Wie erkläre ich den Zeitaufwand dem Chef?
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nachtrag die behauptung software ist nie fertig mag sein past aber meiner meinugn nicht hier her. eine software hat irgendwann ein status x erreicht denn man akzeptieren sollte. da es sich um eine lösung handelt die ich selbst im unternehmen einsetze habe ich hier eine anforderugn die die software erfüllen soll zum zeitpunkt a. wenn sich der markt ändert udn ich sie anpassen muss ok aber 2000 entwickler machen dann irgednwas falsch oder programmiert ihr euer eigenes bs.
eine software die ich über so einen zeitraum entwickle und hier nicht den entsprechenden nutzen habe, kommerziell, soll die noch weiterentwicklet werden tag für tag mit den kosten?
was ist das für eine software? warum dann nicht lieber produkte einkaufen die eine vernünftige fuinktionalität mitbringen,die gibt es´und diese vielleicht für dieses unternehmen weiterentwickeln lassen. der rpeis dafür kann doch nicht den rahmen solcher entwicklungskosten sprengen.
aber egal dafür habe ich zu wenig ahnung
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2 Jahre
Ich glaube Informatiker gehen so was viel zu präzise und planerisch an. Das Ding muss grob zusammengezimmert werden, dass es funzt. Ob der Code dahinter besonders schön oder effizient ist, interessiert doch keine Sau, das Programm muss möglichst schnell stehen und funktionieren. So ist es jedenfalls, wenn man als Ingenieur Software macht
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Ich weiß ja nicht in welchen Branchen ihr arbeitet, kann sein das es da unterschiede gibt. Aber in meiner Branche, ist das normal. Die 2000 Entwickler (es sind nur die am Standort Wolfsburg!) entwickeln natürlich nicht an einer Software, sondern an gaaaanz vielen. Ein Autokonzern mit Hauptsitz in Wolfsburg findet seine Software nicht auf dem freien Markt. Klar, MS-Office, CATIA (CAD) usw. sind Produkte die eingekauft werden. Aber da hört es auch schon auf! Selbst die Stundenerfassung der Mitarbeiter kann man nicht mit einer Standard-Software lösen, wenn es mehr als 23 Schichtmodelle gibt.
Wie wird ein Auto gebaut? Jeder einzelne Schritt (bitte Wörtlich verstehen!!!) den der Werker am Band macht, alle Maschinen und Roboterwege, muß eingeplant werden. Jeder Handgriff, jede Just-In-Time-Kiste die am Band ankommt, die Grundrisse aller Werkshallen müssen beachtet werden, um genau zu planen, wann welches Bauteil und welche Maschine, welcher Arbeitsplatz aufgestellt wird. Darf der Werker sich bücken, weil es gewerkschaftlich erlaubt ist? Muß das Auto gedreht werden? Wieviel Zeit wird am Ende alles benötigen, bis das Auto hinten fertig rauskommt? Usw. usf.
Das sind nur ein paar Stichworte, die in einem (!) Software-Projekt eingebaut wurden. 3000 Menschen planen in ALLEN Autokonzern-Werken weltweit mit diesem einem System, für jedes Modell, jedes Bauteil für jedes Werk.
Wo bitte soll man so eine Software auf dem Markt finden, mit all den speziellen Autokonzern-Anforderungen???
Und das ist nur ein Software-System, das gut 2 Jahre entwickelt wurde. Mit 3D-Grafik, wie die Autos am Band in der jeweiligen Halle lang laufen, mit den Behältern und den Werkern. Incl. allen Auswertungsdaten und man kann alles ausdrucken um jedem Werker seine Arbeitsschritte an seiner Station zu erklären.
Alleine in Wolfsburg arbeiten 40.000 Autokonzern-Menschen plus Partnerfirmen. Zwei Kollegen von mir basteln an einer Software speziell für Bremsentests, das nehmen die Bremsentester auf ihr Notebook mit, wenn sie in die Sahara oder Finnland fahren. Können gleich alle Daten eingeben und auswerten und im Hotel nach Wolfsburg in die Mainframe-Datenbank übertragen.
Soll ich noch mehr aufzählen, wie über 2000 Entwickler zu einem Job bei einem Unternehmen kommen?
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Minimee schrieb:
2 Jahre
Ich glaube Informatiker gehen so was viel zu präzise und planerisch an. Das Ding muss grob zusammengezimmert werden, dass es funzt. Ob der Code dahinter besonders schön oder effizient ist, interessiert doch keine Sau, das Programm muss möglichst schnell stehen und funktionieren. So ist es jedenfalls, wenn man als Ingenieur Software macht
Wer sagt denn, das in der Realität nicht alles zusammen gezimmert wird?
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@Artchi also wenn es in richtung maschinensteuerung geht ist es ok aber programme die keine vernünftige zeiterfassung bieten ist quatsch. auch im bereich simulationssoftware gibt der markt einiges her. und die sache mit dem bremstest und der übertragung der daten ist ja nun nicht der hit. nur ist das unternehmen sicherlich in der lage diese kosten zu tragen.
nur ich glaube das deine erfahrung hier etwas weit entfernt vom thema ist. es ging hier um ein einmann projekt. der vergleich mit solchen unternehmen in den dimensionen ist etwas weithergeholt.
sorry ist nicht bös gemeint.
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@keiner schau mal was artchie geschrieben hat:
Ich weiß ja nicht in welchen Branchen ihr arbeitet, kann sein das es da unterschiede gibt. Aber in meiner Branche, ist das normal. Die 2000 Entwickler (es sind nur die am Standort Wolfsburg!) entwickeln natürlich nicht an einer Software, sondern an gaaaanz vielen. Ein Autokonzern mit Hauptsitz in Wolfsburg findet seine Software nicht auf dem freien Markt.
damit sagt er, dass er in solch einem unternehmen arbeitet, du wilslt ihn doch nicht der lüge bezichtigen, oder?
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wo bitte bezeichne ich ihn als lügner. welchen beitrag hast du denn gelesen? ich glaube es ihm ja aber ich finde das es nicht zum thema passt. es geht hier um ein einmann projekt mit einer entwicklungszeit von 2 jahren und den problemen udn nicht um industrieunternehmen.
egal ich klink mich jetzt aus..
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keiner schrieb:
aber programme die keine vernünftige zeiterfassung bieten ist quatsch.
Das habe ich auch nicht gesagt! Sondern ich habe gesagt, das diese nicht dem Unternehmensspezifischen Arbeitsmodell gerecht werden. Jedes Unternehmen ist anders, schon mal was Unternehmenskultur gehört?
keiner schrieb:
auch im bereich simulationssoftware gibt der markt einiges her.
Ja, aber diese machen leider nicht genau das, was die Planer des Konzerns machen wollen und müssen. Da fehlt leider die hälfte!
keiner schrieb:
und die sache mit dem bremstest und der übertragung der daten ist ja nun nicht der hit.
Verstehe nicht so ganz was dieser Satz heißen soll.
keiner schrieb:
nur ist das unternehmen sicherlich in der lage diese kosten zu tragen.
Ja, es trägt diese aber auch um daraus einen Wettbewerbsvorteil zu ziehen. Denn so können alle Mitarbeiter mit der auf sie optimal abgestimmten Software arbeiten. Und die Investition macht sich irgendwann sicherlich bezahlt, da es um Einsparungen im Arbeitsprozess geht!
keiner schrieb:
nur ich glaube das deine erfahrung hier etwas weit entfernt vom thema ist. es ging hier um ein einmann projekt. der vergleich mit solchen unternehmen in den dimensionen ist etwas weithergeholt.
Nein, denn auch in diesem großen Konzern gibt es Einmannprojekte. Eine Azubine (Fachinformatik) von uns hatte mal für den Konzern-Vorstand ein haar genau abgestimmtes Terminprogramm entwickelt, ging glaub ich nur 2 oder 3 Monate lang das Projekt. Sie hat dafür sogar ein schriftliches Lob erhalten! Warum? Weil der Vorstand endlich eine Software hat, die er anscheinend vorher nicht auf dem Markt gefunden hat. Das Programm macht nichts weltbewegendes. Aber anscheinend kann der Vorstand endlich noch effektiver arbeiten.
Wie oft liest man hier im Forum, das Leute dieses und jenes kleine Tool suchen und ob nicht jemand sowas kennt? Ich kann mich noch an ein Posting erinnern, da wollte jemand, das ein Copyright in alle seine .h-Dateien reingeschrieben wird. Letztendlich hat er als Antworten erhalten: "Programmier dir das doch selbst, sind doch nur ein paar Zeilen Code, in Perl geht das sogar noch schneller!" Warum hat ihm niemand gesagt: "Schau mal auf diese Website, da kann man sowas fertig runter laden!"
Komisch, nicht? Ein wirklich seeeeehr simple Aufgabe, aber sowas gibt es anscheinend nicht. Da lohnt es sich das ganze für den Eigenbedarf selbst zu programmieren.
Jetzt willst du uns erzählen, das ein Unternehmen, das eine bestimmte Kultur, ganz bestimmte Arbeitsprozesse hat, eine Standard-Software nehmen kann? Das mag in einem Kleinunternehmen mit 10 Mitarbeitern noch zutreffen. Aber sobald ein Unternehmen noch größer wird, sagen wir mal 300 Personen, kann die Sache schon anders aussehen.
Und woher willst du wissen, ob der Betrieb des Topic-Starters nicht genau die für sich abgestimmte Software benötigt? Du sagst sicherlich nicht, das ich lüge, aber du sagst, das der Topic-Starter und sein Chef an Realitätsverlust leidet, er angeblich die benötigte Software auf dem freien Markt findet. Keiner von uns weiß hier, um was für eine Software es geht. Ich kann nur sagen, das ich aus Erfahrung weiß, das es legitim ist, das sein Chef eine Software In-House entwickeln lassen will.
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Es kommt auch auf die verwendete Sprache an. 200 Dialoge unter Windows würde ich mit Visual Basic schnell zusammenzimmern anstatt alles mit den MFC zu machen. Wo schnelle Algorithmen gefragt sind gibt es ja schließlich c dll's..
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ok ein letztes mal. ich gebe dir ja recht und will auch nicht streiten. nur wir als softwareentwickler leben von den unternehmen die unsere lösungen kaufen und über wartungsverträge anpassungen erhalten. mir kam halt die zahl von 2000 entwicklern anfangs sehr hoch vor aber in so einem weltunernehmen ist es sicherlich normal.
der satz mit den bremstest bezog sich auf die von deinen kollegen entwickelte software. ist sicherlich ein schickes system aber nicht schwierig zu lösen.
und jetzt zu dem einmann oder bei euch einfrau projekt. meine nachfragen und die von unix bezüglich der software entstanden weil 2 jahre entwicklungszeit doch etwas hoch erscheinen. du selbst hast von eurer terminsoftware geschrieben die hat 2-3 monate in anspruch genommen. anhand der beschreibung des ursprünglichen problems hier erschienen uns 2 jahre halt etwas viel und die vorgehensweise des chef nicht angebracht. und ich sag nochmal das es hier sicherlich nicht um einen so grossen konzern wie dem euren geht und ich mir nur schwer vorstellen kann, dass sich die software die hier angesprochen wurde sich dann noch lohnen würde. den die ausführung der funktionen mit (ich glaube) 30 masken und der entwicklungszeit von 2 jahren scheint mir etwas wiedersprüchlich.
da ich aber nicht weiss was dei software können soll wird es schon sicherlich seinen grund für die einschätzung haben.
wie gesagt ich will nicht streiten und glaueb dir ja auch! nur kann ich meine ansichten bezüglich des problems mit seinem chef dir gegenüber nicht begründen, da usn hier infos fehlen. in diesem sinne...
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Du rechnest falsch, es muss von grund auf neu entwickelt werden, das ganze wird
erweitert und es hält 10jahre und wenn die Firma sich das nicht leisten kann, dann
würde sie diese Software nicht alle 10Jahre von Grund auf neu entwickeln.Und wenn man nen externes Unternehmen dafür engagiert, dann wird es ja auch nicht billiger,
weil die Arbeitstunden bleiben ja die gleichen.
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man kann das programm aber weitaus schneller benutzen, und im zweifelsfall schon früher viel geld verdienen/sparen
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mit externen entwicklungen (inkl. source) ham wir bisher keine guten erfahrungen gemacht
erstens müsste die kommunikation zu der externen firma so perfekt laufen, dass im
sinne/stil des auftraggebers entwickelt wird
zweitens kommt bei den internen entwicklern aufwand hinzu sich in den fremden code
einzuarbeiten
und drittens läuft man gefahr dass schlechter, instabiler, langsamer code abgeliefert wird wie in unserm fallzum thema: chefs schätzen den zeitaufwand eigentlich generell zu knapp ein und
gehen davon aus, dass sich alles ganz einfach in 5 minuten implementieren lässt...
wahrscheinlich mit absicht damit man sich reinhängen muss
meiner war neulich eher überrascht als ich den zeitplan mal eigehalten hab
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Na na na, Sovok!
Ich bin selbst externer Entwickler in dem Konzern, seit vier Jahren für die Serienplanung. Der Konzern beschäftigt überwiegend externe Entwickler. Was die Kommunikation angeht: wir sitzen In-House, 8 Std. pro Tag 5 Tage die Woche. Entweder man sitzt im großen Konzern-Bürozentrum angrenzend am Werksgelände oder direkt im Werk in den Fachabteilungen neben den Benutzern (einen kürzeren Kommunikationsweg findeste nicht!). So zwischen den Planern im Großraumbüro des Presswerks sitze ich und programmiere.
:p Wichtig ist ja nur, das man mitbekommt, was die Benutzer wollen. Am Ende ist es egal ob Fremdfirma, oder Werksangehöriger, hauptsache die bekommen ihre Wunsch-Software.
Der Konzern hat dadurch natürlich eine gute Kontrolle über das, was wir so machen. Und wenn ich mal Krank bin, muß er mir auch nicht die Stunden bezahlen. Bei einem Werksangehörigen jedoch schon. Also ist ein externer Entwickler (der aber In-House sitzt!) billiger!
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ich sprech auch nur aus eigener erfahrung
-> firma mit 30 leuten ca. 10 entwickler
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nur das wir aufträge von firmen bekommen die meist keine mitarbeiter mit dem know how besitzen soetwas umzusetzen. und in sachen kommunikation muss ich artchi recht geben.
wozu gibt es lastenhefte, pflichtenhefte, codedokumentationen usw.. und wenn ich als firma soviel geld in die entwicklung investiere, kann ich auch verlangen 2-3 mal in der woche eine übersicht zu erhalten in form einer aktuellen lagebesprechung. derzeit geht der trennt jedoch schon, solche projekt von firmen aus den ostblockländern, bulgarien sogar indien durchführen zu lassen. und selbst hier stimmt das preis/leistungsverhältnis.
die erfahrungen kann ich also nicht nachvollziehen. wenn ihr selbst entwickler seit, sollte ihr doch am besten schon während der programmierphase einen guten einblick bekommen und die qualität abschätzen können oder bekommt ihr alles erst nach fertigstellung zu sehen? wenn das produkt zu langsam ist oder nicht den anforderung genügt denke ich eher das bei euch etwas schief läuft. wir haben auch mit einer firma aus indien kooperiert die uns zu tiefstpreisen hervorragende arbeit erstellt haben. moderne technologie, schnelle und fast termingerechte umsetzung! die kommunikation ist hier sehr schwer aber es geht.
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bei uns wars auch indien
aber die sind wohl einfach nich mit der aufgabe klargekommen
geschwindigkeit wär ja nicht das schlimmste(können wir auch selber optimieren) aber speicherlecks und codestil warn auch nich berauschendkeiner schrieb:
bulgarien sogar indien durchführen zu lassen. und selbst hier stimmt das preis/leistungsverhältnis.
die erfahrungen kann ich also nicht nachvollziehen. ...wir haben auch mit einer firma aus indien kooperiert die uns zu tiefstpreisen hervorragende arbeit erstellt haben. moderne technologie, schnelle und fast termingerechte umsetzung! die kommunikation ist hier sehr schwer aber es geht.
natürlich warn wir dauernd auf dem laufenden... hilft aber auch nix den leuten zu sagen der code is noch zu schlecht wenn sies nich besser können
letztendlich wurde der vertrag aufgelöst und die erfahrung reicht uns erstmal
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Wow, da guckt man mal übers Wochenende nicht rein und dann so viel zu lesen.
Es gibt in dieser Firma schon ein Programm. Das soll neu und besser werden - das ist mein Job.
Es gibt fertige Lösungen - bei denen kann man aber nicht so einfach sagen: "Der Knopf soll aber rot sein...".Dieses Programm ist individuell für diese Firma und deren Mitarbeiter, die leider sehr mit PCs auf Kriegsfuß stehen.
Nein, mit dem Autohersteller aus WOB können wir nicht mithalten - aber ich bin auch lange nicht so teuer wie ich hingestellt wurde. (Leider...)
Mit dem Programm soll halt der allgemeine Ablauf dokumentiert und beschleunigt werden. Und vereinfacht.
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Stellt sich die Frage, was ist der "allgemeine Ablauf"? Die "Arbeitsabläufe" in dem Unternehmen?
bye
tt
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Genau das.
Bisher ist das halt ein unglaubliches Zettelchaos, was nun ein wenig eingedämmt werden soll.
Bis zur "Erfindung" der Email wird es aber nicht wegzukriegen sein.Es sollen halt die Kundendaten gespeichert werden, wann der Kunde da war, was er bei wem hat machen lassen und so.
Dann alles was verkauft wird mit Herstellern, Bestellwesen, Rechnungen, Krankenkassenabrechnungen und und und.Das ganze läuft dezentral in zig Filialen die nur widerwillig vernetzt sind. (Internet ist böse und teuer - nehmt Disketten und Telefone
)
Trotzdem sollen möglichst alle Daten überall sein und doch nicht jeder wissen, was der andere so treibt und was weiß ich nicht noch alles.Drucken muss man auch noch können, aber bitte alles und frei einstellbar. (Dafür habe ich jetzt zum Glück eine nette Lösung gefunden, da bald überall ein Office vorhanden ist und man das ganze per "Access" abwickeln kann.
Das war jetzt die Kurzfassung ohne zu viel zu verraten hoffe ich.