Artikel zum Thema Musik für Schülerzeitung
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Hi,
ich wollte in einem Artikel in meiner Schülerzeitung (in einer Waldofschule) meine Meinung über die Musikwirtschaft schreiben, könntet ihr den euch mal durchlesen, und sagen ob die Sachen so stimmen? Und ob sich das angenehm lesen lässt und so? THX!!Achja, ich bräuchte noch Tipps für richtig gute unbekannte Musik! Auch so Pop-mäßiges vielleicht, wenns sowas gibt :screwy:
Am 1. August 1981 ging es los, MTV ging in den USA an den Start. Schnitt, 2. März 2005. MTV ist in etlichen Sprachen weltweit auf Sendung und der wichtigste Musiksender überhaupt. Die einzige Konkurrenz in Deutschland, Viva, ist keine Konkurrenz, weil die beiden Sender sowieso der selben Firma (Viacom) gehören. Und da wir ja sowieso kaum deutsche Musik hören (surft ruhig noch ein bisschen auf der “Ganz-neuen-deutschen- Silbermond-und-Juli-Welle”, die wird nämlich auch bald abgeebt sein) spielt das keine Rolle, wichtig ist, dass es auf internationaler auch keine Konkurrenz gibt. Man kann also von zwei Monopolen sprechen: Von dem deutschland-internen Viacom-Monopol und dem internationalen Monopol von MTV. Schauen wir uns als erstes das MTV-Monopol an: MTV Was haben Avril Lavigne, Linkin Park, Anastacia und Blue gemeinsam? Richtig, alle sind sie sehr berühmt. Was macht sie so berühmt? Ihre Musik? Nicht wirklich. Avril Lavigne lebt von ihren exzellenten Produzenten (Selbst die können nicht alles retten), und auch Linkin Park sind von ihrem „Macher“ abhängig - würde man ohne ihn merken, dass die Gitarren-Riffs in den Linkin Park-Songs daraus bestehen, einen Finger auf dem Griffbrett hin und her zu schieben? (Das war übertrieben, manchmal sind es auch drei) Oder Blue. Einen guten Song haben die Jungs ja geschrieben: „Sorry seems to be the hardest word“. Ups, den hat ja Elton John verfasst... Fazit: alles musikalische Nieten, und trotzdem alles Idole etlicher Teenies. Und warum? Weil sie geschickt vermarktet wurden, irgendwo zwischen WOM-Shop und Jamba-Monatspaket. Ohne die MTV-Propaganda würde unsere Avril in einem kanadischen Supermarkt Cornflakes einräumen und weil sie so wahnsinnig Punk ist nach zwei Wochen entlassen werden, und Mike Shinoda säße an einer hübschen, touristenüberfluteten Straße und würde für 15$ Portrait anfertigen. Jetzt könnte man denken: Na, ist doch toll, MTV gibt Jungen Künstlern eine Chance ganz nach oben zu kommen! Ja, stimmt. Aber wir haben ja schon vorher geklärt, dass wir hier nicht wirklich von der Crème de la Crème reden. Und die muss ja auch irgendwo stecken! Und das tut sie. Irgendwo, zerquetscht, in den Zahnrädern der MTV-Maschinerie. Wahrscheinlich jeder hört Musik, die ihm bekannt ist, und durch MTV wird sie bekannt gemacht. Unbekannte Musik hört keiner - wie denn auch, wenn man sie nicht kennt. Warum zeigt MTV aber nicht wirklich gute Künstler, die es so viel mehr verdienen würden unterstützt zu werden? Wahrscheinlich, weil der Durchschnitts-Teen keine Qualität will. Oder, viel wahrscheinlicher, weil er nicht weiß, was Qualität ist. Und mit Risiko kann man keinen Cent machen. Aber wir als normale Teens, die sich monatlich ein, zwei CDs kaufen, was können wir machen? Alles, was wir machen können, ist Musik, die nicht nach Teuerstes-Musikstudio-der-ganzen-Welt klingt auch eine Chance geben, sie anhören und nicht gleich zurück zu Christina Aguilera oder womöglich Britney Spears schalten. Den Fernseher mit seinem MTV und Viva aus lassen, mal in den entsprechenden Szenen umschauen. Und beim nächsten Einkauf bei Müller (oder besser Rimpo) auch mal ein ganz bisschen abseits von den Top 10 Regalen schauen. Monopol, die zweite Selbst als der netteste Pazifist auf Erden gibt es so Situationen, bei denen man gerne Lust bekommt, niedlich Küken um die Ecke zu bringen. Vor allem, wenn die Küken auf den melodischen Namen „Sweetie” hören und seit einem halben Jahr alle drei Minuten in dem selben Werbespot auftreten. Und Teil eines nervigen Trends sind, der seit einigen Jahren Einzug hält: Klingeltonwerbung. Kurze Aufklärung: Bei modernen Handys hat man die Möglichkeit sich gegen ein „geringes“ Entgeld Lieder auf sein Handy zu laden, entweder als simple Pieps-Melodie (Moonooo), mehrstimmige Piepsmelodie (Pooollyyy) oder als richtiges Lied (Real-Tone). Wahrscheinlich ist es schon bis in die Waldorf-Kreise vorgedrungen, dass Handys bei den Jugendlichen ziemlich beliebt sind und damit gibt es auch Vertreter der Teenie-Fraktion, die die neusten Hits direkt auf ihr Handy brauchen, als Klingelton, koste es, was es wolle. Moment, stimmt das? Nein, brauchen tun sie es nicht. Aber diese jungen Leute tendieren dazu den ganzen Tag vor Viva oder MTV zu sitzen (von der Marienhof und GZSZ Pause mal abgesehen) und dort die größter Künstler (wer hier Ironie findet, darf sie behalten) zu bestaunen. Vor drei Jahren waren die Werbepausen noch lehrreich, schließlich gab es amerikanische Sports zu bewundern, heute: Klingeltonwerbung. Überall, immer. Wenn es die „coolen“ Sender bringen, muss es wohl cool sein, und uncool will man nicht sein, also muss man sich den Klingenton kaufen. Heute gehört das Klingelton-erstellen zu den ganz lukrativen Geschäften. Die Klingeltonwerbung ist nur ein extremes Beispiel für eine bestimmte Sache: Die Masse der Jugendlich kann durch MTV und Viva manipuliert werden wie durch kein anderes Medium. Vor ein paar Jahren gab es keine Klingeltöne, ganz einfach weil der Bedarf danach noch nicht erweckt wurde.
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XDVD schrieb:
Achja, ich bräuchte noch Tipps für richtig gute unbekannte Musik!
Gut und unbekannt: http://www.amazon.de/exec/obidos/search-handle-url/index=music-de&field-artist=Maaya Sakamoto
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moin.
XDVD schrieb:
Selbst als der netteste Pazifist auf Erden gibt es so Situationen, bei denen man gerne Lust bekommt, niedlich (e ?) Küken um die Ecke zu bringen.
[...]
Vor drei Jahren waren die Werbepausen noch lehrreich, schließlich gab es
amerikanische Sports (?) zu bewundern,ansonsten: ganz lustig. ein bisschen "bitmap"* vielleicht. ich glaube kaum, dass talent und erfolg sich wirklich gegenseitig ausschließen. ich hätte es eher so formuliert, dass man auch "gute" (definition fehlt) musik machen kann, ohne selber gut zu sein.
dass die Gitarren-Riffs in
den Linkin Park-Songs daraus bestehen, einen Finger auf dem Griffbrett hin
und her zu schieben?was hat die komplexität der riffs mit der qualität der musik zu tun?

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*schwarz-weiß
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Auf den Inhalt hatte ich keine Lust, aber hier ist ne kleine Rechtschreibverbesserung:
Am 1. August 1981 ging es los, MTV ging in den USA an den Start. Schnitt, 2. März 2005. MTV ist in etlichen Sprachen weltweit auf Sendung und der wichtigste Musiksender überhaupt. Die einzige Konkurrenz in Deutschland, Viva, ist keine Konkurrenz, weil die beiden Sender sowieso [b][u]derselben[/u][/b] Firma (Viacom) gehören. Und da wir ja sowieso kaum deutsche Musik hören (surft ruhig noch ein bisschen auf der “Ganz-neuen-deutschen- Silbermond-und-Juli-Welle”, die wird nämlich auch bald [b][u]abgeebbt[/u][/b] sein)[b][u][Komma][/u][/b] spielt das keine Rolle, wichtig ist, dass es auf internationaler [b][u][fehlendes Wort][/u][/b] auch keine Konkurrenz gibt. Man kann also von zwei Monopolen sprechen: Von dem [b][u]Deutschland-internen[/u][/b] Viacom-Monopol und dem internationalen Monopol von MTV. Schauen wir uns als erstes das MTV-Monopol an: MTV Was haben Avril Lavigne, Linkin Park, Anastacia und Blue gemeinsam? Richtig, alle sind sie sehr berühmt. Was macht sie so berühmt? Ihre Musik? Nicht wirklich. Avril Lavigne lebt von ihren exzellenten Produzenten ([b][u]selbst[/u][/b] die können nicht alles retten), und auch Linkin Park sind von ihrem „Macher“ abhängig - würde man ohne ihn merken, dass die Gitarren-Riffs in den Linkin Park-Songs daraus bestehen, einen Finger auf dem Griffbrett hin und her zu schieben ([b][u]das[/u][/b] war übertrieben, manchmal sind es auch drei)[b][u][? hierhin][/u][/b] Oder Blue. Einen guten Song haben die Jungs ja geschrieben: „Sorry seems to be the hardest word“. Ups, den hat ja Elton John verfasst... Fazit: alles musikalische Nieten, und trotzdem alles Idole etlicher Teenies. Und warum? Weil sie geschickt vermarktet wurden, irgendwo zwischen WOM-Shop und Jamba-Monatspaket. Ohne die MTV-Propaganda würde unsere Avril in einem kanadischen Supermarkt Cornflakes einräumen und weil sie so wahnsinnig Punk ist nach zwei Wochen entlassen werden, und Mike Shinoda säße an einer hübschen, touristenüberfluteten Straße und würde für 15$ [b][u]Portraits[/u][/b] anfertigen. Jetzt könnte man denken: Na, ist doch toll, MTV gibt [b][u]jungen[/u][/b] Künstlern eine Chance ganz nach oben zu kommen! Ja, stimmt. Aber wir haben ja schon vorher geklärt, dass wir hier nicht wirklich von der Crème de la Crème reden. Und die muss ja auch irgendwo stecken! Und das tut sie. Irgendwo, zerquetscht, in den Zahnrädern der MTV-Maschinerie. Wahrscheinlich jeder hört Musik, die ihm bekannt ist, und durch MTV wird sie bekannt gemacht. Unbekannte Musik hört keiner - wie denn auch, wenn man sie nicht kennt. Warum zeigt MTV aber nicht wirklich gute Künstler, die es so viel mehr verdienen würden unterstützt zu werden? Wahrscheinlich, weil der Durchschnitts-Teen keine Qualität will. Oder, viel wahrscheinlicher, weil er nicht weiß, was Qualität ist. Und mit Risiko kann man keinen Cent machen. Aber wir als normale Teens, die sich monatlich ein, zwei CDs kaufen, was können wir machen? Alles, was wir machen können, ist Musik, die nicht nach Teuerstes-Musikstudio-der-ganzen-Welt klingt[b][u][Komma][/u][/b] auch eine Chance geben, sie anhören und nicht gleich zurück zu Christina Aguilera oder womöglich Britney Spears schalten. Den Fernseher mit seinem MTV und Viva aus lassen, mal in den entsprechenden Szenen umschauen. Und beim nächsten Einkauf bei Müller (oder besser Rimpo) auch mal ein ganz bisschen abseits von den [b][u]Top 10-Regalen[/u][/b] schauen. Monopol, die zweite Selbst als der netteste Pazifist auf Erden gibt es so Situationen, bei denen man gerne Lust bekommt, [b][u]niedlich[e?][/u][/b] Küken um die Ecke zu bringen. Vor allem, wenn die Küken auf den melodischen Namen „Sweetie” hören und seit einem halben Jahr alle drei Minuten in [b][u]demselben[/u][/b] Werbespot auftreten. Und Teil eines nervigen Trends [b][u]ist[/u][/b], der seit einigen Jahren Einzug hält: Klingeltonwerbung. Kurze Aufklärung: Bei modernen Handys hat man die Möglichkeit sich gegen ein „geringes“ Entgeld Lieder auf sein Handy zu laden, entweder als simple Pieps-Melodie (Moonooo), mehrstimmige Piepsmelodie (Pooollyyy) oder als richtiges Lied (Real-Tone). Wahrscheinlich ist es schon bis in die Waldorf-Kreise vorgedrungen, dass Handys bei den Jugendlichen ziemlich beliebt sind und damit gibt es auch Vertreter der Teenie-Fraktion, die die neusten Hits direkt auf ihr Handy brauchen, als Klingelton, koste es, was es wolle. Moment, stimmt das? Nein, brauchen tun sie es nicht. Aber diese jungen Leute tendieren dazu den ganzen Tag vor Viva oder MTV zu sitzen (von der [b][u]Marienhof-[/u][/b] und [b][u]GZSZ-Pause[/u][/b] mal abgesehen) und dort die [b][u]größten[/u][/b] Künstler (wer hier Ironie findet, darf sie behalten) zu bestaunen. Vor drei Jahren waren die Werbepausen noch lehrreich, schließlich gab es amerikanische [b][u]Spots[/u][/b] zu bewundern, heute: Klingeltonwerbung. Überall, immer. Wenn es die „coolen“ Sender bringen, muss es wohl cool sein, und uncool will man nicht sein, also muss man sich den Klingenton kaufen. Heute gehört das [b][u]Klingeltonerstellen[/u][/b] zu den ganz lukrativen Geschäften. Die Klingeltonwerbung ist nur ein extremes Beispiel für eine bestimmte Sache: Die Masse der Jugendlich kann durch MTV und Viva manipuliert werden wie durch kein anderes Medium. Vor ein paar Jahren gab es keine Klingeltöne, ganz einfach weil der Bedarf danach noch nicht erweckt wurde.
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Das Ende habe ich noch ein bisschen erweitert, mit der Bekanntheit / qualität schließen sich nicht aus.
Also, natürlich ist komplex == gut Schwachsinn. Aber wenn alle Lieder Intro Vers Chorus Vers Chorus Bridge Chorus Outro sind und je 4 Powerchord habe ist das IMHO schon arm, vor allem wenn die Lieder dann noch langweilig sind und nicht hervorstechendes haben. zB ist Numb von Linkin Park so, aber ich finde den Sound von dem Sythie der diese Melodie spielt so geil (fällt so glaub nur auf Kopfhörern auf), dass das ganze Lied irgendwie cool wird

[edit] ich werde den nochmal general-überarbeiten und das Ergebnis am WE posten.
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Hi,
ich hab ihn doch nochmal vor dem WE verändert
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Music Television Am 1. August 1981 war es so weit, MTV ging als kleiner Experimental-Kanal mehr oder weniger erfolgreich in den USA an den Start. Schnitt, 2. März 2005. MTV ist in etlichen Sprachen weltweit auf Sendung und der wichtigste Musiksender überhaupt. Die einzige Konkurrenz in Deutschland, Viva, ist keine Konkurrenz, weil die beiden Sender der selben Firma, Viacom, gehören. Aber da wir in Deutschland sowieso kaum deutsche Musik hören (auch die “Ganz-neue-deutsche-Welle” mit Silbermond und Juli wird bald abgeebt sein) spielt die nationale Situation zumindest für das musikalische keine Rolle. Viel wichtiger ist, dass es auf internationaler Ebene auch keine Konkurrenz gibt, und damit keine andere Möglichkeit großflächig Musik zu verbreiten. MTV Was haben Avril Lavigne, Linkin Park, Anastacia und Blue gemeinsam? Sie sind alle sehr berühmt. Aber was macht sie so besonders? Ihre Musik? Analysiert man die Lieder genauer, kann man hinter allen ein gewisses Nummer-Sicher Konzept erkennen. Nur selten wagen es die Künstler ungewöhnliche Harmonien, innovatives Song-Writing oder ungewohnte Instrumente zu verwenden. Die Melodien kommen einem meistens irgendwie bekannt vor, schon da gewesen. Obwohl musikalisch nicht herausragend, klingt die Musik meistens aber trotzdem gut - was allerdings nicht den Musikern, sondern den Produzenten zuzurechnen ist. An der Musik liegt es also eher nicht. Bleibt die zweite Lösung: Sie wurden geschickt vermarktet, irgendwo zwischen WOM-Shop und dem Jamba- Monatspaket. Nur dadurch, dass sie von den Plattenfirmen so die Öffentlichkeit gedrängt wurden, konnten sie den Ruhm erlangen, nicht jedoch durch auffälliges musikalisches Talent. Aber es muss doch Musiker geben, die beides kombinieren, musikalisches Genie und Ruhm! Ein paar gibt es da auch tatsächlich: Red Hot Chili Peppers, Jimi Hendrix, Slipknot (trotz der Masken...), Alanis Morisette, vielleicht. Noch interessanter ist jedoch das andere Extrem: musikalisch gesegnet, aber unbekannt. Verloren, irgendwo in den Zahnrädern der MTV-Maschinerie. Nehmen wir mal ein Beispiel: Norah Jones. Ihre Musik klingt ganz nett, hat aber den kleinen Nebeneffekt, dass man spätestens nach dem fünften Track das Land der Träume erkundet. Jetzt gibt es aber zwei andere Künstler, die einen ähnlichen Stil wie Norah Jones haben, aber praktisch unbekannt sind: Torun Eriksen (Unser CD-Tipp) und Katie Melua. Besser als Norah, aber nur einen Bruchteil so bekannt. Weil sie nicht durch die Musiksender-Werbemaschinerie gelaufen sind. Nun stellt sich die Frage: Warum funktioniert diese Maschinerie so gut? Warum akzeptiert der Durchschnitts-Teen die selben wiedergekäuten Musik- Produkte, ohne irgendwann aufzuschreien und nach Neuem zu suchen? Ist es weil er gar keine Qualität will? Nein, es ist, weil er nicht weiß was Qualität ist. Woher auch. Im Radio kommt das was beliebt ist und was beliebt ist, bestimmen die Musiksender. Und zwischen den Musikvideos Selbst als der netteste Pazifist auf Erden gibt es so Situationen, bei denen man gerne Lust bekommt, niedliche Küken um die Ecke zu bringen. Vor allem, wenn die Küken auf den melodischen Namen „Sweety” hören und seit einem halben Jahr alle fünf Minuten in dem selben Werbespot auftreten. Und Teil eines nervigen Trends sind, der seit einigen Jahren Einzug hält: Klingeltonwerbung. Kurze Aufklärung: Bei modernen Handys hat man die Möglichkeit sich gegen ein „geringes“ Entgeld Lieder auf sein Handy zu laden, entweder als simple Pieps-Melodie, mehrstimmige Piepsmelodie oder als richtiges Lied. Wahrscheinlich ist es schon bis in Waldorf-Kreise vorgedrungen, dass Handys bei den Jugendlichen ziemlich beliebt sind. Einige Vertreter dieser Handy-Teenie-Fraktion brauchen jetzt die neusten Handys als Klingelton auf ihr Handy, koste es, was es wolle. Moment, stimmt das? Nein, brauchen tun sie es nicht. Vor drei Jahren waren die Werbepausen bei MTV, Viva & Co noch lehrreich, schließlich gab es amerikanische Spots zu bewundern, heute: Klingeltonwerbung. Überall, immer. Wenn es die „coolen“ Sender bringen, muss es wohl cool sein, und uncool will man nicht sein, also muss man sich den Klingenton kaufen. Die Kinder, die sich dem breit gefächerten Angebot hingeben, haben schon einigen Typen ihren Ferrari und die Villa in Südfrankreich finanziert. Die Klingeltonwerbung ist nur ein extremes Beispiel für eine bestimmte Sache: Die Masse der Jugendlich kann durch MTV und Viva manipuliert werden wie durch kein anderes Medium. Vor ein paar Jahren gab es keine Klingeltöne, ganz einfach weil der Bedarf danach noch nicht erweckt wurde. Keiner hatte das Bedürfnis Geld für mehr Gepiepse auszugeben. Heute ist es eines der ganz großen Geschäfte. Manipuliert wird auch mit der Musik. Warum wachen die überzeugten Jeanette Biederman Hörer nicht auf und schauen sich nach richtigen Musikern mit richtigen Bands und Lieder, die nicht von einem unbekannten Songwriter verfasst sind, um? Bekanntheit und Qualität müssen sich nicht ausschließen, aber Qualität kann nur bekannt werden, wenn ihr anfangt die richtige Musik zu hören und unbekanntere Künstler zu unterstützen. Denn die bekommt ihr nicht von den Top 40 serviert. Tipp: Viel interessante Musik findet man nicht bei Müller. Es ist aber absolut kein Problem zB amerikanische CDs über www.amazon.de zu bestellen. Einfach dort mal ein bisschen „stöbern“.
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Naja, dass Linkin Park-Lieder nicht sehr gewagt sind, mag auf Hybrid Theory und Meteora mehr oder weniger zutreffen, aber auf Reanimation sind die Lieder sehr unterschiedlich und durch andere Künstler mitgestaltet worden. Ist IMHO das beste Album von denen
