NPD in Sachsen bei ca. 10 %



  • es gibt doch so offensichtliche unterschiede zwischen PDS und NPD...

    da sagt gestern der herr falter, daß die PDS- wähler viel eher unseren staat als solchen akzeptieren als die NPD- deppen.
    da seh ich glatzenbanden, die ausländer meucheln. linke schlägertrupps sind komischerweise nicht zu sehen, aber aus bestimmten parteien heraus wird die PDS zur brennenden gefahr für die verfassung hochstilisiert. auweia.
    da seh ich die stimmenanteile- jeweils etwa 30% für die PDS, für NPD und DVU aber nur 9% und 6%. ich kann dann halt nicht einfach 30% der einwohner eines lands alle für doof erklären, daß sind beinahe ergebnisse, die sonst volksparteien einfahren. anders eben als das braune gesocks.

    ich glaub schon (auch wenn ich von unternehmern nicht allzuviel halte), daß ein chef sich um das leben seiner mitarbeiter sorgt. und diese sorge dürfte im moment in sachsen für ausländische mitarbeiter deutlich größer sein.



  • Hej,
    @CarstenJ:
    Jo geb ich dir ja recht das, WENN man was sagen will, sich auch informieren muss. Aber genau deswegen, weil ichs nicht bin gehe ich halt lieber nicht waehlen. Ich denke immer wenn man sich informieren will dann richtig. D.h. ueber all Partein und ihr Programme und aus verschiedenen Sichtweisen, um nicht von irgendetwas 'geblendet' zu werden. Aber um so politisch Angagiert zu sein fehlt mir, zur Zeit jedenfalls, die Lust und Zeit. Ich bin froh wenn ich erstmal nen Job habe und fest im Leben stehe (hoert sich vielleicht dumm an, aber naja...).

    Mal was allgemeines zum Thema Demokratie:
    Die lebt doch im Grunde davon, dass sich welche die Regieren wollen aufstellen und dann waehlen alle was sie fuer am besten halten. Aber ist es denn fair eine Partei, nur weil sie 'andere' Ansichten hat und sich von anderen Partein extrem unterscheidet, niederzuamchen. Wie man sich denekn kann bezieht sich das auf die NPD, aber soll nicht heissen das ich sie befuehrworte oder verteidigen will. Aber wenn man halt nicht gegen sie ist, sollte man sie einfach nicht waehlen. Jedoch widersprichst es doch eienr Demokratie, wenn 'Andersdenkende' ausbeueht werden.
    Was meint ihr?

    ByeBye, Viking69



  • TheBigW schrieb:

    Ganz so ist das nun auch nicht. Die PDS - Wähler sind größtenteils die Generation, die den größten Teil Ihres Lebens im Osten gelebt und gearbeitet haben. Viele von denen habe den Sprung in die "neue" Zeit nicht geschafft. Klar, das ist die Generation meiner Großeltern (zur Zeit der Wende die 45 bis 60-jährigen ). Die waren zur Zeit der Wende zu alt für einen Neuanfang und zu jung für den Ruhestand und dann wurde ihnen Ständig gesagt, dass das wofür sie Ihr Leben lang gearbeitet haben nichts wert ist.
    Die PDS füllt da eher eine emotionale Lücke, als Bindeglied zur alten Zeit. Komischerweise auch bei den älteren Leuten, die unter dem SED - Regime teilweise gelitten haben.

    Ich selbst könnte nie PDS wählen. Da sitzen teilweise wirklich die gleichen alten Bonzen und teilweise sogar noch in ihrem alten Büros und auch dei Parolen sind noch die gleichen....

    👍 Genau das ist es! Gut formuliert!
    Die Hauptkonsequenz des hohen Tempos der Wiedervereinigung war, dass sich das ökonomische, rechtliche und politische Umfeld rasant in wenigen Monaten änderte, aber die soziale (R)evolution sich nicht in Dekaden durchzusetzen scheint.
    <ot>Man musste Kohl auch zu Gute halten, dass kein Staatsmann in der Neuzeit jemals an einer solchen Aufgabe gestellt wurde - Schuldentopf hin oder her ....</ot>
    Nach der Währungsunion hatten die Ossis erst mal etwas Geld, aber die Meisten keinen Schimmer wie man es anlegt oder darauf aufpasst. Und sie hatten auch kein Schimmel, wie schwer es aus ihrer heutigen Perspektive verdient wird - Hauptsache endlich Westgüter kaufen, war wie Weihnachten! 😋
    Der Stellenwert der Ausbildung und die Fähigkeiten für berufliche Erfolge und der Notwendigkeit der persönlichen langwierigen Aufopferung für derartige Ziele etc. wurde nie vermittelt. Die meisten Wessis haben doch schon Probleme mit 40-45 nochmal von vorne anzufangen. Jetzt haben wir auch noch die EU-Osterweiterung und mit der Globalisierung wird das Tempo nochmals angezogen. Jetzt turnen polnische Firmen die Mitarbeiter für 4-5 €/h beschäftigen in Osten herum und die Ossis, die sich bislang schwer taten sehen nicht nur keine Persektive, sondern haben auch noch den Eindruck, es wird nur noch schlimmer.

    Also klammert man sich an dem Wenigen das man noch hat. Und wenn die Politik auch noch daran gehen will, fliegen Eier, Asylbewerberheime brennen und radikale Parteien NPD, Republikaner oder SED(PDS 🤡 ) erhalten über 10%.

    Der eigentliche Trick, um für sich noch was zu ändern, liegt im einfachen Loslassen. Die Hütte einfach niederbrennen und ganz von vorne anzufangen und wegzuziehen, was nach der Wende auch viele getarn haben.

    Das Problem ist, das die NPD langsam in eine Position kommt, wo es schwer wird sie verfassungsrechtlich verbieten zu lassen. Leider wird das Wahlrecht nicht nach Mindest-IQ vergeben... 😞



  • TheBigW schrieb:

    Ganz so ist das nun auch nicht. Die PDS - Wähler sind größtenteils die Generation, die den größten Teil Ihres Lebens im Osten gelebt und gearbeitet haben. Viele von denen habe den Sprung in die "neue" Zeit nicht geschafft. Klar, das ist die Generation meiner Großeltern (zur Zeit der Wende die 45 bis 60-jährigen ). Die waren zur Zeit der Wende zu alt für einen Neuanfang und zu jung für den Ruhestand und dann wurde ihnen Ständig gesagt, dass das wofür sie Ihr Leben lang gearbeitet haben nichts wert ist.
    Die PDS füllt da eher eine emotionale Lücke, als Bindeglied zur alten Zeit. Komischerweise auch bei den älteren Leuten, die unter dem SED - Regime teilweise gelitten haben.

    Ich selbst könnte nie PDS wählen. Da sitzen teilweise wirklich die gleichen alten Bonzen und teilweise sogar noch in ihrem alten Büros und auch dei Parolen sind noch die gleichen....

    👍 Genau das ist es! Gut formuliert!
    Die Hauptkonsequenz des hohen Tempos der Wiedervereinigung war, dass sich das ökonomische, rechtliche und politische Umfeld rasant in wenigen Monaten änderte, aber die soziale (R)evolution sich nicht in Dekaden durchzusetzen scheint.
    <ot>Man musste Kohl auch zu Gute halten, dass kein Staatsmann in der Neuzeit jemals an einer solchen Aufgabe gestellt wurde - Schuldentopf hin oder her ....</ot>
    Nach der Währungsunion hatten die Ossis erst mal etwas Geld, aber die Meisten keinen Schimmer wie man es anlegt oder darauf aufpasst. Und sie hatten auch kein Schimmel, wie schwer es aus ihrer heutigen Perspektive verdient wird - Hauptsache endlich Westgüter kaufen, war wie Weihnachten! 😋
    Der Stellenwert der Ausbildung und die Fähigkeiten für berufliche Erfolge und der Notwendigkeit der persönlichen langwierigen Aufopferung für derartige Ziele etc. wurde nie vermittelt. Die meisten Wessis haben doch schon Probleme mit 40-45 nochmal von vorne anzufangen. Jetzt haben wir auch noch die EU-Osterweiterung und mit der Globalisierung wird das Tempo nochmals angezogen. Jetzt turnen polnische Firmen die Mitarbeiter für 4-5 €/h beschäftigen in Osten herum und die Ossis, die sich bislang schwer taten sehen nicht nur keine Persektive, sondern haben auch noch den Eindruck, es wird nur noch schlimmer.

    Also klammert man sich an dem Wenigen das man noch hat. Und wenn die Politik auch noch daran gehen will, fliegen Eier, Asylbewerberheime brennen und radikale Parteien NPD, Republikaner oder SED(PDS 🤡 ) erhalten über 10%.

    Der eigentliche Trick, um für sich noch was zu ändern, liegt im einfachen Loslassen. Die Hütte einfach niederbrennen und ganz von vorne anzufangen und wegzuziehen, was nach der Wende auch viele getarn haben.

    Das Problem ist, das die NPD langsam in eine Position kommt, wo es schwer wird sie verfassungsrechtlich verbieten zu lassen. Leider wird das Wahlrecht nicht nach Mindest-IQ vergeben... 😞



  • Viking69 schrieb:

    Aber um so politisch Angagiert zu sein fehlt mir, zur Zeit jedenfalls, die Lust und Zeit. Ich bin froh wenn ich erstmal nen Job habe und fest im Leben stehe (hoert sich vielleicht dumm an, aber naja...).

    es IST dumm. wähl halt das kleinere übel, irgendeine demokratische partei, aber geh bitte hin!!!

    Viking69 schrieb:

    Aber ist es denn fair eine Partei, nur weil sie 'andere' Ansichten hat und sich von anderen Partein extrem unterscheidet, niederzuamchen. Wie man sich denekn kann bezieht sich das auf die NPD, aber soll nicht heissen das ich sie befuehrworte oder verteidigen will. Aber wenn man halt nicht gegen sie ist, sollte man sie einfach nicht waehlen. Jedoch widersprichst es doch eienr Demokratie, wenn 'Andersdenkende' ausbeueht werden.
    Was meint ihr?

    es geht nie um fairness, die frage ist falsch gestellt. es widerspricht nicht dem demokratischen grundgedanken, daß er sich selbst schützen will. und da seh ich halt bei der NPD eindeutig ne grenze überschritten, die da heißt: parteifans meucheln ausländer, abgeordnete stellen gegen den staat gerichtete anträge. nicht umsonst sind viele npd-anhänger der überzeugung, die BRD sei nicht existent.

    hoffentlich halten die anderen in den landtagen konsequent durch und verlassen das plenum, wenn diese vollidioten plappern dürfen. und das ist auch rechtens so.



  • scrub schrieb:

    hoffentlich halten die anderen in den landtagen konsequent durch und verlassen das plenum, wenn diese vollidioten plappern dürfen. und das ist auch rechtens so.

    Im ZDF Studio haben sie es gestern ja schon so gemacht. Ich hoffe auch das die im Landtag damit weitermachen, weil was sinnvolles kommt eh nicht raus wenn die reden, von daher kann man da auch gehen.



  • jou, war voll lustig. hrhr selber schuld, er mußte ja unbedingt seinen gesockskumpanen aus brandenburg gratulieren usw...



  • @Marc++us
    ich kann dir nur recht geben, neulich habe ich mich mit jemandem unterhalten, der kurz nach der Wende aus dem Osten in den Westen gezogen ist und mir wirklich erklären wollte, dass es den Leuten gut ging und nur eine Minderheit dagegen war, dass wär hier ja aber auch so gewesen. Die Leute scheinen zu vergessen, dass die Selbstschußanlagen nicht etwa gen Westen gerichtet waren 🙄

    Noodles schrieb:

    Die NPD war bis gestern kein Thema

    öh, NPD Verbots Antrag vergessen?

    @Talla
    Und wann sollte man reagieren? Wenn die NPD 20% hat? Natürlich wird jetzt viel gehyped und im Endeffekt macht eh niemand etwas.



  • Am besten fand ich, als dieser Trottel in seinem braunen Anzug im Parlamentshaus seine Rede hält und alles fing an zu schreien "Nazis raus" usw.. Da war er kurze Zeit ganzschön nervös geworden. Die Statements die er bis jetzt abgegeben hat zeugten auch nicht gerade von geistiger Reife. Noch schlimmer ist allerdings, dass es tatsächlich Menschen gibt, die glauben, die NPD würde am Arbeitsmarkt eine Besserung erziehlen.
    Ich habe mir heute mal alle Wahlkreise von Sachsen angeschaut, die haben in vielen Kreisen 8 - 10%, in einigen 10 - 15% (z.B. sächsische Schweiz) und in der Leipziger Gegend "nur" 5 - 6%.



  • naja... in der gegend "erstwähler" sind sie leider mit 20% zweitstärkste partei geworden. das bedrückt mich doch sehr, weil das nämlich meine altersklasse ist... echt traurig.



  • kingruedi schrieb:

    neulich habe ich mich mit jemandem unterhalten, der kurz nach der Wende aus dem Osten in den Westen gezogen ist und mir wirklich erklären wollte, dass es den Leuten gut ging und nur eine Minderheit dagegen war, dass wär hier ja aber auch so gewesen. Die Leute scheinen zu vergessen, dass die Selbstschußanlagen nicht etwa gen Westen gerichtet waren 🙄

    Die Leute, die das vermissen können ja gern nach Nordkorea oder so auswandern, hier braucht man sie eigentlich nicht.

    kingruedi schrieb:

    Noodles schrieb:

    Die NPD war bis gestern kein Thema

    öh, NPD Verbots Antrag vergessen?

    Öh, nicht falsch verstehen. 😉
    Ich meinte, dass die NPD kein Thema war, weil sie nie im Landtag saß.
    Was jetzt leider nicht mehr so ist. 😡

    Falls es jemand interessiert, NPD Wahlprogramm für Sachsen.
    @Marc++us, falls sowas hier nicht erscheinen soll bitte löschen.



  • @Noodles
    vorhin haben die im Fernsehen gezeigt, dass die DVU Frau es noch nicht einmal geschafft hat irgend einen Antrag zu stellen und vor dem ganzen Landesparlament belehrt wurde. Wirkte sehr inkompetent *hehe*. Bei Interviews ist sie entweder abgehauen, wenn sie ein Frage nicht beantworten konnte oder stotterte nur noch rum (wie zB. als sie nach den Gesetzentwürfen gefragt wurde, die die DVU einbringen wollte).

    Und die Leute werden trotzdem gewählt! Das ist so erbärmlich. Oh mann, einigen Leuten sollte man echt die Mündigkeit abnehmen.

    Interessant fände ich mal, wie das Verhältniss Stadt/Land aussieht, von den Stimmen.

    Und so wird der Osten im Westen sicher nicht populärer, wenn einem der Eindruck übrig bleibt, dass dort nur inkompetente Nazis und Kommunisten leben 😃



  • Noodles schrieb:

    Die Leute, die das vermissen können ja gern nach Nordkorea oder so auswandern, hier braucht man sie eigentlich nicht.

    ich würde sie nicht aufhalten 🙂



  • kingruedi schrieb:

    Interessant fände ich mal, wie das Verhältniss Stadt/Land aussieht, von den Stimmen.

    In den größeren Städten (Leipzig, Chemnitz, Dresden) ist die Quote niedriger als in kleineren Städten bzw Dörfern. Die NPD ist ja auch vowiegend auf Dörfern unterwegs, ein Nachbardorf meines Wohnortes hat auch stolze 12,6% erreicht, dass ist ganzschön traurig.



  • es ist auch bemerkenswert, dass der anteil an NPD sich umgekehrt proportional zum anteil der "Ausländer" im entsprechenden Wahlkreis verhält. aber proportional zum Anteil der Landwirtschaft ist.



  • @b7f7
    die Leute haben eben Angst vor Dingen, die sie nicht kennen.



  • [quote="Prof84"]

    TheBigW schrieb:

    Jetzt turnen polnische Firmen die Mitarbeiter für 4-5 €/h beschäftigen in Osten herum und die Ossis, die sich bislang schwer taten sehen nicht nur keine Persektive, sondern haben auch noch den Eindruck, es wird nur noch schlimmer.

    4-5€ sind auch für ossis völlog normale löhne (für unqualifizierte arbeit).

    kingruedi schrieb:

    neulich habe ich mich mit jemandem unterhalten, der kurz nach der Wende aus dem Osten in den Westen gezogen ist und mir wirklich erklären wollte, dass es den Leuten gut ging und nur eine Minderheit dagegen war, dass wär hier ja aber auch so gewesen. Die Leute scheinen zu vergessen, dass die Selbstschußanlagen nicht etwa gen Westen gerichtet waren

    vielleicht solltest du dir endlich mal klar darüber werden, dass in der DDR nicht jeder versucht hat in den westen zu flüchten. und auch wenns dir schwer fällt, solltest du akzeptieren, dass durchaus viele leute recht zufrieden waren.



  • kingruedi schrieb:

    @b7f7
    die Leute haben eben Angst vor Dingen, die sie nicht kennen.

    eigentlich spielte ich auf "was der Bauer nicht kennt, mag er nicht" an



  • b7f7 schrieb:

    aber proportional zum Anteil der Landwirtschaft ist.

    so ein quatsch. quellen?



  • @b7f7
    🙂

    @maximAL
    Das gleiche kannst du auch über die NS-Zeit sagen. Macht die NS-Zeit nicht besser und entschuldigt auch nicht das wählen der NPD oder DVU.

    Und wenn man so überzeugt ist von der Idee, kann man wie gesagt gerne nach Nordkorea gehen.

    btw. lies dir mal Marc++us Beitrag durch.


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