Weltjugendtag - Euer Fazit
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kann es eigentlich sein, dass Programmierer wesentlich weniger religiös sind als andere Berufsgruppen?
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kann es eigentlich sein, dass Programmierer wesentlich weniger religiös sind als andere Berufsgruppen?
Programmierer haben halt einfach mehr bezug zur Realität und verfügen gleichzeitig um ausreichend Logik um die existenz eines Gottes beurteilen zu können.
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Rodney schrieb:
kann es eigentlich sein, dass Programmierer wesentlich weniger religiös sind als andere Berufsgruppen?
Das hat glaub ich eher was mit einer naturwissenschaftlichen Ausrichtung zu tun. Da kann man die Informatik im weitesten Sinne wohl auch zuzählen. Ich möchte mal behaupten, dass es unter allen Naturwissenschaftlern (ausgenommen Biologen - warum eigentlich? Warum studieren das fast nur Hippies? ;)) unterdurschnittlich viele Gläubige gibt.
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*lol*
Das mit Gott sei ja mal dahingestellt, aber daß die meisten Programmierer einen Bezug zur Realität haben halte ich für ein arges Gerücht. Und daß die Masse logisch denkt ebenfalls. Oder hast Du noch nie fremden Programmcode gelesen?
Ich glaube eher, daß Programmierer es nicht akzeptieren können, daß es außer ihnen noch einen Gott geben soll.

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Ich fand es bedenklich, mitanzusehen, dass die Kirche die selben alten Tricks benutzte wie einst die Nazis, um die Jugend zu begeistern (Massenveranstaltung, jedem ne Kerze in die Hand)

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Habs leider nur im TV gesehen und es gefiel mir gut. Der Papst hat eine große Austrahlung und ist für sein Alter sehr fit. Intellektuell ist er bestimmt der Mehrheit (auch auf dieses Board bezogen) überlegen. Er gefällt mir besser als alle deutschen Spitzenpolitiker.
Insgesamt hat mir das Treffen sehr gut gefallen. Es gab wohl kaum eine andere Veranstaltung dieser Größenordnung, die weniger Kriminalität hervorgebracht hat. Die Katholische Kirche, als defacto supranationale Vereinigung, hat gezeigt, wie gut sie zur internationalen Verständigung betragen kann.
P.S. ich bin keine Katholikin.
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Jan schrieb:
Ich möchte mal behaupten, dass es unter allen Naturwissenschaftlern (ausgenommen Biologen - warum eigentlich? Warum studieren das fast nur Hippies? ;)) unterdurschnittlich viele Gläubige gibt.
Das halte ich für ein Gerücht. Schau die beispielsweise die Physik an: Gerade in diesem Gebiet wird man andauernd mit Erkenntnissen konfrontiert, die einen irgendwelche Sinnfragen oder ähnliche Fragen aufzwingen. Es ist bei vielen dieser Fragen absehbar, dass man sie als Mensch nicht so bald beantworten können wird. Da ist es dann nicht so abwegig, eine Antwort bei einem "Gott" zu suchen, wie du vielleicht denkst. Die Wissenschaft hat auch ihre Grenzen, sie kann nicht auf alles eine Antwort finden. Und dort, wo die Wissenschaft an ihre Grenzen stößt, kann man letztendlich anfangen an einen Gott zu glauben.
Zugegebenermaßen sind diese Grenzen viel weiter entfernt, als man es vor 100 Jahren oder so gedacht hätte und auch der Glaube an einen Gott wird bei Naturwissenschaftlern eine ganz andere Basis haben als bei anderen Leuten. Trotzdem sehe ich da keinen Widerspruch zwischen Glaube und Wissenschaft, auch wenn ein "Oh, die Kirchen sind bei der Flut stehengeblieben, dann heißt das wohl, dass ich nicht fromm genug war, weil mein Haus zerstört wurde." natürlich nicht bei wissenschaftlich denkenden Menschen zieht. Man sollte da auch nicht eine bestimmte Religion mit dem Glauben an einen Gott gleichsetzen.
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Jan schrieb:
Ich möchte mal behaupten, dass es unter allen Naturwissenschaftlern (ausgenommen Biologen - warum eigentlich? Warum studieren das fast nur Hippies? ;)) unterdurschnittlich viele Gläubige gibt.
das liegt wohl daran, dass die biologie selbst so eine art religion ist.
"...und dann kam das enzym ***ase und spaltete die faktoren in ihre einzelteile.
- warum?
- das ... ääh ... ist so."
Ich fand es bedenklich, mitanzusehen, dass die Kirche die selben alten Tricks benutzte wie einst die Nazis, um die Jugend zu begeistern (Massenveranstaltung, jedem ne Kerze in die Hand)

öhm...
das ist mal ein ganz schlechtes beispiel für godwins law. die nazis haben ihre pseudo-religiösen gemeinschaftsveranstaltungen von religionen abgeschaut. nicht umgekehrt.
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Ladilu schrieb:
Habs leider nur im TV gesehen und es gefiel mir gut. Der Papst hat eine große Austrahlung und ist für sein Alter sehr fit. Intellektuell ist er bestimmt der Mehrheit (auch auf dieses Board bezogen) überlegen. Er gefällt mir besser als alle deutschen Spitzenpolitiker.
Insgesamt hat mir das Treffen sehr gut gefallen. Es gab wohl kaum eine andere Veranstaltung dieser Größenordnung, die weniger Kriminalität hervorgebracht hat. Die Katholische Kirche, als defacto supranationale Vereinigung, hat gezeigt, wie gut sie zur internationalen Verständigung betragen kann.
P.S. ich bin keine Katholikin.
Kann ich nur zustimmmen.
Ich, als bekennender Ungläubiger, war am Sonntag auf der Abschlußmesse und muss sagen, dass es eine sehr schöne Atmosphäre war mit 1 Millionen anderen Menschen des Papstes Predigt zu lauschen, die im Übrigen sehr gut war.
Zum Anderen hat mir diese Messe auch wieder gezeigt, wie strange diese Katholiken sind. Mit ihrem Lobgesang und Ringkuss (den aber der Razinger ja abschaffen will).
Man lernt aber auf solchen Treffen auch Toleranz:
Also jedem das Seine bzw. Jeder Jeck ist anders.
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Toleranz ist nur noch ein Schleier.
Auf der einen Seite heult man hier im Forum, dass es sich um Nazi-Methoden handelt (obwohl eigentlich nicht) und auf der anderen Seite gibt man als "Protestwähler" seine Stimme der NPD...
Wenn jemand seine Religion braucht um mit beiden Beinen im Leben zu stehen soll er das haben - ohne das er jeden Tag dumm angemacht wird. Da gibts dann Leute die behaupten das Christentum seien Menschen die an die Entstehung der Welt in 7 Tagen glauben. Das ist aber leider nicht nur komplett falsch sondern selten dumm.
Von wegen Bezug zur Realität, wer nur ein bißchen Bezug zu dieser hat lernt im sozialen Umfeld schnell eine gewisse Toleranz kennen. Er macht das eben, ihm gefällt das, ich kann damit nichts anfangen, aber gut. Nein, da muss groß diskutiert werden warum und wieso. Im Gegensatz zur hier geposteten Aussage der Realitätsbezug sei unter Informatikern besonders groß halte ich das für Unfug, er ist genauso groß wie überall anders auch. Nur man verliert über die Dauer bei wenig sozialem Kontakt Toleranz, es entsteht ein Alibi-Schleier hinter dem man sich besser vorkommt als der Rest der Welt - man ist ja nicht so wie die. Da kotzt es mir förmlich entgegen, dass Christentum nichts mit Spaß, feiern und Rockkonzert zu tun haben kann - warum? Darauffolgend die Leute die mit der Inquisition die Probleme der Kirche aufzeigen wollen sich im selben Atemzug aber aufregen von Franzosen bei einer Runde Quake als Nazi beschimpft zu werden.
Kann ja gut sein, dass ein Gott für manche nicht in Frage kommt, aber mit logischen Argumenten eine Nicht-Existenz beweisen zu wollen halte ich für unmöglich. Der menschliche Geist ist noch deart mikrig, wir fassen von nahezu nichts die Basis sondern können nur die Auswirkungen beschreiben. Mit der Physik lässt sich alles erklären da braucht es keinen Gott. Stellst du aber rekursive Warum-Fragen in die Tiefe kann man plötzlich gar nichts mehr erklären. Warum ziehen sich denn zwei Körper an? Gravitation. Woher kommt die? Aus schweren Körpern...hier hat der Einzelne noch genügend Freiheiten sich das so vorzustellen wie er will, und wenn 4 Milliarden Gläubige auf der ganzen Welt eine Art Gott besitzen dann sollen sie den haben um sich ihre Welt zu erklären.
MfG SideWinder
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In den Schlafstätten durften ja keine Kondome verteilt werden. Bin mal gespannt wie viele Kirchentags-Kinder es geben wird

Ansonsten finde ich die Veranstaltung schon ziemlich merkwürdig. Aber wenn man es braucht. Man hätte nur nicht alle Sender und den ganzen ÖPNV damit zu bomben müssen

Und der Papst und das klammbam ist wohl eine der lächerlichsten Personen überhaupt. So etwas von Weltfremd (Nö keine Kondome, Enthaltsamkeit schützt vor HIV etc. (muss man ja nicht alles wieder durchkauen)).
Lustig finde ich auch, dass die Kommunen Geld in den _Jugend_tag gesteckt haben, was man dadurch besorgt hat, dass man _Jugend_förderungen und Kindergärten abgebaut hat. Wobei sicher die ganze Weltjugend katholisch ist
(Wenn wir schon von Toleranz reden wollen...)Kurpfuscher schrieb:
Ich fand es bedenklich, mitanzusehen, dass die Kirche die selben alten Tricks benutzte wie einst die Nazis, um die Jugend zu begeistern (Massenveranstaltung, jedem ne Kerze in die Hand)

Nö, die "Nazis" haben sich da wohl bei der Kirche bedient oder glaubst du das die Kirche erst seit 1945 Massenveranstaltungen macht? Außerdem ist das wohl kein spezifisches Ding für die Hitler-Diktatur oder die NSDAP. Die haben das Prinzip genauso benutzt, wie alle anderen Ideologien.
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SideWinder schrieb:
Da kotzt es mir förmlich entgegen, dass Christentum nichts mit Spaß, feiern und Rockkonzert zu tun haben kann - warum?
Vielleicht weil die Kirche bestimmte Formen von Spaß grundlos verteufelt. Warum?
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Im Fernsehen habe ich keine Massen-Sexorgie gesehen, anderes ist mir nicht bekannt was die Kirche an feiern verbietet
, dass sie gegen Sex vor der Ehe sind mag dir nicht gefallen sei aber bitte den Mitgliedern vorbehalten sich daran zu halten.MfG SideWinder
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SideWinder schrieb:
Im Fernsehen habe ich keine Massen-Sexorgie gesehen
Wenn da eine gewesen wäre hätte man sie ja auch nicht im Fernsehen übertragen dürfen
.
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Meiner Meinung nach gehört die Kirche zu den untolerantesten Organisationen/Syndikaten überhaupt.
Ich finde alle in der Kriche (Kirche != Gott/Glaube) sind Heuchler.
Oder warum predigt der Papst von Nächstenliebe und Bekämpfung von Armut und trägt im selben Moment edle Seidenkleider und einen massiven Goldring.Außerdem besitzt die Kirche das größte Privatvermögen der Welt.
Die könnten ruhig was abgeben.
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KaraHead schrieb:
Meiner Meinung nach gehört die Kirche zu den untolerantesten Organisationen/Syndikaten überhaupt.
Ich finde alle in der Kriche (Kirche != Gott/Glaube) sind Heuchler.
Oder warum predigt der Papst von Nächstenliebe und Bekämpfung von Armut und trägt im selben Moment edle Seidenkleider und einen massiven Goldring.Außerdem besitzt die Kirche das größte Privatvermögen der Welt.
Die könnten ruhig was abgeben.geld zum fenster rauszuwerfen bringt recht wenig.
schon eher missionen in den betroffenen ländern zu bauen und die menschen auszubilden sich selbst zu helfen... und das macht die kirche immerhin.auch wenn ich der verknüpfung von hilfe und religion im allgemeinen kritisch gegenübersteh
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geld zum fenster rauszuwerfen bringt recht wenig.
schon eher missionen in den betroffenen ländern zu bauen und die menschen auszubilden sich selbst zu helfen... und das macht die kirche immerhin.Ja und dabei zwingen sie jedem Hilfsbedürftigem ihre Religion auf.
Nach dem Motto: Hilfe gegen GlaubenFür mich ist das ganz und garnicht tolerant.
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Außerdem besitzt die Kirche das größte Privatvermögen der Welt.
Die könnten ruhig was abgeben.Das ist ein weiteres Gerücht. Nun gut nicht ganz, aber es ist Aberglauben davon was abgegeben zu können. Das Privatvermögen beruht in erster Linie auf den großen Kirchen und Gotteshäusern die auf der ganzen Welt verstreut liegen. So und jetzt versuch mal eine Kirche zu verkaufen. Abreißen und in Baugrund umwandeln darfst du aus Gründen des Denkmalschutzes meistens nicht.
Für mich ist das ganz und garnicht tolerant.
Weißt du was tolerant heißt? Untolerant wäre es wenn sie nur Christen helfen würden, da dem aber nicht so ist können sie vielleicht in eigener Sache handeln oder sonst irgendwelche wenig netten Dinge tun, aber nicht intolerant sein.
Oder warum predigt der Papst von Nächstenliebe und Bekämpfung von Armut und trägt im selben Moment edle Seidenkleider und einen massiven Goldring.
Was hat Nächstenliebe und Seidenkleider? Ach mit wem red ich überhaupt...
MfG SideWinder
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Papst Benedikt XVI. ist es offensichtlich gelungen, einem gewissen Anteil von Jugendlichen in der Welt Werte aufzuzeigen, die die Politik nicht (mehr) vermitteln kann oder will. Umfragen zeigen, dass die heutige Jugend sich eher wieder konservativen Werten zuwendet. Die 68er Generation hat offensichtlich ihre Überzeugungskraft verloren. Das lässt hoffen.

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Erhard Henkes schrieb:
Papst Benedikt XVI. ist es offensichtlich gelungen, einem gewissen Anteil von Jugendlichen in der Welt Werte aufzuzeigen, die die Politik nicht (mehr) vermitteln kann oder will.
1. Der jetzige Papst ist noch nicht so lange Papst, dass ich ihm diesen Verdienst zusprechen würde. Man kann vielleicht in ein paar Jahren mal einen Rückblick machen und dann gucken, was dieser Papst an Veränderungen mitgebracht hat.
2. Die Politik ist IMHO nicht zur Vermittlung von Werten da, sondern schon eher zur Umsetzung von Werten in Gesetze. Die Vermittlung von Werten ist eine Aufgabe der Erziehung. Das sollten vor allem die Eltern machen. Dummerweise wird das heutzutage aber wohl hauptsächlich von den Medien gemacht.
Da kommen dann die Werte "teuerste Markenklamotten" und "tollste Klingeltöne" bei raus. 