der sinn des lebens
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Tach allerseits,
es gibt da eine Frage, die wahrscheinlich jeden verfolgt. Die Frage ist die nach dem Sinn des Lebens. Hab heute auch mal wieder darueber laienhaft philosophiert und wuerde gerne andere Meinungen hoeren. Kurz angerissen sind meine bisherigen Gedanken folgende:
Vorweg noch:
Ein Problem, welches es in meinem persoenlichen Fall recht schwer macht diese Frage fuer mich zu beantworten, ist, dass ich ein extrem rational denkender Mensch bin. Was ich nicht sehen, messen oder mir logisch erklaeren kann, glaube ich nicht. Das schliesst leider die gaengigen Hilfestellungen um der Sinnlosigkeit des Daseins zu entfliehen, wie Religion, schon mal aus. Ich lehne Religionen nicht grundsaetzlich ab, aber, etwas polemisch formuliert, hat sich bisher keiner der hoeheren Wesen bei mir vorgestellt oder mich mit irgendeiner Tat, nennen wir sie ein Wunder, von seiner Existenz ueberzeugt.Nun gut, da waeren ja noch irdischere Gruende die einem Leben Sinn geben koennen. Man koennte sich wissenschaftlich engagieren und neue Entdeckungen machen die der Menschheit dienen. Der Erfolg waere sicherlich nicht garantiert, aber das Streben danach haette ja schon etwas sinnvolles an sich, vorausgesetzt, eine Entdeckung oder Erfindung wuerde dem Leben einen Sinn geben. Man koennte sich auch sozial engagieren und beispielsweise anderen Menschen helfen, oder ein Vermoegen aufbauen und dieses spenden. Diese Erklaerungen bringen mich aber nicht weiter, denn der Sinn des Lebens eines Menschen basiert ja dann darauf, dass er anderen Menschen im weitesten Sinne hilft, dient, etc., was ja nur Sinn macht wenn deren Leben einen Sinn hat. Also dreht man sich im Kreis.
Der biologische Ansatz, mit Evolution, Fortpflanzung, also kurz gesagt dem "Fortbestand und der Weiterentwicklung" der menschlichen Rasse zu dienen, gibt mir auch nichts. Es muesste ja ein gewisser Nutzen im Fortbestand der Rasse liegen um diesem Argument Sinn zu verleiehen. Da wir Menschen im biologischen Sinne keine Symbiose mit einer anderen Rasse eingehen die ich irgendwie fuer Erhaltenswert halte (gibts da ueberhaupt eine Symbiose? Vielleicht Darmbakterien...?) und die menschliche Rasse als Ganzes und aus dem Blickwinkel anderer Rassen gesehen ja eigentlich nur Schaden anrichtet sehe ich also objektiv betrachtet keinen besonderen Nutzen im Fortbestand der Menschheit. Ich kann auch nicht sagen, dass ich irgendeinen Stolz auf unsere Rasse (also Rasse hier immer im Sinne von Menschenrasse; nichts irgendwie mit blond und blauaeugig....vielleicht waere biologisch gesehen Gattung der bessere Ausdruck) empfinde, der mich motivieren wuerde, mich fuer die Gattung Homo Sapiens stark einzusetzen.
So find ich auch gegen alle "edleren" Motive (welche mir jedenfalls einfallen) zuviele Gegenargumente, als dass sie mich ueberzeugen wuerden.
Nun gut, waeren wir also auf dem Standpunkt, das ganze Leben macht nicht wirklich Sinn. Das impliziert ja gleich die Frage, warum man dann weiterleben sollte (keine Angst ich bin nicht selbstmordgefaehrdet oder so). So bescheuert es klingen mag, die einzig vernuenftige Antwort darauf ist fuer mich: weil es noch weniger Sinn machen wuerde! Denn dann waere man tot und alles waere aus (an irgendwas nach dem Tod glaube ich leider auch nicht). Also weiterleben, nur wie? Mit welcher Motivation und mit welchem Ziel? Da alles ja keinen wirklichen Sinn macht, sind die ersten Antworten egoistisch motiviert, nach dem Motto, machen wir das beste draus: Spass, Sex, Ruhm, Delirium oder allgemeiner: Triebbefriedung, Anerkennung, Wertschaetzung, .... jetzt sind wir bei Maslow angelangt. Dann ist der Sinn also lediglich seine Beduerfnisse zu befriedigen?
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samstagsphilosoph schrieb:
Dann ist der Sinn also lediglich seine Beduerfnisse zu befriedigen?
Mit der Auffassung bist du jedenfalls nciht alleine.
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Muss es einem eigentlich zu denken geben, wenn man, so wie ich, sich in seinem ganzem Leben noch nie diese Frage gestellt hat?
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Ne, dann machst du es instinktiv richtig.
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Hallo samstagsphilosoph, wirklich erstaunlich! Alles was du da so schreibst, könnte auch meiner Feder entsprungen sein. Ich denke, man sollte sich nicht so viele Gedanken über Sinn und Unsinn seines eigenen Daseins machen, sondern es einfach genießen und das beste draus machen.

Fazit:
HAVE FUN !
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Ich denke man sollte den Begriff "Sinn" ersteinmal sinnvoll definieren, ansonsten macht es keinen Sinn darüber zu philosophieren.
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samstagsphilosoph schrieb:
Denn dann waere man tot und alles waere aus (an irgendwas nach dem Tod glaube ich leider auch nicht).
als rational denkender mensch legst du dich darauf fest?

zum sinn des lebens:
am besten wird das ganze mit dem satz "der weg ist das ziel" ausgedrueckt.meiner meinung nach ist alles nur illusion (jetzt nicht a la matrix).
das leben ist nur eine ansammlung zufaelliger prozesse. es gibt keinen
sinn. alles laeuft auf "fest" vorgegebenen bahnen ab. manche behaupten,
der "freie" wille erscheint nur frei. kenne man alle "eingaben", den
"verarbeitungsprozess" kenne man auch die "ausgaben".
weil alles so komplex is das es niemand durchblickt siehts willkuerlich,
frei aus.
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Der Sinn des Lebens ist anderen den Sinn des Lebens zu nehmen.
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Der Sinn des lebens ist deinem Leben ein Sinn zu geben.
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KKS schrieb:
Der Sinn des lebens ist deinem Leben ein Sinn zu geben.

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KKS schrieb:
Der Sinn des lebens ist deinem Leben ein Sinn zu geben.

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Hi!
"Der Weg ist das Ziel" und "Der Preis des Lebens ist der Tod":
Ziel ist es das Beste draus zu machen. Der Preis nach erreichen des Ziels ist immer der selbe, egal was man gemacht hat.Deswegen glaube ich auch nicht an ein "Leben nach dem Tod", das wäre noch bescheuerter, dann könnte man auch gleich alle am Leben lassen. Mal abgesehen davon ist das imho mehr was für Leute die nicht glauben wollen das es nach dem Tod zu Ende ist. Ich denke alles hat ein Ende (abgesehen die Wurst, die hat 2 *g*) und nach dem Ende kommt nichts mehr.
Code-Hacker
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is diese frage eigentlich nicht genauso wie manch andere probleme auch nicht-berechenbar?
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Code-Hacker schrieb:
Deswegen glaube ich auch nicht an ein "Leben nach dem Tod", das wäre noch bescheuerter, dann könnte man auch gleich alle am Leben lassen.
Zumal man bedenken muss, dass jeder ja schon mal tot gewesen ist - vor der Geburt. Wieso tut man sich so schwer daran zu glauben, das es nach dem Lebensende so viel anders ist?
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Gunnar schrieb:
Zumal man bedenken muss, dass jeder ja schon mal tot gewesen ist - vor der Geburt. Wieso tut man sich so schwer daran zu glauben, das es nach dem Lebensende so viel anders ist?
lol, wollte ich auch gerade schreiben

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Hi!
@Gunnar:
Ich denke das viele Angst vor dem Unbekannten haben und sich deshalb etwas suchen, woran sie sich festhalten können. Ich will mich an nichts festhalten, wozu auch? Deswegen glaube ich an keine Religion (auch man bei meinem Aussehen was anderes denken könnte) und mag es auch nicht, wenn man mir versucht einen Glauben aufzuschwatzen. Ich bin sehr tollerant, wer glauben will kann das gerne tun, nur soll mir keiner seinen Glauben aufzwingen.Code-Hacker
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ich dachte in einem programmiererforum ist die erste antwort 42. wohl doch nicht...
geloescht
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Code-Hacker schrieb:
Deswegen glaube ich auch nicht an ein "Leben nach dem Tod", das wäre noch bescheuerter, dann könnte man auch gleich alle am Leben lassen. Mal abgesehen davon ist das imho mehr was für Leute die nicht glauben wollen das es nach dem Tod zu Ende ist. Ich denke alles hat ein Ende (abgesehen die Wurst, die hat 2 *g*) und nach dem Ende kommt nichts mehr.
Dann definiere nichts.
Voll überflüssig auch, über das Nach dem Tod zu reden, da es niemand lebender wissen kann. Man kann gar nicht davon reden, da für etwas, das außerhalb des Lebens ist, keine Worte zum beschreiben existieren.Die Frage dreht sich eher darum, was das Leben ist, wenn der Tod das Ende des Lebens ist. Ist das Leben nicht eher wie der Tod, und ab dem Tod beginnt etwas anderes, das wie das ist, was wir leben bezeichnen? Wierum also? Wir können "Leben" nicht exakt definieren, wenn wir Tod nur als Ende des Lebens definieren können, denn es kann (wie gesagt) sein, das ab dem Tod etwas wie ein Leben beginnt, vielleicht etwas wie Geburt?
@Code-Hacker: Es ist ja schon mittlerweile so, das Atheisten den Nicht-Glauben den sog. Gläubigen aufzwingen - du glaubst dich in einer angegriffenen Position, aber im Grunde bist du in der Position des Angreifers - Gläubige können in Europa kaum noch gläubig sein, ohne auf eine art befremdlich zu sein, und sei es auch nur der (oft) geäußerte "Respekt".
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Gunnar schrieb:
Code-Hacker schrieb:
Deswegen glaube ich auch nicht an ein "Leben nach dem Tod", das wäre noch bescheuerter, dann könnte man auch gleich alle am Leben lassen.
Zumal man bedenken muss, dass jeder ja schon mal tot gewesen ist - vor der Geburt. Wieso tut man sich so schwer daran zu glauben, das es nach dem Lebensende so viel anders ist?
Die Frage ist, ob das Lebensende subjektiv überhaupt eintreten wird. Um das herauszufinden muss man nur in die Rolle von Schrödingers Katze schlüpfen
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Der sind des Lebens vieler Leute ist saufen saufen saufen.
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randa schrieb:
Gläubige können in Europa kaum noch gläubig sein, ohne auf eine art befremdlich zu sein
Und das ist auch gut so. Dieses rückständige Relikt "Religion" muss endlich weg. Der Versuch mittels dieser Krücke eine bessere Gesellschaft zu schaffen, ist gescheitert. Heute ist Religion eine der schlimmsten Geißeln der Menschheit.