Unzufrieden



  • eine ungültige stimme wird keiner partei zugeordnet. die nichtwähler werden gem. einem schlüssel den parteien zugeordnet.

    um seinen unmut auszudrücken ist IMMER ungültig wählen das Mittel. Es muss auch immer eine möglichkeit geben ungültig zu wählen.


  • Mod

    ... und die Parteienfinanzierung hängt an der Zahl "NICHT-UNGÜLTIGER" Stimmen.

    Und das funktioniert so:

    100% seien alle Wahlberechtigten

    70% die Wahlbeteiligung

    1% der Stimmen ist ungültig

    Eine Partei bekommt jetzt 50% der gültigen Stimmen.

    Wieviel bekommt sie von dem Gesamttopf?

    Man würde nun annehmen, daß sie 100% * 70% * 99% * 50% bekäme... aber da hat man nicht mit der Gier der Parteien gerechnet. Diese Schmarotzer haben nämlich das so gedreht, daß die Wahlkampfkostenerstattung prozentual so berechnet wird, wie wenn alle Nichtwähler gewählt hätten!

    D.h. die Parteien bekommen also:

    100% * 99% * 50% - die Nichtwähler helfen also trotzdem zur Finanzierung, und zwar genau mit dem Verhältnis der Parteien.

    Die einzige Chance die Parteien finanziell zu schädigen ist es daher, eine ungültige Stimme abzugeben - denn die Zahl der gültigen Stimmen geht durchaus in die Berechnung ein.

    Daher: wenn es gelänge, ca. 4 Wochen vor der Wahl (dann ist die Zeit für eine Gesetzesänderung zu kurz) eine große Boykottaktion zu starten, die die Leute dazu bringt aus Protest ungültig zu wählen, so daß ca. 30% der Stimmen ungültig wären, dann könnte man das Parteiensystem finanziell ganz schön ins Schwanken bringen. Die sind ja heute schon immer fast pleite, weil sie mit ihrem Geld genauso bescheiden umgehen wie mit unserem.

    Real angewandte Revolution.



  • automat schrieb:

    Ungültig wählen ist schwer bei Wahlautomaten. 🙄 🙄

    Gibt es jetzt bei uns auch Wahlautomaten?
    Um ungültig zu wählen müßte ich also die Hackergriffen anwenden. Strg+Pause um das VB Programm anzuhalten und dann mit Strg+Alt+Entf um Windows runterzufahren. Aber was wenn es eine Linux Maschine ist 😕



  • http://www.wahlrecht.de/lexikon/ungueltig.html

    Für jede Stimme erhalten die Parteien Geld. Die Wahlkampfkostenerstattung ist ein Teil der staatlichen Parteienfinanzierung. Für eine Wählerstimme gibt es maximal 0,70 EUR pro Jahr der Legislaturperiode. Allerdings ist der Betrag der staatlichen Parteienfinanzierung auf maximal 133 Mio. Euro pro Jahr begrenzt. Diese Grenze wird regelmäßig deutlich überschritten, weshalb nicht abgegebene oder ungültige Stimmen in der Summe nichts ändern. Sie bewirken nur, daß weniger stark gekürzt werden muß, womit mehr Geld für andere Wahlen und für Zuschüsse zu Mitgliedsbeiträgen und Spenden übrig bleibt.

    http://www.bundestag.de/parlament/gesetze/pg/pgp18.html

    (3) Die Parteien erhalten jährlich im Rahmen der staatlichen Teilfinanzierung

    1. 0,70 Euro für jede für ihre jeweilige Liste abgegebene gültige Stimme oder
    2. 0,70 Euro für jede für sie in einem Wahl- oder Stimmkreis abgegebene gültige Stimme, wenn in einem Land eine Liste für diese Partei nicht zugelassen war, und
    3. 0,38 Euro für jeden Euro, den sie als Zuwendung (eingezahlter Mitglieds- oder Mandatsträgerbeitrag oder rechtmäßig erlangte Spende) erhalten haben; dabei werden nur Zuwendungen bis zu 3.300 Euro je natürliche Person berücksichtigt.

    "für jede ... gültige Stimme"



  • Marc++us schrieb:

    ... und die Parteienfinanzierung hängt an der Zahl "NICHT-UNGÜLTIGER" Stimmen.

    Und das funktioniert so:

    100% seien alle Wahlberechtigten

    70% die Wahlbeteiligung

    1% der Stimmen ist ungültig

    Eine Partei bekommt jetzt 50% der gültigen Stimmen.

    Wieviel bekommt sie von dem Gesamttopf?

    Man würde nun annehmen, daß sie 100% * 70% * 99% * 50% bekäme... aber da hat man nicht mit der Gier der Parteien gerechnet. Diese Schmarotzer haben nämlich das so gedreht, daß die Wahlkampfkostenerstattung prozentual so berechnet wird, wie wenn alle Nichtwähler gewählt hätten!

    D.h. die Parteien bekommen also:

    100% * 99% * 50% - die Nichtwähler helfen also trotzdem zur Finanzierung, und zwar genau mit dem Verhältnis der Parteien.

    Die einzige Chance die Parteien finanziell zu schädigen ist es daher, eine ungültige Stimme abzugeben - denn die Zahl der gültigen Stimmen geht durchaus in die Berechnung ein.

    Daher: wenn es gelänge, ca. 4 Wochen vor der Wahl (dann ist die Zeit für eine Gesetzesänderung zu kurz) eine große Boykottaktion zu starten, die die Leute dazu bringt aus Protest ungültig zu wählen, so daß ca. 30% der Stimmen ungültig wären, dann könnte man das Parteiensystem finanziell ganz schön ins Schwanken bringen. Die sind ja heute schon immer fast pleite, weil sie mit ihrem Geld genauso bescheiden umgehen wie mit unserem.

    Real angewandte Revolution.

    Wenn das für die Parteien ein Problem ergäbe, wäre der nächste Parlamentsbeschluss eine Änderung des Parteienfinanzierungsgesetz -> ungültige Stimmen würden dann wie nicht abgegebene behandelt.



  • Na, dann lasst uns ne Partei gründen 😃



  • Hmmmm schrieb:

    Wenn das für die Parteien ein Problem ergäbe, wäre der nächste Parlamentsbeschluss eine Änderung des Parteienfinanzierungsgesetz -> ungültige Stimmen würden dann wie nicht abgegebene behandelt.

    Und jetzt darf geraten werden, worauf Marc++us mit "ca. 4 Wochen vor der Wahl (dann ist die Zeit für eine Gesetzesänderung zu kurz)" rauswollte.



  • Es mag sein das es auch um Geld geht. Parteien können aber nichts daran ändern das ungültige Stimmen nicht einer bestimmten Partei zugeordnet werden. SIe sind eben ungültig. Nichtwähler werden auf die Parteien aufgeteilt und somit kann es passieren das eine Partei mehr Mandate bekommt.



  • ich wuerde am liebsten die grosse koalition waehlen, das aergert alle am meisten, weil sie dann mit einander reden muessen!



  • sarfuan schrieb:

    Hmmmm schrieb:

    Wenn das für die Parteien ein Problem ergäbe, wäre der nächste Parlamentsbeschluss eine Änderung des Parteienfinanzierungsgesetz -> ungültige Stimmen würden dann wie nicht abgegebene behandelt.

    Und jetzt darf geraten werden, worauf Marc++us mit "ca. 4 Wochen vor der Wahl (dann ist die Zeit für eine Gesetzesänderung zu kurz)" rauswollte.

    Pfft - diese Änderung würden sie noch 6 Stunden vor der Wahl durchbringen.
    Wie auch immer...


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