Lehrer/Professoren-Gehälter
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Oli+ (outlogged) schrieb:
@Argwohn:
In der Industrie wird mehr verdient? Auf welchem Planeten lebst Du denn?
Einstiegehalt für Ingenieure fängt mittlerweile bei 2.400,- brutto (Bau) je Monat an. Wenn Du gut bist, etwas Berufserfahrung hast und jemand Dich unbedingt haben will sprechen wir von ca. 40.000,- im brutto (Software; Inbetriebnahme) im Jahr. Bezug ist immer ein mittelständisches Unternehmen ohne Tarfivertrag. Das heißt >= 40 Stunden / Woche und 24-30 Tage Urlaub.
Also ich hab mit 40000 angefangen (Elektroingenieur) und habee nun nach 3 Jahren 63000 im letzten Jahr verdient. Natürlich >40h, aber dafür gibt dann ja auch mehr Kohle. Die Chance hat ein Beamter nicht, da gibts immer nur das gleiche.
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Argwohn schrieb:
Einstiegehalt für Ingenieure fängt mittlerweile bei 2.400,- brutto (Bau) je Monat an.
Wer als Akademiker für 2400 Brutto anfängt, der tud mir leid
Da würde ich den Personalen nur auslachen und fragen, warum sie mir meine Zeit stehlen
Außer man hat was studiert, was die Menschheit nicht braucht 
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weils sozial ist. schließlcih wird in der schule nicht nur bildung vermittelt. ich hab gehört, dass in einigen schulen schülern zumindest teilweise gelehrt wird, wie man z.b. mit autoritätspersonen spricht
wenns so sozial ist frag ich mich ja warum der Lehrer dann Geld nimmt...
Gegen anderen Schüler zu helfen hab ich auch nix aber wenn du Kurse mit total lernresisten Schülern hast (lernresistent insbesondere deswegen weil die einfach kein Bock haben mal die Birne anzustrengen oder irgendwas zu tun und nicht weil sie es nicht könnten) seh ich nicht ein warum der Lehrer das Niveau an diese Spaten anpassen sollte und die die was lernen wollen dazu versklavt den Hirnies alles noch 5 mal zu erzählen und selber haben sie dann später in der Uni die Arschkarte weil sie im Stoff nicht weit genug gekommen sind und das dann selber nachholen dürfen was der Lehrer verschlafen hat durchzunehmen... unsozial bzw. assozial ist das verhalten von einigen schülern warum sollte man dann so sozial sein und denen noch nachträglich von der eigenen Zeit wissen in der Arsch zu schieben. Das Forum hier ist ein gutes Beispiel . Wenn hier jemand ordentlich fragt wird ihm geholfen. Wer alles auf nem Silbertablett präsentiert haben will weil er den Arsch alleine nicht hochbekommt, kriegt seine Posts um die Ohren gehauen...Also ich hab mit 40000 angefangen (Elektroingenieur) und habee nun nach 3 Jahren 63000 im letzten Jahr verdient. Natürlich >40h, aber dafür gibt dann ja auch mehr Kohle. Die Chance hat ein Beamter nicht, da gibts immer nur das gleiche.
dafür ist sein arbeitsplatz sicher und zum ende hin wird er nochmal befördert damit er die gleiche Pension bekommt wie sein letztes Nettogehalt... Bei der übertriebenen Staatsalimentierung wäre es ne echte Frechheit wenn die Lehrer noch mehr bekommen würden...
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Argwohn schrieb:
Außer man hat was studiert, was die Menschheit nicht braucht

Ja, BWL z.B. oder siehe Sig
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Man sieht hier ganz klar, wo die Probleme unseres Landes liegen (die Schule ist ein dafür typischer Mikrokosmos):
- mangelnder Fleiß
- nicht ausreichendes soziales Verhalten
- Arbeit nur für Geld
Punkt 1) ist leicht zu knacken. Wenn sicher die besten Schüler um den schwächsten kümmern, lernen die guten Schüler soziales Verhalten, verstehen den Lehrer besser und legen ihre Arroganz ab. Darüber hinaus speichern sie dieses Wissen langfristig ab und verbinden es mit etwas Poritivem (nämlich jemanden helfen zu können). Der Schwächere lernt, seinen Totpunkt zu überwinden, die richtigen Fragen in ordentlicher Form zu stellen und sich zu bedanken. Damit wird er wieder rasch Teil der Lerngemeinde und kann durch sein Verhalten den Unterricht wieder positiv beeinflussen. Der Lehrer wird daran große Freude haben, und wird die guten Schüler loben, weil sie ihn bei seiner Aufgabe unterstützen. Dafür wird er den guten Schülern vielleicht freiwillig Extra-Förderunterricht geben und sie richtig fordern.
Punkt 2) kann nur dadurch überbrückt werden, dass der Lehrer sich für die Schwächsten "aufopfert". Dieses Vorbild wird dann die Schüler mehr überzeugen als arrogantes Heruntergebrabbel von Halbwissen. Den nächsten Part haben dann die besten Schüler. Sie müssen zeigen, dass Begabung nicht dazu berechtigt, auf andere hinabzuschauen, sondern eben gerade dazu verpflichtet, anderen zu helfen.
Punkt 3) kann durch Lob, Anerkennung und Freude beim Lernen und Arbeiten leicht überwunden werden. Arbeit gegen Geld ist immer nur die zweite Wahl.
Das sind nur einige Denkansätze. Wenn es nicht in diese Richtung geht, werden wir weiterhin ineffizient Steuergelder verschwenden und sinnlos Zeit und Motivation von jungen Menschen vergeuden.

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... schrieb:
Den nächsten Part haben dann die besten Schüler. Sie müssen zeigen, dass Begabung nicht dazu berechtigt, auf andere hinabzuschauen, sondern eben gerade dazu verpflichtet, anderen zu helfen.
du vergißt eine Kleinigkeit; das nämlich die K3WL3N sich goar nix beibringen lassen, weil sie dann NICHT mehr K3WL sind. Wer sich helfen läst ist nämlich schwach, und wer anderen helfen will zeigt unaufgefordert seine Fähigkeiten und ist deswegen Arrogant.
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Erstmal danke für den Link.
Eine Frage: Wenn ich mein Diplom habe, kann ich dann irgendwie verkürzt auf Lehramt studieren oder muss ich von Null anfangen?
Ich werde vermutlich in einem Jahr mein Diplom in Info haben und würde gerne andere unterrichten - ich weiß nur nicht wo und wie
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Wenn mich nicht alles täuscht, dann kannst du irgendwie noch ein oder 2 Semster dranhängen und auch unterrichten. Ich schau aber nochmal, ob ich da eine verlässlichere Information finde.
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Brauchst aber noch ein Nebenfach. Also kommen sicherlich noch einige Semester Mathe oder ähnliches dazu. Die Mathe-Vorlesungen in Informatik reichen denen da lächerlicherweise nicht aus

Man kann aber auch als Seiteneinsteiger an Schulen unterrichten, ohne weiteres Studium. Dann läuft nur parallel son Pädagogik-Kurs, vor allem geht das bei gefragten Fächern. Ist Bundeslandabhängig.
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Danke @ MaSTaH
DiplInf schrieb:
Man kann aber auch als Seiteneinsteiger an Schulen unterrichten, ohne weiteres Studium. Dann läuft nur parallel son Pädagogik-Kurs, vor allem geht das bei gefragten Fächern. Ist Bundeslandabhängig.
Das hört sich gut an. Fachlich dürfte mein Wissen eigentlich ausreichen um andere zu unterrichten - wenngleich ich natürlich keinerlei Praxiserfahrung habe.
Auf alle Fälle fände ich es sehr sinnvoll, wenn man normal ein Fach studieren könnte und danach, sofern man sich entschlossen hat andere unterrichten zu wollen, noch einen pädagogischen Aufsatz drauf macht.
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vor allem geht das bei gefragten Fächern
Was sind denn momentan so die gefragten Fächer?
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du vergißt eine Kleinigkeit; das nämlich die K3WL3N sich goar nix beibringen lassen, weil sie dann NICHT mehr K3WL sind. Wer sich helfen läst ist nämlich schwach, und wer anderen helfen will zeigt unaufgefordert seine Fähigkeiten und ist deswegen Arrogant.
Mir ist schon klar, dass es sich hier um einen Paradigmenwechsel handelt. Na und? Alle müssen sich umstellen! Warum also nicht auch die faulen Schüler? Dein "K3WL" kannst du dir sonstwohin schmieren! Sollte es sich hier um nachhaltige Lernverweigerung und nicht nur pubertäres Gehabe handeln, dann fliegen diese Schüler eben von der Schule und werden scharf überwachter und schlecht entlohnter Arbeit zugeführt.

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dafür ist sein arbeitsplatz sicher und zum ende hin wird er nochmal befördert damit er die gleiche Pension bekommt wie sein letztes Nettogehalt... Bei der übertriebenen Staatsalimentierung wäre es ne echte Frechheit wenn die Lehrer noch mehr bekommen würden...
wenn man dazu noch bedenkt, dass durch die lange studienzeit die lehrer erst so spät in den unterricht kommen,dass sie nie den vollen Pensionsanspruch haben...
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Mich würde interessieren, was einen Lehrer heutzutage noch motiviert? Wo/Wie bezieht er seine Erfolgserlebnisse?
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... schrieb:
vor allem geht das bei gefragten Fächern
Was sind denn momentan so die gefragten Fächer?
Ist natürlich unterschiedlich, die üblichen Verdächtigen sind Mathe, Physik, Informatik, Englisch.