Ausbildung zum Fachinformatiker/Systemintegrator



  • CarstenJ schrieb:

    absolute_beginner schrieb:

    Ich habe ein Gymnasium besucht, in dessen Kollegium eine solche Ansicht durchaus nicht unüblich war.

    Interessant. Also vertrittst du auch diese Meinung?

    Nein. Schließlich habe ich seit über 19 Jahren zwei Handwerker vor meinen Augen- meine Eltern. Und es gab bis jetzt in meiner Familie auch noch keinen Akademiker- alles Landwirte, Handwerker u. ä.



  • meine kommentare dazu (fi:anwendungsentw.):

    -du lernst vorallem die praxis kennen
    -die berufsschule is eher erholung aber so gewöhnt man sich auch besser dran 8 stunden pro tag zu programmiern

    -es kommt auf deine vorkenntnisse an ob du in der firma aktiv programmieren darfst oder viel zeit mit sachen verbringst die direkt nix mit deiner ausbildung zu tun haben

    -natürlich sollte dich das gebiet interessieren in dem die firma arbeitet

    ich werd wohl trotzdem noch studiern weil man hin und wieder mit problemen konfrontiert wird für die das basiswissen fehlt



  • Sovok schrieb:

    weil man hin und wieder mit problemen konfrontiert wird für die das basiswissen fehlt

    Dem kann ich nur zustimmen. Ich merke das in dem Unternehmen in dem ich arbeite (was in der Versicherungsbranche tätig ist). Hier wird man teilweise mit Sachen konfrontiert die man einfach nicht ganz hinterblicken kann. Aus diesem Grund möchte ich noch Studieren gehen. So hab ich dann einmal das theoretische Wissen und dazu noch das Praktische um es anzuwenden 🙂



  • Hallo!

    Danke für Eure vielen Antworten 🙂

    Hier wurden ja viele verschiedene Meinungen vorgestellt, woraus ich
    eigentlich nur schließen kann, dass man Glück haben kann oder pech.
    Kann cool sein oder nicht.
    Besser als Studium klingt es allemal, ich hab ein Semester Informatik
    gemacht, vieeel zu trocken (fast) ohne jedweden Praxisbezug.

    Frage an Sovok:
    Die fehlt Basiswissen welches du im Studium erlernen möchtest. Aber ist
    ein Informatikstudium nicht sehr theoretisch, bis zum Vordiplom mit zwei
    Mathesemestern belegt (Durchfallquote Uni Bonn 2003: ~80%) und eigentlich
    nur nützlich um abstraktes Denken zu erlernen?
    Was lernt man da praktisches, was man braucht?

    virtuell Realisticer:
    "[..] wir sind 24 Systemintegratoren, 4 Anwendungsentwickler und 4 Systemelektroniker [..]"

    Sind diese Zahlen Tendenzen oder ist es Zufall dass es sowenig
    Anwendungsentwickler gibt? Wenn kein Zufall, warum?

    Alles in allem haben mich Eure Antworten/Links noch weiter überzeugt
    den Pfad Fachinformatiker zu wählen!

    Gibts hier auch Leute die ihre FI Ausbildung schon hinter sich haben
    und schon im Beruf stehen?
    Über eine Antwort von diesen würde mich noch sehr glücklich machen 🙂
    Wie siehts im Beruf aus, genug gelernt, Aufstiegschancen...

    Danke 🕶



  • Headhunter schrieb:

    Wie siehts im Beruf aus, genug gelernt, Aufstiegschancen...

    Als typischer Informatikstudent sehe ich für einen Fachinformatiker keine großen Aufstiegschancen. Wenn du so eine Ausbildung machst, dann wirst du halt genau für eine bestimmte Sache ausgebildet. Da ist kein Aufstieg eingeplant. Wenn du aufsteigen willst, dann brauchst du Fähigkeiten (und Wissen), die du dir als Fachinformatiker nur schwer aneignen kannst. Wenn du von der Uni kommst, dann bringst du diesbezüglich bessere Voraussetzungen mit.



  • Wenn du etwas mehr Praxisbezug haben möchtest könnte ein Studium an einer FH für dich genau richtig sein. Hier hast du zwei Praxissemester in denen man sich "austoben" kann 🙂



  • Headhunter schrieb:

    und eigentlich
    nur nützlich um abstraktes Denken zu erlernen?
    Was lernt man da praktisches, was man braucht?

    vielleicht abstraktes Denken?



  • Gregor:

    [..]Wenn du aufsteigen willst, dann brauchst du Fähigkeiten (und Wissen), die du dir als Fachinformatiker nur schwer aneignen kannst. Wenn du von der Uni kommst, dann bringst du diesbezüglich bessere Voraussetzungen mit [..] .

    Wie schon gesagt, ich habe ein Jahr Informatik studiert und das was ich
    dort gelernt habe war weit weit von jedweder Praxis entfernt.
    Und es ist ja auch nicht so dass ich saudumm bin, ich würde mich selbst
    schon als Autodidakt bezeichnen, von daher kann ich denke ich schon mir
    selbst Sachen aneignen.

    Zum Thema FH:
    Klingt wirklich wie ne gute Alternative, aber wie auch schon gesagt -
    auf Schule keinen Bock mehr. 13 Jahre sind genug!

    Jester:
    Zum Thema abstraktes Denken:
    Was hast du davon wenn du mit Vektorräumen und ∞ komplexeste
    Gleichungen lösen kannst?
    Hey, das brauchte ich ja schon immer

    Ne, noch nicht. Was du da lernst ist es dir abstrakten Stoff (egal um was
    es geht) dir einzutrichtern, damit du den Weg lernst.
    Der Stoff ist dabei sekundär.
    Das ist meine Meinung/Erfahrung 🙂



  • Headhunter schrieb:

    Jester:
    Zum Thema abstraktes Denken:
    Was hast du davon wenn du mit Vektorräumen und ∞ komplexeste
    Gleichungen lösen kannst?

    Ich kann zum Beispiel ne Handschrifterkennung bauen. Und Vektorräume lauern fast überall. Man muß nur genau hinsehen.



  • Ich muss ganz ehrlich sagen, während des Grundstudiums habe ich mich des öfteren gefragt, wozu dieser ganze Schwachsinn gut sei.
    Aber seit ich das Vordiplom in der Hand habe, fallen mir immer wieder bei Gelegenheiten Dinge auf, wo mir die Mathematik weitergeholfen hat. 🙂



  • Headhunter schrieb:

    Wie schon gesagt, ich habe ein Jahr Informatik studiert und das was ich
    dort gelernt habe war weit weit von jedweder Praxis entfernt.
    Und es ist ja auch nicht so dass ich saudumm bin, ich würde mich selbst
    schon als Autodidakt bezeichnen, von daher kann ich denke ich schon mir
    selbst Sachen aneignen.

    Mich mußt du nicht überzeugen. Ich sage dir nur, wie die Realität aussieht. Mit einem Abschluss an einer Hochschule hast du nunmal deutlich bessere Aufstiegschancen als mit einer Fachinformatiker-Ausbildung.

    Ich sehe bei dir erstmal folgendes:

    Dein erstes Projekt - dein Studium - hast du schonmal nicht durchgezogen. Das ist nicht unbedingt die ideale Ausgangslage, um eine Position mit einer größeren Verantwortung für ein Projekt zu übernehmen. Woran könnte das gelegen haben? Vielleicht war es zu schwer? Das würde nichts gutes über dich aussagen. Vielleicht hattest du auch etwas angefangen, was "einfach nichts für dich war", du hast dich also davor nicht gut genug erkundigt. Du hast das Projekt auf gut Glück angefangen. ...der Fall wäre ja fast noch schlimmer. Das würde dich charakterlich für eine Position mit einer größeren Verantwortung praktisch disqualifizieren.

    ...ok, du kannst natürlich immer mit den paar berühmten Studienabbrechern argumentieren, die es zu was gebracht haben. Bill Gates und so. Deinen Vorgesetzten dürfte das allerdings wenig interessieren.



  • Optimizer schrieb:

    Ich muss ganz ehrlich sagen, während des Grundstudiums habe ich mich des öfteren gefragt, wozu dieser ganze Schwachsinn gut sei.
    Aber seit ich das Vordiplom in der Hand habe, fallen mir immer wieder bei Gelegenheiten Dinge auf, wo mir die Mathematik weitergeholfen hat. 🙂

    Ich bereue es jetzt im Hauptstudium, dass ich im Grundstudium teilweise der Auffassung war, dass ich bestimmte Dinge "ja eh nie wieder brauchen würde", weil ich einfach kein Anwendungsgebiet etc. gesehen habe. Jetzt erkenne ich, dass das doch eine gewaltige Fehleinschätzung war, die ich jetzt bereue und durch größeren Arbeitsaufwand überwinden muss. Außerdem erkenne ich jetzt, dass die Mathematik aus dem Grundstudium viel zu wenig war. Ich kann jetzt zumindest viel mehr gebrauchen (Ok, ich habe mich im Hauptstudium auch für eine Richtung entschieden, die dies einfach erfordert).



  • Ich finde es vollkommen in Ordnung ein Studium nach nem Jahr abzubrechen. Wenn es halt nicht das richtige ist. Das läßt sich auch leicht begründen. Erstes Semester hat kein Spaß gemacht, dann 2. noch versucht, ob's nicht vielleicht nur gewöhnungsbedürftig war. Und danach gesagt gut, das war's nicht, ich such mir was anderes. Finde ich in Ordnung.



  • Jester schrieb:

    Ich finde es vollkommen in Ordnung ein Studium nach nem Jahr abzubrechen. Wenn es halt nicht das richtige ist. Das läßt sich auch leicht begründen. Erstes Semester hat kein Spaß gemacht, dann 2. noch versucht, ob's nicht vielleicht nur gewöhnungsbedürftig war. Und danach gesagt gut, das war's nicht, ich such mir was anderes. Finde ich in Ordnung.

    Sicher ist das in Ordnung und ich habe das da oben natürlich übertrieben dargestellt. Trotzdem ist das ein kleiner negativer Fleck im Lebenslauf, den man erstmal durch etwas anderes positives wegmachen muss. Wenn man eine niedrigere Qualifikation als jemand anderes hat und vielleicht sogar irgendwelche Dinge abgebrochen hat, dann muss man mehr leisten als der andere, um nach oben zu kommen. Man hat in jedem Fall eine schlechtere Ausgangslage.



  • Zum Thema abstraktes Denken:
    Was hast du davon wenn du mit Vektorräumen und ∞ komplexeste
    Gleichungen lösen kannst?

    Es geht garnicht darum, wie oft du das in der Praxis benötigst. Es geht darum, wie du ja selber drüber geschrieben hast, das logische und abstrakte Denken zu schulen. Überleg mal, wie der Schulstoff aussehen würde, wenn wir noch noch Sachen durchnehmen würden, die dir später in der Praxis begegnen...

    Dass du übrigens nach einem Jahr abgebrochen hast ist absolut in Ordnung. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Hauptsache, du hast jetzt keinen Durchhänger.



  • Ich fang ab dem 1.10 mein BA Studium zum Diplom-Ingenieur Fachrichtung Informationstechnik - Ingenieurinformatik an und glaube das ist das beste was mir passieren konnte 😃

    Ich stand vor einer ähnlichen Entscheidung, dass ich nicht genau wusste ob ich studieren oder eine einfache Ausbildung machen sollte, und nun hab ich beides. *gG* Das mir ein reines Studium zu trocken und praxisfern ist, wurde mir recht schnell klar. Aber eine "einfache" Ausbildung zum Fachinformatiker war mir zu wenig, da wirklich Viele das machen und eigentlich überall wo ich mich informiert hatte war man der Meinung dass man mit einer normalen Ausbildung nicht mehr weit kommt und die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten auch nicht berauschend sind. Aber ich denke die Entscheidung hängt auch sehr mit den eigenen Wünschen und Vorlieben zusammen.

    Ich mach meine Ausbildung beim Weltmarktführer in Sachen Fahrzeugvernetzung und denke ich werde sehr viel Spaß haben obwohls bestimmt schwer wird.
    Wenn man die Möglichkeit hat zu einem BA-Studium und auch die Leistung bringt, sollte man das auf jedenfall machen.

    @Sonnenschein84
    An welcher BA studierst du denn?



  • Hallo,

    Gregor schrieb:

    Wenn du aufsteigen willst, dann brauchst du Fähigkeiten (und Wissen), die du dir als Fachinformatiker nur schwer aneignen kannst.

    Es gibt mittlerweile Fortbildungsmöglichkeiten, das habe ich bereits gepostet. Natürlich bist du dann mehr oder weniger "Spezialist" in nem bestimmten Bereich und nicht so vielseitig. Allerdings bezweifle ich sehr stark, dass man als Netzwerspezi oder Security-Engineer diese ganze Theorie benötigt. Schaden wirds wohl auch nicht, aber wenn man doch weiss, dass man in diesen Bereich geht, isses imho Wissen, was keiner braucht.



  • Hi!

    Zu meinem Semester Informatik hätte ich vielleicht noch hinzuschreiben sollen,
    dass ich das während der Klasse11 paralell zum Schulbetrieb gemacht habe.
    Hab auch den Ersten Schein für Informatik in der Hand, ich könnte also wenn ich
    wirklich an die Uni wollte ein Semester verkürzen.

    Und was was ich da gesehen habe war absolut nicht mein Fall.
    Ok, es war die Uni Bonn, die ist bekannt für viel Theorie, aber selbst mit viel
    gutem Willen konnte ich nichts praktisch brauchbares aus dem Lehrstoff
    ziehen -selbst nicht mit viel Fantasie.

    Natürlich hat man mit einer weniger hohen (Aus)Bildung weniger Chancen
    als ein Uni Absolvent, aber ich höre immer wieder von Leuten mit denen ich
    mich unterhalte, dass die Unistudenten nur theoretisch gut sind, praktisch nicht 😉

    Zum Thema Einseitigkeit:
    Lernt man wirklich nur für eine Schiene bei der FI Ausbildung?
    Kann ich mir fast nicht vorstellen..



  • BTW: Ich finde es interessant, dass Leute, die keinen Zugang zu Theorie bzw. abstraktem Wissen haben, dieses immer vollkommen ablehnen bzw. geringschätzen. Es kommt bei solchen Leuten einfach nicht vor, dass sie ihre eigene Meinung mal selbst hinterfragen und sich überlegen, für was Leute soetwas eigentlich lernen. Es wird nicht in Frage gestellt, ob einem hier vielleicht etwas fehlt. Es wird einfach behauptet, dass das doch eh keiner in der Praxis braucht. Auf die Idee, dass man vielleicht effizienter, effektiver und korrekter arbeiten kann, wenn man diverse konkrete Dinge auf eine abstrakte Ebene bringt, indem man beispielsweise mathematische Strukturen in diesen erkennt und damit arbeitet, kommt keiner.



  • @Talla ich studiere in Glauchau (Sachsen) und kann auch nur sagen, dass es für mich die beste Entscheidung war


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