Lieber kleiner toter Oskar



  • @chris4cpp sagte in Lieber kleiner toter Oskar:

    Ja ich weiß, sehr egoistisch, aber so funktioniere ich nun mal und ich habe aufgehört mich dagegen zu wehren und so zu tun als wäre das anders.

    Im Grunde ist es bei mir ähnlich, nur dass ich ausschließlich in zwei Gruppen unterteile:
    Familie, Freunde, Bekannte, Kollegen, etc.

    und

    der Rest.

    Und beim Rest unterteile ich nicht weiter. Sind mir alle gleichermaßen egal oder auch nicht egal. Egal ob aus Fernost oder aus dem Haus nebenan.



  • Ist auch ok und vor allem eins...ehrlich.



  • @chris4cpp sagte in Lieber kleiner toter Oskar:

    Ist auch ok und vor allem eins...ehrlich.

    Ist das sinnvoll? Die, die näher dran sind, gehören zu deinem Umfeld, auch wenn du nicht direkt mit denen zu tun hast. Und ob sie z.B. verarmt und dementsprechend gewaltbereit sind, oder wohlhabend, spielt schon eine Rolle. Und auch der Wohlstand an sich in der näheren Umgebung spielt auch für dich eine Rolle. Ob du in einer heruntergekommenen Stadt lebst, aus der alle Firmen wegziehen und du irgendwann keinen brauchbaren Job findest, ist dir vermutlich nicht egal.
    Deswegen kann ich mit der Unterteilung von chris4cpp schon eher was anfangen.



  • @Mechanics sagte in Lieber kleiner toter Oskar:

    @chris4cpp sagte in Lieber kleiner toter Oskar:

    Ist auch ok und vor allem eins...ehrlich.

    Ist das sinnvoll? Die, die näher dran sind, gehören zu deinem Umfeld, auch wenn du nicht direkt mit denen zu tun hast. Und ob sie z.B. verarmt und dementsprechend gewaltbereit sind, oder wohlhabend, spielt schon eine Rolle. Und auch der Wohlstand an sich in der näheren Umgebung spielt auch für dich eine Rolle. Ob du in einer heruntergekommenen Stadt lebst, aus der alle Firmen wegziehen und du irgendwann keinen brauchbaren Job findest, ist dir vermutlich nicht egal.
    Deswegen kann ich mit der Unterteilung von chris4cpp schon eher was anfangen.

    Ja aber an dem "räumlichen" Umfeld (Stadt/Landkreis) kannst du nicht viel ändern. Deinen Bekannten/Freunden/Verwandten bist du aber vielleicht eher bereit zu helfen, denn dort kannst du die Waagschale beeinflussen. Beim großen Ganzen/der Gesellschaft/der Gemeinschaft bist du meist eher ein Tropfen auf dem heißen Stein, weil die Probleme da viel "massiver" sind.



  • @Mechanics sagte in Lieber kleiner toter Oskar:

    @chris4cpp sagte in Lieber kleiner toter Oskar:

    Ist auch ok und vor allem eins...ehrlich.

    Ist das sinnvoll? Die, die näher dran sind, gehören zu deinem Umfeld, auch wenn du nicht direkt mit denen zu tun hast. Und ob sie z.B. verarmt und dementsprechend gewaltbereit sind, oder wohlhabend, spielt schon eine Rolle...

    Hab da einen Lesetipp, der das präzisiert, Dushan Wegners "Relevante Strukturen".



  • @It0101 sagte in Lieber kleiner toter Oskar:

    @Mechanics sagte in Lieber kleiner toter Oskar:

    @chris4cpp sagte in Lieber kleiner toter Oskar:

    Ist auch ok und vor allem eins...ehrlich.

    Ist das sinnvoll? Die, die näher dran sind, gehören zu deinem Umfeld, auch wenn du nicht direkt mit denen zu tun hast. Und ob sie z.B. verarmt und dementsprechend gewaltbereit sind, oder wohlhabend, spielt schon eine Rolle. Und auch der Wohlstand an sich in der näheren Umgebung spielt auch für dich eine Rolle. Ob du in einer heruntergekommenen Stadt lebst, aus der alle Firmen wegziehen und du irgendwann keinen brauchbaren Job findest, ist dir vermutlich nicht egal.
    Deswegen kann ich mit der Unterteilung von chris4cpp schon eher was anfangen.

    Ja aber an dem "räumlichen" Umfeld (Stadt/Landkreis) kannst du nicht viel ändern. Deinen Bekannten/Freunden/Verwandten bist du aber vielleicht eher bereit zu helfen, denn dort kannst du die Waagschale beeinflussen. Beim großen Ganzen/der Gesellschaft/der Gemeinschaft bist du meist eher ein Tropfen auf dem heißen Stein, weil die Probleme da viel "massiver" sind.

    Aber das Ganze ist ja bekanntlich mehr als die Summe seiner Teile. Wenn man nun aber überduchschnittlich viele negative Teile einfügt, wird es trotzdem schließlich eine negativen Einfluss auf das Ganze haben.
    Eine Gesellschaft kann also nur so gut sein, wie die Mitglieder aus denen sie besteht, bilder aber zugleich einen eignen Geist. Und hierbei ist es ein gemeinsamer kultureller Konsens, der letztlich zu einem Mehrwertschöpfenden Prozess führt, oder das Fortbestehen zum Gegenteil verkehrt.



  • Ein paar allgemeinere Gedanken die ich mal kurz loswerden muss:
    Ich dachte auch immer, ich wäre viel toleranter. Aber jemanden zu akzeptieren dessen Frauenbild so krass feindlich ist, fällt mir z.B. schwer. Ich müsste es neutral sehen wenn einige männliche Muslime meine Freundin bei ihrer Tätigkeit im Freibad nicht respektieren, weil es ihnen ihre Kultur und Erziehung nicht anders gezeigt hat. Aber da ist dann bei mir irgendwie eine Grenze überschritten. Ich will dann insgeheim, dass die Leute sich der Kultur hier anpassen. Würde ich mich in einem fremden Land anpassen und dort Frauen schlecht behandeln, damit ich deren Kultur annehme und mich integriere? Ich denke nicht.

    Anders sieht es mit Kulturen und Religionen aus die friedlich sind, wie z.B. der Buddhismus. Mit Asiaten habe ich da überhaupt kein Problem. Ich habe immer nur eine Abneigung gegen Gewalt, das schließt aber auch Neo-Nazis, Hooligans etc. mit ein.

    Bin ich ausländerfeindlich weil bei mir, bei jungen männlichen Muslimen, die Alarmglocken läuten und ich denen lieber aus dem Weg gehen und eben nicht zu vielen in meiner Gegend haben möchte?



  • @It0101 sagte in Lieber kleiner toter Oskar:

    Ja aber an dem "räumlichen" Umfeld (Stadt/Landkreis) kannst du nicht viel ändern.

    Du hast erstmal geschrieben, sie wären dir "egal". Ob man jetzt viel ändern kann, sei jetzt mal dahingestellt, aber "egal" impliziert für mich viel mehr. Und dass einem sein näheres Umfeld egal ist, finde ich nicht logisch.



  • @chris4cpp sagte in Lieber kleiner toter Oskar:

    Bin ich ausländerfeindlich weil bei mir, bei jungen männlichen Muslimen, die Alarmglocken läuten und ich denen lieber aus dem Weg gehen und eben nicht zu vielen in meiner Gegend haben möchte?

    Ja.



  • Hmm ok, dann kann man also ausländerfeindlich sein auch wenn man ausländische Freunde hat. Sei es drum, es ist wie es ist.



  • @chris4cpp sagte in Lieber kleiner toter Oskar:

    Hmm ok, dann kann man also ausländerfeindlich sein auch wenn man ausländische Freunde hat.

    Finde ich eigentlich gar nicht abwegig. Zumindest, wenn man bei "ausländerfeindlich" nicht fanatisch oder sonst was hinein interpretiert.



  • Ne mir geht es nur um Kulturen in denen z.B. die Frauen diskriminiert werden und die Gleichstellung fehlt. Gegen andere Kulturen/Religionen haben ich nicht das geringste. Und auch gegen Muslime die sich integriert haben und eben nach westlichem Vorbild leben, habe ich absolut nichts. Gegen Sektenmitglieder hingegen wieder schon.

    Solange niemand unterdrückt und/oder verletzt wird, toleriere ich die Religion. Die christliche Kirche ist mir übrigens auch sehr suspekt, da in ihrem Namen viel Leid über Ungläubige gebracht wurde. Eine Religion die anderen nicht anerkennt ist daher auch auf meiner moralischen Abschussliste.



  • @chris4cpp sagte in Lieber kleiner toter Oskar:

    Solange niemand unterdrückt und/oder verletzt wird, toleriere ich die Religion. Die christliche Kirche ist mir übrigens auch sehr suspekt, da in ihrem Namen viel Leid über Ungläubige gebracht wurde. Eine Religion die anderen nicht anerkennt ist daher auch auf meiner moralischen Abschussliste.

    Die abrahamitischen Religionen, mit Ausnahme des Judentums, dem ich daher noch am meisten Toleranz entgegenbringen kann, sehen es als ihre Aufgabe andere zu missionieren und die Welt mit ihrem "Glauben" zu beglücken.
    Märchengläubige Erwachsene sind mir suspekt und ich gehe ihnen, so weit wie möglich, aus dem Weg.



  • @chris4cpp du hast mir eine einfache Frage gestellt, die nur eine Antwort nahegelegt hat. Eigentlich kommt jeder mit nem Türken, Schwarzafro oder Vietnamesen klar, wenn der akkommodiert herkommt. Wer jedoch feststellt, daß Freibad keinen Spaß mehr macht, für die Kids zur Gefahr wird und man die Bedrohergruppe ziemlich eindeutig zuordnen kann, dann ist die Attributisierung mit "ausländisch" bereits zum Problem geworden, was aber völlig normal ist. Lies "Die Biologie des menschlichen Verhaltens. Grundriß der Humanethologie."
    Also, die Links habe ich nicht aus purem Jux hingestreuselt, Seit 2017 sind 13 Deutsche von Migranten vorn Zug "geschubst" worden mit grob 1/3 "Erfolgsquote". Umgedreht zumindest so nix. Also, wer ist hier der Rassist?
    Köln, Kandel, Freiburg, Chemnitz, Vechta, Frankfurt, Stuttgart, ... wer erklärt dem toten Oskar, daß er nur tot geworden ist, weil er sonst möglicherweise ausländerfeindlich geworden wäre? Also quasi errettet wurde.



  • @chris4cpp sagte in Lieber kleiner toter Oskar:

    Ne mir geht es nur um Kulturen in denen z.B. die Frauen diskriminiert werden und die Gleichstellung fehlt. Gegen andere Kulturen/Religionen haben ich nicht das geringste. Und auch gegen Muslime die sich integriert haben und eben nach westlichem Vorbild leben, habe ich absolut nichts. Gegen Sektenmitglieder hingegen wieder schon.

    Ich glaube was du hauptsächlich hast, ist einfach die Angst vor Dingen, die fremd sind und das ist ganz normal. Die hat im Grunde jeder mehr oder weniger. Wenn du dir aber mal einen dieser jungen Muslime heraussuchst und vielleicht mal ein Gespräch mit ihm führst, würdest du vielleicht feststellen, dass der Typ auch nur ein ganz normaler junger Mensch ist, der im Grunde die gleichen Sorgen und Probleme hat, wie die einheimischen jungen Leute.

    Dass die Kultur natürlich auch Seiten hat, die für uns ungewohnt sind, ist gar keine Frage. Aber was z.B. die Gleichstellung von Frauen angeht, ist Syrien nicht der Iran oder Saudi-Arabien. Syrien war mal ein recht fortschrittliches Land bevor es vernichtet wurde.

    Und was die Kulturen angeht, in denen Frauen diskrimiert werden: Frag mal deutsche Frauen ob sie glauben, dass hier Gleichberechtigung herrscht.... Du wirst überrascht sein.



  • @It0101 sagte in Lieber kleiner toter Oskar:

    Dass die Kultur natürlich auch Seiten hat, die für uns ungewohnt sind, ist gar keine Frage.

    Krasser Euphemismus.

    Und was die Kulturen angeht, in denen Frauen diskrimiert werden: Frag mal deutsche Frauen ob sie glauben, dass hier Gleichberechtigung herrscht.... Du wirst überrascht sein.

    Die Situation von Frauen hier und dort gleichsetzen zu wollen, ist schon ein starkes Stück. Ein guter Indikator für die Gleichstellung der Frauen ist die Zahl der Kinder pro Frau. Sieh selbst nach, wie diese Zahl für Syrien aussieht.

    Syrien war mal ein recht fortschrittliches Land bevor es vernichtet wurde.

    Da du aber Syrien verteidigst, dir ist schon klar, dass Assad für die hiesigen Mainstreammedien der Teufel persönlich ist?



  • @Provieh-Programmierer sagte in Lieber kleiner toter Oskar:

    @It0101 sagte in Lieber kleiner toter Oskar:

    Dass die Kultur natürlich auch Seiten hat, die für uns ungewohnt sind, ist gar keine Frage.

    Krasser Euphemismus.

    Und was die Kulturen angeht, in denen Frauen diskrimiert werden: Frag mal deutsche Frauen ob sie glauben, dass hier Gleichberechtigung herrscht.... Du wirst überrascht sein.

    Die Situation von Frauen hier und dort gleichsetzen zu wollen, ist schon ein starkes Stück. Ein guter Indikator für die Gleichstellung der Frauen ist die Zahl der Kinder pro Frau. Sieh selbst nach, wie diese Zahl für Syrien aussieht.

    Syrien war mal ein recht fortschrittliches Land bevor es vernichtet wurde.

    Da du aber Syrien verteidigst, dir ist schon klar, dass Assad für die hiesigen Mainstreammedien der Teufel persönlich ist?

    Ich finde es eher anmaßend, dass wir uns die Frechheit erlauben, andere Kulturen herabzusetzen, weil sie andere moralische Grundsätze haben. Das einzige was für mich zählt, ist, dass hier bei uns unsere Grundsätze gelten und sich alle daran halten. Was andere Völker bei sich zu Hause praktizieren ist mir ehrlich gesagt relativ egal und ich erlaube mir dazu kein Urteil. Wir Europäer tun ja manchmal gerade so, als wäre unsere Moral sowas wie eine physikalische Gesetzmäßigkeit des Universums und alles andere ist irgendwie ein totaler Irrglaube.



  • @It0101 sagte in Lieber kleiner toter Oskar:

    ... Das einzige was für mich zählt, ist, dass hier bei uns unsere Grundsätze gelten und sich alle daran halten.

    Das ist ja die Crux, die haben überwiegend ihr Umfeld im Gepäck und pfeifen auf unsere Grundsätze.
    Wenn Du die Situation der Frauen in D so sehr beklagenswert findest, da hab ich was Interessantes, die Frauenhäuser quellen über, explodiert ist der Anteil an Muslima, die in etwa 50% der Belegung ausmachen trotz wesentlich geringerem Bevölkerungsanteil. https://www.welt.de/debatte/article184226294/Partnerschaftliche-Gewalt-Der-dickste-Brocken-der-Dunkelziffer-steht-im-Koran.html



  • naja ein grund, warum die leute überhaupt alle hier ankommen, könnte ja auch darin bestehen, dass sie es hier besser haben möchten. andere bleiben eben dort.



  • @It0101 sagte in Lieber kleiner toter Oskar:

    Ich glaube was du hauptsächlich hast, ist einfach die Angst vor Dingen, die fremd sind und das ist ganz normal. Die hat im Grunde jeder mehr oder weniger. Wenn du dir aber mal einen dieser jungen Muslime heraussuchst und vielleicht mal ein Gespräch mit ihm führst, würdest du vielleicht feststellen, dass der Typ auch nur ein ganz normaler junger Mensch ist, der im Grunde die gleichen Sorgen und Probleme hat, wie die einheimischen jungen Leute.

    Die Kultur ist nicht das einzige Problem. Menschen, die in einer fremden Umgebung leben, die Sprache nicht können, keine Arbeit haben, keine einheimischen Freunde, die Bräuche nicht kennen usw., schließen sich nun mal zusammen. Und damit schließen sie die Einheimischen oft aus, und solche Gruppen entwickeln schnell eine Eigendynamik. Das kann durchaus bedrohlich werden, finde ich, und dafür muss die Kultur nicht mal grundlegend anders sein.


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