Cxu esperantistoj estas en cxi-forumo?



  • Wieviele Menschen sprechen eigentlich ESPERANTO flüssig?

    ich hab jedenfalls schon mindestens 2 getroffen.

    Mr. B schrieb:

    also ich weiß nicht, was ihr dagegen habt. gut, die sprache sprechen nicht so viele, aber ich bin mir sicher, dass einige von euch auch latein gelernt haben. und warum? sprechen NOCH weniger leute als esperanto, es ist viel schwieriger und bis auf ein paar schriften (ein paar 🙂 😃 )

    aber was für schriften! die lateinischen und grieschischen schriften im original lesen zu können muss auch wahnsinnig interessant sein.



  • die lateinischen und grieschischen schriften im original lesen zu können muss auch wahnsinnig interessant sein.

    Nein, ist es nicht. Alles wichtige ist übersetzt. Bei Kirchenbüchern und manch anderen historischen Aufzeichnungen findet man lateinische Sätze, die noch nicht übersetzt sind. Da benötigt man lateinische Sprachkenntnisse. Ein brauchbares Übersetzungsprogramm wäre allerdings genauso gut.



  • warum "nein"? ich hab geschrieben, dass das interessant sei. und das sag ich deshalb weil ich latein als freifach belegt hatte und dort unter anderem ceasar, cicero und konsorten auszugsweise gelesen habe. es war interessant! etwas im original zu lesen macht doch meistens mehr spass, wenn man die möglichkeit hat.
    manchmal geht es um mehr als den blossen inhalt. ich war immer fasziniert zu sehen wie cicero unter voller ausnutzung der lateinischen sprache wunderbar strukturierte sätze bildet. sowas sieht man in einer übersetzung nur ansatzweise, wenn überhaupt.



  • wunderbar strukturierte sätze

    Das reden dir nur Lateinlehrer ein, weil ansonsten ihr Job / ihr Fach langfristig gefährdet ist.



  • warum massen sich hier so viele an darüber entscheiden zu können, was ich interessant finde und was nicht?

    wenn ich sage, es sei interessant gewesen, dann war das so. und ob der lateinlehrer das interesse gefördert hat oder nicht tut da nichts zur sache. nur weil du das nicht interessant findest heisst das ja nicht das es keinen interessieren kann. zu denen dies interessiert gehören zum einen die lateinlehrer und manchmal auch ein par schüler. wirf hier bitte nicht einfach mit solchen statments um dich als wärens axiome.



  • Ist denn Esperanto nicht interessant im Zuge der Globalisierung?
    Jaja ich weiß, Englisch ist die Weltsprache. Aber ob nun z.b. ein Südafrikaner Englisch oder Esperanto lernt, um internationalen Kontakt zu Gewähr leisten, ist doch egal. Ich meine, dieser hat weder eine kulturelle Bindung zum Englischen noch stört es ihn das Esperanto künstlich ist.
    Daher denke ich, dass eine solche Sprache wie Esperanto Hand in Hand mit der Globalisierung kommt. Siehe diese Weltzeit in Beat. (Na gut, kein tolles Beispiel aber ihr wisst was ich meine^^)
    Wo jetzt der Vorteil steckt eine Sprache wie Esperanto als Weltsprache zu nutzen, liegt ja auf der Hand: Einfache Grammatik wie hier schon oft erwähnt wurde und bessere Struktur. Keine komplizierten Regelwerke wie im Englischen.
    Also könnte auch der Südarfikaner mit einem Japaner gut unterhalten, statt sich mit gebrochenen Englisch abzumühen.



  • Hexa schrieb:

    Einfache Grammatik wie hier schon oft erwähnt wurde und bessere Struktur. Keine komplizierten Regelwerke wie im Englischen.

    kannst du da beispiele geben?

    außerdem hat es nicht sonderlich großen sinn, eine neue weltsprache einzuführen. englisch hat sich etabliert, wird auf der welt am meisten gesprochen.

    wer hat esperanto erfunden und warum ist die überschrift dieses threads der erste satz in esperanto, den ich in meinem ganzen (17 jährigen) leben je gehört hab?

    ich würd esperanto vielleicht aus interesse lernen, aber nur wenns wirklich einfach ist. es sollte zumindest einfacher als französisch sein, weil ich damit meine probleme hatte.

    gruß



  • IHMO ist es total einfach. Allein schon was die Aussprache und Grammatik betrifft scheint es (zumindest was ich bisher gesehen habe) so einfach zu sein, dass ein Tag reicht um die komplette Grammitik erlernen zu können. Vokabeln sind oft ähnlich wie im Englischen/Deutschen/Lateinischen was mir auch sehr entgegenkommt.
    Ich hab mir einfach gedacht, dass es toll ist eine ganze Sprache in so kurzer Zeit gut beherrschen zu lernen, wie es mit Esparanto möglich zu sein scheint.

    Momentan warte ich noch auf meine Lernunterlagen, möglicherweise revidiere ich dann mein Urteil. 😉



  • japro schrieb:

    wenn du fragst was mich fasziniert, dann musst du vielleicht damit zufrieden sein, dass ich sage, dass mich esperanto selbst interessiert. anders kann ichs nicht erklären und diese faszination reicht mir aus um mich damit zu beschäftigen.

    Das ist alles, was ich wissen wollte und gefragt habe 😉



  • Esperanto wurde um 1900 von Ludovic Lazarus Zamenhof entworfen

    Crashkurs grammatik:

    Worttypen sind an Endungen zu erkennen:

    Substantiv: -o
    verb:       -i
    adjektiv:   -a
    adverb:     -e
    

    bei adjektiven und substantiven wird der plural durch anängen der pluralendung -j gebildet.
    bsp:
    bona pomo = ein guter apfel
    bonaj pomoj = gute äpfel

    beim verb ist die -i endung natürlich nur der infinitiv. zeitformen werden auch durch endungen angezeigt:

    gegenwart:     -as
    vergangenheit: -is
    zukunft:       -os
    konjunktiv:    -us
    imperativ:     -u
    

    flexion nach person oder zahl gibt es nicht
    beispiel:

    mi lernas     ich lerne
    vi lernas     du lernst
    li lernas     er lernt 
    ni lernas     wir lernen
    vi lernas     ihr lernt
    ili lernas    sie lernen
    

    passend zu den zeitformen erfolgt die partizipbildung:

    aktiv:
    -ant-   
    -int-   
    -ont-
    
    passiv:
    -at-
    -it-
    -ot-
    

    die so gebildten partizipien können natürlich nach belieben wieder substantiviert werden etc. das bekantestes beispiel hier ist wohl das wort "esperanto" selber.
    der stamm "esper" ist der stamm für hoffen d.h.:
    esperi = hoffen
    espero = hoffnung
    espera = hoffend

    esperanto = ein hoffender

    (hier sieht man auch die quelle des namens. die erste publikation über esperanto wurde von Zamenhof unter dem pseudonym Dr. Esperanto veröffentlicht. damals hat er selber die sprache noch "internationale sprache" genannt.)

    dementsprechend könnte man natürlich auch weitere wörter bilden:
    esperinto = der, der hoffte/der gehofft habende
    esperoto = das, was gehofft werden wird

    und nicht zuletzt könne so komplexe zeitverhältnisse ausgedrückt werden:
    li estos lernita esperanton. = er wird esperanto gelernt haben.
    li estis lernota esperanton. = er war der, welcher esperanto lernen würde.

    jetzt haben wir das erste mal ein objekt im satz. im deutschen ist esperanto ein akkusativ objekt. im esperanto spricht man von einem direkten objekt. objekte können durch die -n endung gekennzeichnet werden (sowohl direkte als auch indirekte).

    mi amas lin. = ich mag ihn
    mi dankas lin = ich danke ihm

    wenn natürlich beide arten von objekt im satz vorkommen muss man unterscheiden können. dann wird das indirekte objekt (dativ) ohne -n aber mit der präposition "al" markiert.

    mi dankas al li por la libron. = ich danke ihm für das buch.

    damit ist schon ein grossteil der grammatik abgedeckt. es gibt nicht eine einzige ausnahme.



  • für eine kunstsprache imho viel zu kompliziert.
    plural - ist das wirklich nötig?
    zukunft, vergangenheit - wirklich nötig?
    akkusativ ist zwar ganz nett, aber auch oft überflüssig.
    geschlechter? das finde ich wirklich überflüssig (siehe auch volkards studenti)
    von den ganzen partizipien abgesehen.
    und das mit den endungen, die selbst auch worte sind, finde ich nicht ganz konsequent durchgezogen (ich bin jetzt kein esperanto-spezialist, aber was ich so gelesen habe geht das mit den endungen nur mit ganz spezifischen, vorgegebenen worten - imho nicht sehr erweiterbar)
    achja, subjekt weglassen darf ich auch nicht.
    😉



  • [OT]
    Musstest Du auch gerade an unsere Unterhaltung bei McDonald's in Lauterbach denken, davie? 😃
    [/OT]



  • 😃
    war doch ganz lustig



  • davie schrieb:

    geschlechter? das finde ich wirklich überflüssig (siehe auch volkards studenti)

    mag ja sein, dass geschlechter in den meisten sprachen recht mühsam sind, aber im esperanto sind sie eigentlich nie ein problem.

    gegenstände sind grundsätzlich sächlich und nich wie im deutschen oder französischen einfach definitonssache (das haus, die platte, der tisch). die meisten wörter die ein geschlecht haben können sind grundsätzlich als männlich zu betrachten. (die armen feministinnen). aber wie im esperanto typisch, gibt es einen klar definierten weg zur "geschlechtsumwandlung" nämlich durch das bildungswort -in-.
    bsp:
    patro = vater
    patrino = mutter

    jetzt gibt es natürlich diese leidige problem, wie adressiert man eine ansammlung von vätern und müttern. im deutschen ist diese eines der wenigen beispiele wo der geschlechtsneutrale begriff "eltern" existiert. aber wie das etwa bei schülern? gibt ja mehrere hässliche lösungen, wie Schüler/-innen oder SchülerInnen.
    im esperanto gibts auch dafür eine lösung. also zuerste brauchen wir das wort für schüler. das bildungswort -ist- zeigt tätigkeit oder beruf an, vgl. esperantisto, marksisto (marxist), alkoholisto (alkoholiker) etc. also kann man aus dem stamm lern- das wort lernisto = schüler machen. lernistino wäre dann die schülerin und ein vorangestelltes ge- macht das wort geschlechtsneutral. d.h. gelernistoj spricht alle schüler geschlechtsneutral an. praktisch, nicht?

    entsprechend ist die übersetung von eltern, gepatroj.



  • Tja, also ich finde, so einfach Englisch im Vergleich zu Deutsch ist, man kann sich bestimmt nicht so gut und schön ausdrücken! 🙂

    Da kann mir jemand noch so viele Argumente bringen... Ich mag es vor allen Dingen nicht, dass die Deutschen sich so vom Englischen beeinflussen lassen. Werbungen, Lieder, Wörter: vieles wird im Deutschen einfach aus dem Englischen übernommen, oft mit der Begründung, es klänge schöner. Wieso kann man für "Hightlight" nicht einfach "Höhepunkt" sagen? Wieso kann man für "Event" nicht "Ereignis" sagen? Es trifft den Sinn doch genau so!
    Klar, für Entwicklungen muss man die englischen Begriffe übernehmen (-> irgendwelche Neuerungen in der Technik, aber selbst für "Computer" z. B. gibt es ein deutsches Wort: "Rechner" / schließlich hat man den "Computer" früher fürs rechnen gebaut, nicht fürs Spielen o. ä. 🙂

    Mr. B



  • Hexa schrieb:

    Wo jetzt der Vorteil steckt eine Sprache wie Esperanto als Weltsprache zu nutzen, liegt ja auf der Hand: Einfache Grammatik wie hier schon oft erwähnt wurde und bessere Struktur. Keine komplizierten Regelwerke wie im Englischen.
    Also könnte auch der Südarfikaner mit einem Japaner gut unterhalten, statt sich mit gebrochenen Englisch abzumühen.

    Also, Englisch hat doch nun wirklich keine ultra umständlichen Regelwerke! Vielleicht an der einen oder anderen Stelle, lässt sich aber alles leicht lernen.
    Wenn ich da an Russisch oder Französich denke... da sieht das anders aus.

    Und wenn sich ein Japaner und ein Südafrikaner in gebrochenem Englisch unterhalten, dann ist das doch wohl fehlendes Vokabelwissen, was bei Esperanto doch nicht anders ist...

    Im Moment sehe ich jedenfalls keinen zwingenden Grund nach einer Sprache zu suchen die Englisch als Weltsprache ablöst.

    Gibt es eigentlich eine natürliche Sprache die eine noch einfachere Grammatik aufweist als Englisch?



  • Mr. B schrieb:

    Klar, für Entwicklungen muss man die englischen Begriffe übernehmen (-> irgendwelche Neuerungen in der Technik, aber selbst für "Computer" z. B. gibt es ein deutsches Wort: "Rechner" / schließlich hat man den "Computer" früher fürs rechnen gebaut, nicht fürs Spielen o. ä. 🙂

    http://dict.leo.org/?search=compute
    Was ich damit sagen will: du musst Rechner als Bezeichnung gar nicht rechtfertigen 😉
    Außerdem baut man Computer auch heute noch zum Rechnen. Die Dinger können ja auch nichts anderes.

    HyperSonic schrieb:

    Gibt es eigentlich eine natürliche Sprache die eine noch einfachere Grammatik aufweist als Englisch?

    Chinesisch hat noch eine verdammt einfach Grammatik. Ist ja auch irgendwo logisch, wenn man Bedeutungen schreibt (wie im Chinesischen) und nicht Laute (wie in europäischen Sprachen), dann kann man selbstverständlich auch nicht so schön (unsinnig) mit Wortendungen, Flexionen oder auch Partikeln herumspielen. Ergebnis: eine noch einfachere Grammatik 😉

    Das sehe ich auch als Manko von Esperanto. Durch dessen Eurozentrismus ist es unnötig verkompliziert. Asiatische Sprachen (z.B. Japanisch) machen es z.B. wunderbar vor, wie es sogar ohne Unterscheidung zwischen Plural/Singular geht ...


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