Hilfe, mein Handy ist abgestürzt
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interpreter schrieb:
Könntest du uns bitte mal erklären, wie sie damit Geld machen? Der Großteil der Kunden würden doch sofort zur Konkurrenz wechseln. Seltsam, dass ich noch nie Probleme mit Siemens-Geräten hatte.

wenn das gerät nach einem monat ausfällt ja, wenn es aber ein jahr hält, ist das für die meisten ok. sollbruchstellen werden selbst in pkw's eingebaut.
btw: wusstet ihr schon - die meisten handys kann man mit missgestalteten irda-paketen abschiessen.
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TriPhoenix schrieb:
(Davon abgesehen dass die Reparaturkosten für Dinge oft arg überteuert sind)
Das ist nicht wirklich richtig.
Die Reparaturkosten sind durchaus realistisch, nur muß eine deutsche Firma für einen Servicetechniker eben mit 70-90 EUR pro Stunde kalkulieren... und da kommt man mit Teilen schnell auf 300-400 EUR.
Ein chinesischer Techniker braucht genauso lange, nur liegt dessen Stundenlohn halt bei 0,50 EUR, daher ist die Fertigung (und damit das neue Gerät) so billig gewesen.
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xroads42 schrieb:
wenn man keine ahnung hat soll man die klappte halten.
Warum so agressiv?
xroads42 schrieb:
ich saug mir das doch nicht aus den fingern. oder was denkst du? Bin ja eh nur nen kleiner spinner der es nicht verdient hat, doer was?
Bei dem Verhalten das du hier grad bei dem Thema an den Tag legst, legt sich mir der Verdacht nahe, ja...
xroads42 schrieb:
DAs hat mir ein dozent dort erzählt der abteilungsleiter dort ist, und schon in vielen berichen gearbeitet hat.
Au ja... der dozierende Abteilungsleiter im Rang eines Dr. vielleicht oder so? Auf den hab ich ja schon gewartet...
1. Was du hier machst ist Verleumndung... also Vorsicht mit solchen Aussagen!
2. Glaubst du nicht ernstaft, Siemens könnte sich sowas leisten? ->Siehe acuh Interpreters Aussagen
3. Brauchste hier nicht mit irgendwelchen 30 Jahren Erfahrung in elektronik zu posen, denn es sind nicht deine 30 Jahre.
4. Würde ich mal behaupten du bist nem Scherzchen aufgesessen.-junix
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Hey das ist ja mal eine lustige Diskussion hier.

Da möchte ich doch auch mal was dazu beitragen.
Das mit den beabsichtigten Defekten nach Ablauf der Garantiezeit ist gar nicht soweit her geholt.
Ich habe vor ettlicher Zeit ein paar mehr oder weniger seriöse Reportagen zu dem Thema gesehen (keine Ahnung mehr wo und wann), aber eine war glaube ich auch mal vom Verbraucherschutz.
Wie wir alle sicherlich wissen ist Garantie die freiwillige Leistung, für eine bestimmte Haltbarkeit oder einen bestimmten Zustand einer Sache einstehen zu wollen. Art und Umfang der Garantie kann der Garantiegeber selbst bestimmen.
So, nun fragen wir uns einmal wieso denn bei heutigem Stand der Technik, nicht alle hersteller lebenslange Garantie geben?
Die wären dann ja schön doof, ihre Einnahmen würden doch sehr zurückgehe, wenn der bedarf an dem Gerät X ersteinmal gesättigt ist.
Nun ist da doch noch die tolle Sache mit der Haltbarkeit. Viele Geräte werden halt so gebaut, sei es jetzt mit Bauteilen minderer Qualität oder anderen "Tricks", das sie nach einer bestimmten Zeit defekt werden. Und der Verbraucher soll dann also zur Konkurrenz wechseln?
Nein wieso sollte er? Wenn man es nicht übertreibt und die Teile halten 2-3 oder mehr Jahre ist das doch ok für die meisten, oder?
Da diese Vorgehensweise aber teilweise schon sehr stark ins extreme getrieben wird, hatte sich da schon mal der Verbraucherschutz mit befasst (nur finde ich irgendwie keinen Link mehr dazu, alles Verschwörung
).
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Unsere ganze Küche ist komplett Siemens. Und bis jetzt (ca. 4 1/2 Jahre) ist
außer Kleinkram noch nichts kaputt gewesen. Aber was hätte Siemens von diesem
Kleinkram? Nichts! Denn das war kein Grund die Maschine auszuwechseln sondern
ein Ersatzteil einzubauen (z.B. Kohlebürsten für Waschmaschinen-Motor oder
Timer für Ceran-Feld). Und an diesen Teilen verdient max. der örtliche
Händler sein Geld - aber bestimmt nicht Siemens. Und unsere Geräte sind
nun wirklich überdurchschnittlich in Gebrauch.Vorher hatten wir Bosch - Und die Maschine war nach 5 Jahren vollschrott,
weswegen wir auch kein Bosch mehr gekauft haben.Außerdem reden die Frauen auch untereinander über ihre Waschmaschinen-Quoten

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Ok das ist jetzt wieder ein Gegenbeispiel. Diese Reportagen die ich gesehen hatte bezogen sich auch wohl mehr auf Verbrachsgegenstände, wie z.B. Kleinelektrogeräte (Toaster, Fön, etc.).
Ich will auch keiner Firma etwas Böses unterstellen, nur ist es teilweise doch offentsichtlich.
Als Beispiel möchte ich jetzt mal das 8850 von Nokia hernehmen.
Dieses Handy ist sehr kompakt gebaut und war auch deshalb sehr beliebt.
Ich bin damals von meinem 3350 auf das 8850 umgestiegen, obwohl der eigentliche Größenunterschied nur gering war.
Aber egal, viele Menschen tragen nun dieses kleine kompakte Gerät in ihrer Hosentasche ( Unterstellung von mir *g ), so auch ich.
Nach ca. 2 Monaten hatte ich nun einen Displaydefekt, es war einfach schwarz.
Nun dachte ich mir, gehe ich mal in eienn Nokia Reperaturshop, habe ja noch Garantie darauf.
Ich brauchte dem techniker nicht mal genaues erzählen zu dem Fehlerbild, er wusste sofort was los ist.
Nach kurzem Gespräch stellte sich für mich erschreckendes heraus, er sagt mir nämlich, das bei diesem Modell der kontakt zwischen Display und Platine über ein en kleinen Gummistreifenkontakt oder so hergestellt wird.
Durch das Tragen des Handys unter leichtem bis mittleren Druck (in der Hosentasche einer Jeans z.B. ) würde dieser gummistreifen entweder platt gedrückt werden oder verrutschen und der Kontakt wäre dahin.
Ich hatte Glück, war ja noch in der Garantie, aber andere erwischt es dann halt nach der Garantie und die müssen blechen.
Und dieses Phenomän sei nicht gerade wenig aufgetreten bei dem Handy, so der Techniker.
Also frage ich mich, wenn man ein Handy baut, das extra klein und transportabel sein soll, wieso verbaut man so schlechte Teile? Oder plant den Kontakt nicht gleich anders?
Jetzt werden einige wieder sagen: "Hey, die Leute wollen doch billige Handys", aber ich glaube nicht das es für so einen großen Konzern einen Unterschied macht wie er es baut.
Die Reperatur nach der Garantiezeit lag glaube ich bei ca. 80 DM.
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Heavenfighter schrieb:
Wie wir alle sicherlich wissen ist Garantie die freiwillige Leistung, für eine bestimmte Haltbarkeit oder einen bestimmten Zustand einer Sache einstehen zu wollen. Art und Umfang der Garantie kann der Garantiegeber selbst bestimmen.
Naja, die gesetzlich vorgeschriebene Garantiezeit nehmen wir mal dazu

So, nun fragen wir uns einmal wieso denn bei heutigem Stand der Technik, nicht alle hersteller lebenslange Garantie geben?
Verschleiß, also wenn ich etwas herstelle möchte ich nicht dafür haften müssen, dass vielleicht in 30 Jahren irgendwas verrottet. Selbst hochwertige Bauteile können irgendwann aufgeben und tun das auch, abgesehen mal von z.B. Tuppadosen bei denen man eien elbenslange Garantie noch geben kann
Ich denke das wäre recht fatal für die Wirtschaft, wenns lebenslange Garantie auf alles gäbe, weil ganz viel "natürlicher" Ausfall dann einfach zum Umtausch führen könnte.
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Naja, die gesetzlich vorgeschriebene Garantiezeit nehmen wir mal dazu
Ja ok, aber bis 2002 lag diese noch bei nur 6 Monaten. ich denke das diese auch zum Schutz der Verbraucher erhöht wurde, um eben sowas zu verhindern.
Ok das mit dem lebenslang war vielleicht etwas übertrieben, aber ich denke doch das heutige Materialien etc. eine deutlich längere Lebenszeit haben als sagen wir mal 4 Jahre oder so.
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Heavenfighter schrieb:
Naja, die gesetzlich vorgeschriebene Garantiezeit nehmen wir mal dazu
Ja ok, aber bis 2002 lag diese noch bei nur 6 Monaten. ich denke das diese auch zum Schutz der Verbraucher erhöht wurde, um eben sowas zu verhindern.
Wobei diese 2 vorgeschriebenen Jahre auch so ihren Haken haben. Während in den ersten 6 Monaten noch der Fehler bei der Produktion angenommen wird, musst du bei Garantiefällen zwischen 6 Monaten und 2 Jahren immerhin selber beweisen, dass es ein Fehler seitens der Firma war und das stelle ich persönlich mir garnicht so leicht vor

Ok das mit dem lebenslang war vielleicht etwas übertrieben, aber ich denke doch das heutige Materialien etc. eine deutlich längere Lebenszeit haben als sagen wir mal 4 Jahre oder so.
Hochwertige ja, aber die machen das Produkt auch teurer
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Heavenfighter schrieb:
Und dieses Phenomän sei nicht gerade wenig aufgetreten bei dem Handy, so der Techniker.
Also frage ich mich, wenn man ein Handy baut, das extra klein und transportabel sein soll, wieso verbaut man so schlechte Teile? Oder plant den Kontakt nicht gleich anders?Weil man hinterher immer schlauer ist!
Die Forderung etwas kleiner/schneller/leichter zu machen steht bei jedem neuen Modell an.
Also denkt man nach, wo man etwas ändern kann, um die Zielvorgabe zu erfüllen, führt Tests durch, wählt Materialien aus, prüft die Kosten für die Änderung. Dann entscheidet man sich für einen Weg, führt das ein, testet es noch mal ausführlich, und dann geht es in die Produktion.
Sobald man nun 10000 Stück ausgeliefert hat, fällt plötzlich überall das gleiche geänderte Teil aus... man prüft, oh, bei den ersten Tests wurde tatsächlich was übersehen, es wäre vermeidbar gewesen. Zu spät... jeden Tag kommen mehr Geräte zurück, die QC (Quality Control) spielt verrückt weil alle Servicestellen den gleichen Defekt melden. Also wird nun eine neue (meist teurere) Variante aus Imagegründen zusammengeschustert, in die Produktion eingegeben und die Servicestellen tauschen das für jedes fehlerhafte Geräte aus. Irgendein Betriebswirt rechnet den entstandenen Schaden aus, und evtl. muß jemand aus der technischen Leitung dafür gehen oder wird versetzt. Unter Umständen stellt sich auch heraus, daß der potentielle Schaden zuvor bekannt war und als Risiko genannt wurde, aber man hat sich wg der Kosten dafür entschieden das Risiko in Kauf zu nehmen.
Unter dem Strich bleiben verärgerte Kunden, erhöhte Kosten, Imageschaden, und die Produktion von einigen Monaten ist fehlerhaft. Keine Firma tut sich das wirklich freiwillig an.
Passieren tut's, weil Fehler eben passieren. Weil nicht jeder regelmäßig perfekt arbeitet, daher schleichen sich Fehler in Produkte ein.
Viele Softwerker tun so, wie wenn Bugs eine Spezialität der Software wären, aber das ist Unfug... fehlerhafte Plazierung, falsche berechnete mechanische Belastung, alle diese Bugs stecken auch in Hardware und führen zu diesen Problemen. Das geht auch leicht mit erprobten Teilen: man weiß z.B., daß ein bestimmter Motor oder eine Pumpe immer richtig arbeitet und hat schon zigtausend verbaut. Bei einem neuen Gerät setzt man die gleiche Pumpe wieder ein, aber an anderer Position. Plötzlich fällt ständig diese Pumpe aus... des Rätsels Lösung: an der anderen Position wird die Pumpe 20° wärmer und verlässt daher die zulässige Betriebstemperatur. Jeder hat sich aber auf das bisher immer funktionierende Teil verlassen! [Wer dabei an eine Software-Komponente a la COM oder CORBA denkt, hat richtig mitgedacht]
Es ist grundsätzlich möglich diese Dinge zu vermeiden, dafür gibt's unter anderem ja die MIL-Normen, aber da kostet jede Sache auch schnell das 10fache.
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TriPhoenix schrieb:
abgesehen mal von z.B. Tuppadosen bei denen man eien elbenslange Garantie noch geben kann
Wobei das auch viel Blendwerk ist... zum einen ist die mechanische Belastung der Deckel (auf die Schließkraft sind sie ja besonders stolz) für einen Kunststoff banal, jedes andere Tragteil aus Kunststoff muß ein mehrfaches an Last aushalten, zum anderen sind die Teile so teuer, daß auf die gesamte Lebenszeit ein 5 bis 10-maliger Austausch bereits einkalkuliert ist.
Wenn ich für ein Handy 3000 EUR verlange, kann ich auch kostenlosen Austausch innerhalb der Garantiezeit anbieten...