Händigkeit
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Optimizer schrieb:
Weiß nicht, die Rechtshänder sagen mir das immer.

Och, so schlimm ist's doch nicht *tröst*

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Bin Linksie
Ich bin verkehrt 'rum.
Quatsch!

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Optimizer schrieb:
Ich bin verkehrt 'rum.

Also "anders". :p
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Rechtshänder.
Was heißt das mit "Ich weiß nicht, bin umgeschult"? Mein Opa hat mir früher immer beigebracht, dass die linek die böse Hand ist.
Weiß aber nicht, ob ich Linkshänder war. Beim Händeschütteln wollte ich ihm aber immer die linke geben. 
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ursel schrieb:
Beim Händeschütteln wollte ich ihm aber immer die linke geben.

wollte das nicht jeder? immerhin hebt das gegenüber die rechte (von mir aus gesehen linke hand) und dann hebe ich meine linke hand auch. ist doch logisch und naheliegend. dieses über-kreuz-geschüttele ist doch nur was für weitblicker, die festgestellt haben, daß so die hände besser aufeinanderpassen. aber naheliegend ist das auf alle fälle mal nicht.
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"Ich weiß nicht, bin umgeschult"?
Es gibt "Beidhänder" - in den seltensten Fällen angeboren, sondern normalerweise Linkshänder, die frühzeitig auf rechts trainiert wurden.
(Ist cool in der Vorlesung - rechts Kuli zum mitmeißeln, links Bleistift zum skizzieren
)Soweit ich gehört habe, haben die "Beidhänder" für die meisten Dinge immer noch eine Vorzugshand, nur ist das halt mehr oder weniger gleichverteilt.
Bei mir hat man's erst zur Einschulung versucht, ist kläglich danebengegangen.
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Kann man eigentlich auch später noch Linkshänder werden? Ich habe mal wegen einem Gipsarm einen Monat lang mit links schreiben, zähne putzen, essen, die Maus bedienen und sonst was machen müssen. Ich habe mir gedacht, irgendwann werde ich wohl so gut sein wie mit rechts. Aber schon nach ein paar Tagen habe ich bei jeder Tätigkeit (vor allem Schreiben) so eine komisches Gefühl gehabt, eine Art psychischen Druck, so dass ich am liebsten den Stift in die Ecke schmeißen wollte.
Wäre das irgendwann weggegangen? Oder wäre es immer schlimmer geworden und hätte zu psychischen Schäden geführt?
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Wahrscheinlich war deine linke Gehirnhälfte sauer, daß du sie vernachlässigt, und hat angefangen, dich zu terrorisieren

Wie schon gesagt - bei mir hat es zur Einschulung nicht mehr funktioniert. War zwar eigenlich ein ganz besonders braver, aber wenn niemand dabei war, hab ich automatisch mit links zu Stift gegriffen.
Aber ich denke, daß man mit hinreichend Ausdauer zumindest beidhändig werden kann. oder?
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Besonders anschaulich ist die Teilung des Gehirns in zwei Hälften mit verschiedenen Funktionen. Die linke Gehirnhälfte ist Sitz des Sprachzentrums und denkt in verdichteten und abstrahierten Inhalten, also Begriffen, Worten und Zahlen. Rechnen ist z.B. eine typische Funktion der linken Gehirnhälfte. Die rechte Gehirnhälfte dagegen denkt unmittelbar in sensorischen Inhalten, also beispielsweise in Bildern. Sie denkt ganzheitlich und intuitiv und ist Sitz der Phantasie. Zeichnen ist beispielsweise eine typische Domäne der rechten Gehirnhälfte. Wichtig ist, dass ausserhalb des Gehirns, also schon ab den Augen, die genannten Spezifikationen beim menschlichen Körper seitenverkehrt ablaufen. Also: linke Gehirnhälfte steuert die rechte Körperhälfte und umgekehrt..
Die linke Gehirnhälfte (rechte Hand beim Rechtshänder) kommt also von Natur aus besser mit solchen Dingen wie Schrift klar.
Ob bei Linkshändern nun die Kreuzung nicht vorhanden ist oder einfach nur das Gehirn gespiegelt angelegt ist, weiß ich nicht genau. Jedenfalls kommt es beim Schreiben mit der "falschen Gehirnhälfte" zu einem Konflikt bzw. Mehraufwand wegen der Spezialisierung der Gehirnhälften. Dadurch wird dann wohl das von dir beschriebene Gefühl ausgelöst.
Es wird ja gesagt, es könne zu motorischen Störungen und Konzentrationsschwäche führen, wenn man durch Zwang die andere Hand als die "native" benutzen muss, aber inwiefern das auf Dauer stimmt, kann natürlich niemand sagen, da sich das nur an zwei identischen Menschen testen ließe, von denen einer umgeschult wird. Und vom Aufbau des Gehirns sind ja nicht mal eineiige Zwillinge identisch, in vielen Fällen ist ja auch einer Linkshänder und der andere Rechtshänder.
Um jetzt mal konkret auf die Frage zu antworten: Ich denke zwar, dass man irgendwann mehr oder weniger gut mit der linken Hand arbeiten können wird, echter Linkshänder wird man dadurch natürlich nicht, da das angeboren ist.
Mich würde aber mal interessieren, wie es wirklich mit den psychischen Unterschieden von Linkshändern und Rechtshändern aussieht. Man sagt ja, Linkshänder seien besser im abstrakten Denken, dafür mangelt es im kreativ-künstlerischen Bereich. Des Weiteren wird behauptet, Linkshänder seien nicht so stark gruppenbezogen wie Rechtshänder.
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Bei Linkshändern ist die linke Gehirnhälfte weniger dominant, die Kreuzung ist trotzdem da.
Es wird ja gesagt, es könne zu motorischen Störungen und Konzentrationsschwäche führen, wenn man durch Zwang die andere Hand als die "native" benutzen muss
Andererseits werden "streng lokalisierte" Aufgaben von anderen Gehirnteilen übernommen, falls das "ursprüngliche Gebiet" z.B. verletzt wird. Daraus würde ich schließen, daß mit genug "Zwang" langfristig was machbar ist.
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Bin auch Linkshänder

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peterchen schrieb:
Andererseits werden "streng lokalisierte" Aufgaben von anderen Gehirnteilen übernommen, falls das "ursprüngliche Gebiet" z.B. verletzt wird. Daraus würde ich schließen, daß mit genug "Zwang" langfristig was machbar ist.
Ja, es gab da ja diesen bekannten Fall mit dem Jungen, der durch einen Unfall/Überfall fast nur noch eine Gehirnhälfte hatte, aber trotzdem mehr oder weniger gut klar kam. Die Frage ist nur, ob man eben bei einem funktionierenden Nervensystem umlernen kann ohne dass andere Funktionen davon beeinträchtigt werden.