> Liebe [biologisch gesehen ?] o00o
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freshman schrieb:
@japro: nix für ungut... Religion!=Glaube

Ich wollte da auch keine Identität aufstellen. Trotzdem besteht ein sehr grosser Zusammenhang.
Der Mensch kann entweder Gott oder Satan dienen, eine dritte Möglichkeit sehe ich nicht.
Vorallem weil soetwas wie Einstellung oder Glaube abzählbar ist.
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Erhard Henkes schrieb:
Das naturwissenschaftliche Weltbild hat zu einer Abwendung von Gott geführt. Naturwissenschaftler degradieren den Menschen zur biologischen Maschine.Damit kann die Biologie den Menschen nicht erklären.
falls die anerkennung des heliozentrismus' eine abwendung von gott bedeutet, bin ich wohl abgewandt- wie schade.
konsequenterweise müßte man, als ein gott zugewandter, den geozentrismus propagieren. das geht natürlich nur, wenn der sich dann hinstellt und sagt "die erde ist halt ne scheibe, basta", denn sobald jemand nachforscht, wird er dahinterkommen, daß die erde eine kugel ist- und schon hat sich noch einer von gott abgewandt...
naturwissenschaftler degradieren den menschen zur maschine? immer noch besser, als zum instrument eines wie auch immer beschaffenen gottes erklärt zu werden, der den stellvertreter auf erden toll zu finden hat und jeden monat seine kirchensteuer zahlen muß.
die biologie kann den menschen nicht erklären? also bitte, aber sie versucht es ja wenigstens, während dich pastor himbeergeist wie gewohnt sonntags auf die kanzel stellt und sein gelaber von schöpfung usw. abläßt.Erhard Henkes schrieb:
Die Frage des biologischen Sinns der Liebe ist geradezu paradox, wie man auch an der obenstehenden Diskussion erkennt.
immerhin stellt sich die frage überhaupt, das wäre in einem kirchlich dominierten gemeinschaftswesen ja nicht mal möglich gewesen.
überhaupt ist das das größte übel von kirche und glauben: man nimmt irgendwas hin, schiebt damit auch die verantwortung von sich, man degradiert sich selbst zur marionette.
und was soll ich persönlich von einem gott halten, der drei jungen und ihren vater in ihrem auto sterben läßt, die heute meine onkel bzw. mein großvater wären.. da komm ich irgendwie nicht mit. ich will mit so nem trottel-gott jedenfalls nix zu tun haben, ich hab mich selbst in der hand und es nicht nötig, so eine über-macht vor mir zu haben.
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Wenn man höhere Wesen ausschließt, reduziert man den homo sapiens sapiens auf eine sich optimierende, funktionstüchtige Genproduktionsmaschine, die versucht, die Überlebensfähigkeit der nächsten Generation zu steigern. Zur Beschreibung dieser biologischen Aspekte benötigt man "Liebe" IMHO nicht.
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Erhard Henkes schrieb:
Die Liebe wird in der Biologie nicht benötigt. Damit kann die Biologie den Menschen nicht erklären.
kein korrekter schluss.
tuberkulose wird in der medizin auch nicht "benötigt", aber koch hat ne feine erklärung für so sorten krankheiten gefunden.
falls die biologie wirklich den menschen nicht erklären könnte, dann wegen wichtigerer gründe als dem, daß liebe nicht erklärbar sei.
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Wir als Menschen "benötigen" die Tuberkulose in der Tat nicht.
Aber das entsprechende Bakterium verwendet eben unsere Spezies.Der Begriff "benötigen" ist sicher flapsig - zugegeben, aber dein Widerspruch ebenso.
Ich denke aber, dass meine Ausführungen ansonsten an Direktheit und Klarheit nicht zu überbieten sind.
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Die Liebe wird in der Biologie nicht benötigt.
Ich bin mir nur nicht sicher, ob diese Aussage einfach so als wahr akzeptiert werden kann.
1. Sehe ich kein Problem darin, Liebe als Mechanismus zu verstehen, der Menschen aneinander bindet, um zum Beispiel bessere Umstände für die Aufzucht von Nachwuchs herbeizuführen.
2. Nur weil wir vielleicht bis jetzt noch keinen biologischen Sinn der Liebe gefunden haben, können wir daraus nicht schliessen, dass ein solcher Sinn nicht existiert.
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Erhard Henkes schrieb:
Zur Beschreibung dieser biologischen Aspekte benötigt man "Liebe" IMHO nicht.
Wobei "IMHO" hier heißt "ich habe den Thread gelesen, aber die Argumente interessieren mich nicht"? Dann solltest du vielleicht mal begründen, warum sie das nicht tun.
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operator void schrieb:
Dann solltest du vielleicht mal begründen, warum sie das nicht tun.
Das hat bisher noch keiner getan. Die einzige Art mit der auf Posts anderer eingegangen wird besteht darin, dass Wortwahlen kritisiert werden.
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Aber Männer können und wollen halt jeden Tag möglichst viele Weibchen begatten, da sie sich dauernd fortpflanzen können.Denke nicht, dass das wirklich stimmt. Wahrscheinlich nur Emanzengeschwätz und/oder männliche Wahnvorstellung.

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Der Fortpflanzungsprozess wird bereits durch das Gefühl genug gefördert, daher ist etwas wie ,,Liebe'' in diesem Fall nicht nötig.
Sehe ich genau so. Wie man das Gefühl nennt, das hier gefördert wird, weiß ich nicht genau, es führt aber zu "sexual attraction".
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Erhard Henkes schrieb:
Ich denke aber, dass meine Ausführungen ansonsten an Direktheit und Klarheit nicht zu überbieten sind.

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Michamab schrieb:
Die Liebe wird in der Biologie nicht benötigt.
Die Liebe ergibt natürlich einen biologischen Sinn. Zitat:
Wegen der langsamen Entwicklung des Kindes ist der Mensch auf eheliche Dauergemeinschaft angelegt, was sich bereits in den ersten Phasen der Paarbildung niederschlägt.
Da die Frau mit Schwangerschaft und Aufziehen der Kinder belastet wird, sucht sie einen verläßlichen Partner. Aber auch der Mann sucht eine verläßliche Frau, denn für die Weitergabe seines Erbguts ist die Dauerpartnerschaft mit der gemeinsamen Fürsorge die beste Garantie für den Nachwuchs.
Wegen der Möglichkeit einer Schwangerschaft geht die Frau größere Risiken ein als der Mann. So ist verständlich, daß sie bezüglich sexuellen Abenteuern zurückhaltender ist. Deshalb muß sie auch den Mann intensiver prüfen, ob er bereit wäre, mit ihr in Dauergemeinschaft zu leben und seine Beschützer- und Versorgerqualitäten richtig einschätzen. Ebenso ist seine Vitalität von Bedeutung.
Auch für den Mann ist Treue der Partnerin wichtig, denn wenn sie ein Kind von einem anderen Mann bekommt, mindert dies seine individuelle Eignung als Partner und seinen Fortpflanzungserfolg erheblich. Er muß sicher sein, daß die Partnerin nicht nur fruchtbar und gesund ist, sondern darüber hinaus fürsorgliche Eigenschaften besitzt.
Das Werben um den Liebespartner dient der Prüfung dieser Eigenschaften und verläuft teilweise nach genetisch programmierten Strategien, wie z.B. das Repertoire des Wechselspiels von männlicher Annäherung und weiblicher Aufforderung.
So gibt sich die Frau zunächst "spröde", damit sie erkennen kann, ob der Mann bereit ist, Zeit und Mühe zu investieren, und sich damit für eine Dauerbindung als fähig erweist. Andererseits beweist sie ihm so, daß sie nicht so leicht verführbar ist und damit auch eine gute Partnerin abgäbe. Je mehr auf diese Weise wechselseitig investiert wird, desto geringer wird die Bereitschaft abzuspringen, das heißt, desto wertvoller wird die beginnende Beziehung. Der weitere Verlauf des Werbens wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflußt, nicht zuletzt durch frühkindliche Erfahrungen.
Interessant ist übrigens, daß sich bei beiden Geschlechtern innerhalb der ersten 30 Sekunden des Kennenlernens entscheidet, ob Interesse am anderen besteht oder nicht. Dies läßt auf internalisierte Leitbilder schließen, die gewissermaßen ein Leitbild des potentiellen Partners darstellen.
Hat jemand meinen Beitrag überhaupt gelesen und kann entsprechende Argumente aufbringen, die gegen diese Ausführungen sprechen ?
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Michamab schrieb:
Hat jemand meinen Beitrag überhaupt gelesen und kann entsprechende Argumente aufbringen, die gegen diese Ausführungen sprechen ?
Gelesen, gewogen und für gut befunden
kann dem nur voll und ganz Zustimmen, weswegen ich auch keine Argumente dagegen gepostet habe :pAber einige andere hier die nicht diese Meinung vertreten haben ihn wohl beflissentlich überlesen, da sie keine Argumente dagegen vorbringen können

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@Michamab:
deine Ausführungen klingen akzeptabel, aber als Argumente dafür, dass "Liebe" biologisch notwendig ist würde ich sie weniger ansehen. Das geht sicher alles auch ohne Liebe. Liebe bzw. Liebesstörungen führen eher zu diesen wechselnden Partnerschaften von heute, die biologisch und gesellschaftlich eher abträglich sind. Offensichtlich versteht hier jeder etwas anderes unter Liebe.
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japro schrieb:
Das hat bisher noch keiner getan.
Falls du auch die "Wissenschaftlerseite" meinst, ich fand Michamabs Zitat doch ganz vernünftig.
Erhard Henkes schrieb:
Wahrscheinlich nur Emanzengeschwätz und/oder männliche Wahnvorstellung.
Nein, eigentlich nur bewusst falsche Vereinfachung des naturwissenschaftlichen Bildes. Die Evolutionstheorie besagt nicht automatisch, dass es am effizientesten ist, durch die Welt zu rennen und im Stundentempo seinen Samen zu verbreiten. Und vor allem hat sie mit der heutigen Gesellschaft nicht viel zu tun.
Aber offenbar gilt in manchen Kreisen weiterhin "Wissenschaft = Evolutionstheorie = es geht nur um emotionslosen Sex mit möglichst vielen Partnern". Das macht die Sache natürlich einfach.
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Wir können diese Zusammenhänge analog schließend durch Beobachtung bei verwandten Primaten erforschen: z.B. http://www.ekonline.de/news2000/n2801b.htm
Übrigens begann der Aufstieg des nicht-reproduktiven Sexualregimes - wie wir es heute in Deutschland vorfinden - erst in der Neuzeit (Sieg des Phallus über die Testikel):
http://www.freitag.de/2002/46/02461701.phpMit Liebe im wirklichen Sinne hat das alles aber nichts zu schaffen.
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operator void schrieb:
Falls du auch die "Wissenschaftlerseite" meinst, ich fand Michamabs Zitat doch ganz vernünftig.
Ich hab vorallem Erhard gemeint. Der Satz wird durch die generalisierung einfach kürzer

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Erhard Henkes schrieb:
Übrigens begann der Aufstieg des nicht-reproduktiven Sexualregimes - wie wir es heute in Deutschland vorfinden - erst in der Neuzeit (Sieg des Phallus über die Testikel):
Trotzdem gibt es in der Nahrungskette schon ganz weit unten Monogamie. Hat der liebe Gott den Graugänsen also auch die Liebe geschenkt? Aber du schreibst ja ohnehin:
Mit Liebe im wirklichen Sinne hat das alles aber nichts zu schaffen.
Worum geht es dir denn dann?
Die Folgen dessen, was wir Liebe nennen, also Monogamie und die Aufregung davor und danach? Die gibt es nicht nur bei Menschen und man kann durchaus auch biologisch positive Aspekte dafür finden. Und wenn du den Satz unter obigen Links platzierst, schätze ich mal, dass du das nicht meinst
Geht es dir also einfach nur um das Gefühl dabei?
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Die Liebe zwischen Mann und Frau hat viel mit Hormonen zu tun.
Und die Evolution hat zu dem jetzigen Zustand geführt.
Am Anfang einer Beziehung ist es gut, wenn man so richtig scharf aufeinander ist. Also gibt's den dafür notwendigen Hormonschub. Vor allem die Männer weichen in dieser der ausgewählten Partnerin nicht mehr von der Seite. Es geht darum, sicherzustellen, dass man selbst derjenige ist, der den goldenen Schuss landet. Und kein anderer!
Nach etwa einem halben bis ganzen Jahr, geht die Natur davon aus, dass das Weib nun endlich schwanger ist. Das erste Hormon kann nun wieder runtergefahren werden. Nun braucht die Schwangere aber Schutz. Nun ja, sie würde ihn nicht wirklich brauchen, aber die Männer, die sich nach diesem Verhaltenmuster verhalten, hatten über Jahrtausende einfach die höhere Reproduktionsquote. Also kommt nun ein zweites Hormon ins Spiel, das dafür sorgt, dass der Mann bei seiner inniggeliebten Frau bleibt. Man(n) kümmert sich jahrelang um die Aufzucht der hoffentlich eigenen Kinder. Sind die Kinder dann aus dem gröbsten herausen, meint die Natur, es wäre besser, sich wieder einen anderen Partner zu suchen. Also wird wieder an den Hormonen gedreht, dass man den augenblicklichen Partner nicht mehr so toll findet. In den Scheidungsstatistiken nennt man das dann 'das verflixte siebte Jahr'.
Ist nur so grob aus'm Gedächtnis. Wo ich das vor Jahren gelesen habe, weiss ich nicht mehr. War aber irgendwas wissenschaftliches, möglicherweise 'Spektrum der Wissenschaft' oder so...
So, wie die Menschheit heute ist, haben sich die Menschen in den vergangenen Jahrtausenden am erfolgreichsten reproduziert. Dazu gehört auch, dass sich die Männchen wie Machos benehmen, und die Weibchen auf materielle Dinge abfahren.
Nachdem man aber am Menschen so schwer Sexualstudien machen kann, studiert man seine Verwandten. Die Bonobo-Schimpansen sind in dieser Beziehung geradzu ideal geeignet. Dort gibt's alles, nicht nur Heteros. Beziehungen zum gleichen Geschlecht gehören zur Tagesordnung. Die Weibchen prostituieren sich für eine schöne Frucht, und manchmal gibt's auch eine Vergewaltigung.Und noch ne kleine Randbemerkung:
Ihr wisst doch, Männlein und Weiblein unterscheiden sich durch das X- und Y-Chromosom. Seit Anbeginn der geschlechtlichen Fortpflanzung haben sich diese beiden Chromosomen niemals(!) miteinander vermischt.
Das hat nun zur Konsequenz, dass sich Menschen-Männchen und Schimpansen-Männchen genetisch näher sind, als Menschen-Männchen und Menschen-Weibchen.
Mädels freut euch nicht zu früh. Bei Euch ist es natürlich entsprechend genauso
schönen Gruß
Werner
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lover schrieb:
AJ schrieb:
JayJay schrieb:
Ich bin gerade dabei mir zu überlegen/herauszufinden was Liebe in biologischer Sicht bedeutet/ist/heißt!!
Die Ausschüttung von vielen Glückshormonen

Liebe != Verliebtheit
Wenn du das Gefühl nur hast während du verliebt bist, dann tust du mir leid.
@Erhard Henkes
Schade, dass du die Welt nur Schwarz/Weiß siehst.Wenn man es übrigens genau nimmt, dann gibt es mehr als Gott und Satan und wenn man es nach der Bibel und den wahren Geboten Gottes sieht, dann gibt es auch keinen Satan (-> Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!), der ja ständig als gottesgleich hingestellt wird. Du hast dich also genaugenommen schon versündigt, indem du an einen Satan als Gott (was aus deinen Behauptungen klar hervorgeht) glaubst (aber wohl nicht anbetest; will dir ja nichts unterstellen).
Man braucht auch keinen Gott oder eine Wissenschaft um zu lieben.
@Thema
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier über verschiedene Arten von Liebe diskutiert wird. Vielleicht sollten wir bzw. der Threadersteller mal festlegen über was wir diskutieren. Wobei der Sinn der "biologischen Liebe" bereits erklärt wurde -> Fortpflanzung.