<Split aus "C/C++ oder C#">
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die auf strukturelles statt nominatives Subtyping setzt,
keine Ahnung wo der Unterschied ist.
Bei ersterem kommt es auf die Struktur an. Wenn etwas die entsprechenden Methoden bietet ist es ein Subtyp.
Bei letzterem kommt es an, ob ich namentlich angegeben habe, dass es sich um einen Subtyp handelt.
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Online schrieb:
Na ja gut, vielleicht hab ich Polymorphie nur falsch verstanden oder ich benutze die falschen Sprachen.
Ne, weder falsch verstanden (zumindest lässt sich das nicht hieraus schließen) noch beutzt die falschen Sprachen (zumindest lässt sich das nicht hieraus schließen) - aber dein Horizont reicht nicht weit genug.
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Jester schrieb:
Online: Du willst es nicht kapieren oder?
Turing-Mächtig heißt: Jedes Programm das man schreiben kann kann man auch damit schreiben. Das ist eine Eigenschaft, die man nachweisen oder widerlegen kann.
[..]
das war mir schon klar, du kannst viel theoretisch auseinandernehmen
ich versuche dir die gaze Zeit zu sagen das Theorie oft an der Praxis vorbei geht. Würde Vererbung gleichwertig sein mit "Nichtvererbung" so hätte es Vererbung nie in diesem Umfang gegeben.
Du hast in theoretischen Punkt recht aber an der Parxis geht das total vorbei
Shade Of Mine schrieb:
aber dein Horizont reicht nicht weit genug
vielleicht schaue ich in eine andere Richtung
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Online schrieb:
ich versuche dir die gaze Zeit zu sagen das Theorie oft an der Praxis vorbei geht. Würde Vererbung gleichwertig sein mit "Nichtvererbung" so hätte es Vererbung nie in diesem Umfang gegeben.
Was natürlich Blödsinn ist. Denn Vererbung ist eben _ein_ beliebtes Mittel - aber nicht zwangsläufig _das_ Mittel schlecht hin.
Wenn dir Heliums Beispiele zu 'realitätsfern' sind, dann schau dir doch mal C++ an. Hier kann man zB Interfaces nahezu gänzlich ohne Vererbung machen, indem man statische Polymorphie mit Templates verwendet. Deshalb hat man in C++ ja auch größtenteils sehr flache Vererbungshierachien.
Man muss also nicht von einem Interface erben um es zu implementieren.
Wenn wir uns jetzt Python ansehen:
da kann man eine Klasse erweitern ohne von ihr zu erben
Du hast in theoretischen Punkt recht aber an der Parxis geht das total vorbei
Was ist für dich denn 'Praxis'? Nice, Heron, BIL sind für dich nicht 'Praxis'?
Sicher, Vererbung ist heutzutage ein sehr beliebtes Mittel - allerdings gibt es OO Ansätze die ohne Vererbung auskommen.
Und in 10 Jahren wird man vielleicht garnicht mehr Objekt Orientiert Programmieren wollen, weil es dann etwas besseres gibt.
Insofern sehe ich nicht, dass Vererbung essentiell ist (schließlich ist Vererbung ja nur ein abstraktes Mittel)
Shade Of Mine schrieb:
aber dein Horizont reicht nicht weit genug
vielleicht schaue ich in eine andere Richtung
Und verschließt deine Augen?
Hast du dich jemals mit anderen OO Konzepten als sie C++, Java, C#, D,... verwenden auseinander gesetzt?
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Man muss also nicht von einem Interface erben um es zu implementieren.
Wenn wir uns jetzt Python ansehen:
da kann man eine Klasse erweitern ohne von ihr zu erbenhm...heißt Vererben nicht vorhandenes Weiterbenutzen und erweitern?
Ein Interface ist doch was vorhandenes und wird dann irgendwo eingesetzt oder wie läuft es denn in C++?
Und wenn du eine Klasse erweiterst benutzt du doch bestimmt das vorherige mit oder? Also setzt Vorhandenes ein und erweiterst es auch. Ist das nicht Vererbung?Was verstehst du unter Vererben?
Was ist für dich denn 'Praxis'? Nice, Heron, BIL sind für dich nicht 'Praxis'?
Sag mir, wo werden diese Sprachen eingesetzt? Sind sie Weltweit verbreitet, Dominant? Werden damit 100.000 von Programmen geschrieben? Oder sind das nur Nischenprodukte?
Was ist für dich denn 'Praxis'?
Unter Praxis versteh ich etwas das umfassend eingesetzt wird. Wird es umfassend eingesetzt wurde es vom Makrt für gut befunden und es hat sich somit durchgesetzt. Das nenn ich Praxis.
Sicher, Vererbung ist heutzutage ein sehr beliebtes Mittel - allerdings gibt es OO Ansätze die ohne Vererbung auskommen.
Und in 10 Jahren wird man vielleicht garnicht mehr Objekt Orientiert Programmieren wollen, weil es dann etwas besseres gibt.
Es geht mir darum was belibt ist und was bevorzugt wird nicht was irgendwo irgend wann möglich ist. Beliebt ist immer das was gut ist oder? Irgendwas tolle muss es an dieser Vererbung geben das sie so oft eingesetzt wird oder?
Und verschließt deine Augen?
Hast du dich jemals mit anderen OO Konzepten als sie C++, Java, C#, D,... verwenden auseinander gesetzt?eigentlich studiere ich Technische Informatik und nicht Programmiersprachen.
Man kann nicht alles wissen und erst recht nicht in jede Richtung schauen.
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Online schrieb:
Beliebt ist immer das was gut ist oder?
Ne. Popmusik ist ja auch beliebt.
...und Windows und Moorhuhn auch. 
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Online schrieb:
Es geht mir darum was belibt ist und was bevorzugt wird nicht was irgendwo irgend wann möglich ist. Beliebt ist immer das was gut ist oder? Irgendwas tolle muss es an dieser Vererbung geben das sie so oft eingesetzt wird oder?
Beliebt ist es auch, nicht RAII in C++ zu benutzen...
Aber klar, wenn du nur von beliebtheit ausgehst, dann muss man auf Java/C# sehen. Dann sind die C++ Templates bald Schnee von Gestern und wir alle erben von bald von einer ultimativen ABC genannt Object.
Nicht dass ich jetzt Java schlecht machen will - aber es gibt halt nicht nur einen Weg etwas zu machen. Und der beliebteste ist nicht immer der beste.
zB ist das Python Konzept von Klassen mit self als ersten Parameter viel besser als das herkömmliche Methode gehört _in_ Klasse. Weil man in C++ immer das Problem:
v.sort() versus sort(v)
hat.
in Python hat man einfach nur
v.sort() und gut (bzw. man hat eigentlich beides, aber man muss nur eine Funktion dafür schreiben).Aber dennoch verwendet man das herkömmliche Prinzip, wo man eben sort(v) und v.sort() hat, weil es alle machen. Wie du siehst, ist "was alle machen" nicht zwangsläufig das beste.
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@Online: Wo es dir so sehr auf die Beliebtheit ankommt, interessiert dich vielleicht der Tiobe Programming Community Index, der letztendlich Programmiersprachen anhand ihrer Popularität ordnen soll:
also... C solltest du mal lernen. Scheint äußerst beliebt zu sein, unterstützt aber nicht gerade OOP. (...gerade als TI-Student solltest du C auf jeden Fall daruf haben.)
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Shade Of Mine schrieb:
Aber klar, wenn du nur von beliebtheit ausgehst, dann muss man auf Java/C# sehen. Dann sind die C++ Templates bald Schnee von Gestern und wir alle erben von bald von einer ultimativen ABC genannt Object.
gut, man muss dan auch noch differenzeiren.
Sprachen, die grundlegend Vererbung einsetzen werde auch massenhaft im Desktop-Bereich eingesetzt.
C++ hat ja auch Vererbung und warum sollten die Templates aussterben? Kann man Templates-Klassen nicht vererben? Die Sprache ist aber für meinen Begriff viel zu vollgestopft. Und sie kontrolliert sich nicht selbst. Will jetzt aber hier keine C++/C#/Java Diskussion einleitenDann gibts ja auch den Bereich Microcontroller z.B. da ist weniger Vererbung und mehr Geschwingkeit vom Vorteil. Speicher ist auch so ein Ding. Das wird sich aber auch Irgendwann relativieren.
Wenn ich mir die Zukunft anschaue was es so für schöne Entwicklungsumgebungen geben wird. KlickKlick und du hast dein MicroC. Layout und nen passenden Compiler. Das schreit so richtig nach Vererbung.Gregor schrieb:
also... C solltest du mal lernen. Scheint äußerst beliebt zu sein, unterstützt aber nicht gerade OOP. (...gerade als TI-Student solltest du C auf jeden Fall daruf haben.)
Jop C ist beliebt geht aber am Thema vorbei weil es um OOP geht.
Aber du kannst mir mal verraten warum ich denn unbedingt C als TI-Student drauf haben muss?
Wenn man erst programmieren kann, dann ist die Sprache völlig wurst.
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Gregor schrieb:
Online schrieb:
Beliebt ist immer das was gut ist oder?
Ne. Popmusik ist ja auch beliebt.
...und Windows und Moorhuhn auch. 
in der freien Wirtschaft entscheidet nun mal die Masse und nicht die Klasse. Es gibt zwar Nischenprodukte aber die zeigen nun mal leider nicht die Laufrichtung!
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Online schrieb:
ich versuche dir die gaze Zeit zu sagen das Theorie oft an der Praxis vorbei geht. Würde Vererbung gleichwertig sein mit "Nichtvererbung" so hätte es Vererbung nie in diesem Umfang gegeben.
Ne, Du versuchst mit die ganze Zeit zu erklären, daß man theoretisch mit si alles bauen kann was auch mit mi geht. Und das scheint ja ein praxistaugliches Argument zu sein. Wenn man das gleiche Spiel aber eine Ebene weiter unten spielt und si emuliert, dann ist es völlig praxisfern.

Aber wenn Du mich schon die ganze Zeit verstanden hast ist ja gut. Daß Du Probleme damit hast die Brücke zwischen Theorie und Praxis zu schlagen ist ja nicht mein Problem.
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Online schrieb:
Dann gibts ja auch den Bereich Microcontroller z.B. da ist weniger Vererbung und mehr Geschwingkeit vom Vorteil.
Soll ich daraus jetzt schließen "Vererbung == langsam" ?
Jop C ist beliebt geht aber am Thema vorbei weil es um OOP geht.
Aber laut Gregors Seite ist C am beliebtesten - somit ist non OOP verdammt beliebt und Vererbung somit nicht so wichtig, oder?
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[quote="Jester"]
Online schrieb:
[...] Daß Du Probleme damit hast die Brücke zwischen Theorie und Praxis zu schlagen ist ja nicht mein Problem.
also Probleme hab ich nicht nur ist es oft der Fall das in der Praxis die Theorie nie wirklich funktioniert

diesen Standard-Spruch den ich immer höre: "hm, also theoretisch müsste das hier eigentlich funktionieren...."

Shade OF Mine schrieb:
Aber laut Gregors Seite ist C am beliebtesten - somit ist non OOP verdammt beliebt und Vererbung somit nicht so wichtig, oder?
jop, genau richtig. Wenn man die Programme betrachtet für die C benutzt wird dann braucht man da auch nicht unbedingt OOP oder?
Aber wenn ich OOP benutze dann eher mit Vererbung als ohne wie es diese Seite dann auch bestätigen würde mit Java und C++.Ich hab auch nicht behauptet das OOP wichtig ist, ich meinte nur das die meisten Programme sich schneller und einfacher mit Vererbung als ohne implementieren lassen.
Shade OF Mine schrieb:
Soll ich daraus jetzt schließen "Vererbung == langsam" ?
kommt drauf an wie es in der Sprache implementiert ist oder? ich mein C wird oft bei MicroC. eingesetzt oder auch ASM und die sind schneller als die meisten OOP-Sprachen oder?

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Online schrieb:
kommt drauf an wie es in der Sprache implementiert ist oder? ich mein C wird oft bei MicroC. eingesetzt oder auch ASM und die sind schneller als die meisten OOP-Sprachen oder?

Keine Sprache ist schneller als eine andere.
zB denke ich nicht, dass ein C Compiler wesentlich besseren Code erzeugt als ein OCaml Compiler...jop, genau richtig. Wenn man die Programme betrachtet für die C benutzt wird dann braucht man da auch nicht unbedingt OOP oder?
Braucht man OOP denn für irgendwas?
Ich verstehe dich echt nicht.
OOP braucht man oft nicht, wenn dann muss es aber mit Vererbung implementiert sein.Das klingt doch bescheuert? Ich verstehe das ganze Prinzip "gut ist, was alle machen" sowieso nicht.
Hab dir doch schon Beispiele gebracht warum non mainstream Sachen besser sein können als Mainstream (Python zB, oder das ganze funktionale Prinzip von LISP und Co oder Template Metaprogramme, abstrakte Interfaces,...) - alles kein Mainstream aber trotzdem verdammt gut und nützlich.Kommen wir aber zu einem anderen Zwiespalt:
Reflection für OOP nötig?
Java/C#/PHP/... sagen Ja, indem sie Reflection anbieten. C++, C,... sagen nein (ja kommt hier auch vor, obwohl man kein Vererbung hat und trotzdem OO programmieren kann).
Was ist also die einzig wahre Wahrheit? Reflection: ja oder nein?
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Keine Sprache ist schneller als eine andere.
zB denke ich nicht, dass ein C Compiler wesentlich besseren Code erzeugt als ein OCaml Compiler...hm...also ist java und C# z.B. genau so schnell wie ASM? natürlich zählt zu der Sprache auch die Umgebung in der sie eingesetzt wird.
OOP braucht man oft nicht, wenn dann muss es aber mit Vererbung implementiert sein.
ich würde eher sagen Vererbung brauch OOP so war das auch gemeint
Ich verstehe das ganze Prinzip "gut ist, was alle machen" sowieso nicht.
ganz einfach...du siehst das technisch, ich sehe das wirtschaftlich
genommen wird die technik, die verbreitet ist.
alle Konzepte haben die Daseinsberechtigung. Aber nur weil sie da sind heißt es nicht das sie anerkannt werden.Was ist also die einzig wahre Wahrheit? Reflection: ja oder nein?
das werden wir nicht entscheiden, das wird der Markt entscheiden. Sieh dir mal .Net an ...was meinst du in welche Richtung wird es wohl gehen? meinst du nicht die Entscheidung ist schon gefallen?
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Online schrieb:
Aber du kannst mir mal verraten warum ich denn unbedingt C als TI-Student drauf haben muss?
Wenn man erst programmieren kann, dann ist die Sprache völlig wurst.C ist für dich besonders wichtig, weil es gerade für hardwarenahe Dinge eingesetzt wird und C Compiler auch für viele sehr beschränkte Systeme (also dem typischen Toaster) zu haben sind. C ist also gerade in dem Bereich von Bedeutung, der deinem (zukünftigen) Arbeitsgebiet wahrscheinlich entsprechen wird.
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Online schrieb:
diesen Standard-Spruch den ich immer höre: "hm, also theoretisch müsste das hier eigentlich funktionieren...."

Der hat nichts mit Theorie zu tun, sondern mit den fehlenden sprachlichen Fähigkeiten dessen, der den Satz sagt. Das "theoretisch" hat in diesem Satz nur in den seltensten Fällen die richtige Bedeutung.
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Online schrieb:
hm...also ist java und C# z.B. genau so schnell wie ASM? natürlich zählt zu der Sprache auch die Umgebung in der sie eingesetzt wird.
Du kannst Sprachen nicht so vergleichen. Java und C# werden halt meistens gejittet - das ist Performancemäßig natürlich nicht ideal. (mal davon abgesehen, dass ich in ASM vermutlich langsameren Code schreiben würde und gejittetes Java so wiederum schneller wäre ;))
Wenn man sie aber kompilieren würde und dadurch Reflection weglassen würde, dann wäre ein Unterschied zu C++ nicht feststellbar. Kommt halt alles darauf an, wie effektiv man die Standard Bibliothek klein bekommt.Aber im wenn wir jetzt von einem Java Prozessor ausgehen, der Java Bytecode native verarbeiten kann, dann hast du Performance mäßig wieder keinen unterschied.
Aber ich weiss, alles zu theoretisch und Praxisfern.
ich würde eher sagen Vererbung brauch OOP so war das auch gemeint
Dass man für Vererbung OOP braucht, streitet ja auch niemand ab. Lediglich dass man Vererbung für OOP braucht ist blödsinn.
ganz einfach...du siehst das technisch, ich sehe das wirtschaftlich
genommen wird die technik, die verbreitet ist.Interessant, dh du würdest nie Python in deiner Anwendung einbetten um Scripting zu ermöglichen weil es nicht verbreitet ist?
Die Spiele die das gemacht haben (zu letzt The Fall) haben da ordentliche Pluspunkte kassiert.
alle Konzepte haben die Daseinsberechtigung. Aber nur weil sie da sind heißt es nicht das sie anerkannt werden.
Aber ich rede doch garnicht von irgendwelchen theoretischen Möglichkeiten sondern von konkreten Implementierungen die sogar (mit Ausnahme von BIL) produktionsreif sind.
Ich sehe das durchaus wirtschaftlich: nehmlich das beste Tool für den Job, nicht das beliebteste.
das werden wir nicht entscheiden, das wird der Markt entscheiden. Sieh dir mal .Net an ...was meinst du in welche Richtung wird es wohl gehen? meinst du nicht die Entscheidung ist schon gefallen?
Klar, weil .NET auf Reflection ist Reflection das einzig wahre. Verstehe.
Schonmal daran gedacht, dass der Markt nicht alles ist? So kommt man nämlich nicht weiter. Wenn ich mich jetzt auf .NET fixiere bin ich abhängig, genauso wenn ich mich auf Python fixiere. Deshalb ist es immer gut flexibel zu bleiben. Das kann man aber nicht, wenn man immer nur das macht, was alle machen.
Ich finde deine Einstellung ziemlich kurzsichtig. Denn gerade in der Software Entwicklung ist es verdammt wichtig flexibel zu bleiben.
zB mein aktuelles Projekt verwendet Gambas. Ein verdammt mieser VB verschnitt. Sicher kein Mainstream oder sonst etwas - aber ich muss darin Programmieren.
Da kommt es mir zu gute, dass ich mehr kann als C++ - denn Gambas programmiert sich ziemlich anders. Sicher kann ich auch C++ in Gambas schreiben, aber das wäre dann nicht Gambas und deshalb verdammt schwer zu warten.
Tatsache ist, dass die Mainstream Sprachen (C++, C#, Java, PHP,...) alle von C abstammen, sie unterscheiden sich daher kaum vom Aufbau. Gerade kann es sehr sinnvoll sein, neue Konzepte kennen zu lernen.
Gambas zB könnte komplett ohne Vererbung auskommen - denn es gibt keine virtuellen Methoden im herkömmlichen Sinn (somit ist Vererbung ziemlich unwichtig geworden). Man hat dynamische Bindung ein bisschen SmallTalk like - man sagt einfach: rufe die Methode "foo" auf, und das System checkt, ob das Objekt überhaupt diese Methode hat. Ein normales obj.foo() würde kein virtuelles Dispatching machen. Dadurch hat man zB garkeine Interfaces (und könnte sich Vererbung in 80% der Fälle sparen).
Ich finde diesen Ansatz zwar mies, aber ich muss real damit arbeiten. Das ist nichts erfundenes, sondern wirklich tatsächlich ein Job. Die 'Wirtschaft' sieht also wesentlich mehr als nur Mainstream, sondern eher "das beste Tool für den Job". Und Gambas ist was OpenSource RAD unter Linux betrifft, dass beste Tool.
OK, jetzt kommt wahrscheinlich, dass man für Linux Programme idR kein Geld bekommt - Linux also markttechnisch nicht relevant ist, stimmts?
Auf Mikroprozessoren sieht alles auch wieder anders aus. Mein Vater programmiert hier zB in 90% der Fälle mit PL/M. Wer kennt das schon? Es ist also nicht so, dass C das non plus ultra ist - sicher ist C Marktführend aber eben mit deutlich unter 100%. Die Alternativen sind also durchaus relevant.
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Shade Of Mine schrieb:
Wenn man sie aber kompilieren würde und dadurch Reflection weglassen würde, dann wäre ein Unterschied zu C++ nicht feststellbar. Kommt halt alles darauf an, wie effektiv man die Standard Bibliothek klein bekommt.
Wie kommst du denn da drauf? Zum einen kommt man auch durch kompiliertes Java nicht auf die Geschwindigkeit von C++, weil einem hierzu einfach einige Sprachmittel fehlen, und zum anderen hat Reflection damit gar nichts zu tun. Das wäre auch in einem entsprechenden Mschinencode-Kompilat vorstellbar und kostet keinerlei Zeit.

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Gregor schrieb:
Online schrieb:
diesen Standard-Spruch den ich immer höre: "hm, also theoretisch müsste das hier eigentlich funktionieren...."

Der hat nichts mit Theorie zu tun, sondern mit den fehlenden sprachlichen Fähigkeiten dessen, der den Satz sagt. Das "theoretisch" hat in diesem Satz nur in den seltensten Fällen die richtige Bedeutung.
Na und ob das was mit Theorie zutun hat. Wenn ich mir z.B. nen MicroC. auf eine Platine bringe und Leiterbahnen lege und dann mit Signalübersprung zu kämpfen hab dann hat das sehr wohl was mit Theorie zutun. Das kannst du theoretisch nicht herausfinden. Also funktioniert eine Schaltung auf dem Papier und in der Praxis macht sie nicht das was sie soll. Strukturhazards wärena uahc so ein Problem.
Das mal zur "fehlenden sprachlichen Fähigkeiten".C ist für dich besonders wichtig, weil es gerade für hardwarenahe Dinge eingesetzt wird und C Compiler auch für viele sehr beschränkte Systeme (also dem typischen Toaster) zu haben sind. C ist also gerade in dem Bereich von Bedeutung, der deinem (zukünftigen) Arbeitsgebiet wahrscheinlich entsprechen wird.
ich weis, grundlegende Kenntnisse hab ich zwar aber das heißt nicht das ich die unbedingt drauf haben muss. Wenn man eine Idee in ein Programm umsetzen kann dann ist die Programmiersprache imgrunde Egal. Die Syntax ist schnell gelernt. Die Symatik lernst du wenn du dann was schreibst.
Und dann kommen ja natürlich noch die Bibliotheken, die sind aber problemabhängig und lassen sich so garnicht lernen.Shade of Mine schrieb:
Du kannst Sprachen nicht so vergleichen. Java und C# werden halt meistens gejittet
na erst sagst du alle Sprachen sind gleich schnell und dann sagst du ich kann sie nicht so vergleichen. Also zur einer Sprache gehört nun mal die Umgebung, in der sie eingesetzt wird und das es für alles mögliche nen Sonderfall gibt das ist mir klar. Nur irgendwo musst man ja auch nen Punkt setzen.
Ich sehe das durchaus wirtschaftlich: nehmlich das beste Tool für den Job, nicht das beliebteste.
da kann man sich auch mal fragen ob nicht das beste auch das beliebteste ist.
Du wirst doch schon alleine von der Masse gelenkt. Du hast Problem A und suchst Lösung B. Wie machst du das? Du guckst was andere da gemacht haben bzw. was sie grade machen. Das ist doch schon sich nach der Masse ausrichten.
Natürlich kann dein Problem auch so speziel sein das du eine neue Lösung finden musst aber dann begibst du dich in neue Gebiete die noch keiner erkundet hat. Du steckst also den Weg ab und schaust ob dir jemand folgt.Klar, weil .NET auf Reflection ist Reflection das einzig wahre. Verstehe.
Hab ich nicht behauptet.
Schonmal daran gedacht, dass der Markt nicht alles ist? So kommt man nämlich nicht weiter. Wenn ich mich jetzt auf .NET fixiere bin ich abhängig, genauso wenn ich mich auf Python fixiere. Deshalb ist es immer gut flexibel zu bleiben. Das kann man aber nicht, wenn man immer nur das macht, was alle machen.
Der markt sagt dir nicht wie du dich fixieren sollst sondern er zeigt dir die Richtung. Wie gesagt, du schlägst nur eine neue Richtung ein wenn du ein ganz neues Problem hast, alles andere ist Unwirtschaftlich. Probleme die schon behandelt wurden haben auch mindestens eine Teillößung die du einschlagen wirst. Keiner erfindet das Rad neu.
Ich finde deine Einstellung ziemlich kurzsichtig. Denn gerade in der Software Entwicklung ist es verdammt wichtig flexibel zu bleiben.
das ist wirklich Einstellungssache. Ich bin der Meinung das man sich erst mit dem Gängigen auseinandersetzen muss bevor man speziel wird.
Im Grunde kann man sich sowieso nicht Entscheiden was man haben will. Die Firma in der man arbeitet diktiert es einem. Und für gängige Probleme werden nun mal keine spezielen Lösungen gesucht. das ist Zeitverschwendung.OK, jetzt kommt wahrscheinlich, dass man für Linux Programme idR kein Geld bekommt - Linux also markttechnisch nicht relevant ist, stimmts?
natürlich bekommt man für Linuxprogramme Geld. Die Sichtweise ist wichtig. In dem ich konstenlose Programme anbiete verliere ich zwar Geld aber dafür kann ich kostenlose Programme benutzen also gewinne ich wieder Geld. Somit ist das Markttechnisch sehr relevant.
Es muss aufjeden fall einen markttechnischen Nutzen geben sonst würde es sich nicht entwickeln. Es muss immer jemanden Geben der deine Idee gut findet sonst kannst du die in die Tonne schieben. Das ist Beliebtheit. Je mehr Leute die Idee wollen desto besser muss sie sein.