht, würden sich vermutlich einige schon in der Schule ein bisschen mehr anstrengen.

    @muemmel:

    Ein bisschen muss der Staat da schon lenkend eingreifen

    Wie soll das aussehen, das "bisschen"?

    Zum Beispiel (wie ich es hier schon öffters geschrieben habe) in dem nicht pauschal die UNIs gefördert werden, sondern ein geringerer Grundfördersatz an die UNIs geht und der Rest aus dem Nettosteueraufkommen der Absolventen an die UNIs geht. Damit würden sich die Schwafelfächer binnen kurzem von selbst erledigt haben, weil es dabei keinen nennenswerten Rückfluss aus dem Nettosteueraufkommen geben würde. Die UNIs und Hochschulen würden sich schon aus Eigeninteresse darum kümmern, Absolventen auf den Markt zu werfen, die auch was für sie einbringen. Und vielleicht würden sie dann auch ein wenig von dem Elfenbeinturm "wir bilden nicht für den Beruf sondern für die universitäre Laufbahn aus" runterkommen.

    Grußn Mümmel



  • scrontch schrieb:

    Also noch ein triftigerer Grund den Staat aus der Sache rauszudrängen.

    Es wird allerdings erwartet, dass der Staat die Infrastruktur stellt. In dem Moment, wo er dies tut kommt es unweigerlich auch zu einer Verquickung.
    Die Alternative wären ausschließlich private Lehreinrichtungen - was ich persönlich allerdings weniger erstrebenswert finde. Auch könnte hier der Einfluss der Wirtschaft zu stark sein.



  • Schaut euch doch mal an, was diese privaten "Hochschulen" sind... Überwiegend Kaderschmieden (bzw. Sammelbecken für Leute, die ihr Scheitern mit Geld kaschieren können) für Juristen und BWLer, diverse Kunsthochschulen und Anthroposophen-Unis. Klingt irgendwie nicht nach dem, was ihr euch wünscht...



  • Bald wird man endlich die "Blaue Partei" - die Alternative für verprellte AfD- und enttäuschte CDU-Wähler auf dem Wahlzettel finden. Den Titel kennt man bereits seit langem von Büttenreden.



  • Hab ich es richtig gesehen oder hat die AFD in Niedersachsen schon wieder ein Viertel der Wähler verloren?



  • TGGC schrieb:

    Hab ich es richtig gesehen oder hat die AFD in Niedersachsen schon wieder ein Viertel der Wähler verloren?

    Was meinst du? Im Vergleich zur letzten Landtagswahl haben sie 6%-Punkte hinzugewonnen.



  • Hi,

    wenn die CDU einen Arsch in der Hose hätte, und nicht nur Gesäßimplantate, dann würden sie bei den Sondierungsgesprächen die Grünen mal unverbindlich darauf hinweisen, dass sie die schwächste Fraktion von den dreien sind und eher an den Katzentisch gehören, und vor allem mal darauf hinweisen, das es ja nicht nur die Grünen gibt, sondern auch die AfD.
    Ich vermute dan währen die Grünen ruckzuck eingenordet.

    Gruß Mümmel



  • not even wrong



  • muemmel schrieb:

    Ich vermute dan währen die Grünen ruckzuck eingenordet.

    Und ein gewisser muemmel würde sofort wieder los poltern, dass die Grünen ja nur an die "fetten Fleischtöpfe" wollen...

    Bin trotzdem gespannt, ob wir von dir bald den "die gierigen Grünen verraten ihre Seele" Post oder den "die unverschämten Grünen wollen ihr Wahlprogramm durchsetzen" Post zu lesen bekommen.
    Ich denke, ersteres wird eintreten.



  • dass die Grünen ja nur an die "fetten Fleischtöpfe" wollen...

    Kleine Emanzen liebende, gierige, radfahrende Vegetarier. 😃 😉



  • Erhard Henkes schrieb:

    😃 😉

    Also, falls du mich damit 'ärgern' wolltest...ich halte die Afd nur minimal beschissener als die Grünen.
    Nur um das mal klar zu stellen.



  • Ich denke, die Verdrossenheit über alle Parteien ist momentan maximal. Echt unfly.



  • Respekt Lindner, Rückgrat gezeigt und dem Trauerspiel ein Ende gesetzt.



  • muemmel schrieb:

    Respekt Lindner, Rückgrat gezeigt und dem Trauerspiel ein Ende gesetzt.

    Mit Leuten wie "Trittihn" kann man nicht vertrauensvoll verhandeln. Schon Gerhard Schröder konnte ihn nicht ab. Lindner und Kubicki sind echt klasse. Letzterer sprach von 120 noch offenen Punkten. Von wegen Einigkeit. Mit den Grünen kann man keine bürgerfreundliche Politik machen. Das sind Spinner.

    Lindner will der neue Shooting Star der deutschen Politik werden. Einige werden sich abwenden, andere dagegen werden ihn feiern und ab jetzt wieder fleißig und gerne FDP wählen. Die alte Garde mit verschlissenen Leuten wie Merkel, Seehofer, Schulz & Co. wird sich demnächst warm anziehen müssen. Man vertraut ihnen nicht mehr, weil sie einen Fehler nach dem anderen begehen und keine Richtung vorgeben.

    Ja, wir haben es gelesen: Merkel will erneut kandidieren auch bei Neuwahlen. Sie begreift schlicht und einfach gar nix. Wenn sie "verhandlungssicher" wäre, dann wüsste sie: Die schwierigen Dinge geht man sofort an und klärt sie, denn danach kann es nur noch besser werden. Migration und Energiewende sind Prio 1. Das hätte alles vor vier Wochen klar sein müssen. Stattdessen lässt sie den Kampfhunden der Grünen ihren Spaß, um die FDP wochenlang zu quälen. Irgendwann ist halt auch mal gut.

    Übrigens gibt es nicht nur die SPD, die AfD steht als neue demokratische Kraft sicher auch bereit, um Deutschland anständig mitzuregieren. Dann wären Merkel und "ihre Grünen" endlich weg.

    Seehofer kann inzwischen auch einpacken. In Bayern ziehen sie ihm nun den Boden unter den Füßen weg. Richtig so! Dieser Sprücheklopfer, der das bürgerliche Lager ständig verraten hat, gehört endlich weg von der politischen Bühne. Er hätte Merkel zu gegebener Zeit mehrfach entsorgen können.

    Die CDU ist nun sturmreif geschossen. Merkel beeilt sich bereits, um ihren Machtanspruch zu sichern, aber ihre Gegner werden nun allesamt aufpoppen und irgendeinen Nachfolger wird sie schon haben. Wie wäre es mit der sympathischen Julia Klöckner? Ausreichend politische Erfahrung und eine natürliche Ausstrahlung hat sie. Wir brauchen Politiker, denen man vertrauen kann und die Deutschland wirklich lieben.

    @Merkel: Treten Sie endlich zurück, geben Sie ihr Versagen zu. Verschwinden Sie von der politischen Bühne, damit bessere Politiker neue, wirklich erfolgreiche Wege aufzeigen können! In aktuellen Umfragen plädieren 2/3 dafür, dass sie ihren Hut nimmt. 👎



  • Seit Jahrzehnten empfinde ich wieder so etwas wie Respekt vor der FDP.


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