Studiengebühren
-
Es sind auch mal knapp 300 Euro...
Semestertikett muß jeder Zahlen, es sei denn man ist im Ausland oder so. Das man nachweißt das man ein Auto hat reicht glaube ich nicht.
Der Rest ist Verwaltungsaufwand von der Uni her und Geld für Asta und Co. Wenn also die Tamilen in Sri Lanka aufmuckt, weißt Du das der Asta gerade den Semesterbeitrag überwiesen bekommen hat

-
Semesterbeitrag (oder oft auch Rueckmeldegebuehren genannt) musst du immer Zahlen. Hier ein Beispiel meiner Uni:
Im Wintersemester 2005/06 beträgt der Semesterbeitrag plus Verwaltungskostenbeitrag 186,04 Euro.
Er setzt sich aus folgenden Beiträgen zusammen:
Studentenwerk 57,00 Euro, Studentenschaft 7,24 Euro, Semesterticket 70,50 Euro, Härtefonds 0,23 Euro, VRN- Übergangsgebiet 1,07 Euro und Verwaltungskostenbeitrag 50,00 Euro.Das Studentenwerk sind die, die die Mensa betreiben, die Wohnheime etc. Mit den 57 EUR wird dann das alles unterstuetzt, dadurch gibts billiges Essen in der Mensa und billige Zimmer im Wohnheim. Die Studentenschaft sind z.B. der AStA, der bei uns sehr billig Busse zum umziehen verleiht und ein Cafe betreibt und halt fuer die Unkosten von deren Mitarbeit an der Unipolitik. Semesterticket kannst du zurueckzahlen lassen wenn du nachweisen kannst, dass du die ganze Zeit im Ausland oder in einem Praktikum bist, du schwer krank bist und nicht zur Uni kannst oder behindert bist (als Behinderter darfst kostenlos fahren). Das regelt bei uns alles der AStA, auch die Verhandlungen wie weit wir mit dem Ticket fahren duerfen. Und selbst wenn du nur 5 min von der Uni entfernt wohnst, spaetestens bei der ersten Party in einem Wohnheim bist froh, wenn du nachts fuer umme Bus fahren kannst *g*.
Haertefonds sind glaub ich Ruecklagen die gebildet werden (falls das Geld mal enger wird), VRN-Uebergangsgebiet ist der naechste Verkehrsverbund (Mannheim/Heidelberg die Ecke) und damit wir noch etwas in die Richtung koennen ist das ein Aufschlag aufs Semesterticket. Der Verwaltungskostenbeitrag ist der erste Schritt zur Studiengebuehr, den gibts seit 2-3 Semestern, das ist eine Art Unkostenbeitrag fuer die Uni, den aber zu 90% das Land bekommt.
-
-
Wie? Auch wenn ich direkt neben der Uni wohne muss ich mit ein Semesterticket für Bus/Bahn kaufen? Das ist doch voll bescheuert!
-
naja 70 euro für n ganzes semester geht scho.
ich bin schüler und zahle für meine vvs-karte (verkehrsverbund stuttgart) vieeeel mehr.
auf n halbjahr hochgerechnet ist das ein vielfaches von den 70
aber angenommen man wohnt 5 min von der uni. oder man hat n auto. komisch.
-
Hier in HH kann man das Semesterticket auch zurückgeben und bekommt dann das Geld erstattet (bzw. muss es die Semester da drauf gar nicht erst bezahlen). Macht aber praktisch keiner. Wie gesagt, ist sehr praktisch, und verglichen mit normalen ÖPNV-Tickets sehr preiswert.
Die angesprochenen Semestergebühren (in Hamburg dieses Semester erstmalig über 200Euro) sind aber gar nicht mal so das Problem. Es geht, wie auch schon gesagt, um 500Euro Studiengebühren, die in Zukunft da noch hinzukommen sollen.
-
In Amerika bezahlt man pro Jahr mindestens $ 10.000 Studiengebühren, wie machen die denn das ?
-
$ 10.000?
Bestimmt nicht auf allen Unis. Sonst könnte sich das ja keiner leisten. Wenn man natürlich bei Yale oder Harvard studieren will...
-
szDummy schrieb:
In Amerika bezahlt man pro Jahr mindestens $ 10.000 Studiengebühren, wie machen die denn das ?
1. Das sind Studiengebühren von wenigen Spitzenuniversitäten in Amerika. In Amerika gibt es da ja auch viel größere Unterschiede zwischen den Universitäten. Du findest einige (aber wenige), die wirklich weit an der Spitze sind: "Eliteuniversitäten" halt. Danneben findest du aber auch sehr viele, die ein eher geringes Niveau haben. Hier in Deutschland liegen die Universitäten viel enger zusammen. Die meisten Universitäten sind hier letztendlich in einer Art "oberem Mittelfeld". Es gibt hier nicht so eine starke Differenzierung, so dass die konkrete Uni, an der man studiert, auch nicht so entscheidend ist (wobei ich nicht sage, dass es gar keine Unterschiede gibt).
Naja, allerdings scheint dieses akademische System hier bei den Politikern wohl nicht so beliebt zu sein. Die wollen einerseits mehr Akademiker haben und andererseits "Eliteuniversitäten" einführen. Mit anderen Worten soll hier wohl auf Dauer ein USA-ähnliches Universitätssystem mit ein paar Vorzeigeuniversitäten und ner Menge Mist, um das normale Volk auszubilden, aufgebaut werden. Die Bachlor- und Masterstudiengänge sind ja letztendlich auch ein Schritt in diese Richtung. Halte ich ehrlich gesagt nicht für so besonders gut, aber mich wird es ja eh nicht mehr betreffen.
2. In Amerika gibt es viel mehr Stipendien, für die man sich durch die verschiedensten Dinge qualifizieren kann. Wenn du da besonders gute Noten kriegst, dann findet sich wer, der dir dein Studium bezahlst. Wenn du da besonders gut in einer Sportart bist, dann findet sich wer, der dir dein Studium bezahlt. Wenn du da besonders arm bist, dann findet sich wer, der dir dein Studium bezahlt. Wenn du da zu einer Minderheit gehörst, dann findet sich wer, der dir dein Studium bezahlt. Wenn du allerdings überall nur Durchschnitt bist, dann hast du leider Pech gehabt, denn irgendeinen Grund mußt du schon vorweisen, damit du ein Stipendium kriegst.
3. In Amerika gibt es deutlich mehr Jobs im universitären Umfeld für Studenten.
-
Das mit den Semestergebühren ist schon in Ordnung. Irgendwie müssen sich die Studentenwerke ja finanzieren, außerdem ist es doch unheimlich nützlich wenn man den gesamten öffentlichen Verkehr dann "kostenlos" nutzen kann. Außerdem kann man sich oftmals die Gebühren von der Stadt zurückholen, in der man seinen Hauptwohnsitz hat. Also bezahlt man dafür am Ende gar nix

-
Statt dumm rumzuheulen könnte man ja auch einfach mal sich selbst in den Arsch treten und statt 16 nur 14 Semester studieren. Dann kann man ein Jahr früher arbeiten und hat selbst bei niedrig angesetzem Gehalt nicht nur ein Jahr Gebühren gespart sondern auch 12 * 1500 = 18000 verdient, macht also locker 20000 Euro plus.
Bye, TGGC
-
In einer Zeitung hab ich jetzt auch mal gelesen, dass ein Austauschstudent aus den USA geschockt war, wie "leicht" man hier in Dtl. durch ne Prüfung fällt. Bei dennen würde sowas nicht vorkommen, weil die ja alle Studiengebühren bezahlen und die Profs schon zusehen würden, dass dann auch alle durchkommen.... Na wenn das nichts ist, da kriegen alle einen guten Abschluss, damit neue potentielle Geldgeber (Studenten) nicht abgeschreckt werden.

Grüße
xGCFx
-
mein eindruck ist, daß hierzulande auch schon langsam das niveau gesenkt wird- schließlich kann man sich im ranking der zeitschrift X keinen dreiundzwanzigsten platz bei der studiendauer erlauben, da werden dann halt die entscheidenden klausuren aufgeweicht.
-
Ich denke die einzige Niveauabsenkung bei uns findet durch die Ablösung des Diplums durch den Bachelor statt. Aber ansonsten sind die Anforderungen schon noch ziemlich hoch, sonst hätten wir in einigen Studiengängen keine Ausfallquoten von 80%. In USA ist´s schon viel schlimmer. Laut Aussagen Austauschschüler, also aus erster Hand, können die dort in der Highschool Tests, mit denen sie nicht zufrieden sind, einfach wiederholen. Mit den selben Fragen!!! Je nach Lehrer sogar mehrmals!!! Was soll das?
-
Che Eder schrieb:
Laut Aussagen Austauschschüler, also aus erster Hand, können die dort in der Highschool Tests, mit denen sie nicht zufrieden sind, einfach wiederholen. Mit den selben Fragen!!! Je nach Lehrer sogar mehrmals!!! Was soll das?
Keine Ahnung, was das soll. Aber mal ne andere Frage: Warum geht das an deutschen Hochschulen nicht? Und zwar bei Prüfungen, für die man 3 Versuche hat. Wenn man da einmal bestanden hat, kann man seine Note nicht mehr durch eine Wiederholung der Prüfung verbessern, während jemand, der ganz durchgefallen ist, wieder alle Chancen hat, beim nächsten Versuch mit einer ausgezeichneten Note zu bestehen. Ist das nicht unfair gegenüber Leuten, die schon bei der ersten Prüfung genug gelernt haben, um durchzukommen? Die können den ersten Versuch nicht einfach als Probeprüfung abhaken und es einfach nochmal machen, falls es vielleicht nur eine 3 oder so geworden ist.
-
ich kann deine argumente auch persönlich gut nachvollziehen- es ist aber auch ziemlich unwahrscheinlich, daß ein durchfaller beim zweitversuch auf einmal viel besser ist. und bei der mündlichen nachprüfung kommt ja entweder 4,0 oder nicht bestanden raus, da kann man dann nur noch das minimum erreichen.
-
Gregor@Home schrieb:
Ist das nicht unfair gegenüber Leuten, die schon bei der ersten Prüfung genug gelernt haben, um durchzukommen? Die können den ersten Versuch nicht einfach als Probeprüfung abhaken und es einfach nochmal machen, falls es vielleicht nur eine 3 oder so geworden ist.
Auf den ersten Blick hast Du sicherlich recht, man könnte sich vorstellen, daß jemand, der die Prüfung erst im 2./3. Anlauf schafft automatisch 0.5 Notenpunkte o.ä. abgezogen bekommt, d.h. eine 1 im 3. Versuch wäre nur noch eine 2 im Zeugnis. Irgendwas in der Art.
Ich gebe aber zwei Dinge zu bedenken:
-
Der Versuch, durch Regeln und Vorschriften Gerechtigkeit und Fairness zu erzwingen hat hierzulande ja erst zu diesem Wust an Vorschriften und Ausnahme hier, Ausnahme da, geführt, was wir heute als Regelungswut und Überbürokratie im Alltag erleben. Und was uns überall bremst, bremst, bremst. Von daher wäre es eigentlich pragmatischer, wenn wir einfach akzeptieren, daß man solche Ungleichheiten nicht ausgleichen kann.
-
Wenn jemand eine Prüfung nicht gleich schreibt/durchfällt führt dies zu einer Verspätung. Entweder muß er dies durch eine Mehrleistung später aufholen, oder das Studium dauert länger. Das wird aber bereits systemimmanent erkannt und auch "bestraft". Also muß man sich auch von dieser Seite aus keine Sorgen machen.
Extrembeispiel aus meinem Studium: ein Mitstudent wollte maximal 3 Klausuren pro Semester schreiben, damit er sich auf jede optimal vorbereiten konnte. Und zudem hat er nach dem Austeilen der Aufgaben auch sofort leer abgegeben, wenn ihm die Aufgaben nicht genehm waren - lieber durchgefallen, als eine 4 gehabt, denn die wäre dann gestanden. Ich weiß nicht wie lange er tatsächlich gebraucht hat um fertig zu werden, aber er war schon da bevor ich kam, und als ich ging war er immer noch nicht mit wichtigen Diplomprüfungen fertig.
-
-
scrub schrieb:
ich kann deine argumente auch persönlich gut nachvollziehen- es ist aber auch ziemlich unwahrscheinlich, daß ein durchfaller beim zweitversuch auf einmal viel besser ist. und bei der mündlichen nachprüfung kommt ja entweder 4,0 oder nicht bestanden raus, da kann man dann nur noch das minimum erreichen.
Ich halte das nicht für so unrealistisch: Bei uns sind fast alle Prüfungen mündlich und dauern etwa 20-30 Minuten. Die laufen meistens ungefähr so ab, dass man zu einer Vorlesung, die aus sagen wir 10 größeren Themenkomplexen besteht, zu 2 zufälligen Themenkomplexen befragt wird. Jetzt gibt es da natürlich Leute, die sich denken, dass sie einfach nur 7 (oder auch nur 6 oder 5) dieser Themenkomplexe lernen, dafür aber möglichst gut. Sagen wir, die können diese 7 Themenkomplexe so, dass da im Schnitt eine 1,7 oder so rausspringt. Dann fallen sie noch durch, falls in der Prüfung ein nichtgelernter Themenkomplex drankommt.
...mal rechnen...
Wahrscheinlichkeit, bei einer Prüfung mit einer guten Note zu bestehen:
P = 7/10 * 6/9 = 0,46666666
Wahrscheinlichkeit, nicht zu bestehen:
P = 1 - 0,466666 = 0,5333333
So. Jetzt sind die durchgefallen und melden sich sofort wieder zur Prüfung an, die sie dann vielleicht 10 Tage später nochmal machen.
Wahrscheinlichkeit, zweimal durchzufallen:
P = 0,533333^2 = 0,284444
Wahrscheinlichkeit, nach zwei Prüfungen mit guter Note dazustehen:
P = 1 - 0,28444444 = 0,7155555
Wenn man nach der 2. Prüfung dann noch nicht bestanden hat, könnte man sich ja noch mit dem restlichen Stoff beschäftigen, um auf Nummer Sicher zu gehen.
Der andere, der alles gelernt hat, müßte deutlich mehr Aufwand treiben, um eine gute Note zu kriegen. Letztendlich müßte der 30% mehr können. ...und wahrscheinlich wird sich der selektive Lerner eher die einfacheren Kapitel heraussuchen. Natürlich kann so ein selektives Lernen letztendlich Zeit kosten. Wenn man die Prüfungen aber so schnell aufeinander machen kann, dann ist das nicht so viel.
Ich weiß nicht, ob das System da dann so gut ist. Naja, andererseits sehe ich die Punkte von Marc++us teilweise auch ein. Ein perfektes und einfaches System gibt es wohl nirgendwo und in solchen Bereichen wird es vermutlich immer irgendwen geben, der irgendwo eine Ungerechtigkeit sieht und einen anderen, der eine Schwachstelle im System ausnutzt. ...Im deutschen Steuersystem ist das genauso, obwohl es da diverse Regelungen gibt, um für alle möglichen Fälle eine adäquate Steuer berechnen zu können.

-
Studiengebühren sind doch eine gaaanz feine Sache! Damit kann man dann ganz toll seinen Landeshaushalt entlasten!
Typisch Politiker, zu blöd Steuern dort zu erheben wo es sinnvoll wäre. statt dessen zieht man es lieber denen aus der Tasche die es mit sich machen lassen müssen.
-
Gibts dann bei uns auch Stipendien wenn man Studiengebühren bezahlen muss?