Eure Meinung zu höheren Abgaben von hochbezahlten Leuten?


  • Mod

    scrub schrieb:

    wo liegen hier die probleme?

    die planung: wird von rechten parteien als gleichmacherei und kommunismus verschrien werden.

    Und von den Linken als unsozial.



  • @Marc++us, Du hast's einfach noch nicht kapiert:
    Den meisten Menschen hierzulande ist es doch egal, wohin der Staat mal umgebaut werden soll. Sie wollen einfach nur eine reale Chance haben sich vom alten (Versorgungs-)System auf das neue (Selbstversorgungs-System) umstellen zu können. Und nicht einfach per Gesetz innerhalb von ein paar wenigen Jahren "von der Straße gekickt" zu werden. Den "Alten" gelingt die Umstellung nur deshalb nicht 100%ig, weil sie biologisch nicht noch mal von vorn beginnen können. Und sich zu Recht betrogen fühlen, weil ihre Lebensleistung jetzt einfach vom Stast "vernascht" wird in Form von jetzt doppelten Abgaben und fehlender Altersabsicherung (die ja mal gerantiert wurde und unter deren Vorausetzung man seine Lebensplanung vornahm). Ich rede hier von den von Dir angesprochenen Mittelschichten (die mit dem Einkommen zwischen 3000-5000 EURO), also den so schön umschriebenen "Leistungsträgern".

    Blackbird



  • sclearscreen schrieb:

    😕 Hey und wir IT - ler u.ä. müssen uns auch fragen haben Wir nicht ein bisschen
    schuld an der Automation?

    Ich fühle mich unglaublich schuldig, weil es mir vorschwebt irgendwann mal etwas innovatives zu tun.

    DerHolzmichel schrieb:

    Die reichen sollen Latzen!!!!

    Tun sie schon, zur Genüge. Nur pulvert der Staat es beidhändig wieder raus. Vielleicht sollte man nicht auf den Leuten rumhacken, die dafür sorgen, dass Geld reinkommt, sondern eher auf denen, die damit nicht umgehen können. Nur so ein Gedanke...

    DerHolzmichel schrieb:

    Im Moment wird doch die Hauptlast von den Gutverdienern bezahlt, die zwischen 3000 und 5000 Brutto verdienen. Wer gering verdient bekommts vom Sozialstaat in den ***** geschoben und wer sehr viel verdient praktisch auch, weil er den Staat erpresst mit sonstigen Wegzug ins Ausland.

    Warum wollen so viele ins Ausland? Liegt es vielleicht an der ungerechten Besteuerung nach oben hin? Würden nach der neuen Steuer nicht noch mehr Leute aus Deutschland gehen? Was dann?



  • Walli schrieb:

    Warum wollen so viele ins Ausland? Liegt es vielleicht an der ungerechten Besteuerung nach oben hin? Würden nach der neuen Steuer nicht noch mehr Leute aus Deutschland gehen? Was dann?

    Sicher liegt es an der Besteuerung, aber die ist keinesfalls ungerecht. In den meisten Fällen wird die doch eh umgangen und diese Leute bezahlen fast nichts. Wer hier gutes Geld verdient (auch weil er vom Staat kostenlos ausgebildet wurde etc.) der sollte auch entsprechend viel davon zurückgeben. Es ist einfach ein unglaublich egoistisches Verhalten so zu handeln. Leider bekommen die Menschen den Hals nie voll genug.



  • Mahlzeit schrieb:

    In den meisten Fällen wird die doch eh umgangen und diese Leute bezahlen fast nichts.

    Man kann es nicht so drastisch umgehen, dass man fast nichts zahlen muss, von der Verlegung des Hauptwohnsitzes mal abgesehen. Du meinst damit sicher Firmen, die Teile ins Ausland verlagern und hier nur einen Bruchteil der Steuern zahlen.

    Mahlzeit schrieb:

    Wer hier gutes Geld verdient (auch weil er vom Staat kostenlos ausgebildet wurde etc.) der sollte auch entsprechend viel davon zurückgeben.

    Gibt er doch. Deswegen gibt man ja keine absoluten Beträge ab, sondern Prozentsätze.

    Mahlzeit schrieb:

    Es ist einfach ein unglaublich egoistisches Verhalten so zu handeln. Leider bekommen die Menschen den Hals nie voll genug.

    Wer entsprechend arbeitet, der hat halt keine Lust sich ausnehmen zu lassen. Im Kleinen wie im Großen. Wo soll das denn deiner Meinung nach aufhören? Soll jeder Besserverdiener so viel abgeben, dass er netto genausoviel in der Tasche hat wie jeder andere? Wo bleibt da der Anreiz mehr zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen und Risiken einzugehen?



  • Walli schrieb:

    Soll jeder Besserverdiener so viel abgeben, dass er netto genausoviel in der Tasche hat wie jeder andere? Wo bleibt da der Anreiz mehr zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen und Risiken einzugehen?

    Es geht mir ja nicht um Besserverdiener (bei denen ist es ja leider schon fast so, wie du es schilderst, diese Gruppe wird ausgequetscht), sondern um Bestverdiener, denen das Geld schon zu den Ohren rauskommt und die gar nicht mehr wissen, was sie damit anfangen sollen außer sich die 13 Jacht und den 5 Ferrari zu kaufen.



  • Mal ehrlich... Wieviele Leute sind das in Deutschland? Höchstens 100 würde ich sagen.



  • ohne die 11/12 seiten gelesen zu haben: es gibt kaum millionäre, die gerne 3% ihres vermögens abgeben werden. das verscheucht außerdem nur die unternehmer aus unserem land.

    Mr. B



  • @Mr. B

    Du meintest:

    ohne die 11/12 seiten gelesen zu haben: es gibt kaum millionäre, die gerne 3% ihres vermögens abgeben werden. das verscheucht außerdem nur die unternehmer aus unserem land.

    Hättest mal lieber die 11/12 Seiten mal überfliegen sollen, wenn sich diese Sache
    so einfach beantworten lassen würde *seufz*

    Mancher Unternehmer wandert doch jetzt schon ab, und diese Abgabe ist bis jetzt
    noch nicht entschieden! Und ob das überhaupt noch beschlossen wird 😕

    Mit freundlichen Grüssen



  • sclearscreen schrieb:

    Und ob das überhaupt noch beschlossen wird 😕

    Ziemlich sicher nicht!



  • Marc++us schrieb:

    Nach Holland, Dänemark oder England zu gehen.

    Ich kann ihm für Deutschland nichts empfehlen. Deswegen plädiere ich ja auch für eine umfassende Systemreform, die mindestens 80% der Gesetze und Richtlinien abschafft, Steuersystem + Sozialsysteme beschneiden. Erst danach stelle ich diese Forderung an die Leute. Der Schuster könnte sich dann zum Beispiel als Hausmeister in einem Wohnareal verdingen. Oh. Sowas gibt's bei uns ja gar nicht, weil solche Posten viel zu teuer sind wegen der Lohnnebenkosten.

    das wär zu schön um wahr zu sein. Viele der Gesetze und Regelungen sind doppelt gemoppelt und veraltet. Aber wenn man 80% abschaffen würde, dann hätten wir ein paar Tausend mehr Arbeitslose...

    zur Automation: Die ist doch eh nicht mehr rückgängig zu machen. Wenn das so weiter geht, werden Arbeitskräfte nur noch in den Bereichen: Wartung, Forschung, Dienstleistung, Politik gebraucht. Vllt. wird Wartung auch wegfallen, den es gibt ja jetzt schon Systeme die sich selbst warten. Irgendwann fällt auch Dienstleistung weg, wenn es Roboter geben wird die gehen, reden, servieren können. Forschung fällt weg, wenn es Androiden geben wird, wie Data ( StarTrek) . Naja dann fällt so ziemlich alles weg und die Menschen haben sich endlich ausrationalisiert. 🤡
    Interessanter Gedankengang, oder ? Vllt. ist die biologische Intelligenz im Universum nur eine Übergangsphase zur künstlichen Intelligenz.

    na das gehört aber nicht hier hin.

    Ich bin dafür, wie hier schon gesagt, einfach per Kopf eine einzige Steuer zu erheben. Unternehmen zahlen keine. Dann gibt es halt 40% Steuer, die jeder Bürger bezahlen muss ( vom Gehalt ).
    Versichrungen sollten auch keine Pflicht sein, dann Zahlen die Unternehmen eben mehr Gehalt den Arbeitnehmern. Ein erwachsener Mensch sollte wissen wohin er sein Geld hintut und wenn er keine K-Versicherung will, ist es seine Sache.

    Naja, alles IMHO 😋



  • Walli schrieb:

    Mal ehrlich... Wieviele Leute sind das in Deutschland? Höchstens 100 würde ich sagen.

    FAZ, 29. Juni 2005 schrieb:

    In Deutschland leben rund 12.400 Einkommensmillionäre. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts erzielten sie im Jahr 2001 durchschnittlich Einkünfte von 2,7 Millionen Euro.

    sagen wir, wir nehmen ihnen 10% mehr ab, macht also 270.000 im schnitt:
    12.400 * 270.000 extrasteuer = 3.348.000.000
    gar nicht schlecht. ist aber leider eine milchmädchenrechnung.



  • borg schrieb:

    Walli schrieb:

    Mal ehrlich... Wieviele Leute sind das in Deutschland? Höchstens 100 würde ich sagen.

    FAZ, 29. Juni 2005 schrieb:

    In Deutschland leben rund 12.400 Einkommensmillionäre. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts erzielten sie im Jahr 2001 durchschnittlich Einkünfte von 2,7 Millionen Euro.

    sagen wir, wir nehmen ihnen 10% mehr ab, macht also 270.000 im schnitt:
    12.400 * 270.000 extrasteuer = 3.348.000.000
    gar nicht schlecht. ist aber leider eine milchmädchenrechnung.

    ja klar, vertreiben wir auch die letzen Millionäre aus dem Land.
    Wie wärs, wenn wir es für illegal erklären, über 5000 € im Monat zu verdienen?
    Dann klagen wir sie alle an und enteignen einfach ihren Besitzt. Damit finanzieren wir dann Umschulungen von 50 jährigen Arbeitslosen.
    Das ist doch lächerlich, die mehrverdienenden Bezahlen ja schon mehr Steuern und wenn sie sich irgendwie um paar Prozente drücken, dann muss man die Fehler in den Gesetzen suchen, ansatt einfach zu sagen: Na erhöhen wir halt deren Abgaben noch mehr.
    Wenn ich ein Millionär wäre und jedes Jahr sehen würde, wieviele Millionen € dem Staat zu gute kommen und dann würd ich erfahren, das man von mir noch mehr verlangen wird, würde ich schon mit dem Gedanken spielen auszuwandern.



  • ja, deswegen hab ich geschrieben das es eine milchmädchenrechnung ist 🙄



  • DEvent schrieb:

    Ich bin dafür, wie hier schon gesagt, einfach per Kopf eine einzige Steuer zu erheben. Unternehmen zahlen keine. Dann gibt es halt 40% Steuer, die jeder Bürger bezahlen muss ( vom Gehalt ).

    Ist problematisch, weil die Menschen unterschiedliche Bedingungen haben. Es macht einen Unterschied, ob die Single bist oder eine vierköpfige Familie aufm Geldbeutel sitzen hast.



  • Marc++us schrieb:

    borg schrieb:

    genausowenig wie es für ihn möglich ist einen computerarbeitsplatz zu besetzen, weil er mit der entwicklung einfach nicht mitgekommen ist. (ausnahmen bestätigen die regel.)

    Ich würde das eher "wohlstandsbedingt" nennen - durch das gute Leben haben die Leute verlernt, sich ständig zu verbessern und zu entwickeln.

    Die Menschen, die sich allein weiterbilden, also mit Büchern usw. werden aber auch oft nicht zum Gespräch eingeladen, da sie zu lang arbeitslos sind. Obwohl das meiner Meinung nach nichts über die Fähigkeiten aussagt. Natürlich kann es ein Griff ins Klo werden. Das kann es aber genauso mit jemanden, der grad mit der Ausbildung/Studium fertig ist und nur das nötigste gemacht hat um durchzukommen.


  • Mod

    Michael E. schrieb:

    Ist problematisch, weil die Menschen unterschiedliche Bedingungen haben. Es macht einen Unterschied, ob die Single bist oder eine vierköpfige Familie aufm Geldbeutel sitzen hast.

    Und schon sind wir wieder bei der Gerechtigkeitsdebatte. Der Familienvater, der 80km zur Arbeit hat ist doch auch im Nachteil, da er viel höhere Fahrtkosten hat als der Single mit 2km.

    Ich sehe dafür nur eine Lösung: der Staat muß einfach dramatisch runter mit den Sätzen, also z.B. 20% statt 40%. Dann spielen diese ganzen individuellen Faktoren eine geringere Rolle.

    Es gibt sowieso nur eine Lösung für all die Probleme: endlich bei der Ausgabenseite anfangen. Also keine Ortsumgehung auf Kredit, wenn kein Geld da ist. Anders kommt man aus dem Teufelskreis nicht raus.



  • Marc++us schrieb:

    Es gibt sowieso nur eine Lösung für all die Probleme: endlich bei der Ausgabenseite anfangen. Also keine Ortsumgehung auf Kredit, wenn kein Geld da ist. Anders kommt man aus dem Teufelskreis nicht raus.

    das erscheint mir mit den gegenwärtigen politikern und bürgern eher unwahrscheinlich. wenn ich schon dieses gerede höre von wegen "unser haushalt ist dieses jahr in ordnung", weil man weniger schulden macht als letztes mal. hallo?!?
    solange so geredet und offensichtlich auch gedacht wird, können wir das doch vergessen.


  • Mod

    @scrub: aber das ist doch meine Rede, die Leute wollen keine Reformen, sondern suchen nur verzweifelt nach einem anderen Zahler.

    Was mir Sorgen bereitet: heutzutage können solche erdrutschartigen Bewegungen und Veränderungen der Wirtschaft in wenigen Monaten kommen. Bißchen Börsenschieflage dazu, dann geht das ruckzuck, Staat zahlungsunfähig. Viele Deutsche denken bei Armut eben immer noch an Polo statt Golf, oder an Aldi-Brot statt Bäcker.

    Aber nach unten kommt lange lange Zeit gar nichts. Wenn man erst Mal Leute sieht, die sich im Rinnsal an der Straße waschen, oder arbeitende Kleinkinder Zement schleppen, dann begreift man den Begriff "Armut" auf einmal als wirkliche Bedrohung. Leider ist das nicht vermittelbar.



  • Hallo

    @Marc++us

    Ich sehe dafür nur eine Lösung: der Staat muß einfach dramatisch runter mit den Sätzen, also z.B. 20% statt 40%. Dann spielen diese ganzen individuellen Faktoren eine geringere Rolle.

    Das duerftest du mir doch bitte mal erklaeren
    Steuerlich ist mit Kinder/ohne Kinder kein Unterschied
    Das ist doch so ziemlich das was Rot/Gruen die letzten Jahre versucht hat
    - mit verherenden Folgen fuer die Kaufkraft Sigles und Doppelverdiener
    sind von Rot/Gruen absolut bevorzugt worden - Familien und Rentner
    haben den ganzen Salat nun auszubaden

    MfG
    Klaus


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