Wo schaut ihr das TV-Duell?



  • ethereal schrieb:

    btw. war doch eigentlich mit dem homosexuellen der Wetserwelle gemeint und nicht Wowereit, oder??? 😕

    Ja Westerwelle war gemeint 😉



  • Frau Merkel hat gezeigt, dass sie ruhig und sachlich dieses Land in eine moderne Phase führen kann. 👍

    Für Anhänger des scheidenden Kanzlers: Das war die letzte "gerd-show". 😉



  • Rhetorisch hat er sie locker in die Tasche gesteckt. Inhaltlich war eh alles
    klar 🙄



  • Rhetorisch hat er sie locker in die Tasche gesteckt.

    Was zu erwarten war. Aber Rhetorik allein fände ich ein ziemlich armes Wahlkriterium, genauso wie Sympathie. Aber ich weiss auch nicht, wie die Masse denkt...
    Trotzdem hat sich Merkel da noch ziemlich gut aus der Affäre gezogen finde ich.

    Aber teilweise schwache Vorstellung von den Mods. 👎



  • Eindeutig hat Schröder gewonnen, auch wenn ich beide niemals wählen würde.

    Jeder der meint, dass die Merkel das Duell gewonnen hat, ist total auf CSU/CDU fixiert.

    Rethorisch hat Schröder die merkel richtig unter den Tisch geredet - seine Körpersprache unterstützte ihn.

    Merkel war total nervös und unsicher. Sie hat nur dumm daher geredet, und alles auf Schröder abgeschoben, was mit Deutschland los ist. Dabei sollte sie ssich vielleicht mal überlegen wer wirklich an der jetzigen wirtschaft und dem Arbeitslosenproblem schuld ist - Helmut Kohl.

    Die Politik von Schröder muss erst etwas sitzen, bis sie Wurzeln schlagen kann.

    Dennoch eine sehr interessante Sendung.



  • Griffin schrieb:

    Aber teilweise schwache Vorstellung von den Mods. 👎

    Naja nur teilweise.
    Fand es aber sehr schwach, dass sie Schröders Frau kritisiert haben



  • Passend zum Thema: hier.

    (wer leichten Sarkasmus entdeckt...)



  • Rhetorisch hat er sie locker in die Tasche gesteckt.

    Ich denke nicht, dass das wirklich stimmt. Merkel bleibt beim Gesprächsfaden, spricht und reagiert ruhig und nicht beleidigt (daher wirkt sie in der Tat langweilig), weiß einfach, dass sie die nächste und erste Kanzlerin Deutschlands wird. Schröder ist nur noch eine Witzfigur nach der Vertrauensfrage.



  • Ich habe zwar nur ein paar Ausschnitte gesehen, aber mich hat das Schlusswort von Schröder doch ein bischen überrascht. Wenn ich mich richtig daran erinnere, hat er da Dinge wie den Irak-Krieg und so angesprochen und gar nichts zur Arbeitsmarktsituation und zur wirtschaftlichen Lage Deutschlands gesagt. Diese Dinge hat Merkel schon angesprochen, weil sie dort offensichtlich die Probleme von Deutschland sieht. Sie sieht diese Dinge als wichtig an. Bei Schröder scheinen die Prioritäten anders zu liegen.

    Ehrlich gesagt hat mich das bei Schröder dann durchaus entsetzt, weil ich die Probleme von Deutschland wohl auch eher dort sehe, wo Frau Merkeln sie sieht. Ich sehe die Arbeitslosigkeit und die wirtschaftliche Lage von Deutschland als DIE Themen im Wahlkampf an. Das sind auch IMHO die Themen, die die Menschen in Deutschland berühren. Eine Thematisierung des Irak-Kriegs ist da doch eher ein Aufwärmen eines alten Themas, das momentan weniger relevant ist.

    Naja, aus Schröders Sicht ist es sicherlich verständlich, nicht nocheinmal auf diese Themen einzugehen, da er dort keine Erfolge vorzuweisen hat. Aber ich frage mich, wie man einer Person, die diese Probleme anscheinend ausblendet oder ignoriert, die Zukunft von Deutschland anvertrauen kann.

    Insgesamt habe ich im Wahlkampf eigentlich relativ wenig davon mitgekriegt, wie die SPD überhaupt mit diesen Problemen umgehen will. Da hat man eigentlich nur immer gehört, dass da schon alles in die richtige Richtung gelenkt wurde und man jetzt nur noch warten muss, dass die Reformen zu wirken beginnen. Mit anderen Worten: Das ist wieder so eine Politik der ruhigen Hand. Eine Politik des Nichtstuns. Ich habe da nicht soviel Vertrauen in die Reformen, die Schröder zu seiner Amtszeit gemacht hat. Sicherlich ging vieles in die richtige Richtung, aber ich denke nicht, dass da schon der große Wurf dabei war, der Deutschland wieder nach vorne bringen könnte. Aber mag sein, dass andere das anders sehen.



  • Was kostet eigentlich so eine Wahl?

    Also mit allem "drum und dran",
    vielleicht aufgegliedert in
    - die eigentlichen Kosten für Stimmzettel, Auswertung, Örtlichkeiten usw.
    - Wahlkampf der einzelnen Parteien
    - Auflösung/Neubesetzung der Bundestages
    - usw.

    Hat jemand Zahlen oder Quellen?



  • Nachtrag: Neben dem, dass ich bei der SPD keine weiteren Reformen bei der Arbeitsmarktpolitik usw. sehe, finde ich es erstaunlich, dass Schröder der Merkel ein Schlechtreden Deutschlands vorwirft. Ist das nicht ein Schlag ins Gesicht der fast 5 Mio. Arbeitslosen in Deutschland? Ist das nicht ein Schlag ins Gesicht der Leute, die in Deutschland um ihren Arbeitsplatz fürchten? Letztendlich sagt Schröder da ja, dass es den Deutschen eh gut geht und er keine großen Gründe für weitere Verbesserungen sieht. Ich finde das mehr als jämmerlich. Das zeigt eine Arroganz gegenüber dem eigenen Volk, die ich absolut inakzeptabel finde.



  • Kommentar aus der Bild-Zeitung (s. Homepage):

    Liebe Angela Merkel,
    lieber Gerhard Schröder,
    eigentlich war das Duell wie „Ehen vor Gericht“. Frau klagt an. Mann grinst und schüttelt den Kopf. Mann sagt, daß er seine Frau überhaupt nicht begreift und sie sich irrt. Frau wirft Mann Laschheit und mangelndes Verantwortungsgefühl vor. Noch nie haben sich Mann und Frau öffentlich vorgeworfen, daß sie nichts voneinander halten.

    Das Interessante an dieser Gerichtsverhandlung bzw. Duell war für mich, daß eine Frau wie ein Mann auftritt. Frau Merkel war hart und geschlechtslos. Sie war dem amtierenden Kanzler absolut ebenbürtig.

    In diesem Duell ging es nicht um Frisuren und wer besser aussieht.

    Beide sahen sehr gut aus. Beide hatten sich zu ihrem Rendezvous nett gekleidet, schwarze Jacketts. Beide waren eigentlich okay. Wenn Mann und Frau sich zu einer letzten Aussprache treffen, dann ist es so wie bei diesem Duell. Langweilig – eigentlich ist alles gelaufen. Ich hasse dich, weil du mich haßt.

    Herzlichst

    Ihr F. J. Wagner



  • scrub schrieb:

    *lol*

    laut merkel von gerade eben ist die förderung der windenergie in ordnung!!!11111111

    Wenn man etwas der CDU zugute halten muß, dann ist es der Einstieg in die Windenergie.

    Den hat nämlich nicht rot/grün verursacht, sondern die CDU.
    Das war irgendwann um ca. 1991.

    Rot/Grün hat das ganze ab 2000 nur ausgebaut und von den letzten 9 Jahren Forschung profitiert.
    Den Grundstein hat aber die CDU gelegt, von daher kann die Merkel das durchaus für sich beanspruchen.



  • Gregor@Home schrieb:

    Ich habe zwar nur ein paar Ausschnitte gesehen, aber mich hat das Schlusswort von Schröder doch ein bischen überrascht. Wenn ich mich richtig daran erinnere, hat er da Dinge wie den Irak-Krieg und so angesprochen und gar nichts zur Arbeitsmarktsituation und zur wirtschaftlichen Lage Deutschlands gesagt. Diese Dinge hat Merkel schon angesprochen, weil sie dort offensichtlich die Probleme von Deutschland sieht. Sie sieht diese Dinge als wichtig an. Bei Schröder scheinen die Prioritäten anders zu liegen.

    Ehrlich gesagt hat mich das bei Schröder dann durchaus entsetzt, weil ich die Probleme von Deutschland wohl auch eher dort sehe, wo Frau Merkeln sie sieht. Ich sehe die Arbeitslosigkeit und die wirtschaftliche Lage von Deutschland als DIE Themen im Wahlkampf an. Das sind auch IMHO die Themen, die die Menschen in Deutschland berühren. Eine Thematisierung des Irak-Kriegs ist da doch eher ein Aufwärmen eines alten Themas, das momentan weniger relevant ist.

    Kann Politik Arbeitsplätze schaffen?

    Ich bezweifle das!

    Von daher sollte man sich auf genau die Themen einschießen, in der die Politik auch wirklich etwas tun kann.
    So gesehen hat Schröder eine gute Schlußrede gehalten, während Merkel etwas geblubbert hat, was sie eh nicht halten können wird.

    Naja, aus Schröders Sicht ist es sicherlich verständlich, nicht nocheinmal auf diese Themen einzugehen, da er dort keine Erfolge vorzuweisen hat. Aber ich frage mich, wie man einer Person, die diese Probleme anscheinend ausblendet oder ignoriert, die Zukunft von Deutschland anvertrauen kann.

    Laut Schröder trägt Harz IV ja seit April 05 schon die ersten Früchte.

    Insgesamt habe ich im Wahlkampf eigentlich relativ wenig davon mitgekriegt, wie die SPD überhaupt mit diesen Problemen umgehen will.

    Siehe oben, das kann keiner.



  • SonSang schrieb:

    Kann Politik Arbeitsplätze schaffen?

    Die Politik kann dafür sorgen, dass der "Standort Deutschland" konkurrenzfähiger wird. Genau an dieser Stelle kann die Politik ansetzen, um indirekt Arbeitsplätze zu schaffen. Es geht darum, dass den Unternehmen eine attraktive Umgebung angeboten wird, damit diese hier in Deutschland die Arbeitsplätze schaffen.

    Meine Meinung ist also, dass Unternehmen Arbeitsplätze schaffen können und die Politik dieses entweder begünstigen kann oder eben nicht. Da hat die Union IMHO ganz interessante Ansätze, die aus meiner Sicht wirklich etwas bringen könnten. Es ist geplant, die Lohnnebenkosten zu senken, was Arbeit für die Unternehmen in Deutschland günstiger macht und somit natürlich den Standort stärkt. Das kann die Politik zum Beispiel ganz konkret machen, damit hier mehr Arbeitsplätze entstehen. Ein Bürokratieabbau, den sich die Union ganz dick in ihr "Regierungsprogramm" geschrieben hat, ist sicherlich ein weiterer Baustein für einen besseren Standort Deutschland. Und so gibt es diverse Dinge im Regierungsprogramm der Union, die den Standort Deutschland stärken werden und somit indirekt zu mehr Arbeitsplätzen führen werden. Das Programm der Union vermittelt da eine Art Aufbruchstimmung, die zu einer wirklichen Belebung der deutschen Wirtschaft und damit auch des Arbeitsmarkts führen kann.

    Bei der SPD sehe ich hingegen nur ein "weiter wie bisher" ud das ändert sicherlich nichts. Wenn die SPD sagt, dass seit April die Arbeitslosenzahlen gesunken sind, dann ist das sicherlich ganz nett, aber wahrscheinlich größtenteils saisonbedingt. Wenn man die aktuellen Arbeitslosenzahlen mit denen von vor einem Jahr vergleicht, dann liegen die um mehrere hunderttausend Arbeitslose höher. Das kann man doch nicht Belebung nennen. Wenn man 7 Jahre lang regiert, dann ist es schon sehr armselig, einen minimalen Trend in den letzten paar Monaten als die große Wende darzustellen, wenn davor alles nur bergab ging. Ich sehe da zumindest noch keine große Wende und sehe dafür auch keinen Grund, denn wie schon gesagt: Der große Wurf ist der Rot-Grünen Regierung in diesem Bereich IMHO nicht gelungen.



  • Gregor@Home schrieb:

    SonSang schrieb:

    Kann Politik Arbeitsplätze schaffen?

    Die Politik kann dafür sorgen, dass der "Standort Deutschland" konkurrenzfähiger wird. Genau an dieser Stelle kann die Politik ansetzen, um indirekt Arbeitsplätze zu schaffen. Es geht darum, dass den Unternehmen eine attraktive Umgebung angeboten wird, damit diese hier in Deutschland die Arbeitsplätze schaffen.

    Meine Meinung ist also, dass Unternehmen Arbeitsplätze schaffen können und die Politik dieses entweder begünstigen kann oder eben nicht. Da hat die Union IMHO ganz interessante Ansätze, die aus meiner Sicht wirklich etwas bringen könnten. Es ist geplant, die Lohnnebenkosten zu senken, was Arbeit für die Unternehmen in Deutschland günstiger macht und somit natürlich den Standort stärkt. Das kann die Politik zum Beispiel ganz konkret machen, damit hier mehr Arbeitsplätze entstehen. Ein Bürokratieabbau, den sich die Union ganz dick in ihr "Regierungsprogramm" geschrieben hat, ist sicherlich ein weiterer Baustein für einen besseren Standort Deutschland. Und so gibt es diverse Dinge im Regierungsprogramm der Union, die den Standort Deutschland stärken werden und somit indirekt zu mehr Arbeitsplätzen führen werden. Das Programm der Union vermittelt da eine Art Aufbruchstimmung, die zu einer wirklichen Belebung der deutschen Wirtschaft und damit auch des Arbeitsmarkts führen kann.

    Bei der SPD sehe ich hingegen nur ein "weiter wie bisher" ud das ändert sicherlich nichts. Wenn die SPD sagt, dass seit April die Arbeitslosenzahlen gesunken sind, dann ist das sicherlich ganz nett, aber wahrscheinlich größtenteils saisonbedingt. Wenn man die aktuellen Arbeitslosenzahlen mit denen von vor einem Jahr vergleicht, dann liegen die um mehrere hunderttausend Arbeitslose höher. Das kann man doch nicht Belebung nennen. Wenn man 7 Jahre lang regiert, dann ist es schon sehr armselig, einen minimalen Trend in den letzten paar Monaten als die große Wende darzustellen, wenn davor alles nur bergab ging. Ich sehe da zumindest noch keine große Wende und sehe dafür auch keinen Grund, denn wie schon gesagt: Der große Wurf ist der Rot-Grünen Regierung in diesem Bereich IMHO nicht gelungen.

    Postet jetzt Union-Fan unter diesem Nick?



  • verwirrt schrieb:

    Postet jetzt Union-Fan unter diesem Nick?

    Nein, es gibt wohl durchaus mehrere, die meine Meinung teilen. Eigentlich bin ich kein Fan der Union und wahrscheinlich werde ich mich bei der nächsten Wahl wieder für eine andere Partei einsetzen. Bei der letzten Wahl hatte ich mich auch für eine andere Partei eingesetzt. Momentan sehe ich bei Schwarz-Gelb aber bessere Zukunftschancen für Deutschland als bei Rot-Grün oder gar ganz Rot. Ich bin momentan der Überzeugung, dass ein Wechsel zu Schwarz-Gelb etwas ist, was Deutschland momentan gut tun würde und deshalb setze ich mich für diesen Wechsel ein.



  • Naja, gegen eine FDJ-Agitatorin hätte wohl jeder schlechte Karten. 🙄



  • Also ich fand Schröder eindeutig überzeugender. Frau Merkel wirkte teilweise eher peinlich, wenn sie um ihre Antworten strampelte. Schröder war wohl der definitive Sieger.

    Wenn auch in allen Zeitungen stehen wird "Gleichstand". Das ist ja nach jedem Fernsehduell so. Ich glaub da muss ein Kandidat während der Sendung in Tränen ausbrechen und gestehen, dass alles Humbug ist was er erzählt, damit die Zeitungen etwas anderes schreiben.

    Aber eins ist wohl ganz klar: Egal ob SPD oder CDU, mit den Wahlprogrammen belügen uns beide und machen unrealistische Versprechen. Weder Frau Merkel noch Herr Schröder können so viel Geld auftreiben, wie sie für ihre Versprechen benötigen. Das ist eben das Problem der Medienpolitik. Niemand traut sich die Wahrheit zu sagen und einmal die Probleme anzugehen. Schröder hat das mit Harz IV ja gemacht und hat von allen Seiten Schläge bekommen (auch wenn Harz IV sicher noch zu abgespeckt war). Solange die Politiker nicht in der Lage sind die Wahre Situation darzustellen und dies vernünftig anzugehen, werden wir bei allen Parteien so eine rumdruckserei erleben, wie in der jetzigen Regierung.



  • Ich fand es befremdich, dass Merkel als studierte Naturwissenschaftlerin Saisonbereinigung als "Schmuh" abtut. Dieses ist ein in der Statistik etabliertes Verfahren.

    Bye, TGGC


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