Morgen kippt das Verbot von Studiengebühren...
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ExStudent schrieb:
Außerdem brauchen wir mehr Qualifizierte Menschen in D, nicht weniger.
Das ist richtig, aber wir bekommen nicht mehr qualifizierte Menschen dadurch, daß wir einfach mehr Leute in die Unis packen. Das ist ein bißchen die Tendenz, 500 Studenten = 500 qualifizierte Leute, 1000 Studenten = 1000 qualifizierte Leute, so denken Politiker.
Das ist natürlich Unsinn, letztlich sinkt durch mehr Leute an den Unis erst Mal einfach das durchschnittliche Niveau, da man hochqualifizierte Leute nicht einfach durch einen Titel und ein Gesetz erzeugen kann.
Im Grunde ist der Zug schon fast abgefahren - wenn wir in 10 Jahren mehr hochqualifizierte Ingenieure o.ä. brauchen, dann müssten wir heute mit Frühförderung im Kindergarten beginnen! Denn diese Kinder von heute studieren in rund 15 Jahren. D.h. Defizite in den Grundschulen heute erzeugen den Ingenieurmangel von morgen.
Aber wenn es akzeptierte Normalität ist, daß Kinder in den Kindergarten gehen oder in die Grundschule, und nach einigen Wochen schlechter deutsch sprechen als vorher (normal in Großstädten), ist eigentlich der Grundstein für die Katastrophe gelegt.
Da kann man den Unis dann noch soviele Geldmittel zuweisen... das reißen die später nicht mehr raus.
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Marc++us schrieb:
Das ist richtig, aber wir bekommen nicht mehr qualifizierte Menschen dadurch, daß wir einfach mehr Leute in die Unis packen.
Volle Zustimmung.Allerdings werden durch die Studiengebühren ja nicht nur die weniger leistungsfähigen von den Unis ferngehalten.
@virtuell Realisticer
Gilt natürlich auch für FHs. Ist aber Länderspezifisch. Die Kosten liegen zunächst so zwischen 500-650 Euro pro Semester, in ganz wenigen Bundesländern bleibt es vorerst kostenlos.
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Autsch, das ist viel. Muss man sich ja doch ueberlegen, ob man studieren geht,
oder nicht.mfg
v R
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virtuell Realisticer schrieb:
Autsch, das ist viel. Muss man sich ja doch ueberlegen, ob man studieren geht,
oder nicht.Jein. Ein Raucher qualmt für 150 EUR im Monat Zigaretten weg, 900 EUR pro Semester.
Nur mal für die Maßstäbe. Und ich kannte genug Mitstudenten, die kräftig qualmten, und ansonsten am Hungertuch nagten.
Ist trotz allem eine Frage der Prioritäten.
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Marc++us schrieb:
virtuell Realisticer schrieb:
Autsch, das ist viel. Muss man sich ja doch ueberlegen, ob man studieren geht,
oder nicht.Jein. Ein Raucher qualmt für 150 EUR im Monat Zigaretten weg, 900 EUR pro Semester.
Nur mal für die Maßstäbe. Und ich kannte genug Mitstudenten, die kräftig qualmten, und ansonsten am Hungertuch nagten.
Ist trotz allem eine Frage der Prioritäten.
Also wenn ich sehr viel Glueck habe, dann kann ich bei meiner Oma wohnen. Dann
koennte ich noch das Auto abmelden, IX Abo und Handyvertrag kuendigen. Dann
denke ich, ist es machbar.Wenn ich aber Pech habe, muesste ich schauen, dass ich irgendwo eine Studenten-
wohnung bekomme. Dann kommt natuerlich noch Verflegung mit dazu. Obige
Gegenstaende kuendigen bzw. abmelden muesste ich auf jeden Fall, sonst wird
es zu teuer.Meine Eltern koennen mich leider nicht sehr viel unterstuezten, da wir erst
ein Haus gebaut haben und BaFoeg bekomme ich nicht, da mein Vater dafuer zu
viel verdient.Jobben gehen werd ich auf jeden Fall, damit ihr nicht denkt, ich wuerde auf
der faulen Haut sitzen ;).mfg
v R
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Gibt es denn im Zuge der Einführung der Studiengebühren auch eine neue Regelung von Bafög?
Oder werden wenigstens die Regelstudienzeiten erhöht?
Weil Informatik in 9 Semstern zu schaffen halte ich für unmöglich.cu
Hexa
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Hexa schrieb:
Weil Informatik in 9 Semstern zu schaffen halte ich für unmöglich.
Ganz genau. Aber daran denken die Wirtschafts"wissenschaftler", die die Studiengebühren beschließen, nunmal nich

Ich prophezeie einen Run auf FHs. Vielleicht nicht das schlechteste.
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Weil Informatik in 9 Semstern zu schaffen halte ich für unmöglich.
Hmmm...mein Onkel hats in 8 gemacht.

Von wieviel Semestern geht man i.d.R. aus?mfg
v R
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Hexa schrieb:
Gibt es denn im Zuge der Einführung der Studiengebühren auch eine neue Regelung von Bafög?
Oder werden wenigstens die Regelstudienzeiten erhöht?
Weil Informatik in 9 Semstern zu schaffen halte ich für unmöglich.cu
Hexaich denke nich. das geld soll doch direkt den fachbereichen zu verfügung ( imho) gestellt werden, und dadruch steigt natürlich die qualität der lehre enorm. aber gaaaaanz doll. </sarkasmus>
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mein onkel war auch nach sechs semestern ingenieur.

also wenn du mit "i. d. R." "in der Regel" = Regelstudienzeit meinst, die liegt für informatik bei 9 oder 10. die tatsächliche durchschnittliche studiendauer bis zum abschluß liegt aber wesentlich höher.
oder nimm meinen studiengang als beispiel: et&it 9 semester regelzeit, 12,4 semester durchschnittszeit (th karlsruhe)
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virtuell Realisticer schrieb:
Hmmm...mein Onkel hats in 8 gemacht.

Von wieviel Semestern geht man i.d.R. aus?Uni ? No way... FH/BA ist was anderes. Darum prophezeie ich ja den Ansturm darauf.
Edit: Durchschnitt an der RWTH liegt traditionell bei 14-15 Semestern.
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Ein längst überfälliger Schritt, der bereits seit langem von der Union gefordert wird. Endlich wird der Wettbewerb der Universitäten zunehmen. Was noch fehlt, sind flächendeckende schriftliche Aufnahmeprüfungen als Auswahlkrieterium. Es kann nicht sein, dass jährliche Zenhtausende eine für sie ungeeignete Studienwahl treffen und später abbrechen. Dies schafft auch Studienplätze für qualifizierte Bewerber.
Union-Fan
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Union-Fan schrieb:
Ein längst überfälliger Schritt, der bereits seit langem von der Union gefordert wird. Endlich wird der Wettbewerb der Universitäten zunehmen. Was noch fehlt, sind flächendeckende schriftliche Aufnahmeprüfungen als Auswahlkrieterium. Es kann nicht sein, dass jährliche Zenhtausende eine für sie ungeeignete Studienwahl treffen und später abbrechen. Dies schafft auch Studienplätze für qualifizierte Bewerber.
die qualifizierten bewerber können sich ein kostenpflichtiges studium aber nicht leisten und werden deshalb gar nicht erst anfangen können.
und glaubst du wirklich, auch nur ein einziger cent aus studiengebühren wird einer hochschule zugutekommen?
naja, du glaubst wahrscheinlich auch, daß von der lkw-maut straßen ausgebessert werden.wenn du dir erstmal die realität angucken würdest...
dann würdest du z. b. sehen, daß von den langzeitstudiengebühren auch nichts an die hochschulen kommt. jetzt sag mal bitte ganz konkret, warum du glaubst, daß dies bei genereller studiengebühr der fall sein wird?!?
allen betrieblich ausgebildeten sei gesagt:
1. wenn mich meine hochschule bezahlen würde, müßte der staat das nicht tun.
2. wenn meine uni zu doof ist (und komischerweise sind das viele unis *g*), gewinn zu machen (unter der voraussetzung, das wäre ihr sinn und zweck), dann ist das nicht mein bier.
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Union-Fan schrieb:
Was noch fehlt, sind flächendeckende schriftliche Aufnahmeprüfungen als Auswahlkrieterium.
Gibt's bereits seit über 100 Jahren, nennt sich "schriftliche Abiturprüfung".
Bin daher gegen Einstufungstests, aber für ein deutschlandweites Zentralabitur. Weg mit diesem Unfug, daß in einigen Ländern jede Schule ein anderes Abi stellt - ein schlechter Scherz.
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Marc++us schrieb:
Bin daher gegen Einstufungstests, aber für ein deutschlandweites Zentralabitur. Weg mit diesem Unfug, daß in einigen Ländern jede Schule ein anderes Abi stellt - ein schlechter Scherz.
Ganz genau. Zum Glück wird nun sogar in NRW ein Zentralabitur eingeführt... Da werden sich noch einige Leute wundern... Das wird den wahren Leistungsstand von Gesmtschul-Abis aufdecken, hoffe ich mal.
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uch glaub nicht an ein deutschlandweites zentralabitur- da müßten ja die 16 bildungsfürsten was von ihren hochheiligen privilegien abgeben, und einigen müßten sie sich auch noch- sehr unrealistisch. schön wärs aber.
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scrub schrieb:
die qualifizierten bewerber können sich ein kostenpflichtiges studium aber nicht leisten und werden deshalb gar nicht erst anfangen können.
und glaubst du wirklich, auch nur ein einziger cent aus studiengebühren wird einer hochschule zugutekommen?
naja, du glaubst wahrscheinlich auch, daß von der lkw-maut straßen ausgebessert werden.wenn du dir erstmal die realität angucken würdest...
dann würdest du z. b. sehen, daß von den langzeitstudiengebühren auch nichts an die hochschulen kommt. jetzt sag mal bitte ganz konkret, warum du glaubst, daß dies bei genereller studiengebühr der fall sein wird?!?
Soso, wer also ein qualifizierter Bewerber ist, kann sich also automatisch ein kostenpflichtiges Studium nicht leisten. Dieser interessante Automatismus läßt dann doch selbst einen über die Thematik der Hochschulpolitik diskussionserfahrenen Menschen wie mich laut auflachen.
Bei der Einführung der Studiengebühren geht es nicht primär darum, die Finanzierung der Hochschulen aus den Studiengebühren zu gewähleisten. Viel mehr sind Studiengebühren ein Steuerungsinstrument, um Studierenden einen Anreiz zu geben, einen gewählten Studiengang schnell und erfolgreich abzuschließen. Deutsche Universitäten sind leider, vor allem in den sprachlichen und gesellschatfpolitschen Instituten, ein Sammelbecken von arbeitsscheuen Dauerstudenten geworden. Der heutige Zustand, in dem vor allem in den Asten Leuten mit 20 und mehr Semestern sitzen, ist einfach nur eine große Verschwendung von Studienplätzen und Geldern. Vor allem weil leider in Asten nicht mal die Interessen der Studierenden verfolgt werden, sondern vielmehr linksextremistische Splittergruppen, von staatlichen Mitteln finanziert, gegen den freiheitlichen Rechtsstaat agitieren.
@Marc++us
Schau mal in Länder wie Japan, die in mathematischen und naturwissenschaftlichen Bereichen der PISA-Studie auf Platz 1 bzw. 2 lagen. Dort finden generell Eignugstests an den Universitäten statt. Dafür schaffen aber auch nahezu 100% der angenommenen Studierenden das Studium. In Deutschland ist einfach das Problem, dass es nur ca. 1/3 schaffen, weil die Universitäten gezwungen sind, anstatt durch eine Aufnahmeprüfung, durch höhere Testanforderungen unqualifizierte Studierende auszufiltern (damit die Absolventen einen guten Ruf genießen, weil nicht jeder ohne weiteres seinen Abschluß schafft). Das ist aber schlicht Resourcenverschwendung, weil man die Auswahl auch vor Beginn des Studiums treffen kann. Nämlich durch besagte Eignungtests.Union-Fan
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In Österreich gibt es seit einigen Jahren Studiengebühren; geändert hat sich an den Unis allerdings nicht viel; außer eben, dass man 400Euro pro Semester blechen darf.
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@Union-Fan:
Warum umhüllst du deine Kernaussagen immer mit soviel Schrott?
Egal, was ich von deiner Aussage mal ernst nehme, ist der Eignungstest:
Ich kann nur sagen, dass ich diesen Test bei meinem Mathe-Studium nie
geschafft hätte, da ich da 'reingerutscht' bin und erst später das echte
Interesse gewonnen habe. Jedefalls hab ich einen ziemlich guten Abschluss
und mit Eignungstest hätte ich wohl Pädagogik studiert.
(Entschuldigung an alle Päda-Studenten, aber ich hab auf Lehramt angefangen
und muss sagen das Pädagigik echt der letzte Dreck ist).Jockel