UMFRAGE: Wie findet ihr Microsoft?



  • Hm, also ich finde KDE 3.2 super. Hab's letztens nur einmal kurz ausprobiert und jetzt schon als Standard eingestellt.
    KDevelop 3 ist mittlerweile auch schon sehr benutzerfreundlich imho 🙂
    Sieht nett aus und ich weiß nicht, was noch fehlt.

    KDE ansich ist nicht schlecht, und KDE 3.2 ist wirklich gut. Vielleicht noch ein Jahr und es ist auf WindowsXP stand

    du meinst bessere gesamtsystemkonfigurationsmöglichkeiten? was meinst du? das:?

    das wirklich einzige komplizierte ist zb japanische eingabe zu realisieren. so einfach wie unter windows geht das tatsächlich nicht.



  • Erstmal danke für den Link - in etwa genau so eine Studie hatte ich erwartet.

    Meiner Meinung nach, weißt diese Studie zwei eklatante Mängel auf:

    1. Das Probandenfeld ist doch sehr klein geraten.
    2. Das Probandenfeld ist doch sehr schlecht gewichtet. Grade bei einem Usabilitytest beeinflusst die Konditionierung der einzelnen Teilnehmer ihr Urteil und Verhalten viel stärker, als es ihre Bildung oder ihr Alter täte. Um eine einigermaßen objektive Bewertung zu ermöglichen, hätte man IMHO eine größere Probandengruppe wählen müssen, welche entsprechend ihrer Verbreitung in der Bevölkerung aus Computer-unerfahrenen Benutzern, aus Macintosh-Benutzern, sowie aus Linux/Unix- und Windows-Nutzern besteht. Innerhalb dieser Gruppen hätte man dann einen Alters- und Bildungsgrad wiederum entsprechend der Verteilung in der Bevölkerung anstreben müssen. Somit wäre dann wohl eine recht akurate Beurteilung möglich gewesen.

    Ich weiß nun nicht, ob eine der artige Studie schon durchgeführt wurde, ich meine aber mal von einer Studie nur mit unerfahrenen Nutzern gelesen zu haben, welche als Fazit hatte, daß beide Systeme (KDE u. Win2k damals) gleich auf liegen - natürlich immer im Rahmen der Fehlertoleranz so einer Statistik. Ich kann mich allerdings weder daran erinnern, wer diese Studie damals "verzapft" hat, noch was die genauen Kritikpunkte an den jeweiligen Systemen dabei waren...

    Ach und nochwas:
    Ich persönlich behaupte weder, daß die Usability von KDE schlechter wäre, als die von Windows, noch behaupte ich das dies umgekehrt gelten würde. Ich benutze privat keines der genannten Systeme, und auch das hat mit deren Usability - natürlich immer nur aus meiner kleinen Scheuklappenperspektive - zu tun. IMHO kann man die Usability einer Applikation immer nur an einer größeren Menge von Benutzern ausmachen - da hat meine Meinung einfach zu wenig Gewicht, bzw. sie stellt eben nur eine Einzelmeinung dar, und reicht somit nicht zu einer Verallgemeinerung á la "KDE ist gut Windows ist Böse" oder umgekehrt.

    Und nun noch ne kleine Anmerkung:

    Shade od Mine schrieb:

    Das ist genau das Problem von Linux und OSS im generellen. Programmierer entwickeln Software für Programmierer, nicht für DAUs.

    IMHO sollte sich eine gute Software immer nach ihrer Zielgruppe richten. Wenn eine Software also die Zielgruppe "alle" hat, dann kann deren Usability nur anhand der von mir oben beschriebenen Methode zuverlässig beurteilt und daraus Verbesserungsvorschläge gewonnen werden. Ich persönlich habe aber eher den Eindruck, daß die Zielgruppe von KDE und Co garnicht für alle Entwickler "alle" ist, sondern das für einen großen Anteil derer, die Zielgruppe eher "ihres gleichen" heißt. Ist dem so, so müssen auch nur diese für die Usability-Prüfung herangezogen werden - alles andere wäre eine absolute Verschwendung von Resourcen.

    So und nun zum guten Schluss meine eigene Meinung:
    1. Ich persönlich benutze Linux oder Unix (Solaris und Irix). Ersteres privat und zwar, weil es für mich das beste Preis-Leistungsverhältnis bietet, und die letzteren - wenn möglich - an der Uni. Letzere ziehe ich den sonst noch verfügbaren Windows-Systemen u.a. deshalb vor, weil die meisten Studis die Dinger meiden wie Dracula die Kirche, sprich wegen der besseren Verfügbarkeit.
    2. An die Usability eines Systems stelle ich wenig Anforderungen: Alles was sich so konfigurieren läßt, daß es mich nach dem Login mit einer vernünftigen Shell begrüßt, soll mir recht sein.
    3. Um mal wieder On-Topic zu werden:
    Ich habe im wesentlichen nichts gegen die Firma Microsoft an sich - es gibt in deren Angebotspalette durchaus Software, die garnicht mal schlecht ist. Was ich an Microsoft aber überhaupt nicht leiden kann, ist die Politik gängige Standards zu verändern oder einfach nicht zu beachten, nur um die eigene Marktmacht zu sichern. Aus meiner "Anwendersicht" sollte jede Applikation in der Lage sein, mit allen anderen gleichartigen Applikationen auf Basis standartisierter Schnittstellen (z.B. Dateiformate), Daten auszutauschen. Das dieses Interesse durch einen Anbieter absichtlich unterlaufen wird, und er mir somit einerseit ein schlechteres Produkt anbietet, und zweitens auch noch andere davon abhält, mir ein besseres Angebot zu machen, passt mir (auch wenn mich wohl keiner fragen wird) absolut nicht in den Kram.

    Gruß Jens



  • <offtopic mode="a little more">
    Ihr habt in eurer Usability Diskussion im Moment ein generelles problem: Ihr vergleicht ein Betriebssystem (Linux) mit einer Benutzeroberfläche (Windows Shell aka Windows). Der Vergleich müsste aber lauten "Gnome vs. Windows Shell" oder "KDE vs Windows Shell".

    Usability ist auch kein generelles OpenSource-Problem. Man kann nur öfters bei OpenSource-Software beobachten, dass es ein Problem wird, weil ein OS-Projekt meist nicht die Mittel zur Verfügung hat, Usability-Studien zu machen. Und sind wir realistisch: Eine Oberfläche zu designen die DAU Tauglich ist, ist mehr als nur eine Herausforderung.

    Shade:
    Vorab einmal: Bezüglich der Usability so besteht in der Linux-Szene ein grundlegenderes Problem und das liegt bei den verblendeten puristen die zwar "Linux-World Domination" rufen, aber dabei vergessen, dass sich nicht die Welt an sie anpassen wird, sondern sie sich an die Welt anpassen müssen.
    Ich behaupte auch immer wieder aufs Neue, dass diese Spaltung der Szene schon seit langem der grösseren Verbreitung im Wege steht. Und das vermutlich mehr als die binary-mässige Inkompatibilität zu Windows.
    Du fragst dich wieso die von dir genannten Artikel die Community nicht aufgerüttelt haben? - Ganz einfach: Mehr aufrütteln kann man sie gar nicht. Die Linux-Kern "Gemeinde" (Community) ist gespaltener denn je.

    Windows als Mass aller Dinge zu bezeichnen finde ich genau so schwachsinnig wie irgend ein anderes System als Messlatte aufzustellen. Das Mass aller Dinge sollte der User sein und nicht irgend ein Produkt. Wenn sich alle an Windows messen, kommen wir über die "Innovationen" die irgendwelche Usability-Statistiker machen nicht mehr raus und in der Entwicklung entstehen irgendwelche Stilblüten wie ein sich selbst veränderndes Startmenü unter WXP was die produktivität vermutlich eher senkt. Schliesslich funktioniert ein einstudierter Ablauf bei einem Menschen immernoch besser als ein interaktiver Ablauf. Oder anders ausgedrückt: Es dauert vermutlich länger, zu prüfen ob meine meist verwendetste App jetzt direkt zugreifbar ist oder über das Zwischenmenü "Alle Programme".
    Ausserdem - was in meinen Augen häufig vergessen wird - scheint mir, dass die Tendenz dazu besteht die Oberflächen zu "Überfeaturen". Zuviele Features überfordern den Benutzer bzw. schrecken ihn ab. Die Folge: Der benutzer kehrt zum alt bekannten Ritual zurück. Daran krankt allerdings jedes System, seis nun GNOME, KDE, Aqua oder die Windows Shell. Wies mal ein Vorgesetzter in der Konzeptionsphase einer Applikation zu mir gesagt hat: "Brauchts das wirklich? Welchen tatsächlichen Nutzen hat dieses Feature für den Benutzer? - Pass auf, dass die Usability nicht unter der Geilheit des Programmierers leidet." In der letzten Zeit scheint mir, dass in den sog. "innovationstragenden" Firmen diese Frage viel zu selten gestellt wird.

    @Mastah: Wieso lachst du über die Aussage, man solle mal die Diskussion aus der Sicht "Linux ist der Standard" betrachten? Ich finde diesen Punkt sehr interessant. Angenommen GNOME hätte eine derartige Marktdominanz wie die Windows-Shell... Was würde man wohl über die Windows-Shell sagen? - Das war vermutlich auch die Frage die unser terraner aufwerfen wollte.
    <offtopic>

    Und vielleicht noch etwas "OnTopic" an den Verfasser dieses Threads, der sich interessanterweise nicht mehr gemeldet hat: Woher nimmst du die "Fakten" welche du in deiner - ähm - Meinungsäusserung aufführst? Quellen? Wie hast du dir die Meinung gebildet? Klingt für mcih irgendwie alles nach Propagandablaserei gewürzt mit etwas Halbwissen rund um die Thematik und einer Portion naivität. Wobei man hier naivität nicht negativ auslegen sollte. Ich behaupte jetzt mal mutig, dass praktisch jeder, der hier sich auslässt, in diesem Alter noch ein grosses Mass an naivität besessen hat. - Und realistisch gesehen, werden wir die naivität auch nie 100%ig los im Verlauf eines Lebens.

    Ich formuliere es mal wie einer meiner Arbeitskollegen: "Mit dim tägscht bisch do glaub achli drigschosse" oder in Hochdeutsch: Dein Text und deine Meinungsäusserung scheinen wohl etwas überstürzt. (finde keine bessere Übersetzung für "Drigschosse" tut mir leid (o: )

    Was du im Moment lernen solltest, ist wohl die Dinge etwas differenzierter, von mehreren Seiten aus zu betrachten. Du mischst in deiner Darstellung Halb- und Unwissen mit (z.T. falschen) Fakten welche eigentlich gar nix mit der eigentlichen Problematik zu tun haben. Es mag sein, dass Bill Gates für dich ein grosses Idol ist. Nichts desto trotz ist er nichts weiter als eingewitzer Geschäftsmann. Er war nicht mal ein "guter Programmierer". Er war seit eh und je einfach gerissen im Geschäftsleben. Auch hier im Wissen rund um dein Idol solltest du vielleicht mal etwas unterschiedlichere Quellen zu Rate ziehen. Studiere die Geschichte von Microsoft in den Anfängen mal etwas genauer. Schau wie sich der Konzern entwickelt hat. Ein Interessanter Punkt ist dabei sicher auch die Beziehung Microsoft<->IBM. Da gibt es 2 grosse Schnittpunkte in der Geschichte der beiden Firmen. Schau dir mal die genauer an.
    Was z.B. war DR-DOS? Was haben IBM- und MS-DOS gemein? Was hat Microsoft mit OS/2 zu tun? Wenn du die Geschichte mal so weit verfolgt hast und dann noch die Geschäftspraktiken der Firma heute anschaust, wirst du vielleicht merken, wieso so viele Leute ein Problem mit den Geschäftspraktiken von Microsoft haben.

    In diesem Sinne gute Nacht.

    -junix



  • Im Großen und ganzen kann man wohl sagen:

    Kein Betriebssystem ist perfekt!

    Und jetzt noch zu ein paar Dingen, zu denen ich was sagen will. Zum einen zu dem Punkt MS-Office und OpenOffice. Ich finde es eigentlich toll, dass Produkte auch die Dateiformate von anderen Produkten unterstützen (wie gut, lass ich mal dahingestellt). Ich finde es doch eher schwach, wenn ein Programm fast nur sein eigenes Format unterstützt. Trotzdem wird an dem Produkt rumgemeckert, dass auch Formate anderer Produkte unterstützt *kopfschüttel*.

    Dann das mit den Oberflächen. Ich finde solche Usability-Tests blödsinn. Wenn dann, dann müsste man totale Neulinge ranlassen. Also Leute, die noch nie etwas am Computer gemacht haben. Nur dann könnte man sagen: "Ja, die Oberfläche ist genau das richtige für einen Anfänger bzw. für jemanden, der sich nicht näher mit Computer befasst."

    Dann noch etwas zu Dokumentation. Das ist sowieso immer eine sehr schwere Sache. Sicherlich ist die Dokumentation vieler OSS viel zu fachlich kompliziert. Allerdings muss ich aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass die Hilfe (Dokumentation) speziell auf Microsoftseite mehr als dürftig ist. Für jemanden, der sich nicht auskennt, hilft es zwar, das Problem vielleicht besser zu verstehen; eine Lösung ist allerdings nicht finden. Und genau das stört mich. Eine Hilfe sollte immer zur Problemlösung geschrieben sein. Ergo sollte vielleicht jeder Programmierer oder Dokumentationsersteller mehr darüber nachdenken, wie man eine Problemlösung leicht verständlich rüberbringen kann. Nur das Problem zu erlären bringt nicht viel und lauter Fachausdrücke reinzupressen bringt genauso wenig.

    Jetzt noch was zum Threadersteller:
    Es ist ja schön und vielleicht auch gut, dass du ein Ideal hast. Aber noch besser wäre es, wenn du dich erstmal über dein Ideal genauer informierst. (Es ist nicht alles Gold was glänzt.) Außerdem ist es nicht gerade klug, wenn man etwas derart hochstellt, wie du das machst. Wenn du wirklich mal was erreichen willst, dann schau welche Fehler gemacht werden, was wo anders vielleicht besser gelöst ist und versuche das ganze besser zu machen. Wenn du dich dein Leben lang an die Richtlatte Microsoft hältst, dann wirst du nie den gewünschten Erfolg haben. Wie am Anfang schon gesagt: Kein Betriebssystem ist perfekt und das zieht sich auch durch alles andere durch (GUI, Dokumentation/Hilfe, Andwendersoftware, usw.). Was ich damit sagen will: Es gibt kein besseres oder schlechteres System.



  • AJ schrieb:

    Und jetzt noch zu ein paar Dingen, zu denen ich was sagen will. Zum einen zu dem Punkt MS-Office und OpenOffice. Ich finde es eigentlich toll, dass Produkte auch die Dateiformate von anderen Produkten unterstützen (wie gut, lass ich mal dahingestellt). Ich finde es doch eher schwach, wenn ein Programm fast nur sein eigenes Format unterstützt. Trotzdem wird an dem Produkt rumgemeckert, dass auch Formate anderer Produkte unterstützt *kopfschüttel*.

    MS Office hat sich auf dem Markt etabliert - auch wenn es blödsinn ist *.doc Dokumente weiterzugeben. Aber es wird getan. Und dann hat OpenOffice eben nur eine Chanze, wenn es .doc Dateien lesen kann. Was bringt mir das geilste Programm, wenn mein Chef mir ein Dokument schickt, ich es aber nicht lesen kann? Soll ich meinem Chef sagen: "Schick es mir bitte als .rtf"?

    Dann das mit den Oberflächen. Ich finde solche Usability-Tests blödsinn. Wenn dann, dann müsste man totale Neulinge ranlassen.

    Die sind aber nicht die Zielgruppe.

    Linux ist momentan eher unbedeutend für den Desktop - denn da dominiert Windows.

    Wenn Linux jetzt User wenn Windows 'abwerben' will, dann muss man bei den Usability Tests eben auch Wert auf Windows-User legen (schliesslich sind die ja die Zielgruppe). Neue User werden eher nicht Linux nehmen - es mag vorkommen, aber es ist sicher nicht der Standard.

    Man kann nicht von neuen Usern ausgehen - denn das wäre nicht repräsentativ und fern der Praxis.

    Stell dir mal ein Handy vor, dass zwar gut zu bedienen ist, aber gänzlich anders als alle anderen Handys. Es wäre (auch wenn das Konzept gut wäre) nicht gut zu verwenden, weil man einfach von anderen Handys anderes Verhalten gewohnt ist.

    Dann noch etwas zu Dokumentation. Das ist sowieso immer eine sehr schwere Sache. Sicherlich ist die Dokumentation vieler OSS viel zu fachlich kompliziert. Allerdings muss ich aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass die Hilfe (Dokumentation) speziell auf Microsoftseite mehr als dürftig ist. Für jemanden, der sich nicht auskennt, hilft es zwar, das Problem vielleicht besser zu verstehen; eine Lösung ist allerdings nicht finden. Und genau das stört mich. Eine Hilfe sollte immer zur Problemlösung geschrieben sein. Ergo sollte vielleicht jeder Programmierer oder Dokumentationsersteller mehr darüber nachdenken, wie man eine Problemlösung leicht verständlich rüberbringen kann. Nur das Problem zu erlären bringt nicht viel und lauter Fachausdrücke reinzupressen bringt genauso wenig.

    Zustimmung. Darunter leidet OSS und CSS.



  • Shade Of Mine schrieb:

    MS Office hat sich auf dem Markt etabliert - auch wenn es blödsinn ist *.doc Dokumente weiterzugeben. Aber es wird getan. Und dann hat OpenOffice eben nur eine Chanze, wenn es .doc Dateien lesen kann. Was bringt mir das geilste Programm, wenn mein Chef mir ein Dokument schickt, ich es aber nicht lesen kann? Soll ich meinem Chef sagen: "Schick es mir bitte als .rtf"?

    Stimmt, aber was ist dann besser. Das Programm, dass "nur" (.txt & .rtf jetzt mal außen vor) *.doc kann oder ein Programm, dass auch andere Formate kann. Mir ists auch eher um das Gemecker gegangen über das Programm, dass eigentlich mehr kann (von den Formaten her).

    Neue User werden eher nicht Linux nehmen - es mag vorkommen, aber es ist sicher nicht der Standard.

    Und warum nehmen User kein Linux? Können User überhaupt Linux nehmen beim normalen Erwerb (Geschäft) eines Computers? Ich hab leider noch kein Angebot gesehen, wo Linux dabei ist. Nicht mal die Option dazu gibt es.

    Stell dir mal ein Handy vor, dass zwar gut zu bedienen ist, aber gänzlich anders als alle anderen Handys. Es wäre (auch wenn das Konzept gut wäre) nicht gut zu verwenden, weil man einfach von anderen Handys anderes Verhalten gewohnt ist.

    Hast du schon mal mit einem Siemens-Handy und gleich drauf mit einem Nokia-Handy was gemacht? Was genau meinst du mit anderem Verhalten? Eine SMS z. B. wird immer Text enthalten und dazu wird auch wohl immer ein Editor benötigt (mal die Erfassung von akkustisch aufgenommenen Text ausgeschlossen ;)) 😕



  • AJ schrieb:

    Neue User werden eher nicht Linux nehmen - es mag vorkommen, aber es ist sicher nicht der Standard.

    Und warum nehmen User kein Linux? Können User überhaupt Linux nehmen beim normalen Erwerb (Geschäft) eines Computers? Ich hab leider noch kein Angebot gesehen, wo Linux dabei ist. Nicht mal die Option dazu gibt es.

    Das ist die ewige Entschuldigung.
    Aber warum hat MS das Monopol? Technisch ist es ja nicht besser. Aber neue User werden von Linux abgeschreckt, weil dort alles anders ist. Und genau da kommt die Usability ins Spiel.

    Hast du schon mal mit einem Siemens-Handy und gleich drauf mit einem Nokia-Handy was gemacht? Was genau meinst du mit anderem Verhalten? Eine SMS z. B. wird immer Text enthalten und dazu wird auch wohl immer ein Editor benötigt (mal die Erfassung von akkustisch aufgenommenen Text ausgeschlossen ;)) 😕

    zB links ist die 'grüne', die OK taste, rechts ist die 'abberchen', die rote taste.
    Wenn es umgekehrt wäre, wäre es sehr verwirrend.

    Mein Handy hat zB ein Problem, da der Tastenlock nicht über * oder # geht, sondern über eine andere Taste - das verwirrt ganz schön.

    Oder stell dir mal ein Handy vor, wo die Ziffern Tasten nicht

    1 2 3
    4 5 6
    7 8 9
    * 0 #
    

    sondern zB

    0 1 2
    3 4 5
    6 7 8
    9 # *
    

    wären.

    Das wäre durchaus auch OK - aber es ist anderes verhalten als der User erwarten würde.



  • Shade Of Mine schrieb:

    Mit Linux 'rumschlagen' - du weisst schon, dass viele Firmen bewusst Linux verwenden, zB wegen der Preise, der Stabilität oder der Sicherheit?

    1. http://www.suse.com/us/business/products/server/sles/prices.html 😕
    2. Stabil? Sorry, aber die Realität sieht meistens echt anders aus...
    3. Sicherheit stimmt, aber wenn Linux bekannter und Benutzerfreundlicher wird, wird es nicht mehr lange dauern bis die Kinder sich auch dort austoben 🙂

    Shade Of Mine schrieb:

    sorry - es ist normalerweise nicht meine art jemanden so runter zu machen, aber ich konnte nicht anders..

    hmm.. doch. Wir sind hier im C++ Forum, da hat jeder 90% zuviel Ego für diese Welt:)



  • @Shade

    Ja es ist die ewige Entschuldigung, aber dennoch ein Knackpunkt. Welcher User kommt denn auf die Idee etwas anderes wie Windows zu verwenden, wenn Windows von hausaus "kostenlos" (aber eigentlich schon im Preis mit drin ;)) dabei ist und auch gleich installiert ist. Warum sollte da einer dann noch Linux "kaufen" und sich auch noch mit dem Installieren "rumärgern". Gäbe es auch die Option, dass Linux beim neuen Rechner dabei ist und vorinstalliert (und wahrscheinlich der Gesamtpreis dadurch billiger), dann würden vermutlich mehr User wie jetzt (nicht unbedingt der Großteil, weil man ja windowsverwöhnt ist ;)) auf Linux umschwenken. Dadurch würde wohl auch das Kriterium Usability langsam aber sicher umschwänken. Denn ein User, der vorher nur Linux (KDE, ...) gekannt hat, würde mit einer Windowsoberfläche auch nicht klarkommen und damit die Usability senken. Darum meinte ich auch, man müsste totale Anfänger rannlassen, um die "bessere" Usability rauszufinden. Und noch eine wichtige Frage: Ist es denn gut, wenn man die Usability an speziell in diesem Fall Microsoft anpasst? Was ist, wenn die Usability von z. B. KDE eigentlich besser wäre?

    Ja bei den Handys gibt es aber genau solche Unterschiede (bis auf das mit dem Nummernblock ;)) und da funktionierts doch auch. Es ist eh alles nur Gewöhnungssache.

    Wenn die Firmen im Anwenderbereich auch Linux einsetzen würde, dann würden die einfachen Benutzer wohl auch eher Linux im Heimgebrauch haben. (Das noch zum Thema Monopol)

    Naja man wird wohl abwarten müssen, was da noch auf uns zukommt. Vielleicht progrmmiert ja irgendeiner aus einer Laune heraus ein noch nie gesehenes OS, dass alle anderen bisherigen übertrifft 😕

    @personenkult
    1. SuSe == Linux?? Nö.
    2. Man kann jedes System zum Absturz bringen.
    3. Auf welche Kinderspielchen spielst du an?



  • AJ schrieb:

    @personenkult
    1. SuSe == Linux?? Nö.
    2. Man kann jedes System zum Absturz bringen.
    3. Auf welche Kinderspielchen spielst du an?

    1. für viele Firmen eine Lösung, da dort wenigstens etwas Service vorhanden ist (kaum vergleichbar mit dem Support von MS)

    2. stimmt

    3. Ich denke mal Windows ist ein schönes Angriffsziel, weil es sehr Benutzerfreundlich ist. Mal gucken wann es bei Linux soweit ist

    ps: ja ich weiss, Linux ist auch Benutzerfreundlich.. aber ich als dummer Benutzer finde das Windows immer noch einfacher zubedienen ist als Linux:)



  • personenkult schrieb:

    1. http://www.suse.com/us/business/products/server/sles/prices.html 😕
    2. Stabil? Sorry, aber die Realität sieht meistens echt anders aus...
    3. Sicherheit stimmt, aber wenn Linux bekannter und Benutzerfreundlicher wird, wird es nicht mehr lange dauern bis die Kinder sich auch dort austoben 🙂

    Wir verwenden Debian in der Firma, bei meiner Mutter ist es Knoppix und bei meinem Vater haben sie RedHat Rechner.

    Alles keine Enterprise Server - sondern die normale Version für einmalig 50 euro (oder in der größe).

    Aber 1000euro finde ich auch nicht sonderlich übertrieben - beachte das es unendlich viele Lizenzen sind. Da bist du bei MS weit drüber.

    Läuft super, läuft stabil, ist billig.
    Wenn die Sicherheit nicht reicht, nimmt man ein BSD.

    Einen Windows-Server zu verwenden ist äußerst riskant, da nehme ich lieber ne simple Linux Lösung, pack xampp drauf und bin vermutlich besser dran als mit einem windows server.

    aber von servern reden wir hier eigentlich nicht...



  • mein Windows läuft auch stabil, weiss garnicht wieso sich alle so aufregen? noch kein Bluescreen gehabt, noch nicht 1mal wirklich abgestürzt, keine Viren oder Trojaner (Planetopia Lexikon: Viren&Würmer -> Bild einer Milbe wird gezeigt..) läuft nun ca 1 1/2 Jahre.. versteh die Problematik nicht in Punkto "Stabilität & Sicherheit"



  • @AJ:
    usability läuft so ab: das Programm soll sich so verhalten und das tun was ein Durchschnittsuser der Zielgruppe erwartet. Wenn das Programm etwas anderes macht/sich anders verhält, dann hat es ein usability Problem - egal wie genial dem Entwickler das Vehalten vorkommen mag.

    Ein Programm wird eben für die Zielgruppe entwickelt, und nicht für den Programmierer (es sei denn, der Programmierer ist die Zielgruppe ;))



  • @Shade
    Gut, dann nehmen wir z. B. mal das Verhalten eines Dateimanagers her. Was ist benutzerfreundlicher:

    - Man muss einen Doppelklick auf die Datei machen, um sie zu öffnen oder
    - man muss einen einfachen Klick auf die Datei machen, um sie zu öffnen

    Was erwartet ein Benutzer?

    Bei einem Windowsnutzer ist es klar, dass er das Doppelklicken gewöhnt und das mit dem einfachen Klick als nicht benutzerfreundlich abtut. Ein Linuxnutzer sieht das wohl genau andersrum. Aber von welchem Nutzer sollte man ausgehen? Was ist wirklich benutzerfreundlicher? Was erwartet ein Anfänger in Sachen Computer?

    Aus meiner persönlichen Erfahrung, muss ich sagen, ein einfacher Klick ist einfacher für Anfänger. Das sehe ich schon an meinen Eltern (etwas älteres Semester ;)). Mein Vater hat z. B. große Probleme mit dem Doppelklick klarzukommen. Mal doppeltklickt er zu langsam, dass es als zwei einzelne aufgefasst wird, dann bewegt er beim Klicken (meistens dem zweiten) unabsichtlich die Maus und die Datei wird in der Ansicht einfach ein Stück verschoben, anstatt dass sie geöffnet wird. Usw.



  • beim einfachen klick kann man sich aber auch schnell "ver"-klicken..
    ist doch lästig auf die dauer 🙂



  • Tja hat alles seine Vor- und Nachteile...



  • Wenn ein einzeklick die Datei öffnet, wie kann ich die dann auswählen um sie zum
    Beispiel zu kopieren oder umzubenennen? Deshalb ziehe ich den Doppelklick vor, dass
    er reine Gewöhnung ist, ist klar, aber ich finde ein Einzeklick für auswählen und
    weitere klicks für die auszuführende Aktion (doppelklick ist immer das oberste Fettgedruckte
    in der liste beim Rechtsklick),



  • @SirLant
    Wie kopierst du die Datei oder benennst sie um? Mit Rechtsklick vielleicht? Dann könntest du aber auch gleich einen Rechtsklick draufmachen. 😉

    Und wenn du es mit der Tastatur machst, dann kannst du ja auch mit der Tastatur navigieren :p 😉



  • AJ schrieb:

    @Shade
    Gut, dann nehmen wir z. B. mal das Verhalten eines Dateimanagers her. Was ist benutzerfreundlicher:

    - Man muss einen Doppelklick auf die Datei machen, um sie zu öffnen oder
    - man muss einen einfachen Klick auf die Datei machen, um sie zu öffnen

    Was erwartet ein Benutzer?

    Ein Doppelklick. Denn das erspart 'verklicken'. Und ein verklicken ist schlimm.
    Deshalb gibt es ja auch keine Menüs mehr, wo man die Maustaste die ganze zeit gedrückt halten muss damit das menü offen bleibt und ein loslassen den menüpunkt auswählt.

    Natürlich kann man damit arbeiten - aber gerade für anfänger ist ein doppelklick einfach 'sicherer'. es passiert sonst einfach zu oft, dass man sich verklickt.

    Aus meiner persönlichen Erfahrung, muss ich sagen, ein einfacher Klick ist einfacher für Anfänger. Das sehe ich schon an meinen Eltern (etwas älteres Semester ;)). Mein Vater hat z. B. große Probleme mit dem Doppelklick klarzukommen. Mal doppeltklickt er zu langsam, dass es als zwei einzelne aufgefasst wird, dann bewegt er beim Klicken (meistens dem zweiten) unabsichtlich die Maus und die Datei wird in der Ansicht einfach ein Stück verschoben, anstatt dass sie geöffnet wird. Usw.

    dann stell den doppelklick auf langsamer 🙂
    also aus meiner erfahrung (und der einer menge usability profis) ist ein doppelklick besser. klar, manchmal verschiebt man das icon - aber was für einen schock bekommen anfänger wenn sich auf einmal ein programm startet, dass man garnicht auswählen wollte?

    es ist also durchaus nicht klar, dass ein klick besser ist. man kann jetzt argumentieren dass ein doppelklick auch nicht besser ist - aber das führt doch zu nichts.

    wenn man 2 gleich gute varianten hat - dann nimmt man die etablierte variante.

    aber das wäre ja zu windows ähnliches...



  • Shade Of Mine schrieb:

    @AJ:
    usability läuft so ab: das Programm soll sich so verhalten und das tun was ein Durchschnittsuser der Zielgruppe erwartet.

    Dann sollten wir vielleicht mal den Begriff "Zielgruppe" definieren. Du sagst die ganze Zeit: Ein Umsteiger von Windows auf Linux hat es schwer. Da faellt mir eigentlich nur Loriot ein: "Ach". Das wird man aber nicht aendern koennen. In dem Moment, wo ein Umsteiger sich NICHT umgewoehnen muss, hat man ein System, das genau wie Windows aussieht. Dann kann mans IMHO auch ganz sein lassen. (Mal abgesehen von den ideellen und finanziellen Vorteilen von OS, aber das interessiert Otto-Normal-Dau ja nicht, solange er Windows pseudo-gratis kriegt)

    Die Zielgruppe seh ich wirklich in den Neueinsteigern. Auf diese Art wird Windows natuerlich nicht sofort vom Markt verschwinden. Aber man kriegt LANGSAM Nutzer, die an den Umgang mit KDE gewoehnt sind. Und fuer diese Nutzer bedeutet dann eben der Umgang mit Windows eine Umstellung.


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