Wie Geil - Formel 1 in Indianapolis



  • die FIA .. konsequent gehandelt

    Ich frage mich die ganze Zeit, ob's so 'ne tolle Idee war die neue Reifenregel einzuführen, also mit einem Satz durchfahren.
    Offensichtlich halten die Reifen nicht immer ein ganzes Rennen durch.
    Bin gespannt was in den nächsten Rennen passiert. Kann mir kaum vorstellen, dass beide Reifenlieferanten perfekte Reifen liefern werden.

    Habe gerade eine kurze Zusammenfassung auf ORF gesehen. Lauda war ganz schön angefressen: das langweiligste Rennen was ich je gesehen habe! Auf Wiedersehen! 😃 = Schlusskommentar



  • Jansen schrieb:

    Die grösste Frechheit IMO ist, dass Trulli, Raikönnen und deren Teams noch die letzten Punkte abgestaubt haben

    Ist das so? Ich dachte eigentlich immer, dass man einen bestimmten prozentualen Anteil des Rennens absolviert haben muss, um in die Wertung zu kommen.

    Naja, eigentlich schade, dass Ferrari noch mir Bridgestone Reifen unterwegs ist. Ein Rennen, wo Jordan und Minardi um den Sieg kämpfen, wär mal echt spannend gewesen. 🙄



  • Tanzfreak schrieb:

    Ich frage mich die ganze Zeit, ob's so 'ne tolle Idee war die neue Reifenregel einzuführen, also mit einem Satz durchfahren.
    Offensichtlich halten die Reifen nicht immer ein ganzes Rennen durch.

    Die Reifenregeln sind doch eigentlich irrelevant, zumal es den Herstellern frei steht, einen Reifen zu bauen, der auch 10 Rennen durchhält.
    Genauso hätte es ja z.B. auch eine Radaufhängung sein können, die bei einer bestimmten Anzahl von Teams in der Kurve eingeknickt wäre.
    Oder ein nicht ausreichend stabiler Heckflügel, wie bei Sauber vor einiger Zeit. Die haben auch ihre Autos klaglos aus dem Rennen genommen, und nicht die Einführung einer Schikane auf der Geraden verlangt.

    Letzendlich war es wohl mehr ein Machtprobe zwischen den "abtrünnigen" Teamchefs und der FIA/Ecclestone, auch im Hinblick auf die Zukunft der Formel1.



  • Hi

    Jansen schrieb:

    ...Die Reifenregeln sind doch eigentlich irrelevant, zumal es den Herstellern frei steht, einen Reifen zu bauen, der auch 10 Rennen durchhält.
    Genauso hätte es ja z.B. auch eine Radaufhängung sein können, die bei einer bestimmten Anzahl von Teams in der Kurve eingeknickt wäre.
    Oder ein nicht ausreichend stabiler Heckflügel, wie bei Sauber vor einiger Zeit. Die haben auch ihre Autos klaglos aus dem Rennen genommen, und nicht die Einführung einer Schikane auf der Geraden verlangt.
    ...

    Stimmt so auch nicht. Bei den Reifen gibt es nur 2 Hersteller. Michelin und Bridstone ( und die krigt nicht jeder nehm ich mal an) Radaufhängung und Heckflügel liegen im verantwortungsbereich des Teams. und wenn der nicht richtig funktioniert, können die ja auch nicht die schuld auf jemanden andern schieben. Das problem beim reifen ist nur, das wenn die fehlerhaft sind gleich 7 Teams drausen sind.

    und das Thema Reifen. Es ist sicher möglich reifen zu bauen, die 10 Rennen halten. nur werden die nicht annähernd so schnell sein wie diejenigen die nur 1 Rennen halten. Solage der Reifensatz nur ein rennen halten muss, wird er auch nur genau ein Rennen halten und nicht länger und das bei maximaler haftung.

    Aber bei dem ganzen problem mit den reifen sollte man auch nicht vergessen, das die Stecke nen gelinde gesagt sehr bescheidenenen Belag hatte. Nachdem die Strecke für diese Jahr frisch getert war hatten selbst Indy und Nescarserien probleme beim Testen. Die Iniy autos sind mit 650 PS im 6ten Gang noch mit durchdrehenden Rädern gefahren. Anschliesend wurden irgendwelche Rillen in den belag gefräst um den Grip wieder herzustellen. übrigens soll der Belag für das nächste Jahr neu aufgebracht werden.

    Auch sollte man nicht vergessen, das meines wissens fast alle amerikanischen serien nur mit einem Reifenhersteller auskommen. währ das bei der F1 auch so. hätten entweder alle Teams starten können oder gar keins. Das soll michelin aber auch nicht aus der pflicht nehmen einen funktionsfähigen reifen zu entwickeln. Die bedingungen in Indianapolis waren eigentlich bekannt. Andererseits hat Michelin auch richtig gehandelt, wenn sie wissen, das die reifen fehlerhaft sind, können sie es auch nicht riskierne das fahrer damit starten. Man stelle sich nur mal vor ein Fahrer währe mit so einem reifensatz tötlich verunglückt. was währe dann los gewesen?

    gruss Michael



  • Das war gestern das 1. Formel1-Rennen das ich mir fast komplett angesehen habe. Aber auch nur wegen den Kommentaren 🤡
    Schon geil das man so mal wieder sieht was dabei rauskommt wenn man stur auf der Bürokratie rumreitet. Warum hat die FIA die Teams nicht einfach mal ausnahmsweise mit anderen Reifen fahren lassen?
    Dann wärs auch nicht passiert das die "Fans" (Wenn sie das jetzt noch sein sollten) einen halben Getränkeladen auf die Strecke werfen. Wobei ich mich eh frage ob die noch ganz richtig im Kopf ticken, die haben ja schier versucht die Fahrer zu treffen.
    Alles in allem ein trauriger Höhepunkt der diesjährigen F1-Saison. Und das wo die Formel1 doch in Amerika gerade Fuß fassen wollte.
    Und Schumi wird auf seinen 1. Sieg auch nicht sehr stolz sein 🤡



  • BF_31 schrieb:

    Dann wärs auch nicht passiert das die "Fans" (Wenn sie das jetzt noch sein sollten) einen halben Getränkeladen auf die Strecke werfen.

    das war schon ein ganzer getränkeladen.

    das beste wäre ja noch gewesen wenn barichello schumi nach der boxenausfahrt noch hintenrein gefahren wäre.



  • Ich fand es spannend. Welche Order gibt es bei Ferrari.
    Denke das die in der Box etwas getrickst haben um MS vorne zu halten. B. hatte ja mehr als 3 Sekunden Vorsprung.

    Den Rest finde ich OK.
    Sicher ist Michelin schu8ld aber man darf auch nicht vergessen das es schwierig ist eine Reifen für so eine Strecke zu bauen. Die haben auch gedacht das es funktioniert. Hat es aber nicht. Die Reifen aus Barcelona hätten funktioniert. Sie waren sich aber nicht sicher.
    Somit Risiko und die Team wollten das nicht eingehen.
    Langsamer fahren bringt auch nichts. Wie langsam soll man fahren das der Reifen hält? Baut man einen Tempomaten in der Kurve ein?

    Sie wussten nicht was der Reifen macht. Es ist ein Unterschied ob ein Reifen schlecht ist weil er keine Grip hat und man deshalb langsam fahren muss (Bridgestone) oder er einfach explodiert und sogar ein Fahrer mit 300 gegen die Mauern knallt.
    Klar hätte man alle 10 Runden wechseln können. Was aber wenn er nach 5 Runden kaputt geworden wäre und ein Fahrer nun tot ist?
    Das Risiko war bei diesem Belag einfach zu hoch.
    Auch andere Serien konnte auf diesem Belag keinen Reifen finden der hält.



  • Unix-Tom schrieb:

    Langsamer fahren bringt auch nichts. Wie langsam soll man fahren das der Reifen hält? Baut man einen Tempomaten in der Kurve ein?

    Nen guten deutschen Blitzer in die Kurve gestellt und jeder der mit ueber 200 geblitzt wird muss in die Box, bekomm von Gruen-Weiss-Wiesbaden ne Standpauke, darf paar hundert Euro blechen und dann weiterfahren. Das waere sicher lustig(er) gewesen....



  • pli schrieb:

    Unix-Tom schrieb:

    Langsamer fahren bringt auch nichts. Wie langsam soll man fahren das der Reifen hält? Baut man einen Tempomaten in der Kurve ein?

    Nen guten deutschen Blitzer in die Kurve gestellt und jeder der mit ueber 200 geblitzt wird muss in die Box, bekomm von Gruen-Weiss-Wiesbaden ne Standpauke, darf paar hundert Euro blechen und dann weiterfahren. Das waere sicher lustig(er) gewesen....

    bei uns heisen die Freiburger-Narrenverein 😃 😃



  • [quote="Jansen"]

    Talla schrieb:

    Die grösste Frechheit IMO ist, dass Trulli, Raikönnen und deren Teams noch die letzten Punkte abgestaubt haben, ohne etwas dafür zu tun. Von den Startgeldern, die sie sich durch Teilnahme an der Einführungsrunde gesichert haben, mal ganz abgesehen.

    Dem ist nicht so. Es müssen mindestens 75% der Renndistanz gefahren werden um in die Wertung zu kommen. Und wer nicht in der Wertung bekommt keine Punkte.

    Dem ist definitv so.

    Die bridgestone Teams haben richtig gehandelt, da z.B. Ferrari auch mit schlechten Reifen fahren musste und da durfte net geheult werden.

    Das einzig tragische ist halt, dass es 7 Teams getroffen hat. Wäre anders herum gelaufen (Bridgestone hätte keine reifen gehabt) hätten alle gesagt, naja dann starten die 3 Teams eben nicht und gut ist....

    Die Schuld, wenn überhaupt, liegt bei Michelin die den Reifen verbockt haben. Wobei ich auch hier sagen muss, sowas kann MAL passieren. Hoffen wir es war DIE ausnahme



  • Hey falsch gequotet! Des hab ich net gesagt!, bin aber auch deiner Meinung, Michelin hats verbockt und ich denke, sollten wirklich Schadensersatzforderungen kommen(von wem auch immer) sollte Michelin für den Fehler einstehen und kein anderer!



  • Wie kann man sich nur für so nen Scheiß wie Formel1 interessieren?



  • Unix-Tom schrieb:

    Denke das die in der Box etwas getrickst haben um MS vorne zu halten. B. hatte ja mehr als 3 Sekunden Vorsprung.

    Aber auch nur, weil beim ersten Stopp von Schumi die Tankanlage nicht richtig funktioniert hatte (wenn ich das richtig mitbekommen hab). Von daher, ausgleichende Gerechtigkeit.

    Termite schrieb:

    übrigens soll der Belag für das nächste Jahr neu aufgebracht werden.

    Naja, für die Formel 1 dürfte das wohl nicht mehr von Interesse sein. 😃



  • Also ich fand es ein sehr übersichtliches Rennen. 😃



  • Ob nun bei Ferrari Stallorder oder nicht. Ist doch egal. Wozu soll Barichello gewinnen? 🤡 Und ich fand da keine Stallorder ersichtlich.
    Wer sagt übrigens, dass der Michelinreifen nicht doch 25 Runden gehalten hätte? Dann wäre man doch mit ner 3-Stopp-Strategie gut hingekommen. Genausogut hätte bei Bridgestone auf einmal auch ein Reifen platzen können.
    Ich glaub da wurde jetzt nur so viel Theater gemacht, weil es wieder Ralf Schumacher an der gleichen Stelle getroffen hat. Aber der Blitz schlägt ja bekanntlich nie zweimal am selben Ort ein. 😃



  • Nebu schrieb:

    Es müssen mindestens 75% der Renndistanz gefahren werden um in die Wertung zu kommen. Und wer nicht in der Wertung bekommt keine Punkte.

    AFAIK haben die 75% nur insofern Relevanz, dass davon abhängt, ob für das Rennen volle oder nur halbe Punkte vergeben werden. Allerdings habe ich auf die Schnelle kein F1-Regelbuch gefunden, um das zu verifizieren.

    Was die Vergabe der Punkte (und möglicherweise auch der Startgelder) betrifft, da scheine ich tatsächlich falsch gelegen zu haben. Laut der offiziellen F1-Website haben doch nur die 6 teilnehmenden Wagen Punkte erhalte, die anderen werden als withdrew geführt. Ich denke mal, mit retired hätten sie Punkte/Geld bekommen.



  • Nebu schrieb:

    Die Schuld, wenn überhaupt, liegt bei Michelin die den Reifen verbockt haben.

    Wobei ich hier nicht mal die Hauptschuld sehe. Klar, mit funktionierenden Reifen hätte es erst gar nicht so weit kommen können. Was mich allerdings immer noch etwas stutzig macht, ist, dass man offenbar schon bei Tests in Europa erkennen konnte, dass die Reifen nicht halten würden.
    Naja, man hätte aber dennoch eine vernünftige Lösung finden können. Deshalb tragen die FIA und die Michelin Teams imo genauso eine Mitschuld. Selbst ohne die Zustimmung von Ferrari (die ja nicht gegen die Schikane waren, sondern sich lediglich der Stimme enthalten hatten - und das zurecht - warum sollten sie die Verantwortung für die Fehler der Konkurrenz übernehmen?) und der damit fehlenden Einstimmigkeit des Concorde Agreements, hätte die FIA immer noch grünes Licht für den Bau der Schikane geben können. Aber offenbar scheint die FIA (in Form von Max Mosley - warum denk ich dabei immer an Star Wars *kopfkratz*) eine Privatfehde mit der GPWC zu führen.
    Genauso gut hätte man aber auch mit anderen Reifen an den Start gehen können, in dem Wissen, dass es dafür noch eine Strafe geben wird. Und scheinbar waren auch einige Teams dazu bereit, offenbar aber nicht alle. Warum? Da lässt sich nur spekulieren. Wahrscheinlich wollten einige Teamchefs Ferrari keinen Vorteil zugestehen. Vielleicht hätten sie mal daran denken sollen, dass Ferrari aufgrund der Reifensituation seit Beginn der Saison mit Nachteilen zu kämpfen hat.
    Letztendlich sind für mich lediglich die Bridgestone Teams die Einzigen, die keine Schuld trifft - nutzen tut das trotzdem niemandem.
    Und wie Unix-Tom schon sagte, weder Tempolimit noch alle 10 Runden die Reifen zu wechseln, wäre imo keine Lösung gewesen. Wie soll man denn wissen, unter welchen Bedingungen die Reifen halten, wenn Michelin nicht mal weiss, wo der Fehler bei solch hohen Kurvenbelastungen liegt?

    Naja, wenigstens kann niemand behaupten, dass das Wochenende aus Sicht der Formel 1 langweilig war. 😃



  • Ich sage es nochmals. Es wäre nicht möglich gewesen einen anderen Reifen zu nehmen. (Sinngem. Ralf SChuhmacher) Die zu Debatte stehen Reifen waren auch nicht sicher. Man glaubte das sie halten. Dies haben sie aber bei den eigentlichen auch geglaubt. Die Sicherheit geht vor.
    Bridgestone hatte kein Problem mit der Haltbarkeit. Sie explodierten nicht durch hohe Beanspruchung. Sie hatten nur wenig Bodenhaftung bei bestimmten Temperaturen bzw. dauer des Rennens. Dies merkt der Fahrer und muss sein Tempo anpassen.
    Bei den Michelin hat der Fahrer nicht gemerkt das der Reifen die Belastung nicht aushält. Deshalb ist Ralf mit > 300 in Mauer gefahren.
    Schuld mag Michelin sein aber man darf nicht so verbohrt sein und das leben der Fahrer Riskieren nur weil man eine Machtkampf austragen will.
    Es hätte auch nichts gebraucht alle 10 Runden den Reifen zu wechseln. Es war nicht klar wann der Reifen am ende ist.



  • Natürlich geht Sicherheit vor. Und mit den "regulären" Reifen zu fahren war zu riskant. OK

    Aber daraus zu schlussfolgern, dass die Spanien-Reifen nicht halten, weil die USA-Reifen nicht halten, finde ich, ist etwas kurzsichtig. Um das beurteilen zu können muss man es testen.....

    Leider ist es im nachhinein zu spät. Nur sollten sich die Teams, FIA (vorallem Max Mosley), Bernie eccelstone Gedanken machen wie das in der F1 weiter gehen soll. Weil wenn weiterhin immer noch Streitereien ausgetragen werden dann war es das mit der Königsklasse.

    aber jeder will immer sein süppchen kochen und das macht den Sport kaputt, leider. Viel zu viel politik, Machtkämpfe und Geld im Spiel. der Sport steht für die meisten beteiligten nur noch an Rang 4, wenn überhaupt.

    Ich glaube mehr leute vom Kalliber "Paul Stoddart" und "Eddie Jordan" täten dem ganzen wieder gut. Es ist wirklich schade, dass eddie net mehr dabei ist. Mein gelbes Jordan-Herz blutet ganz schön...



  • Nebu schrieb:

    ...
    Aber daraus zu schlussfolgern, dass die Spanien-Reifen nicht halten, weil die USA-Reifen nicht halten, finde ich, ist etwas kurzsichtig. Um das beurteilen zu können muss man es testen.....
    ..

    sicher nur in anbetracht der zeit wann hätte man das testen sollen? und vorallem wer hätte das testen sollen. und mit welchem auto? und vorallem mit welchem Motor?

    gruss


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