MS will mehr OpenSource werden...
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http://www.ftd.de/tm/me/1088230647110.html?nv=cptn
auch wenn MS erstmal vorsichtig ist, ist es doch immerhin ein Schritt in die richtige Richtung... War aber klar, auf Dauer können die mit ihrer bisherigen Strategie usw. nicht überleben...
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Die haben schon was unter OpenSource seit ca. 1 Monat gestellt.
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Haben die nicht vor Jahren mal IntelliCAD gekauft? Das stand auch einige Zeit als OpenSource zur Verfügung.
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OpenSource von MS gibts doch schon seit mehr als 5 Jahren. Bekanntestes OpenSource ist doch das WordPad:
http://msdn.microsoft.com/library/default.asp?url=/library/en-us/vcsample/html/_sample_mfc_WORDPAD.aspauch diese sind OpenSource von MS:
http://wtl.sourceforge.net/
http://sourceforge.net/projects/wix/http://msdn.microsoft.com/visualc/vctoolkit2003/ << Kostenlos
Genauso wie der HTML Help Creator, alles Kostenlos.
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Kostenlos != OpenSource 
kann zwar sein, dass von paar von dir aufgelisteten programmen wirklich die sourcen frei verfügbar sind, aber allein kostenlos sagt noch gar nichts. Das ist lediglich in den meisten Fällen ein wichtiges Merkmal von OpenSource! und das was bisher von MS OpenSource ist, ist alles Kleinkram, den eh keiner will, der vielmehr dazu dient, noch mehr Programmierer in die Windows-Programmierung einzuführen (und dann auch dort festzuhalten), ist ja schließlich auch das Ziel von MS... Aber die wirklich großen und (möglicherweise) interessanten Dinge (Windows, Office, IE, VC++) sind nicht OpenSource... naja, mir solls egal sein, ich habe genug OpenSource-Software und bin damit vollzufrieden, wollte das nur mal gesagt haben!

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todo schrieb:
ist ja schließlich auch das Ziel von MS...
Kennst wohl Steve persönlich??

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MS hat immerhin .NET bzw. diese CLI (bin noch nicht so fit in .NET) bei der ECMA eingereicht und somit ist es ISO-Standard. Deshalb gibts bei Mono auch keinen Ärger. Ich finde ISO, ANSI, DIN usw. wichtiger als dieser ganze GPL-Kram. BSD-Lizenz finde ich noch ganz angenehem, die ist wirklich "frei"! Da kann die GPL meiner Meinung nach einpacken. GPL macht mehr Ärger als nötig. Da muß man MS einfach Anerkennung das sie .NET standardisiert lassen haben.

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Nun mal wieder ne "blöde" Frage von mir: Warum sollte ein professioneller Programmierer sein Werk und den Quellcode für umme anbieten, wenn er damit sein Brot verdient? Jeder ist froh wenn er seine Miete zahlen kann, die Bude warm, den Porsche und den Pool finanziert...

Stellt euch mal vor Coca Cola verschenkt die Produkte und gibt auch die Rezepte frei??? Macht es Sinn?
Gruß Ivo
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Artchi schrieb:
MS hat immerhin .NET bzw. diese CLI (bin noch nicht so fit in .NET) bei der ECMA eingereicht und somit ist es ISO-Standard. Deshalb gibts bei Mono auch keinen Ärger. Ich finde ISO, ANSI, DIN usw. wichtiger als dieser ganze GPL-Kram. BSD-Lizenz finde ich noch ganz angenehem, die ist wirklich "frei"! Da kann die GPL meiner Meinung nach einpacken. GPL macht mehr Ärger als nötig. Da muß man MS einfach Anerkennung das sie .NET standardisiert lassen haben.

Das kannst du aber nicht mit OpenSource vergleichen. Der Standard ist offen, aber nicht die Implementierung. Microsoft wär schön blöd, eine halbe Milliarde Dollar (keine Übertreibung) nur in die GC-Forschung zu investieren, damit Sun die Ergebnisse dann für die JVM nutzt.

Aber zumindest ist es trotzdem was positives und sicher auch Teil der etwas veränderten Firmenstrategie von Microsoft.Ivo schrieb:
Nun mal wieder ne "blöde" Frage von mir: Warum sollte ein professioneller Programmierer sein Werk und den Quellcode für umme anbieten, wenn er damit sein Brot verdient? Jeder ist froh wenn er seine Miete zahlen kann, die Bude warm, den Porsche und den Pool finanziert...

Stellt euch mal vor Coca Cola verschenkt die Produkte und gibt auch die Rezepte frei??? Macht es Sinn?
Gruß Ivo
Bei Cola macht es vielleicht keinen Sinn. Aber wenn du dir eine Community schaffst, ist das mächtiger, als ein paar Millionen nochmal schnell mehr eingenommen.
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Artchi schrieb:
BSD-Lizenz finde ich noch ganz angenehem, die ist wirklich "frei"!
Frei wie Freibier, nicht frei wie Freiheit. Eine GPL-Software ist frei, weil du sie nicht einsperren kannst.
Wo sind übrigens deine BSD-lizensierten Programme? Achso, du benutzt die Lizenz ja nur, um dir selbst fremde Arbeit anzueignen, vom Zurückgeben hältst du nichts. Deshalb kannst du auch die GPL nicht leiden, die dich zu letzterem zwingen würde.
In der Biologie nennt man sowas wohl parasitär ...
Die im ursprünglichen Artikel angesprochene "Shared Source" von MS hat nichts mit Open Source zu tun, schliesslich dürfen nur Auserwählte den Code einsehen.
Die zwei, drei Tools, die MS tatsächlich unter einer als OS anerkannten Lizenz veröffentlich hat, dienen vermutlich nur dazu, MS bei den nächsten Kartell-Verfahren besser aussehen zu lassen.
Und die C#-Standardisierung ist ein Witz, solange MS diverse darauf bezogene Patente hält und lediglich verspricht, diese "unbürokratisch" zu lizensieren und sie wirklich auf gar keinen Fall unter keinen Umständen nie im Leben nicht als Keule gegen unliebsame Konkurrenten einzusetzen.
Selbst die Mono-Entwickler wissen um diese Gefahr, haben sich aber entschieden, den Beteuerungen von MS zu glauben.
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Artchi schrieb:
MS hat immerhin .NET bzw. diese CLI (bin noch nicht so fit in .NET) bei der ECMA eingereicht und somit ist es ISO-Standard. Deshalb gibts bei Mono auch keinen Ärger. Ich finde ISO, ANSI, DIN usw. wichtiger als dieser ganze GPL-Kram. BSD-Lizenz finde ich noch ganz angenehem, die ist wirklich "frei"! Da kann die GPL meiner Meinung nach einpacken. GPL macht mehr Ärger als nötig. Da muß man MS einfach Anerkennung das sie .NET standardisiert lassen haben.

du weisst, dass wichtige Teile von dotNET, wie WinForms, ADO.NET und die Websachen nicht standardisiert sind. Also ist dotNET ohne GUI, Datenbank und Webzeugs, dass was dotNET für viele Entwickler ja so interessant macht...
Ist der Vergleich von einer OpenSource Lizenz und einem Standard wohl deutlich krasser, als der Vergleich eines Apfels und einer Birne
Ivo schrieb:
Nun mal wieder ne "blöde" Frage von mir: Warum sollte ein professioneller Programmierer sein Werk und den Quellcode für umme anbieten, wenn er damit sein Brot verdient? Jeder ist froh wenn er seine Miete zahlen kann, die Bude warm, den Porsche und den Pool finanziert...
warum sollte man mit OpenSource kein Geld verdienen? Gibt zahlreiche Firmen die das ziemlich eindrucksvoll beweisen...
Stellt euch mal vor Coca Cola verschenkt die Produkte und gibt auch die Rezepte frei??? Macht es Sinn?
Ist das jetzt im Trend, dass man abstruse vergleiche heranzieht?
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kingruedi schrieb:
warum sollte man mit OpenSource kein Geld verdienen? Gibt zahlreiche Firmen die das ziemlich eindrucksvoll beweisen...
Naja, eindrucksvoll... Es ist doch so, dass die Firmen von ihrem Know-How leben müssen. Open-Source schön und gut, aber keineswegs rentabel. Nenne mir eine Firma die mit dem Verschenken ihres Know-Hows eindrucksvoll Geld verdient.
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öhm, die beiden besten Beispiele sind IBM und Novell.
btw. lohnt es sich nicht bei dem Thema zu flamen, da ja eindeutige Fakten vorliegen, dass man mit OpenSource doch Geld machen kann

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Stellt sich nur die Frage warum IBM neben (jeder Menge) Hardware auch noch am Prinzip Closed Source für die wirklich geldträchtigen Anwendungen festhält, wo man als Firma doch so eindrucksvoll Geld mit Open Source verdienen kann ...
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Was hat denn IBM an OpenSource?
Wir müssen hier WebSphere von IBM einsetzen, den IBM lang und breit in der TV- und Print-Werbung in den Himmel lobt (on demand, ebusiness usw.).
Wo ist deren OpenSource? WebSphere darf ich nur mit einer teuren Lizenz (30.000 EUR pro Jahr pro CPU) einsetzen, und der WebSphere Studio Developer ist auch nicht umsonst. Wo ist der VORTEIL von IBM? Ich sehe nur, das der ganze Schrott von IBM ein haufen Kohle kostet wie jedes andere schlechte Produkt auf diesem Planeten.
z/OS, DB2 u.a. IBM-Produkte kosten komischerweise auch ein haufen Kohle. IBM labert immer nur von OpenSource, aber ich seh davon nichts.
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Stellt sich nur die Frage warum IBM neben (jeder Menge) Hardware auch noch am Prinzip Closed Source für die wirklich geldträchtigen Anwendungen festhält, wo man als Firma doch so eindrucksvoll Geld mit Open Source verdienen kann ...
Es geht nicht darum, dass IBM alles als OpenSource rausgibt, sondern darum, dass IBM auch durch OpenSource Software Gewinn macht bzw. das ein wichtiger Teil ihrer Marktstrategie ist. Ich bezog mich ja konkret auf die Aussage "Nenne mir eine Firma die mit dem Verschenken ihres Know-Hows eindrucksvoll Geld verdient." und das trifft bei IBM zB. zu oder in letzter Zeit besonders stark bei Novell.
Wo ist deren OpenSource? WebSphere darf ich nur mit einer teuren Lizenz (30.000 EUR pro Jahr pro CPU) einsetzen, und der WebSphere Studio Developer ist auch nicht umsonst. Wo ist der VORTEIL von IBM? Ich sehe nur, das der ganze Schrott von IBM ein haufen Kohle kostet wie jedes andere schlechte Produkt auf diesem Planeten.
OpenSource bedeutet erstens nicht konstenlos, sonst könnte man davon ja nicht leben
OpenSource bedeutet offener Quellcode.Und WebSphere ist auch kein OpenSource und wie du richtig angemerkt hast auch nicht kostenlos. Also was hat das mit der Diskussion zu tun?
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kingruedi schrieb:
OpenSource bedeutet erstens nicht konstenlos, sonst könnte man davon ja nicht leben
OpenSource bedeutet offener Quellcode.Und WebSphere ist auch kein OpenSource und wie du richtig angemerkt hast auch nicht kostenlos. Also was hat das mit der Diskussion zu tun?
Gaaanz genau! Und ich warte immer noch auf die Antwort meiner Frage: Wo ist IBMs OpenSource Produkte? Wie gesagt, ich kenne keine. Denn ihr behauptet: IBM verdient mit OpenSource Geld. Ein paar konkrete Beispiele fehlen jedoch.
Aber heißt OpenSource nicht auch: ich kann den Source nehmen, compilieren, und intern in-house bei mir benutzen, ohne das sich jemand daran stört und ohne das jemand Kohle von mir haben will?
Und wenn er sagen kann: nur wenn du mir Kohle gibst, dann nützt mir ehrlich gesagt OpenSource null komma nix. Denn letztendlich will ich ja Geld sparen. Denn ehrlich gesagt, interessiert mich der SourceCode eines ApplicationServers nicht. Er soll nur funktionieren und wenn er kostenlos wäre, um so besser.
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Gaaanz genau! Und ich warte immer noch auf die Antwort meiner Frage: Wo ist IBMs OpenSource Produkte? Wie gesagt, ich kenne keine.
schau dir mal Eclipse an oder das Apache-Projekt hat relativ viel IBM Code, dann JFS für Linux etc.
sieh am besten hier http://www-136.ibm.com/developerworks/opensource/Aber heißt OpenSource nicht auch: ich kann den Source nehmen, compilieren, und intern in-house bei mir benutzen, ohne das sich jemand daran stört und ohne das jemand Kohle von mir haben will?
Nein, dass ist freie Software. OpenSource muss aber keine freie Software sein

Und wenn er sagen kann: nur wenn du mir Kohle gibst, dann nützt mir ehrlich gesagt OpenSource null komma nix. Denn letztendlich will ich ja Geld sparen.
Geld sparen bedeutet mehr, als von etwas zu bezahlen zu nix zu bezahlen umzuwechseln.
Ein Blick in den Code hilft einem zB. beim entwerfen von Plugins oder ähnlichem.
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kingruedi schrieb:
öhm, die beiden besten Beispiele sind IBM und Novell.
Meinst du die sind mit OSS groß geworden? Hätten die schon immer ihr Know-How verschenkt dann wären sie immer noch Garagenunternehmen.
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MaSTaH schrieb:
kingruedi schrieb:
öhm, die beiden besten Beispiele sind IBM und Novell.
Meinst du die sind mit OSS groß geworden? Hätten die schon immer ihr Know-How verschenkt dann wären sie immer noch Garagenunternehmen.
Bitte wie? Geht es jetzt darum wild zu spekulieren?
okay, dann mach ich gleich weiter
1. Würde IBM alles mit Code verkaufen, wär IBM reicher als MS
2. Die Pyramiden wurden von UFOs gebaut und nicht von den Ägyptern.
...Das bringt doch niemanden weiter... Fakten zählen!
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Fakt ist: Microsoft ist das größte Softwareunternehmen der Welt und hat somit den besten Weg gewählt Software zu verkaufen.

Jegliche Spekulationen über "Was wäre wenn man diese Firma verklagt hätte, weil sie dies zT ungesetlich erreicht haben, etc." sind zwecklos und tun nichts zur Sache.
MfG SideWinder