Ausbildung zum Fachinformatiker/Systemintegrator
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@Talla ich studiere in Glauchau (Sachsen) und kann auch nur sagen, dass es für mich die beste Entscheidung war
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@Gregor
Vielleicht können Studierte bestimmte Problemlösungen besser zerlegen.
Eventuell können Studierte auch einen super Lösungs-Algo dazu basteln.
Nur, was sich in meinen 10 Jahren Berufstätigkeit bis jetzt herausgestellt hat -> teilweise fehlt den Studierten dann der Praxisbezug. Mir nutzt keine super theoretische Lösung wenn Sie praktisch nicht umgesetzt werden kann.
Es ist immer ein geben und ein nehmen.
In der Forschung und Entwicklung kann ich es verstehen, dass studierte Informatiker oder überhaupt Studierte "besser" arbeiten können.
Aber manchmal fehlt einfach der praktische Lösungsbezug.Wenn ich nicht weiss für was ich hier mache und wie die Gegebenheiten sind und das Umfeld für dass ich die Lösung entwickle, dann wird die Lösung in den meisten Fällen suboptimal sein.
Ich denke dass zusammenarbeiten von Studierten und BA'lern / Ausgebildeten FI's bringt einfach die beste Qualität.
Die einen haben gelernt super Abstraktionen des Problems zu machen, die anderen "sollten!" den Betrieb kennen und evtl. Lösungen daraufhin auch bewerten.
Jeder hat seine Vor- und Nachteile.
Just my 2 cents
Edit: Wow.. was für Bandwurmsätze.. sorry

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Gregor schrieb:
Es kommt bei solchen Leuten einfach nicht vor, dass sie ihre eigene Meinung mal selbst hinterfragen und sich überlegen, für was Leute soetwas eigentlich lernen
Ich hinterfrage meine Meinung schon, allerdings kann ich für meinen Bereich diese Notwendigkeit einfach nicht feststellen. Dass man mit nem Studium bessere Aufstiegsmöglichkeiten und Einstellungschancen hat, ist ja unbestritten, aber so ein bisschen Denken kann man als "AZUBI" auch schon, gerade wenn Interesse da ist.
Gregor schrieb:
Es kommt bei solchen Leuten einfach nicht vor, dass sie ihre eigene Meinung mal selbst hinterfragen und sich überlegen, für was Leute soetwas eigentlich lernen. Es wird nicht in Frage gestellt, ob einem hier vielleicht etwas fehlt.Es wird einfach behauptet, dass das doch eh keiner in der Praxis
Naja, ich weiss eben, wie das in der Ausbildung ist. Für bestimmte Bereiche halte ich dieses "abstrakte Denken", welches man an der Uni lernt, eben nicht für unbedingt notwendig.
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MikeSPK schrieb:
Ich denke dass zusammenarbeiten von Studierten und BA'lern / Ausgebildeten FI's bringt einfach die beste Qualität.
Hauptsache es pfuscht kein BWLer rein

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Gregor schrieb:
BTW: Ich finde es interessant, dass Leute, die keinen Zugang zu Theorie bzw. abstraktem Wissen haben, dieses immer vollkommen ablehnen bzw. geringschätzen. [..]
Ich lehne die Theorie nicht grundsätzlich ab.
Hat sicherlich seinen Zweck, aber nicht für mich.
Ich komme damit eben nicht so gut klar wie mit praxisbezogenen Themen.Ums noch weiter zu vereinfachen:
Weil ich mit Theorie nicht so gut zurechtkomme bevorzuge ich die Praxis.
Ja, auch mit learning by doing & (selbstverständlich) Studium der entsprechenden
Texte/Bücher kann man lernen.Aber ob ich nun eine verkappte Einstellung dazu habe oder nicht, ich
möchte es nicht machen. Fertig
Und theoriefern heißt nicht unbedingt praxisfern wie ich deinem letztem Satz
zwischen den Zeilen rauslesen zu glaube.
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Headhunter schrieb:
Lernt man wirklich nur für eine Schiene bei der FI Ausbildung?
Kann ich mir fast nicht vorstellen..Du lernst übrigens auch ein wenig Programmieren und was Datenbanken sind. Allerdings wirklich zu wenig um damit angeben zu können.

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interpreter schrieb:
MikeSPK schrieb:
Ich denke dass zusammenarbeiten von Studierten und BA'lern / Ausgebildeten FI's bringt einfach die beste Qualität.
Hauptsache es pfuscht kein BWLer rein

*g*
*BWL-Schein unterm Tisch versteck*Ich war jung.. und brauchte das Geld

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Headhunter schrieb:
Und theoriefern heißt nicht unbedingt praxisfern wie ich deinem letztem Satz
zwischen den Zeilen rauslesen zu glaube.Das wollte ich nicht ausdrücken. Tut mir leid, falls sich das so angehört hat. Ich bin bei meiner Meinung sicherlich durch meine Interessensgebiete vorgeschädigt. In denen geht es ohne Theorie wirklich nicht, nichtmal ansatzweise. Sicherlich gibt es auch Bereiche, in denen man wenig Theorie benötigt. Ich würde aber nicht drauf wetten, wenn ich die entsprechende Theorie dort nicht kennen würde. (wobei man natürlich meistens auch ohne Theorie auf einer gewissen Ebene in einem Bereich arbeiten kann)
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Ein Problem bei UNIs ist sicherlich, dass die Professoren usw. davon ausgehen, dass sich die Studenten die Praxis (zum Beispiel das Programmieren) selbst beibringen. Viele Studenten realisieren einfach nicht, dass das von ihnen erwartet wird. Das Resultat sind dann diese vollkommen praxisuntauglichen Absolventen, von denen hier hin und wieder berichtet wird.
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Optimizer schrieb:
Ich muss ganz ehrlich sagen, während des Grundstudiums habe ich mich des öfteren gefragt, wozu dieser ganze Schwachsinn gut sei.
Aber seit ich das Vordiplom in der Hand habe, fallen mir immer wieder bei Gelegenheiten Dinge auf, wo mir die Mathematik weitergeholfen hat.Ich hoffe nur, daß ich diese Erfahrung nicht unbedingt mache... geht aber wohl vielen so. "Was, HM, wozu brauche ich das?" Das ändert nichts daran, daß es vielleicht doch besser wäre, vorher zu wissen, wozu man das braucht.
Wie es auch gut wäre, überhaupt hellsehen zu können...Naja, ich werds rausfinden.

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Optimizer schrieb:
Aber seit ich das Vordiplom in der Hand habe, fallen mir immer wieder bei Gelegenheiten Dinge auf, wo mir die Mathematik weitergeholfen hat.

Huh? Hast du das Grundstudium in 2 Semestern durchgezogen? Mir war als hätte ich mal irgendwo herausgelesen, dass du zum WS03/04 angefangen hast... Oder dauert es bei euch nur 2 Semester?
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FH München schrieb:
Ablauf des Studiums
Zum zweisemestrigen Grundstudium gehört vor allem die Vermittlung umfassender Kenntnisse in Grundlagenfächern: Das betrifft die Mathematik zur Förderung der Analysefähigkeit, aber auch als Darstellungsmittel für komplexe Sachverhalte. Aufbau, Funktion und Betrieb von Rechenanlagen sind weitere Themen einschlägiger Vorlesungen und Praktika, und das exemplarische Erlernen einer (ersten) praktisch einsetzbaren Programmiersprache. Das Grundstudium wird mit einer Vorprüfung abgeschlossen; ein guter Abschluss dieser Prüfung ist eine weitgehende Garantie für den erfolgreichen Durchlauf des daran anschließenden Hauptstudiums.
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Headhunter schrieb:
Hallo!
Frage an Sovok:
Die fehlt Basiswissen welches du im Studium erlernen möchtest. Aber ist
ein Informatikstudium nicht sehr theoretisch, bis zum Vordiplom mit zwei
Mathesemestern belegt (Durchfallquote Uni Bonn 2003: ~80%) und eigentlich
nur nützlich um abstraktes Denken zu erlernen?
Was lernt man da praktisches, was man braucht?ich hab weniger an uni gedacht mehr an fachhochschule
das low level/assembler basiswissen brauch man wenn man hardwarenah arbeitet und das bekommt man halt nich in der ausbildung bzw. muss man sich selber beibringen
sonst steht plötzlich n kollege daneben und meint "klar funzt des ned... der arbeitet halt ned wie n intel prozessor *g*"ausserdem würd ich halt noch gern diverse techniken wie hashtabellen oder design ansätze lernen
in der berufsschule machen wir eigentlich nur vb anfängerkram und einfache algorithmen
der systemtechnik part war da schon besser. aufbau von firmennetzwerken, verkabelung, elektronische seite der datenübertragung/speicherung etc.
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Headhunter schrieb:
Natürlich hat man mit einer weniger hohen (Aus)Bildung weniger Chancen
als ein Uni Absolvent, aber ich höre immer wieder von Leuten mit denen ich
mich unterhalte, dass die Unistudenten nur theoretisch gut sind, praktisch nicht
Mag daran liegen, dass viele, denen das nachgesagt wird, gerade von der Uni kommen. Praxis fällt nicht vom Himmel! Entweder man macht neben dem Studium noch praktische Sachen oder man taucht erst nach dem Studium in die Praxis ein. In jedem Fall hat man nachher bessere Karten (wenn man kein [Fach]idiot ist).
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MaSTaH schrieb:
Headhunter schrieb:
Natürlich hat man mit einer weniger hohen (Aus)Bildung weniger Chancen
als ein Uni Absolvent, aber ich höre immer wieder von Leuten mit denen ich
mich unterhalte, dass die Unistudenten nur theoretisch gut sind, praktisch nicht
Mag daran liegen, dass viele, denen das nachgesagt wird, gerade von der Uni kommen. Praxis fällt nicht vom Himmel! Entweder man macht neben dem Studium noch praktische Sachen oder man taucht erst nach dem Studium in die Praxis ein. In jedem Fall hat man nachher bessere Karten (wenn man kein [Fach]idiot ist).
Besser ein Fachidiot als jemand, der sich überall ein bisschen auskennt aber nirgends richtig.

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Wie wäre es wenn du meine Postings zur Abwechslung mal verstehen würdest
? Es soll auch Uni-Absolventen geben die praktisch etwas auf dem Kasten haben und trotzdem auch mit Fachwissen glänzen können... Ich wollte damit nicht pro-"Halbwissen" argumentieren, sondern kontra-Tunnelblick. Man sollte imho auch neben einem Uni-Studium über den Tellerrand schauen und praktische Erfahrungen sammeln, weil man sonst nachher genau derjenige wird, der theroretisch zwar alles ganz toll kann, praktisch aber nichts in absehbarer Zeit auf die Beine stellt.
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Wie wäre es, wenn du mein Posting mal nicht missverstehen würdest?
Es soll auch Uni-Absolventen geben die praktisch etwas auf dem Kasten haben und trotzdem auch mit Fachwissen glänzen können...
Ich habe nie etwas anderes behauptet.
Ich wollte damit nicht pro-"Halbwissen" argumentieren
Hat auch niemans so aufgefasst.
Man sollte imho auch neben einem Uni-Studium über den Tellerrand schauen und praktische Erfahrungen sammeln, weil man sonst nachher genau derjenige wird, der theroretisch zwar alles ganz toll kann, praktisch aber nichts in absehbarer Zeit auf die Beine stellt.
Das halte ich für eine Selbstverständlichkeit und sollte in 4,5 Jahren auch schaffbar sein.
Wie leicht hier manche etwas missinterpretieren und sich gleich falsch verstanden fühlen...
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interpreter schrieb:
Wie leicht hier manche etwas missinterpretieren und sich gleich falsch verstanden fühlen...
Wenn du hinter alles ein
packst dann kann es aber auch nur zu leicht missverstanden werden
.
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interpreter schrieb:
Man sollte imho auch neben einem Uni-Studium über den Tellerrand schauen und praktische Erfahrungen sammeln, weil man sonst nachher genau derjenige wird, der theroretisch zwar alles ganz toll kann, praktisch aber nichts in absehbarer Zeit auf die Beine stellt.
Das halte ich für eine Selbstverständlichkeit und sollte in 4,5 Jahren auch schaffbar sein.
Die durchschnittliche Studiendauer liegt aber deutlich über 4,5 Jahren...
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MaSTaH schrieb:
interpreter schrieb:
Wie leicht hier manche etwas missinterpretieren und sich gleich falsch verstanden fühlen...
Wenn du hinter alles ein
packst dann kann es aber auch nur zu leicht missverstanden werden
.Ja, das kann man vielleicht wirklich falsch interpretieren. Ich werde in Zukunft die Smilies vorsichtiger einsetzen.
