Schröders Rücktritt als SPD Chef - Anfang vom Ende?



  • MaSTaH schrieb:

    Weiß der Strauch überhaupt dass es Europa gibt?

    Ich glaub schon... das ist der kleine hässliche Fleck irgendwo neben dem Irak, von wo aus immer nur Genöle kommt.



  • Marc++us schrieb:

    ... gesagt wird Reform, ... , aber keine Maßnahme zum Umbau (egal welche Richtung) wird in Angriff genommen. Das Gesetz für die Praxisgebühr ist noch kein halbes Jahr alt und wird bereits nachgebessert. Das ist doch lächerlich. Tollcollect läßt grüßen.

    Das Problem an der Ganzen Sache ist doch dass in den Führungsetagen, egal wo, nur noch Schauspieler und Wichtigtuer (BWL, International Buiness Studies, Wirtschaftsingeneure usw.) mit Luft im Schädel sitzen. Diese besagte Gruppe von Menschen hat es nie gelernt mit eigener Hände Arbeit und durch persönliche Entbehrungen etwas zu schaffen und dafür selbst zu haften. Egal was passiert, sie sind immer fein raus und machen auf die selbe Weise woanders weiter, und/oder ein neuer Wichtigtuer kommt und macht das selbe.



  • Meiner Meinung nach sollte es sowieso eine komplette Neuordnung der Politik geben. Wie eigentlich jeder erkennen kann, schadet die Parteipolitik doch nur. Ich finde man sollte direkt Personen wählen die, die eigene Meinung am ehesten vertreten und diese Personen sollten zusammen das ganze ausarbeiten bzw. in der Mehrheit. Durch die Parteizugehörigkeit sind die Leute doch immer an den Vorgaben gebunden, auch wenn es nicht ihre eigene Überzeugung ist. Ich glaube man könnte ohne Parteien und ohne Partieregierung viel mehr erreichen, außerdem ist es viel demokratischer aus meiner Sicht. Zusätzlich sollten an der Spitze der Ministerien Spezialisten des Fachgebiets sitzen, denn nur diese können gut genug wissen, was gebraucht und was getan werden muss, um es besser zu machen.



  • AJ schrieb:

    Meiner Meinung nach sollte es sowieso eine komplette Neuordnung der Politik geben. Wie eigentlich jeder erkennen kann, schadet die Parteipolitik doch nur. Ich finde man sollte direkt Personen wählen die, die eigene Meinung am ehesten vertreten und diese Personen sollten zusammen das ganze ausarbeiten bzw. in der Mehrheit. Durch die Parteizugehörigkeit sind die Leute doch immer an den Vorgaben gebunden, auch wenn es nicht ihre eigene Überzeugung ist.

    Man muss im Leben immer Kompromisse machen. Wenn man in vielen Punkten nicht mit "seiner Partei" übereinstimmt, dann gründet man eine neue.


  • Mod

    Daniel E. schrieb:

    Man muss im Leben immer Kompromisse machen. Wenn man in vielen Punkten nicht mit "seiner Partei" übereinstimmt, dann gründet man eine neue.

    Reine Theorie.

    Die Gründung einer Partei ist noch einfach.

    Aber die Teilnahme an den Wahlen wurde durch sehr hohe Hürden unglaublich schwierig gemacht.



  • Dann wäre es ein besseres Ziel, diese Hürden (welche?) zu entfernen, statt ein unerprobtes System mal anzutesten.

    (Edit: Unnötige Zitate gelöscht.)


  • Mod

    Ach, das sind so Kleinigkeiten... z.B. muß eine Partei Unterschriften (Unterstützerlisten) einreichen. Aber diese Unterschriften müssen auf dem Einwohnermeldeamt geleistet werden. Weiterhin müssen für die Teilnahme an Landtagswahlen die Stimmen aus unterschiedlichen Wahlkreisen kommen, etc.

    Lustig ist vor allem, daß all diese Forderungen nicht gelten, wenn eine Partei mehr als 5% der Stimmen bei den vorigen Wahlen bekam.

    Ich habe mal kurz gegurgelt, ob ich dazu was finde, aber leider keine schöne Zusammenstellung. v. Arnim hat sich dazu auch mehrfach geäußert. Dafür fiel mir folgende sehr schöne Diskussion in die Hände:

    http://www.politikforum.de/forum/archive/5/2003/07/1/33011



  • Daniel E. schrieb:

    Man muss im Leben immer Kompromisse machen. Wenn man in vielen Punkten nicht mit "seiner Partei" übereinstimmt, dann gründet man eine neue.

    Kompromisse muss man machen, aber warum sollte man diese bereits im Vorfeld in solch Größenordnungen vornehmen, dass im Endeffekt die eigene Meinung und Einschätzung gar nicht mehr richtig durchsickert?

    Und so leicht ist es auch wieder nicht eine Partei zu gründen und diese dann auch noch richtig wahlberechtigt zu machen, wie Marc++us schon schrieb.

    Außerdem haben die heutigen Parteien gar nicht mehr das Ziel, dass sie die Meinung der Wähler richtig vertreten. Den Parteien ist nur noch wichtig, dass sie gewählt werden, denn dann fließt auch Kohle. Darum finde ich sollten die Parteien abgeschafft werden und es werden nur noch Leute in den Bundestag und -rat gewählt, denen die Menschen wirklich vertrauen und von denen sie meinen, dass sie die Meinung der Wähler vertreten. Und dort kann man dann Kompromisse schließen, die auch was bringen.


  • Mod

    Im Grunde ist das auch praktisch realisierbar... es liefe auf die Abschaffung der Zweitstimme raus.

    Denn es ist durchaus noch möglich, in einem Wahlkreis persönlich bekannt zu werden. Die Bekanntheit dort trägt dann die Kandidatur.

    Allerdings ist dann umso wichtiger, daß es keine Parteiorganisation gibt... denn diese kann durch den Apparat mit Plakaten, Zeitungsartikeln, etc, den Kandidaten bekannter machen. Denn dann werden neue Kandidaten stark benachteiligt. Du brauchst weiterhin irgendeine Regelung zur Wiederwahl - der gewählte Kandidat ist ja bereits bekannt und hat Einfluß. Auch das verschafft einen Vorsprung. Sinnvoll wäre wohl eine Begrenzung auf 2 Legislaturperioden.

    Negativbeispiel: England. Das hat ja nur ein Erststimmensystem, und dort gibt's praktisch keine kleinen Parteien mehr.



  • Naja, ich würde sowieso sagen, dass man nur regional seine Vertretung wählt. Wobei man noch überlegen müsste wie groß regional ist - Bundesland, Landkreis, ...
    Somit würde viel mehr berücksichtigt werden, denke ich.


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