Die nächste Ölkrise - und dann?
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Das Problem sehe ich vor allem darin, dass ja nicht mal Ansätze da sind, schnell vom Erdöl wegzukommen. So eine Entwicklung wird sehr viel Zeit brauchen, und ich sehe heute nichts, das sich zu einer Alternative entwickeln könnte.
Erdöl und Erdgas werden als Energieträger benötigt. Alternative: Strom, Wasserstoff, CxHyOz (z.B. Methanol) via Reforming zu Wasserstoff.
Hier ein Minibeispiel, wie man ein Notebook mit CH3OH/H2O am Laufen hält, via Reforming und Brennstoffzelle:
http://www.initiative-brennstoffzelle.de/ibz/live/nachrichten/show.php3?id=108&p=0&nodeid=0
Das wird die nahe(!) Zukunft.Strom wird also zukünftig dezentral aus Methanol mittels Reforming/Brennstoffzelle oder aus Wasserstoff (Druck) mittels Brennstoffzelle gewonnen. Zentral ginge das mit Kernkraftwerken, zumindest in Nachbarländern, dann kaufen wir eben den Strom aus dem Ausland, oder wir jagen die Grünen zum Teufel, diese illusorischen Schwätzer und Chemie-/Technikverhinderer, und machen das, was notwendig ist.
Erdöl als Chemie-Rohstoff:
Kohlehydrierung (wurde von 1925 bis 1945 in großem Umfang genutzt, eines der ersten Hochdruckverfahren nach Ammoniak und Methanol, Stichwort: Matthias Pier)
http://www.infraleuna.de/deutsch/chemstan/trad.htm
Das geht auch heute noch bestens. Die bestens ausgearbeiteten Verfahren wurden nach dem Krieg eingestellt wegen der Konkurrenz durch billiges Erdöl! Wird dieses teuer, werden sie aber wieder aktiviert. Nutznießer: Hersteller von Hochdruck-Reaktoren, Kohleförderung (auch Braunkohle, wäre doch was für den Osten! Die sind sicher nicht zimperlich, wenn es endlich Arbeit gibt.).Matthias Pier ist übrigens damals 1924 mit Methanol, das er in einer Hochdrucksynthese in der BASF gewonnen hatte, voller Stolz mit seinem Auto in den Odenwald gefahren, wie gesagt mit Methanol! Auch damit können Autos fahren. man kann es aber auch über Reforming zu Wasserstoff, Oxidation zu Wasser unter Stromgewinnung, Strom treibt Elektromotor machen. Hauptsache die Kiste läuft!
Diese Umstellung wird ein gigantisches Beschäftigungsprogramm.Autos und Alkohol als Treibstoff:
http://www.energyquest.ca.gov/transportation/alcohols.html (sehr interessante Zusammenfassung)Mein Appell: Nicht die Krise sehen, sondern die Chance!

Was wurde damals aus den HD-Reaktoren, in denen Kohlehydrierung durchgeführt wurde und die dann plötzlich keiner mehr brauchte? Ganz einfach: Darin wurden neue Verfahren zur Produktionsreife geführt und die hervorragende deutsche Chemieindustrie nach dem Krieg aufgebaut.
Chemie und Technik stehen bereit. Jetzt liegt es an den Weltmärkten und an der Weltpolitik(!), nicht an Deutschland, wie es weiter geht. Die Impulse werden aus USA und dem fernen Osten kommen. Zum Schluß ist es aus mit Swimmingpools für Kamele. Wir schaffen das, wenn wir wollen. Ihr müsst nur die Chemiker, Physiker und Ingenieure ran lassen.

Bis die Kernfusion kommt, halten wir auf jeden Fall durch.

Wir können gerne die einzelenen Alternativen detailliert durchgehen, wenn Interesse besteht.
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Benzin und Energie allgemein kosten momentan noch zu wenig.
Es muss wehtun, dann bewegt sich auch was.Diese Ölabhängigkeit muss jetzt schon reduziert werden.
Je früher man sanft auf die Bremse tritt, desto weniger ruckartig kommt man zum Stehen (und wenn man zulange wartet fährt man an die Wand).
Bis die Kernfusion kommt, halten wir auf jeden Fall durch
Das klappt schon noch. Schließlich kann man da draus bestimmt eine Waffe bauen.
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Naja, ich denke der Öl-Nachfolger wird eher in Richtung Erdgas gehen.
Das Zeug ist (noch) gut vorhanden, billig und die Konstruktion von Verbrennungsmotoren für Erdgas ist viel einfacher als bei Benzin-Maschinen (Der erste Otto-Motor war glaub ich sogar ein Erdgas-Motor).
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Zumindest wurde ein Vorgänger des Motors mit Lachgas angetrieben.
Und daraufhin wurde sogar ein Auto-ähnliches Gefährt entwickelt, dass mit einem Lachgasmotor Ca. 6 KM/h pro Stunde schaffte.m.f.g.
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der Öl-Nachfolger wird eher in Richtung Erdgas gehen.
Die Reserven reichen noch mindestens 20 Jahre. Das Problem ist, dass natürliche nicht-nachwachsende Ressourcen zu schade sind zum Verheizen, vor allem, weil dabei CO2 entsteht. Die Verbrennung von H2 zu H2O ist da einfach unschlagbar, vor allem, weil man H2O wieder zerlegen kann in H2 und O2. Bei CO2 machen dies die Pflanzen für uns, aber dafür ist Erdöl/Erdgas irgendwann alle und wir beobachten die CO2-bedingte Klimaveränderung zu höheren Temperaturen. Spricht alles für die H2-Technologie.
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Schon der erste 4-Takt-Ottomotor wurde 1876 mit Erdgas betrieben.
http://www.steirische.ferngas.at/de/forschung_entwicklung/kraftstoff_erdgas/332/
http://stefanschroeter.de/Muellfahrzeuge/page15602.html
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Es gibt auch bereits mehrere Fahrzeuge mit Brennstoffzellen:
http://www.brennstoffzellenbus.de/
http://www.autosieger.de/article2132.html
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hat vielleicht schon jemand sich gedanken gemacht was passiert wenn die ganze weltwirtschaft mit h2 leuft? ich meine wird es mehr regnen?
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Darum kümmern wir uns, wenn es soweit ist. Lass doch den Grünen auch für 2080 noch ein paar Existenzgrundlagen übrig.

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das is auch relativ vielversprechend:
http://www.kabel1.de/info/aa/themen_a-z/index.php?14014
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zu H²O:
Wasserdampf ist auch ein sehr effektives Treibhausgas...
Zu dem wir den Treibhauseffekt nicht mehr aufhalten können,
da dieser längst in Gang gekommen ist...Kernfusion ist erst in 50 Jahren in der Breitenmasse einsetzbar,
Kernkraftwerke: in 200 Jahren spätestens sind die Uranvorkommen alle,
plus das jedes Land sofort unter verdacht steht, sich auch Nuklear
aufzurüsten. Dazu kommt, das wir dann noch lange den Müll davon aufheben müssen,
da es wohl noch lange dauert, bis man diesen Recylen kann. (An Endlagerung glaube
ich persönlich nicht).Devil
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Naja, Erdgas würde sich zumindest für den schwierigen Übergang auf Wasserstoff lohnen.
Hier ist ein guter Heise-Telepolis Artikel darüber:
http://www.heise.de/tp/deutsch/html/result.xhtml?url=/tp/deutsch/special/zen/17762/1.html&words=Wasserstoff
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aus einem Interview mit einem Entwickler: ...denke, dass ein Wasserstoffauto ungefährlicher ist, weil ein Wasserstoffbrand über einem stattfindet, denn Wasserstoff ist extrem leicht flüchtig, während es bei auslaufendem Benzin um einen herum brennt. Also ich denke, wenn es sich nicht um eine Detonation handelt, ist Wasserstoff ungefährlicher.
Also: wird doch alles besser!

Den Wasserstoff erzeugen wir dann noch biologisch oder durch photochemische Spaltung von Wasser.
Wenn es mehr regnet, wachsen die Pflanzen besser, damit vernichten sie mehr "böses" CO2 und erzeugen Sauerstoff für die Fauna.

Außerdem wird Golfspielen dann zum Volkssport (Bewegung an frischer feuchter Luft!), man vergeudet weniger Zeit, Strom, Material, Trinkwasser zum Bewässern. Übrigens wird dann auch weniger gegrillt, und damit nimmt man weniger Kanzerogene zu sich.Man hat dann echt Mühe zu sterben.

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Darum kümmern wir uns, wenn es soweit ist. Lass doch den Grünen auch für 2080 noch ein paar Existenzgrundlagen übrig.
Das ist der richtige Pioniergeist, den wir brauchen! Für die Ökos finden wir dann auch noch einen Knochen zum Zerbeissen, Abnagen oder Ablutschen.
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Die vorherige Aussage entspricht hier ganz meinen Einstellungen.
LOL
m.f.g.