Abi... und dann?
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Hi Leute
da ich (hoffentlich) bald mein Abi habe mach ich mir gedanken was ich danach machen möchte.Eigentlich bin ich zu dem Schluß gekommen an der FH zu studieren. Allerdings würde ich auch andererseits gerne zuerst eine Ausbildung machen. Würdet ihr mir davon abraten, weil es verlorene Zeit ist, oder hat das auch seine Vorteile?
Studieren möchte ich Elektrotechnik, vor allem deshalb weil ich einerseits großtes Interesse am Programmieren habe aber andererseits auch nicht vor habe später in meinem Beruf den ganzen Tag nur vorm PC zu sitzen. Da ich auch im Bereich Elektronik recht großes Interesse habe dachte ich mir dass Elektrotechnik (NAchrichtentechnik o.ä.) das richtige für mich wäre. Schätze ich da das Studium/ den Beruf richtig ein oder macht man da eigentlich ganz was anderes.
Schonmal vielen Dank für die Antworten.
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also wenn du elektrotechnik studieren willst, ist es evtl schon ratsam vorher ne ausbildung zu machen, denn dann ist es deutlich einfacher. Ich studiere informatik und muss zwingend e-technik mitmachen, und hab kein plan... aber da wird momentan das gemacht, was du in der ausbildung auch lernst..
von daher ist es schon ratsam...
cya
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früher hätte ich auch zu beruf und dann studium geraten...
heute würde ich zum gleich studieren tendieren, wenn du sowieso studieren willst.
in vielen unis und fhs musst du praktika in firmen machen, du bekommst also vom elektrotechnischen etwas mit, so du dir einen guten praktikumsplatz suchst.gut, was mir einfällt, warum eine ausbildung vorher doch gut ist: die leute, die ich kenne, die vorher in betrieben ausgebildet wurden, waren total glücklich, und haben ganz anders studiert.. viel gezielter.., als die oft verschlafenen normalstudis.., weil sie auf keinen fall nochmal sowas wie ihre vorherigen arbeitsplätze erleben wollten

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Als E-Techniker sitzt du aber auch nur vor dem PC
(naja, kommt drauf an, aber der größte Teil).mrchat: Ich glaube kaum, dass du da lange etwas von hast. Und wenn du die Zeit, die du mit der Ausbildung "vergeudest" auch für dein Studium einrechnest, ist es wohl auch sehr einfach.
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Der andere Aspekt ist, ob du überhaupt für ein Studium geeignet bist. Ich meine nicht Intelligenzmäßig, sondern ob du den Ehrgeiz hast etc. Wenn du nach 8 Semestern feststellst, dass du irgendwie doch kein Bock hast, weil keine Ende in Sicht ist, hast du, wenn du vorher ne Ausbildung gemacht hast, wenigstens was in der Tasche.
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Andererseits kann es auch sein, dass du nach einer Ausbildung kein Bock mehr auf ein Studium hast.

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Hallo,
also ich mache ne Ausbildung und will danach auf der FH studieren. M. E. nach
solltest du besser direkt studieren gehn, denn IMHO vergisst man in der
Ausbildung einfach nur wie man lernt. Ich hab soviel mit der Arbeit zu tun,
dass ich kaum Zeit dafuer habe, etwas fuer die Schule zu tun.Und wenn du nach der Arbeit Abends nach Hause kommst, haste auch kein bock mehr
noch was zu lernen und am WE will man auch mal was anderes machen.Jetzt kommt es natuerlich darauf an, wie die Ausbildung verlaeuft. Das duale
Ausbildungssystem ist IMHO absolut schei***. Du 2 mal die Woche Schule, den
Rest der Woche gehst du arbeiten, oft muss man bis spaet Abends arbeiten und
dann auch noch fuer die Schule lernen.Das man selbststaendig lernen muss ist absolut klar und so wirds auch spaeter
im Studium sein, aber es ist ein Unterschied, ob man den ganzen Tag am Arbeiten
ist und dann noch was lernen muss (meist ist man auch ziemlich muede nach so
nem Arbeitstag) oder ob man 'Vollzeitlernen' kann.Wenn du aber Blockunterricht hast, sieht das Ganze schon etwas anders aus IMHO.
Man kann sich ein paar Wochen auf die Arbeit konzentrieren und ein paar Wochen
auf die Schule konzentrieren.Letzlich kommt es natuerlich auf die persoenliche Einstellung an und wie man
das Ganze am besten fuer sich vereinbaren kann.Und ob mir das im Studium wirklich was bringt?
Ich hatte auch 1 Jahr lang E-Technik in der Berufsschule, aber hilft mir das
dort erworbene Wissen wirklich beim Hochschulniveau der Aufgaben wirklich
weiter?Andererseits: Solltest du feststellen, dass das Studium doch zu schwer ist,
hast du bereits eine Ausbildung hinter dir, was bestimmt auch von grossem
Vorteil ist.Letztlich kann man das wohl generell schwer sagen, was besser ist und was nicht.
Bedenke auch, dass es 2-3 Jahre sind, die die Ausbildung dir weg nimmt.mfg
v R
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Das duale
Ausbildungssystem ist IMHO absolut schei***.Ich mache bereits meine 2. Ausbildung. Es hängt immer von der Schule und vom Betrieb ab, logisch. Aber wo ich zustimmen kann ist, dass bei technischen Berufen (gerade bei Fachinformatiker) die Ausbildung Käse ist.
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Hallo !
Ich würde dir auch auf jeden Fall raten sofort zu studieren. Ausbildung ist meines erachtens nach vergeudete Zeit. Du machst genug Praktika an der FH. Da bist du im Grundpraktikum mit den Azubis zusammen in einem Betrieb und siehst ja was die machen. Die machen nicht viel in den 3,5 jahren was du später noch verwerten kannst (wenig Theorie eben). Ich hab selber an der FH angefangen Elektrotechnik zu studieren ohne vorher ne Ausbildung gemacht zu haben. Und ich war (*stink*) trotzdem der Beste. Fast alle anderen da hatten ne Ausbildung gemacht vorher. Aber der Stoff reicht höchstens über die ersten 3 Wochen. Das einzige was du in ner Ausbildung vielleicht lernst, ist wie man nen Lötkolben und ein Messgerät benutzt und wie verschiedene Bauteile in Real aussehen... Sollte man m.e. nach schon wissen als Ingenieur. Aber als Hobbybastler hatte ich auch da keine Nachteile gegenüber den Ex-Azubis gehabt.
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Hi
ich hab selber erste eine Lehre gemacht. ( Elektromechaniker neudeutsch Industriegerähteelektroniker) War interesant, da sie an ner speziellen schule ablief (FTS vs-Schwenningen). nur gebracht hat mir die Ausbildung bis auf die Fachhochschulreife für mein studium recht wenig bis garnichts.
das was ich in der Elektronik gelernt hatte waren Faustregeln, und Formeln die man im altag einsetzt. Nur unser Prof hat in der Elektroforlesung dann gleich mit Integrallen und Differenzalen um sich geschmissen. Da frag man sich dann wieso man den Bauteilewert bis auf 7 Nachkommastellen genau berechnen soll, wenn das Bauteil an sich sowiso eine Tolleranz von +/- 20 % hat. Berechnung gut nur nicht in der Praxis umsetzbar, da Bauteile nicht beschaffbar bzw. herstellbar sind, oder zu teuer. Auserdem hab ich mich sowiso gefragt, was diese Forlesung in einem modernen Informatik studium zu suchen hat. Wir müssen ja keine Rechner mehr Eintwickeln, sondern nur noch benutzen.
gruss Termite
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Termite schrieb:
Auserdem hab ich mich sowiso gefragt, was diese Forlesung in einem modernen Informatik studium zu suchen hat. Wir müssen ja keine Rechner mehr Eintwickeln, sondern nur noch benutzen.
Ja, und Mathe braucht man in einem modernen Informatikstudium auch nicht, weil man ja MathCAD installieren kann.
Die Etechnik-Grundlagen macht man, weil dies Grundlagen für Systemtheorie und Dynamik sind... für die ganzen Filteranwendungen im Audio- und Videobereich ist das äußerst hilfreich als Hintergrundwissen. Ein Informatiker sollte solche Dinge schon wissen, man weiß ja nie, ob man wirklich später nur Oracle-Anwendungen für die Allianz-Gruppe hackt.
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Marc++us schrieb:
Ja, und Mathe braucht man in einem modernen Informatikstudium auch nicht, weil man ja MathCAD installieren kann.
Genau, wir holen uns einfach alle im Sekretariat ein X-beliebiges Diplom ab und dann ab in die Praxis das Bruttosozialprodukt pushen. Brauch man eh' nicht, den ganzen Theoriescheiss ... 
Bei der Gelegenheit kann man sich gleich den ganzen teuren Hochschulapparat (einschl. Profs) sparen und das ganze schöne Geld in die Grunschulen transferieren, damit die dummen Kinderchen von heute endlich mal richtig Lesen und Schreiben lernen.

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<story>
Ich hatte mit MathCAD mal ein Schlüsselerlebnis, wo ein junger dynamischer Informatiker eine Taylor-Reihe auf 800 Glieder ausrechnete und wirklich ein Polynom angab, das mit einem x^800 begann um eine bestimmte geforderte Genauigkeit zu bekommen... dabei war sein Arbeitspunkt irgendwo bei x0=10000 oder sowas.Das richtige Polynom 2. Grades am Arbeitspunkt hätte es auch getan.
Vielleicht hätte er mal jemanden fragen sollen der sich damit auskennt.
</story>
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*g*, typisch Informatiker. Ich kenne zwar nicht viele höhersemestrige Informatiker, aber wenn ich sehe, was die Tutoren in unseren Progra-Übungen teilweise als Musterlösung präsentieren dann denke ich mir oft: Warum einfach wenn's auch kompliziert geht?
Zum Thema: Ich denke auch nicht, dass es sich lohnt eine Ausbildung zu machen wenn man sich sicher ist, dass man studieren will. Der Stoff im Studium ist so komprimiert, dass man die Thoerie aus der Ausbildung kaum als Basis sehen kann. In die Praxis kann man nebenbei auch reinleuchten. Ich habe im Moment z.B. den Tick, dass ich zu vielen Themen die wir in der Numerik-Vorlesung durchnehmen einfach mal ein Programm schreibe um ein paar praktische Dinge damit zu berechnen.
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Wobei ich ergänzen will: der Ausdruck "Schlüsselerlebnis" bezieht sich hier auf MathCAD und nicht auf den Informatiker.
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Einem Ingenieur wäre so etwas nicht passiert
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Das kann ich leider nicht unterschreiben. Ich habe als Lehrbeauftragter 3 Semester lang auch angehende Ingenieure im Labor betreut, und es ist erstaunlich, was man mit MathCAD (oder Mapple) alles machen kann... es gibt Leute, die können sogar in nach U = R*I angefallene Meßwerte eine exponentielle Regressionsgerade reingelegen.
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*G*
Ok, aber wo ist das Schlüsselerlebniss mit MathCAD ? Ich verwende das auch ganz gerne mal, man muss halt wissen was man tut. Dann ist auch das Ergebniss ok. Wobei MathCAD nicht wirklich genau rechnet (0 ist nicht 0 sondern 10^-15), da kommen beim Integrieren schonmal lustige Sachen raus. Aber normal reicht die Rechengenauigkeit halt für den Ingenieur völlig aus. Mehr als 2 Stellen hinterm Komma braucht man eh kaum.
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hi
@Marc++us: Grundlagen find ich schon in ordnung, ich hatte auch jede menge Mathe im studium M1 bis M5 TI1 bis TI4 und ich hab fest gestellt das ich davon zumindest den göstten teil mal wieder gebrauchen konnte. Formale Sprachen, Numerik, Automatentheorie, ... nur die eine vorlesung Datenkommunikation http://www.ai-lab.fh-furtwangen.de/studium/studieninhalte/datenkommunikation.shtml war irgendwie nicht mein ding. war ein rundumschlag durch die elektronik und Digitaltechnik bis zur Nachrichtentechnik. Kann auch daranligen, das die Vorlesung recht vollgepackt war.
na ja ich habs überlebt. nur noch Diplomdokumentation fertig schreiben und abgeben und dann hoff ich das ich die FH nur noch besuchen darf
gruss Michael
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etechniker schrieb:
*G*
Ok, aber wo ist das Schlüsselerlebniss mit MathCAD ?
Mußt Du von Hand rechnen, nimmst Du keine Taylor-Reihe mit 800 Gliedern... sondern denkst darüber nach, wie Du mit 4 oder 5 hinkommen würdest.
Aber MathCAD erlaubt es sowas stur durchzuhacken ohne zu denken.
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Termite schrieb:
nur die eine vorlesung Datenkommunikation http://www.ai-lab.fh-furtwangen.de/studium/studieninhalte/datenkommunikation.shtml war irgendwie nicht mein ding.
Wenn du die bei Radi gehabt hast dann kann ich es nachvollziehen
