Frage and die, die nicht an Gott glauben (atteisten)



  • Bashar schrieb:

    Es ging einzig und allein um den Wahrheitsgehalt.

    Welcher nicht eindeutig bestimmt werden kann.

    @Jansen: Der Link geht nicht.
    Einen Widerspruch sehe ich nicht. Dies ist die Antwort, die gegeben ist. Auch diese "formale" Antwort kann man durchaus logisch und argumentativ ausführen (oben habe ich einen Ansatz gegeben), aber das ist irrelevant. Weil die Frage des Menschen nach Gottes Plan als Konsequenz aus der Biblischen Lehre nicht beantwortet werden kann. Wenn Gott wirklich Gott ist, dann kann kein Mensch verstehen, welche "Pläne" er macht oder wieso dies, wieso das.



  • randa schrieb:

    Bashar schrieb:

    Es ging einzig und allein um den Wahrheitsgehalt.

    Welcher nicht eindeutig bestimmt werden kann.

    Nicht eindeutig ist gut. Oder wolltest du nur sagen, dass nicht alles nicht der Wahrheit entspricht? Ich meine, was soll da schon rauskommen, wenn man einzelne Aufzeichnungen sammelt (deren Wahrheitsgehalt mehr als fragwürdig ist), sie mehrfach übersetzt und dann etwas hinein interpretiert?



  • Sollte man nicht erst mal grundsätzlich zwischen Glaube und Religion trennen?

    Um dann festzustellen, das es zwar sehr viele gläubige Menschen auf dieser Welt gibt, aber das Christentum (und damit die Bibel) nur einen sehr kleinen Teil interessieren.

    Warum sollte also gerade diese Religion die richtige sein, die weder sehr groß, noch sehr alt, noch sehr verbreitet ist?



  • Gläubiger schrieb:

    Hat die katholische Kirche zu dieser Zeit den Anwiesungen ihres Glaubens entsprochen?
    Nein!
    Also mache dir bewußt, das in dieser Zeit eine Menschegruppe unter dem Deckmantel
    der Kirche ihren Interessen nachgegangen ist, mit Glaube hat das nichts zu tun.

    Ja, erm ... aber wird der Papst nicht von Gott eingesetzt? Ist er damit nicht etwas besonderes?
    Und steht nicht auch in der Bibel:
    Römerbrief des Paulus, Kapitel 13, 1.4: "Jedermann ordne sich den Obrigkeiten unter, die über ihn gesetzt sind; denn es gibt keine Obrigkeit, die nicht von Gott wäre; die bestehenden Obrigkeiten aber sind von Gott eingesetzt. Wer sich also gegen die Obrigkeit auflehnt, der widersetzt sich der Ordnung Gottes; die sich aber widersetzen, ziehen sich selbst der Verurteilung zu."
    Wie kannst du nun also behaupten, jene Obrigkeit hätte Böses getan und nur in ihrem Sinn gehandelt? Lies die Bibel! Sie kann gar nicht eigennützig handeln, denn es ist immer Gott gewollt und damit sind sämtliche Handlungen im Sinne Gottes (du verstehst wohl nur den Grund dafür nicht. Jaja, Gottes Wege sind unergründlich. Also sei still, dummer Mensch, und mach, was die Obrigkeit von dir will). Ich kann mich nur wiederholen, lies die Bibel.
    Verdammnis über den, der dabei denkt, diese Worte würden von Menschen stammen, die ihren Herrschaftsanspruch und ihre (Un)Taten durch Gott legitimieren wollen. Denn das ist das wahre Wort Gottes! Seit 2000 Jahren unverändert, also ist es auch wirklich Gottes Wort.

    Evolution schrieb:

    Frage:
    Was ist Evolution?

    Antwort:
    Nimm etwas Kupfer und Silizium, schmeiß es auf einen Haufen und warte
    bis im Laufe der Zeit ein Computer daraus entsteht.

    Das hinkt mehr als nur gewaltig. Preisfrage, was ist der Unterschied zwischen lebendiger und toter Materie? Na? Na? Preisfrage #2: Hat es laut der Evolutionstheorie *blopp* gemacht und komplexe Lebewesen, wie wir sie heute kennen - und wir auch selbst sind -, waren plötzlich aus dem Nichts da?



  • randa schrieb:

    @Jansen: Der Link geht nicht.

    Der Link funktioniert hier nach wie vor problemlos. Zum Stichwort Theodizee findest du aber, wie gesagt, auch im Nachschlagewerk deiner Wahl Stoff ohne Ende.

    Einen Widerspruch sehe ich nicht. [...] Wenn Gott wirklich Gott ist, dann kann kein Mensch verstehen, welche "Pläne" er macht oder wieso dies, wieso das.

    Wenn der Gott unbegreiflich ist dann sollte sich auch kein Mensch erdreisten, ihm irgendwelche Eigenschaften zuzuschreiben oder vermeintliche Verlautbarungen zu interpretieren, da diese Annahmen und Interpretationen aufgrund des Unverständnisses ja unweigerlich falsch sein müssen.
    Beim christlichen Gottesbild ist es aber so, dass von bestimmten Eigenschaften ausgegangen wird, die nicht nur im Widerspruch zu sich selbst stehen, sondern eben auch im Widerspruch zu der von dir angeführten Unbegreifbarkeit.



  • sarfuan schrieb:

    Preisfrage, was ist der Unterschied zwischen lebendiger und toter Materie? Na? Na?

    Es gibt keinen. Die Einordnung in "lebendig" und "tot" ist rein subjektiv, objektiv gesehen ist beides gleich. Was is der Preis? 🤡



  • Die Frage war falsch formuliert:
    Kann sich ein Tranistor fortpflanzen, wenn er funktioniert?
    Können Einzeller das?



  • Also ich bin auch der Meinung, dass die Welt schlechter wäre ohne Glaube.
    Wobei mit Glaube auch wirklich nur Glaube gemeint ist. Keine Religion und auch nicht in Verbindung mit irgendwelchen Gottheiten.



  • Kein Glauben heisst nicht dass man keine Ethik kennt und Kein gewissen hat.



  • Schoggel schrieb:

    Kein Glauben heisst nicht dass man keine Ethik kennt und Kein gewissen hat.

    Und das ist schon Glaube. Genau das ist auch das Problem in dieser ganzen Diskussion. Glaube wird immer automatisch mit Religion gleichgesetzt.
    Wenn du dich an die Ethik hältst, dann glaubst du ja auch daran, oder??



  • Man glaubt doch nicht an Ethik, man handelt danach? 😕



  • AJ: Dann brauchen wir einen neuen Begriff für die, die an übernatürliche Sachen (wie Götter, Wunder, Leben nach dem Tod usw.) glauben. Dein Vorschlag?

    Ich halte es aber nicht für sehr sinnvoll, den Begriff Glauben so auszuweiten, dass praktisch jeder gläubig ist, nur weil er z.B. der Ansicht ist, dass Äpfel auch morgen noch nach unten fallen werden.



  • Ok, dann will ich das mal konkretisieren:
    Worums hier geht ist der Glaube an eine Religion, nicht Glaube im Allgemeinen.



  • Bashar schrieb:

    AJ: Dann brauchen wir einen neuen Begriff für die, die an übernatürliche Sachen (wie Götter, Wunder, Leben nach dem Tod usw.) glauben. Dein Vorschlag?

    Ich halte es aber nicht für sehr sinnvoll, den Begriff Glauben so auszuweiten, dass praktisch jeder gläubig ist, nur weil er z.B. der Ansicht ist, dass Äpfel auch morgen noch nach unten fallen werden.

    Sicherlich ist es abhängig wie man einen Begriff definiert. Warum willst du eigentlich überhaupt einen neuen Begriff für Glaube an Übernatürliches? Es heißt nun mal Glaube an Übernatürliches. Aber egal.

    Legen wir einfach fest, dass wenn wir hier von Glaube reden, wir eigentlich über Glauben an Religion bzw. Übernatürliches reden. Ok?

    HEZ schrieb:

    Man glaubt doch nicht an Ethik, man handelt danach? 😕

    Du handelst danach, weil du der Überzeugung (=> Glaube) bist, dass es etwas (positives) bewirkt, weil du der Überzeugung bist, dass es so richtig ist.



  • AJ schrieb:

    Legen wir einfach fest, dass wenn wir hier von Glaube reden, wir eigentlich über Glauben an Religion bzw. Übernatürliches reden. Ok?

    Das haben wir sowieso schon die ganze Zeit getan.



  • nicht alle! 😉



  • Jansen schrieb:

    Wenn der Gott unbegreiflich ist dann sollte sich auch kein Mensch erdreisten, ihm irgendwelche Eigenschaften zuzuschreiben oder vermeintliche Verlautbarungen zu interpretieren, da diese Annahmen und Interpretationen aufgrund des Unverständnisses ja unweigerlich falsch sein müssen.
    Beim christlichen Gottesbild ist es aber so, dass von bestimmten Eigenschaften ausgegangen wird, die nicht nur im Widerspruch zu sich selbst stehen, sondern eben auch im Widerspruch zu der von dir angeführten Unbegreifbarkeit.

    Natürlich. Die Bibel ist eine schriftsammlung von einigen Jüngern/Glaübigen verfasste historisch geprägte Erzählung, die sich innerhalb der Texte desöfteren scheinbar widerspricht. Das hängt zum einen mit der Zeitraum zusammen, in dem die Bibel als ganze verfasst wurde (~1000 Jahre oder mehr), zum anderen weil der Zeitgeist bei einigen Sprüchen/Formulierungen/Psalmen auch niedergeschlagen hat. Das ist ganz normal.
    Die Gesamtbotschaft ist das wesentliche, das Resultat, das du daraus ziehen kannst. Dieses besagt keinesfalls, das du Gott personifizieren sollst und ihn Malen sollst oder ihn irgendwie als "Werkzeug in der Not" gebrauchen sollst.
    Das durch eine eigentlich (später) weltiche Kirche der "wahre Glaube" in den oberen Etagen ziemlich zerfallen ist, ist natürlich wahr, aber das hat nichts mit dem ursprünglichen Christentum und deren Bibel zu tun. Die Kirche legt darüber ihre große schwarze Decke, so dass man beim Wort Kirche nur noch an Ministranten und Chorknaben-Pfarrer denkt. Dabei unterscheidet sich das Christentum von den Postulationen der Kirche nicht wenig.
    Also verwechsle nicht Christentum und Kirche.



  • <ersetzt>
    Dieses Forum braucht eine Löschfunktion, hat es eine? ^^



  • Pogo schrieb:

    <ersetzt>
    Dieses Forum braucht eine Löschfunktion, hat es eine? ^^

    Sie hat eine, aber diese ist deaktiviert und das hat auch seine Gründe.

    randa schrieb:

    Also verwechsle nicht Christentum und Kirche.

    Ganz meine Meinung.



  • randa schrieb:

    Also verwechsle nicht Christentum und Kirche.

    Du hast die Kirche in's Spiel gebracht, ich habe sie nicht mal am Rande erwähnt. Meine Aussagen beziehen sich auf Religion insgesamt und den christlichen Glauben im besonderen.
    Auch Christen, die weder die Bibel lesen noch in die Kirche gehen, schreiben ihrem Gott bestimmte Eigenschaften zu, schon allein durch die Annahme seiner wie auch immer gearteten Existenz. Genauso interpretieren sie seine vermeintlichen Verlautbarungen für sich selbst, seien es nun konkrete Gebote oder eine ominöse "Gesamtbotschaft". Unter der Prämisse der Unbegreifbarkeit ein Ding der Unmöglichkeit.

    Ich gehe übrigens davon aus, dass sich das Theodizee-Problem für andere, insbesondere monotheistische Religionen genauso stellt, mangels entsprechender Kenntnisse kann ich das allerdings nur vermuten.
    Bzw. glauben. 😉


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