Was haltet ihr von der 50-Stunden-Woche als Regelarbeitszeit?
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ºgrimmsenº
schrieb:Und? Wie ist Boostedt nun so? Ist der kleine giftige Kommandant dir schon unter die Augen gekommen?

Naja, an sich is die Kaserne ja ganz ok.
Der Typ ist mir noch nicht über den Weg gelaufen. Wir haben aber so nen ganz ekligen, bärigen Stuffz als Ausbilder. Wenn nur der nicht wäre, dann wärs direkt erträglich da. Schön ist es nicht, aber man überlebts.
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Ich halte von dieser ganzen Arbeitszeitenfestlegung auch gar nichts. Ist wieder nur so ne dumme Idee der Gewerkschaften ein fixes Einkommen zu garantieren, weil die meisten Leute zu blöde sind und immer gleich alles auf den Kopf kloppen was sie verdienen.
Ist es mal kurzfristig mehr wird gleich ordentlich am Lebensstandard geschraubt und wenns dann auf einmal auch mal kurzfristig weniger ist haben sie dann den Salat und können dann ihren zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen.Ich bin für die Einführung von relativ stark flexiblen Arbeitszeiten die an die Nachfrage angepasst werden. Da sich die Gewerkschaften dagegen noch stärker streuben versucht man die Lohnkosten dadurch zu senken indem man die Arbeitszeit erhöht und hoft das die Nachfrage dem Angebot folgt, was im besten Falle langfristig passiert.
Jedenfalls zu glauben das es automatisch weniger Arbeit gibt wenn alle ein paar stunden mehr arbeiten, und deswegen weniger Arbeit für andere bleibt ist auch totaler Blödsinn.
Das ist genau das gleiche denken wie: Das ist der Kuchen (mehr haben wir nicht)und den teilen wir so gerecht es geht unter allen auf, anstatt dafür zu sorgen das der Kuchen grösser wird....
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Ich denke nicht, dass eine Branchenübergreifende Pauschalisierung diesbezüglich richtig ist. Sicher erscheint die These, eine 50 Stunden-Woche sei zuviel, erst einmal korrekt. Doch für einige Betriebe/Branchen bieten sich dadurch lukrative Optionen. Ein kurzer Rückblick:
In den 50 Jahren war es normal, über 50 Arbeitsstunden/Woche zu haben.
Diese Zeiten nahmen dann allmählich ab. Und offensichtlich scheint es heute für den Großteil der Arbeitnehmer undenkbar, 50 h/Woche zu arbeiten. Das sind meines Erachtens die Nachteile eines Staates, dessen Luxusquote zu hoch ist und dessen Bürger sich an diesen Luxus bereits gewöhnt haben. Nach dem Krieg war es keine Frage, viel zu arbeiten. Die Menschen hatten nichts zu verlieren. Heute erscheint eine Arbeitszeiterhöhung für viele als erhebliche Einbüßung des errungenen Wohlstands. Obwohl es doch den meisten vermutlich noch überdurchschnittlich gut geht in diesem Lande, oder?Genauso falsch scheint mir die These, eine Erhöhung der Arbeitszeit nimmt Arbeitsplätze weg. Dies war eine Begründung zur einführung der 35 Stunden-Woche '84. Als Beispiel die Metallindustrie:
IG Metall erwähnte bald darauf, 102 000 Stellen seien neu geschaffen oder erhalten worden. Arbeitgeberverband Gesamtmetall nannte 27 000. Beide Parteien korrigierten ihre Werte nach unten. Mittlerweile ist es überhaupt fragwürdig, inwieweit sich da gewisse Zusammenhänge überhaupt deuten lassen. Es spielen nebenbei auch zu viele andere Faktoren mit rein als das man einfach sagen könnte: Wir verkürzen die Arbeitszeit auf 30 Stunden, dafür stellen wir 1/3 der Belegschaft neu ein.Meine Meinung...
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Servus,
Windalf schrieb:
....weil die meisten Leute zu blöde sind und immer gleich alles auf den Kopf kloppen was sie verdienen.
Ist es mal kurzfristig mehr wird gleich ordentlich am Lebensstandard geschraubt und wenns dann auf einmal auch mal kurzfristig weniger ist haben sie dann den Salat und können dann ihren zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen.Nein, ich behaupte das stimmt überhaupt nicht. Dieses Klischee trifft höchstens auf viele Jungendliche zu, welche sich nicht im klaren sind wieviel Kosten so ein Handy verursachen kann und auf Kaufsüchtige, welche sich ihren neuen Katzenkurhaarwollpulli mit pleumatischer Handbremse kaufen müssen. Aber im Schnitt sparen wir (Deutschen) fast 16% unseres Grundgehalts. Im Vergleich sind die Amerikaner reine Konsumjunkies, welche nur rund 8% ihres Grundgehalts sparen. Die Quelle der Info war, glaube ich, "Die Zeit".
*winke*
Hellsgore
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Also ich möchte keine 50 Stunden in der Woche arbeiten. Das wären schließlich 2 Stunden mehr pro Tag (bei 5 Tagen). Von Freizeit und nötige Erholung kann man dann nicht mehr reden! Im Radio hab ich heute noch so einen "tollen" Vorschlag gehört. Man solle doch in Bayern ein paar Feiertage wegstreichen. Den Urlaub einfach zu kürzen ist auch Schwachsinn.
Dass man mit diesen Mitteln recht viel produktiver ist, wage ich zu bezweifeln. Die Leute sind durch weniger Freizeitausgleich gar nicht mehr fähig, mehr zu leisten (fehlende Erholung). Schlimmstenfalls würde das ganze nach Hinten losgehen.
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hmm waren die 16% von dem was netto bleibt (aber aufs brutto bezogen) oder kannst du von denen noch die knapp 10% rentenzahlung abziehen?...
und auch wenn nicht... 16% ist ja auch nur der durchschnitt wenn den aber nur 50% aller erbringen sitzen die anderen 50% auch schön blöde da
irgendwie muss es doch einen solchen grund haben an sonsten wüsste ich nicht was so sehr dagegen spricht die arbeitszeiten flexibel zu regeln.
solche verträge wie 25 stunden die woche fix und der rest völlig variabel in abhängigkeit vom bedarf (von mir aus noch aber mindestens einen schnitt von 30 stunden im jahr oder sowas)...versteh ich nicht warum das besonders bei den Gewerkschaften keinen anklang findet bzw so unbeliebt ist...
diese ganzen rigiden festlegungen haben eigentlich immer nur zur folge das ein arbeitgeber sich zweimal überlegt ob er jemanden einstellt.
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Was soll die Erhoehung bringen? Noch mehr Arbeitslose?
Das was sein muss ist eine flexibilisierung - so dass die Leute auch mal deutlich laenger arbeiten koennen, wenn viel Arbeit ansteht, ohne das jemand auf die Barikaden geht.
50h Woche ... wenn nicht mehr Auftraege reinkommen, sollen die dort Kaffee trinken, wenn ihre 40h rum sind?
Dann koennten sie rein theoretisch jeden 5. Tag daheim bleiben.50h selbst machen mir ja nichts aus - ich arbeite momentan laenger, ...
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Hallo,
also ich finde auch, dass man es übertreiben kann. Feiertage weg, weniger Urlaub, 41 Stundenwoche. Natürlich muss was getan werden, aber auf Biegen und Brechen jetzt zu versuchen, soviel Arbeitszeit wie möglich irgendwo herzuholen find ich unsinnig. Als wenn jetzt 2 Feiertage weniger in Deutschland alle Probleme lösen würden?!
versteh ich nicht warum das besonders bei den Gewerkschaften keinen anklang findet bzw so unbeliebt ist...
Weil die Gewerkschaften sich nicht die Blöße geben wollen. Die haben jahrelang für jede Sekunde Freizeit gekämpft und werde jetzt nicht einfach klein beigeben. Ich find eine 41 Stundenwoche (3 Stunden mehr in Woche, 36 Minuten mehr am Tag) echt vertretbar, aber Feiertage streichen (womöglich noch so Dinge wie den 1. Januar
) nicht unbedingt sinnvoll.
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[quote="CarstenJ"]
Die haben jahrelang für jede Sekunde Freizeit gekämpft und werde jetzt nicht einfach klein beigeben.[quote]Naja, schau Dir mal an was bei Siemens passiert ist. Man hat einfach gesagt: Bei den Ungarn hätten wir es viel besser. Entweder oder. Die Gewerkschaft hat angeblich nichts gemacht, weil die Belegschaft zu Aktionen/Streik nicht bereit war. In Ostdeutschland ist auch nicht mehr viel los. -> 35h Woche. In WestD gab es in letzter Zeit extrem viele Austritte und keine Eintritte. -> Die Jugend. Wenn man sich die Richtung der Politik ansieht kommt man zu dem Schluß das in den nächsten Jahren viel zu ungunsten der jetzigen Arbeitnehmer passieren wird. Ob es den Arbeitslosen hilf? Wenn man sich die Entlohnung der Wachmänner, etc ansieht... ich weiß nicht. Hier müßte eigentlich gewerkschaftlich viel passieren.
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soviel Arbeitszeit wie möglich irgendwo herzuholen find ich unsinnig
ja ich finds auch nicht besonders sinnvoll... sinnvoller wäre es gleiche Arbeitszeit und weniger zu zahlen (nix anderes ist ja längere Arbeitszeit bei gleicher bezahlung) oder Lohnnebenkosten senken aber das erstere will die Gewerkschaft am allerwenigstens und das zweitere will und kann die Regierung nicht ohne den sozialstaat noch stärker abzubauen...
Es gibt zwar bereiche wo Lohn/Personalkosten nur einen geringen Anteil an den Herstellungskosten eines Produktes haben. und da ist es echt ne schweinerei wenn laut geschrien würd wie müssen dringend bei den Arbeitnehmern sparen... Aber zum beispiel der ganze dienstleistungsektor hat fast ausschlieslich Personalkosten und die müssen runter... und das geht nur indem man den Studenlohn verringert oder die Nebenkosten senkt...