Gibt es bei gerechter Verteilung des Wohlstandes auf der ganzen Welt überhaupt noch Wohlstand?
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Wenn man es schaffen würde alle aktuell verfügbaren Resourcen gleich auf alle MEnschen zu verteilen, könnten dann alle einigermaßen davon leben?

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Wenn jeder gleich viel hätte, gäbe es keinen materialistischen Wohlstand.
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Hat noch nie funktioniert... Wenn es einem gut geht, dann muss es einem anderen schlechter gehen. Wenn alles gleich verteilt ist, dann geht es auch allen nur mittelmäßig.
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Ich meinte, ob alle einigermaßen gut leben könnten.
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Alle satt und alle ein Dach über dem Kopf? Das würde mit den verfügbaren Ressourcen gehen, wenn da der Mensch nicht so seine Eigenarten hätte.
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Walli schrieb:
Wenn alles gleich verteilt ist, dann geht es auch allen nur mittelmäßig.
Reicht doch.
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Bashar schrieb:
Walli schrieb:
Wenn alles gleich verteilt ist, dann geht es auch allen nur mittelmäßig.
Reicht doch.
ohne pc und internet

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Bashar schrieb:
Walli schrieb:
Wenn alles gleich verteilt ist, dann geht es auch allen nur mittelmäßig.
Reicht doch.
Den meisten eben nicht.
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Hi,
wenn's allen gleich geht, wer entscheidet dann denn noch, ob es gut ist oder nicht?
Ich bin ziemlich sicher, im Vergleich zu einem Neanderthaler geht es auch den meisten Menschen in Afrika noch sehr gut. Im Vergleich zur fiktiven Star Trek-Welt geht's uns aber selbst in Mitteleuropa noch sehr schlecht.Wo liegt also der Maßstab, was "gut" ist?
ChrisM
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Sovok schrieb:
ohne pc und internet


so grausam kann man nicht sein
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ChrisM schrieb:
Wo liegt also der Maßstab, was "gut" ist?
Gut sollte eigentlich ein Zustand sein in dem man sich keine Sorgen um die eigene Existenz machen muss. Die meisten Leute sagen aber "gut" und meinen "besser".
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Das Problem ist doch ganz einfach. Wenn jeder seinen Teil Wohlstand frei Haus bekommt, besteht für die meisten doch kein Antrieb mehr zu arbeiten oder gar effizient zu arbeiten. Vergesst nicht, dass nicht alle Leute solche Freaks wie wir sind und Dinge in ihrer Freizeit tun, die andere gegen Geld machen

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Bashar schrieb:
Walli schrieb:
Wenn alles gleich verteilt ist, dann geht es auch allen nur mittelmäßig.
Reicht doch.
Mir reicht "mittelmäßig" nicht. Wer sich am Mittelmaß orientiert hat verloren.
MfG SideWinder
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Ja.
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Der Fragesteller meinte nicht, ob eine gerechte Verteilung möglich sei (was defintiv nicht so ist, das weiß auch er) sondern wie groß unser "Budget" dann aussähe.
Wie groß wären unsere Häuser? Hätte jeder ein Auto? Wie siehts mit Urlaub aus? etc. pp.
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danke!
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Die Frage ist ohne Wert, da bereits die gleichmäßige Verteilung nicht definierbar ist.
Es fängt bei Klima- und Resourcen an - diese sind nicht gleichverteilt.
In einigen Ländern braucht man Heizung, in anderen Klimaanlage, in anderen Heizung und Klimaanlage, in anderen gar nichts davon.
Also hat bereits jeder je nach Ort einen anderen Energieverbrauch, um ein Wohlfühlklima (das man im Wohlstand ja haben möchte) zu erzielen. Und schon geht's los: wie gleicht man das aus? Nimmt man an, daß Energie kostenlos ist? Aber es gibt Regionen, die näher an Energiequellen liegen, die haben damit dann doch mehr Wohlstand? Wie nimmt man denen die Energie ab, so daß alle gleich viel haben? Und so geht es weiter...
Selbst wenn diese Verteilung möglich wäre, gäbe es übrigens keinen Wohlstand (Definition: erträgliche Aufgabe, ausreichend Essen, Wasser, Schlaf, und Wohngelegenheit) mehr für alle. Es ist vielen Leuten nicht klar, wieviele arme und ärmste Menschen es gibt.
Ich kam vor einigen Tagen aus der indischen Stadt Chandigarh zurück, offiziell 1 Mio Einwohner, wohl eher 2 Mio. Wir haben uns über das Nachtleben gewundert - 3 Discos, und ca. 10 Kneipen. Und das bei einer Millionenstadt? Bei genauerer Abschätzung fiel uns dann aber auf, daß die Zielgruppe für diese Läden in der Stadt höchstens 5000 - 10000 Leute umfassen kann (also Leute mit Ingenieureinkommen, das in Indien ca. 300 EUR im Monat beträgt). Und für diese Zahl von Leuten ist das Angebot ausreichend. Aber für die Dimension: würde man von den 10000 Leuten deren Geld auf den Rest umverteilen (ein Fußbodenwischer bekommt ca. 20 EUR im Monat - aber er hat einen festen Job!), würde der Level fast komplett auf das Armutsniveau absinken.
Und das war jetzt aber nur eine (übrigens reiche) Stadt mit 1-2 Mio Leuten! Die haben aber noch fast eine Milliarde im ganzen Land - in der Masse ärmer als in der Stadt.
Wir Europäer mit unseren paar 320 Mio Leuten (und fahrt nach Süditalien... Portugal... so viel haben die dort auch nicht im Gegensatz zu uns), würde man das Geld weltweit verteilen, das Niveau würde nur geringfügig über heutigem Armutslevel liegen. Wir sind "Reichtumspeaks" in einer armen Welt, verteilt man die Peaks, sieht man das nicht mal.
Aber noch unschöner: gelänge die gleichmäßige Verteilung wirklich - würde gar nichts mehr fliessen. Denn die Unterschiede im Wohlstand sind ja der Antrieb (die Energieunterschiede!) für die Menschen, etwas zu tun, zu ändern, etwas leichter zu machen. D.h. der Fußbodenwischer will mal so leben wie der indische Ingenieur... und dieser so wie der Europäische. Verteilt man dies gleich, wird der Fußbodenwischer genauso zuhause bleiben wie der Ingenieur - warum auch nicht?
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Alleine mit dem Geld von Bill Gates könnte es der ganzen Welt gut gehen.
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Unsinn. Bill Gates hat überwiegend Aktienvermögen, kein Geld. Eine Aktie ist ein fiktiver Wert, erst beim Verkauf wird der Wert festgestellt. Müßte Bill alle seine Aktien verkaufen, würde er nur noch wenige Cent pro Stück bekommen.
Natürlich ist er superreich, aber er kann sein Vermögen nicht komplett umverteilen.
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kingruedi schrieb:
Vergesst nicht, dass nicht alle Leute solche Freaks wie wir sind und Dinge in ihrer Freizeit tun, die andere gegen Geld machen

Wenn ich etwas umsonst mache, wofür andere Leute Geld verlangen würden, dann meist nur, weil ich selber etwas davon habe und sei es nur ein Lerneffekt.