Seid ihr bereit für die Opfer in New Orleans zu spenden?



  • Hui, da hat jemand die Quote-Funktion gefunden. Halt die Klappe!



  • Offenbar ist die Solidarität innerhalb der amerikanischen Bundesstaaten auch nur limitiert:

    http://www.expectnothing.com/?page=story&post=8347#Comments



  • @SuperAmi:
    Dir ist hoffentlich klar, dass man für solche Beleidigungen eine Anzeige
    bekommen kann?



  • Ich habe konsequent auf die Postings geantwortet, deren Schreiber eine wahnsinnige Inkonsequenz zeigen. Aber ist ja schon klar... Die Deutschen sind immer noch die Besten und wissen alles, kennen jeden, auch wenn sie ausser auf Malle noch nie irgendwoanders waren.

    85 Millionen Trittins... Meine Guete, ist mir mein altes Heimatland peinlich.



  • SuperAmerikaner schrieb:

    Ich habe konsequent auf die Postings geantwortet, deren Schreiber eine wahnsinnige Inkonsequenz zeigen.

    Nein, hast du nicht. Du warst nicht konsequent, du hast nicht geantwortet und eigentlich hast du dich nur wie ein Riesenarschloch aufgeführt und dabei grundsätzliche Forenregeln verletzt. Sonst nichts.

    @Heter: Hmm... sollte man mal wirklich drüber nachdenken...



  • Hinweis schrieb:

    Offenbar ist die Solidarität innerhalb der amerikanischen Bundesstaaten auch nur limitiert:

    http://www.expectnothing.com/?page=story&post=8347#Comments

    Die eigene Hilfe geht immer nur so weit, solange man nich selbst helfen muss...

    @HEZ
    Ich hätte da nix gegen 😉
    Ist nur zuviel Papierkram



  • Sorry, dass ich den Thread nochmals ausgrabe.. Aber fuer die, die immer noch nicht dran glauben, dass die Katastrophenhilfe haette besser funktionieren muessen: ein interessanter Artikel..

    Von Reto Pieth, Montreal

    Der Hurrikan Katrina war die schlimmste Naturkatastrophe in der Geschichte der USA. Doch Entscheidungen, Unterlassungen und Personalernennungen der Bush-Regierung in den letzten vier Jahren machten das Ausmass der Verheerung viel schlimmer, als es hätte sein müssen. Insbesondere die Zurückstufung der Rolle der Bundesbehörde für Katastrophen-Management (Fema) erwies sich als katastrophal. Aber auch die Kriege im Irak und in Afghanistan schwächten die Fähigkeit der Bundesbehörden, Rettungsaktionen einzuleiten. Denn die durch diese Engagements überbeanspruchte US-Armee zögerte, Aktivtruppen im Katastrophengebiet einzusetzen; und der Nationalgarde des US-Bundesstaates Louisiana fehlten wichtige Transportmittel und sonstige Ausrüstung, weil sie gegenwärtig im Irak eingesetzt sind.

    Die Hauptschuld trifft Washington

    Weder Präsident Bush noch Michael Chertoff, Chef des Departements für innere Sicherheit, zu dem die Fema heute gehört, können sich herausreden, niemand habe die Katastrophe in und um New Orleans voraussehen können. Es gab genug Warnungen und detaillierte Katastrophen-Szenarien, die voraussagten, was bei einem Hurrikan der Stärke 4 passieren würde.

    Vor den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hatte die damals noch eigenständige Fema die drei wahrscheinlichsten Desaster für die USA aufgelistet: eine Terrorattacke auf New York, ein Erdbeben in San Francisco und ein mächtiger Wirbelsturm in New Orleans. Dass der Anschlag auf das World Trade Center nicht vereitelt werden konnte, ist vielleicht noch verständlich. Dass aber die Verwüstung von New Orleans, vor der schon so lange gewarnt wurde, angesichts des bestens dokumentierten Herannahens von Katrina so schlecht gehandhabt wurde, ist zumindest erklärungsbedürftig. Natürlich gab es auch Versagen auf der Ebene der Einzelstaaten Louisiana, Mississippi und Alabama und auf der Ebene der Kommunen wie New Orleans und Biloxi. Aber die Hauptschuld trifft die Regierung in Washington. Denn «ihr kommt angesichts ihrer riesigen Ressourcen die Hauptrolle bei der Katastrophenbewältigung zu», wie das «Wall Street Journal» schrieb. Doch das System für den Desastereinsatz, das die Bush-Regierung nach dem 11. September 2001 ausheckte, erwies sich als ungenügend.

    «Die jetzigen Ereignisse zeigen, dass wir seit dem 11. September unser System zur Katastrophenbewältigung langsam auseinander genommen und durch etwas viel Minderwertigeres ersetzt haben», sagte Bill Waugh von der Staatsuniversität Georgia. «Wir haben das Rad neu erfunden, als das nicht nötig war, und jetzt haben wir etwas, das überhaupt nicht sehr gut rollt.»

    Insbesondere die Entscheidung der Bush-Regierung, die Fema ins neu geschaffene Departement für innere Sicherheit einzugliedern, erwies sich als völlig verfehlt. Von Beginn weg warnten Katastrophen-Experten und der zum US-Kongress gehörende Rechnungshof, es müsse sichergestellt werden, dass die traditionelle Mission der Fema, Desasterhilfe zu leisten, bei dieser bürokratischen Umstellung nicht verloren gehe. Doch genau dies geschah. Unter Präsident Clinton war die Fema eine Bundesbehörde, deren Leiter Kabinettsrang und direkten Zugang zum Präsidenten hatte. Doch mit der Eingliederung ins neue Departement wurde die Rolle der Fema zurückgestuft, die Behörde verlor ihre Eigenständigkeit und ihren Zugang zum Präsidenten sowie die Kontrolle über beträchtliche Mittel (umgerechnet mehr als 990 Millionen Franken), die lokalen und einzelstaatlichen Instanzen helfen sollten, auf Katastrophen vorbereitet zu sein.

    Eine Pfründe für politische Freunde

    Ausserdem fokussierte sich das neue Departement überwiegend auf die Bekämpfung des Terrorismus. Nur noch 25 Prozent der Tätigkeit der Fema betraf fortan die Vorbereitung auf Naturkatastrophen. Und als sie 2001 um rund 17 Milliarden Franken ersuchte, um die Dämme und Pumpen in New Orleans so auszubessern, dass sie einem Hurrikan der Stärke 4 gewachsen wären, blitzte sie bei der Bush-Regierung ab. Dafür habe man kein Geld, beschied man der Behörde. Gleichzeitig aber verteilte Bush Steuergeschenke an Grossverdiener, die diesen Betrag bei weitem übertrafen.

    Überdies nutzte Bush die Fema als Pfründe für politische Kumpane. Unter Clinton wurde die Behörde von einem erfahrenen und geachteten Katastrophen-Manager geleitet. Bush aber ernannte zuerst seinen Wahlkampfleiter zum neuen Fema-Chef und später Michael Brown, einen Anwalt ohne jegliche Desastererfahrung, der sich einen Namen im Schaugeschäft mit arabischen Hengsten gemacht hatte. Darunter litt auch die Moral der Fema-Mitarbeiter.

    Vor nur zwei Wochen reisten die Katastrophen-Manager von fünf US-Staaten nach Washington, um Chertoff und seine Spitzenbeamten zu warnen: «Wir sagten ihnen klipp und klar, dass sie die ganze Katastrophenbewältigung geschwächt haben, mit potenziell desaströsen Konsequenzen», sagte einer der Teilnehmer, Dave Liebersbach, Katastrophen-Manager von Alaska. Weitere Mitglieder der Delegation waren die Katastrophen-Chefs von Mississippi und Alabama.



  • Die Hauptschuld trifft Washington

    Hmmm....

    Soweit ich weiß, darf die Nationalgarde nicht einrücken, wenn der Gouverneur des Bundesstaates nicht zustimmt. Nun hat es zwar das notwendige Hilfgesuch gegeben, die Krümelkacker streiten sich aber, wer was hätte wann machen müssen. Im Endeffekt hat sich m.E. kein einziger Funktionär mit Ruhm bekleckert.

    Das find ich viel trauriger: Statt sich gemeinsam an die Arbeit zu machen, gibt es eine Schuldzuweisungsorgie Demokraten gegen Republikaner, Bundesstaat gegen Washington. Sehr europäisch (im negativen Sinne).



  • Kann ich dir nicht zustimmen, dass es zum Grossteil Parteigeklüngel ist wie bei uns.
    Soweit ich es aus den diversen Zeitungen mitbekommen habe, gab es auch einige Anfeindungen von Republikanern gegenüber dem Homeland-Moloch und Bush.

    Mal von der Katastrophe und den Toten abgesehen, finde ich es wirklich witzig, dass die Journalisten und die Politiker zumindest teilweise mal so reden wie Ihnen die Schnauze gewachsen ist.

    Hätte ich in Deutschland auch gerne.. wenn einer unserer Politiker mal wieder sein übliches blabla-Hohlgesülze ablässt einfach mal auf die Pauke hauen und ihn mit Wahrheiten oder Fakten konfrontieren.

    Aber das habe ich schon lange nichtmehr gesehen. 😞



  • einfach mal auf die Pauke hauen und ihn mit Wahrheiten oder Fakten konfrontieren

    Du meinst das hier? 🙂

    Kann ich dir nicht zustimmen, dass es zum Grossteil Parteigeklüngel ist wie bei uns

    Auch wenn ich das "we glass the middle east" nach 9/11 nicht grad für der Weisheit letzten Schluß halte, war mir das "wir lassen uns nicht unterkriegen" und "wir bauen die Türme doppelt so hoch wieder auf" lieber als das "Du bist Schuld und ich nicht" - Geseier was jetzt abläuft.



  • 1600 € pro Nase...

    das ist alles nur todtraurig.


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