mond, privatbesitz?



  • jetzt gibt es doch tatsächlich wen, der mondland verkauft und leute, die dort land gekauft haben, schreiben dem herrn busch briefe wegen den neusten plänen vonwegen station auf dem mond etc. der typ der das and verkauft der hat sich ja den mond in irgendeinem grundbuch eintragen lassen.
    ich hab da mal eine textstelle von disere lunar embassy page kopiert. da steht:

    Es ist ein bisschen wie in den USA im Wilden Westen vor ein paar hundert Jahren - wer zuerst proklamiert das ihm ein Grundstück gehört, der darf auch den Antrag dazu stellen (Dies basiert auf alten Amerikanischen claim Gesetzen). Dies ist ein Gesetz dass noch aus der Zeit von Abraham Lincoln stammt. Der Antrag muss beim lokalen Grundstücks Amt eingereicht werden und er muss von demselben Amt akzeptiert werden.

    kann das irgendeine rechtsgültigkeit haben? der mond untersteht ja nicht amerikanischem recht. bzw er untersteht eigentlich garkeinem recht.
    was meint ihr dazu. ich bin der meinung, dass kein himmerskörper irgendwem private gehören können sollte. jedenfalls nicht so. die einzige möglichkeit herrenloses land in besitz zu nehmen besteht meiner meinung nach darin, dass man physisch besitz davon ergreift (also auf dem mond landen ein häuschen bauen und nen zaun rundherumbauen). aber nicht dadurch, dass irgendwer einfach sagt:"das is jetzt meins" und dann ist das so.
    was meint ihr dazu?



  • Nein.
    Staaten können keinen Planeten/himmelkörper besetzen,
    und ihre Bürger auch nicht. So ist die Meinung der Juristen.

    Devil



  • Ich meine mal gelesen zu haben das es eine internationale Vereinbarung gibt in der steht das der Mond offiziell keiner Nation zugeordnet ist, somit können auch die Amerikaner keine Mondgrundstücke verkaufen.

    Soweit ich es weis hat sich der Kerl sich als Besitzers des Mondes im Grundbuchamt in Los Angeles eintragen lassen. Wobei das ja auch unmölich hier drunter fallen kann.

    Der Antrag muss beim lokalen Grundstücks Amt eingereicht werden.

    Aber wenn die Amis den Mond, nach ihren Gesetzen, verkaufen, dann sollten sie sich auch an ihre eigenen Gesetze halten. Wenn der Russe (der Russe, wie in Zeiten des kalten Kriegs) jetzt eine Station auf dem Mond bauen wollte kann er sich auf internationales Recht beziehen, und danach sind Eingentumsurkunden nutzlos.


  • Mod

    Mirauder_Mo schrieb:

    Ich meine mal gelesen zu haben das es eine internationale Vereinbarung gibt in der steht das der Mond offiziell keiner Nation zugeordnet ist, somit können auch die Amerikaner keine Mondgrundstücke verkaufen.

    Das ist eine falsche Interpretation dieses Vertrages... der Mond wird keinem Staat zugeordnet, richtig, ist also kein Territorialgebiet eines Staates.

    Aber über Besitzverhältnisse von Privatpersonen ist da nichts ausgesagt worden. Auch nicht darüber, ob Firmen Anteile erwerben und verkaufen dürfen. Es ist nirgendwo geregelt.

    WOZU auch.

    Man muß übrigens gar nicht soweit gehen - in der Antarktis ist das genauso geregelt.

    Lustig ist die jetzige Diskussion über die Mondgründstücke aus einem ganz anderen Grund:

    Also, ein cleverer amerikanischer Geschäftsmann verkauft an Privatpersonen Mondgrundstücke - und zwar in der US-Tradition, daß man US-Gesetze weltweit anwendet, egal ob das begründet ist oder nicht.

    Nun haben einige Leute diese Grundstücke gekauft und im Rahmen des allgemein aufgekommenen panisch-fanatischen Antiamerikanismus protestieren sie gegen eine Mondbasis und wollen verhindern, daß Beeinträchtigungen ihrer Grundstücke durch die US-Imperialisten stattfinden.

    Den Denkfehler haben sie gar nicht gesehen - daß sie nämlich eigentlich den US-Imperialismus durch den Kauf der Grundstücke erst so richtig gefördert haben - ihr Eigentum(?) basiert ja eben gerade auf einer sehr imperialistischen Auslegung des US-Rechts. Sie protestieren also gerade gegen das, was sie zu Eigentümern gemacht hat.

    Lustisch, lustisch.

    Da fragt man sich, ob wirklich immer nur die Amis die Idioten sind...



  • Ich frag mich eh, was das noch werden soll, wenn die Menschheit beginnt den Weltraum zu besiedeln und immer noch so rückständig ist und sich um Territorien streiten.



  • Das ist eine falsche Interpretation dieses Vertrages... der Mond wird keinem Staat zugeordnet, richtig, ist also kein Territorialgebiet eines Staates.

    Aber über Besitzverhältnisse von Privatpersonen ist da nichts ausgesagt worden. Auch nicht darüber, ob Firmen Anteile erwerben und verkaufen dürfen. Es ist nirgendwo geregelt.

    Wenn der Mond keinem Staat zugeordnet ist, kann auch kein Staat die Rechte an Dritte vergeben, dort Grundstücke zu verkaufen.


  • Mod

    Hat ja auch keiner. Der Mann hat sich im Stile von Christoph Kolumbus selbst ernannt.



  • Wenn die Besitzansprüche für Mondflächen nirgends geregelt sind, was gilt dann ? Gibts denn nirgends eine "Universalbestimmung" a la "Gilt nicht, solange ungeregelt" ?
    Dann ist das Geschäft ja eigentlich nichtig und alle "Eigentümer" könnten ihr Geld wieder einfordern, oder ? 😕



  • Ich wette, die Eigentümer wurden darüber unterrichtet, dass sie keine rechtlich durchsetzbaren Ansprüche erworben haben.



  • Bashar schrieb:

    Ich wette, die Eigentümer wurden darüber unterrichtet, dass sie keine rechtlich durchsetzbaren Ansprüche erworben haben.

    Irgend so eine Klausel steht bestimmt im Kaufvertrag...

    Mal ne andere Frage:
    Wie sollte man Besitzansprüche der Staaten für Himmelskörper überhaupt regeln?



  • Wenn man jetzt herausfinden könnte wo die Amys die Basis haben wollen. Da würde ich ihnen das Grundstück ja verkaufen. Ob sich da mein Nachbar dann nicht aufregt wenn ihm die ein Haus vor die Nase bauen. Fraglich ob die Mondbaubehörde die Grundstücke überhaupt als Bauland genemigen.


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