Wahlrecht für Kinder: War das ein Aprilscherz?



  • Es geht wie immer ums Geld, denn für jede Wählerstimme erhält die jeweilige Partei einen Geldbetrag, der mit einigen Millionen Wählern mehr natürlich entsprechend größer wäre.



  • Guter Aspekt.



  • Jan schrieb:

    Mis2com schrieb:

    Quatsch, aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man als Kind noch gar nichts richtig einschätzen kann.
    Da schwingt einer schöne Reden und die Kinder lassen sich gleich super einwickeln ohne Konsequenzen zu beachten...

    Erst lesen, dann kommentieren. Es geht nicht darum, dass Kinder wählen, sondern darum, dass Eltern für ihre Kinder zusätzliche Stimmen erhalten.

    Ups.
    Aber kommt ja auf das Gleiche hinaus, denn die Kinder haben die Meinung der Eltern, selber bilden die sich erst später eine...



  • Die FDP ist hier in Hamburg mal in der Innenstadt rumgelaufen und hat mit tollen Hanfsprüchen, und ich meine sogar Artikeln, Wähler versucht zu überzeugen. Zielgruppe waren auch Erstwähler. Sehr peinlich sowas..



  • absolute_beginner schrieb:

    Es geht wie immer ums Geld, denn für jede Wählerstimme erhält die jeweilige Partei einen Geldbetrag, der mit einigen Millionen Wählern mehr natürlich entsprechend größer wäre.

    Glaube ich nicht. Im Parteiengesetz steht genau, wann eine Partei für was wieviel Geld bekommt. Das jährliche Geldgesamtvolumen, das für alle Parteien zur Verfügung gestellt wird, wurde in der Vergangenheit aber quasi immer überschritten, so daß die Beträge einfach proportional zum Stimmenanteil aufgeteilt wurden. Die Obergrenze würde natürlich verschoben werden müssen, aber dem steht auch ein teurerer Wahlkampf gegenüber.



  • Wieso sollte der Wahlkampf teurer werden? Es geht darum, daß die Eltern die Stimmen abgeben dürfen, davon, daß die Kinder selbst zur Urne gehen, war nie die Rede, die Zielgruppe bliebe also die gleiche... man müßte sich eben nur auf andere Themen im Wahlkampf konzentrieren.



  • Also die Stimme bis 18 an die Eltern abzugeben halte ich für absoluten Unsinn.
    Ich wusste so mit 15 sehr wohl was ich wählen würde wenn ich dürfte und das entsprach halt nicht unbedingt den Vorstellungen meiner Eltern.
    Also ich würd durchdrehen wenn meine Eltern für mich wählen würden auch wenn ich unter 18 bin... dann lieber gar nicht.
    Und wer noch nicht wählen kann weil er lieber mit Barbies spielt, der soll es halt solange nicht machen bis er kann, ist bei den ü18 ja auch so 😉 .

    "Du Mutti ich will die Grünen wählen, kreuzt du bitte für mich?"
    "Sabbel nich, wir wählen seit 25 Jahren CSU, da kreuz ich für dich auch an"



  • Ich halte von der Idee auch nichts. Kinder sind einfach zu leicht zu beeinflussen. Auch wenn die Kinder selbst zur Wahl gehen und das Kreuz machen würden, würde wohl eher die Meinung der Eltern einfließen.

    Und wenn die Eltern über die Stimme ihrer Kinder bestimmen, dann könnte man ja gleich beschließen, dass Eltern im allgemeinen ein größeres Stimmrecht haben, was aber nicht dem Grundsatz der Demokratie entspricht.

    Ich bezweifle auf jeden Fall, dass die Politiker bzw. Parteien bei der ganzen Sache wirklich an das Wohl des Volkes denken.



  • Ich bin dafür 👍 👍 👍

    In einem Land, in dem nur noch in 25% der Haushalte Kinder leben, haben Familien keine Lobby. Daß Deutschland mit der Geburtenrate auf dem hinterletzten Platz weltweit rangiert, ist u.a. traurige Folge der momentanen Zustände.



  • absolute_beginner schrieb:

    Wieso sollte der Wahlkampf teurer werden? Es geht darum, daß die Eltern die Stimmen abgeben dürfen, davon, daß die Kinder selbst zur Urne gehen, war nie die Rede, die Zielgruppe bliebe also die gleiche...

    Man müsste komplett neue Wahlkampfstrategien, pro Familien, erarbeiten -- im besten Fall stellen die größeren Parteien sogar ihre Familienpolitik um.

    Wenn die Kosten nicht signifikant steigen, braucht man auch die obere Grenze nicht signifikant verschieben.



  • Daniel E. schrieb:

    im besten Fall stellen die größeren Parteien sogar ihre Familienpolitik um

    Eben! Das wäre nämlich dringend nötig 😡



  • @Bini
    Nötig ja, aber ist das so der richtige Weg?



  • Bini schrieb:

    In einem Land, in dem nur noch in 25% der Haushalte Kinder leben, haben Familien keine Lobby.

    Nö, nur nicht. Wieviel mehr soll ich als Single denn noch bezahlen ? Es ist doch ohnehin schon so, dass man anderen Leuten mit Kindern quasi ihr Häuschen finanziert 😡 Irgendwann muss auch mal Schluss sein, wer seine Kinder nicht selber ernähren kann soll sich halt nicht einen ganzen Stall voll anschaffen.



  • AJ schrieb:

    Nötig ja, aber ist das so der richtige Weg?

    Haste einen anderen??? 😕

    etechniker schrieb:

    Es ist doch ohnehin schon so, dass man anderen Leuten mit Kindern quasi ihr Häuschen finanziert .

    Uahh - Stammtischniveau! Wo is eigentlich mein Häuschen *suchsuch*

    etechniker schrieb:

    ... wer seine Kinder nicht selber ernähren kann soll sich halt nicht einen ganzen Stall voll anschaffen.

    Noch mehr Stammtisch. Auf dem Level diskutier ich nicht.



  • Warum Stammtischniveau ? Das ist Realität !!! Ich finde es nicht gerecht doppelt so viel zu verdienen wie ein Familienvater aber u.u. Netto genausoviel herauszubekommen.
    Weitere Unterstützungen fürs Kinderkriegen braucht das Land nicht,

    "diejenigen, die sich fortpflanzen (...) (gehören) nicht" unbedingt zur geistigen Elite ihrer Gesellschaft". Mit diesem Argument hat die derzeitige Familienministerin Renate SCHMIDT schon vor Jahren ihre Politik für die Mütterelite begründet und sich damit gegen die Erhöhung des Kindergeldes und für die Förderung der Kinderbetreuung ausgesprochen.

    👍



  • etechniker schrieb:

    Warum Stammtischniveau ? Das ist Realität !!!

    Realität ist, daß ich z.B. nach der sogenannten Steuerreform von Anfang des Jahres WENIGER netto habe als vorher.
    Realität ist, daß ein kinderloses Ehepaar Steuervorteile genießt, während eine alleinerziehende Mutter nicht mal mehr Steuerklasse 2 bekommt ab demnächst.
    Realität ist, daß dies ein familienfeindliches Land ist, und sich zwar viele Leute Kinder wünschen, aber immer weniger der GUTAUSGEBILDETEN Frauen sich diese leisten können.

    Ich könnte Dir noch 'ne Menge Realitäten aufzählen, aber ich denke nicht, daß das Sinn hat oder irgendwas bewirken würde.
    Deshalb geh ich jetzt erst mal essen - Mahlzeit!



  • etechniker schrieb:

    Warum Stammtischniveau ? Das ist Realität !!! Ich finde es nicht gerecht doppelt so viel zu verdienen wie ein Familienvater aber u.u. Netto genausoviel herauszubekommen.
    Weitere Unterstützungen fürs Kinderkriegen braucht das Land nicht,

    "diejenigen, die sich fortpflanzen (...) (gehören) nicht" unbedingt zur geistigen Elite ihrer Gesellschaft". Mit diesem Argument hat die derzeitige Familienministerin Renate SCHMIDT schon vor Jahren ihre Politik für die Mütterelite begründet und sich damit gegen die Erhöhung des Kindergeldes und für die Förderung der Kinderbetreuung ausgesprochen.

    👍

    Wie was das nochmal mit umgekehrtem Darvinusmus?
    Nur die dummen werden überleben weil die schlauen statt Kinder kriegen was anderes zu tun haben? 😛
    Wenigstens weiss Renate Schmidt wie wichtig es ist ein indirektes Zuchtprogramm einzuführen, so das sich die intelligenten fortpflanzen um nicht in 100 Jahren NURNOCH eine verdummte Gesellschaft zu haben! 🤡



  • Bini schrieb:

    AJ schrieb:

    Nötig ja, aber ist das so der richtige Weg?

    Haste einen anderen??? 😕

    Nein, dafür hab ich mich auch bisher zu wenig mit dem Thema beschäftigt. Allerdings glaube ich nicht, dass es was bringt Eltern einen Stimmenvorteil zu verschaffen. Andere Parteien werden auch keine all zu großen (positiven) Veränderungen in der Familienpolitik veranlassen, wenn sie überhaupt gewählt werden sollten dadurch.



  • [qoute]Die Obergrenze würde natürlich verschoben werden müssen,[/quote]

    Aber gewaltig nach unten. Soviel Geld wie alleine in die Politiker fliesst ohne das damit was anständiges passiert als dicke Autos, eine grosse Villa, und viel Luft gelaber in ständig neu und top-gepfegten Tagungsräumen braucht unseren netten Politikern bestimmt nich noch mehr Geld zugeschmissen werden als Sie eh schon bekommen.

    Auch eure Diskussion über die Steuern bei verheirateten Personen mit/ohne Kinder zielt doch darauf hin. Wo fliesst denn sooo viel Geld hin ohne das es jmd wirklich etwas bringt, in Verwaltung, Beratung und was weiss ich nicht noch alles.

    Dieser ganze Sozialstaat funktioniert doch eh schon nicht mehr. Und warscheinlich hat er auch noch nie richtig funktioniert. Und während unternehmen etc. ständig überprüft werden lässt sich unsere Regierung (ja und auch Oposition) beraten und es kommt trotzdem nix wirkliches bei rum.

    Fragt mich nicht nach einem Rezept dafür, ich hab keins, aber ich weiss das ein Politiker der eine Legislaturperiode durchgemacht hat sein Leben lang bestimmt zuviel Geld bekommt/bekommen wird um noch richtig einschätzen zu können was wirklich wichtig ist. Wenn man mehr zur Verfügung hat verliert man einfach den Bezug dazu.

    Krankenkassen werden über Tabak-Steuern am leben gehalten? WO ist da der Sinn? Dann kann man Kippen auch billig machen und raucher die darauf zurückführbaren Krankheiten selbst bezahlen lassen. Aber das widerspricht ja dem Sozialstaat. Alles für die Katz 🕶



  • etechniker schrieb:

    Warum Stammtischniveau ? Das ist Realität !!! Ich finde es nicht gerecht doppelt so viel zu verdienen wie ein Familienvater aber u.u. Netto genausoviel herauszubekommen.

    Kleiner Haken: Der Familienvater bekommt im Endeffekt nicht mehr als du sondern weniger. Das was du als "mehr" bezeichnest geht komplett wieder für die Kinder die er ernähren muss + eine eventuell nicht berufstätige Partnerin.
    Er bekommt mehr überwiesen, aber von dem Geld müssen auch mehr Menschen leben.
    Das ist keineswegs ungerecht. Und Fakt ist deshalb immernoch: Kinder kriegen macht arm.

    dreaddy schrieb:

    Wie was das nochmal mit umgekehrtem Darvinusmus?
    Nur die dummen werden überleben weil die schlauen statt Kinder kriegen was anderes zu tun haben? 😛
    Wenigstens weiss Renate Schmidt wie wichtig es ist ein indirektes Zuchtprogramm einzuführen, so das sich die intelligenten fortpflanzen um nicht in 100 Jahren NURNOCH eine verdummte Gesellschaft zu haben!

    Leider ist da mehr Wahrheit drin als es einem lieb ist. Man braucht sich bloß Geburtenraten in Getthos und "Wohlstandsinseln" angucken.
    Die das anatürliche Evolutionprinzip wird vom menschlichen Verstand weitgehend abgeschaltet.


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