Die Frage aller Fragen: Wen habt ihr gewählt / würdet ihr wählen, wenn ihr dürftet?
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Das Kernargument der realistischen Beitraege pro oder wider der diversen politischen Ausrichtungen der Parteien ist hier immer die Bekaempfung der Arbeitslosigkeit. Aber ist eigentlich schonmal einem in den Sinn gekommen, dass die Arbeitslosigkeit in diesem Land sogar noch zu gering ist?
Gegenwaertig hat Deutschland (wie schon seit mind. zwanzig Jahren bekannt) ein Strukturproblem. Dieses Strukturproblem besteht letztendlich einzig und allein daraus, dass hierzulande noch zu viele Arbeitnehmer in Branchen beschaeftigt sind, wo gestern schon offensichtlich war, dass wir morgen in ihnen nicht mehr konkurenzfaehig sein koennen. Zusaetzlich zu diesen Arbeitnehmern sind in diesem Land dann noch X Menschen damit beschaeftigt, das einzige zu tun, in dem Deutschland immer schon zu gut war, naemlich zu verwalten.
Wollte man aber das Strukturproblem anpacken, dessen erste Symptome (die zweiten und dritten gibts dann morgen) wir heute schon in Form immer leerer Kassen erleben, so wuerde sich die Anzahl der Arbeitslosen zwangslaeufig sogar noch erhoehen. Perfide dabei ist allerdings, dass das wirtschaftlich betrachtet sogar besser fuer Vater Staat waere. Nehmen wir naemlich mal alle Kosten zusammen, die heutzutage fuer Strukturerhaltung anfallen, so sind diese, wenn nich heute schon - dann spaetestens uebermorgen - hoeher, als wenn man allen in diesen Bereichen gebundenen Einwohnern dieses Landes ALG zahlen wuerde.
Mir sollte also doch eher mal eine Partei beantworten, wie sie meinen Kindern morgen die Lasten des Strukturproblems von heute ersparen will. Stattdessen erklaert man mir aber lieber, das man fuer unsere Kinder sicherstellen muesste, dass sie in freier Wildbahn noch die gar so seltene eierlegende Wollmilchsau antreffen kann, und das in deren Revier deshalb Strassenunterfuerungen fuer Weinbergschnecken gebaut werden muessen - weil das ja angeblich die Leib und Magenspeise dieses nie gesichteten Fabeltieres ist.
Und nun bitte ich um den empoerten Aufschrei...
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Wenn ich mich als Threadersteller zurückmelden und noch etwas sagen dürfte:
Mich, als CDU-Wähler (wenn ich denn dürfte
), hat das Ergebnis schon aufgeregt und das tut es auch jetzt noch.Ich würde gerne aber wieder zum eigentlichen Thema des Threads zurückkommen, denn ich lese hier viel polarisierendes wie "ich wähl SPD" - "das ist scheiße" - "selber dummer Idiot". Also - mit Verlaub - würde ich vorschlagen, entweder auf den eigentlich Gedanken des Threads zurückzukommen oder den Thread vom Moderatoren zu schließen.
Ich habe das Thema Politik langsam zu Genüge, bei dem, was ich mich so im Fernsehen angucken muss.
Mr. B
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alle reden immer nur von wachstum. toll, ja, wenn die hundescheißehaufen wachsen, gibt es auch mehr arbeitsplätze.
ja, wachstum ist kein unbedingtes konzept gegen arbeitslosigkeit.
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??????????????? schrieb:
Daniel E. schrieb:
Da könnte man dann live zusehen, wie Deutschland zum Quasientwicklungsland wird -- so ähnlich wie Skandinavien, wie Herr Lafontaine ja immer wieder betont.
?????????????????????????
Skandinavien Quasientwicklungsland???Siehe zB http://www.techcentralstation.com/060702N.html wenn's um das hochgelobte Schweden geht.
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Daniel E. schrieb:
??????????????? schrieb:
Daniel E. schrieb:
Da könnte man dann live zusehen, wie Deutschland zum Quasientwicklungsland wird -- so ähnlich wie Skandinavien, wie Herr Lafontaine ja immer wieder betont.
?????????????????????????
Skandinavien Quasientwicklungsland???Siehe zB http://www.techcentralstation.com/060702N.html wenn's um das hochgelobte Schweden geht.
Keine Ahnung was das für ein schwachsinniger Artikel sein soll. Richtig ist, dass Schweden im Geld schimmt und es alleine deswegen Ärger gibt, weil die bürgerliche Regierung dort nicht NOCH MEHR Geld rausrücken will sondern es horten will.
Dein Artikel ist an den Haaren herbeigezogen. Bitte informiere idch in Zukunft umfassender bevor due so einen dämlichen Post machst.
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Berlin (wbs) Schweden und nicht die U.S.A. ist die fortschrittlichste Nation der Welt. Das skandinavische Land [b]liegt vom gesellschaftlichen Wohlstand her wie auch vom hohen Grad säkular-rationaler Wertorientierungen und einem stark ausgeprägten Bedürfnis nach Lebensqualität und subjektivem Wohlbefinden an der Spitze,** wie aus weltweiten Umfragen hervorgeht, an denen das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) wesentlich beteiligt war.
[/b]
http://www.wz-berlin.de/presse/mitteilungen/schweden.de.htm
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AlterSchwede schrieb:
Berlin (wbs) Schweden und nicht die U.S.A. ist die fortschrittlichste Nation der Welt. Das skandinavische Land [b]liegt vom gesellschaftlichen Wohlstand her wie auch vom hohen Grad säkular-rationaler Wertorientierungen und einem stark ausgeprägten Bedürfnis nach Lebensqualität und subjektivem Wohlbefinden an der Spitze, wie aus weltweiten Umfragen hervorgeht, an denen das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) wesentlich beteiligt war.[/b]
Der Witz ist, wie sich (idR Einkommens-)Armut und Reichtum in Bezug auf eine Gesellschaft definieren. Und ja, so wie sie definiert sind, liegt Schweden, direkt nach Norwegen im Human Development Index der UN auf zweiter Stelle. Wäre Schweden hingegen ein Bundesland der USA, stünde es bei gleichen wirtschaftlichen Eckdaten schlechter da. Lustig, nicht?
Wenn diese Zeilen bei dir den tieferen Wunsch auslösen, dich tiefer mit der Materie zu befassen, dann bist Du herzlich eingeladen, das zu tun.
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AlterSchwede schrieb:
Richtig ist, dass Schweden im Geld schimmt und es alleine deswegen Ärger gibt, weil die bürgerliche Regierung dort nicht NOCH MEHR Geld rausrücken will sondern es horten will.
Ich glaub, du verwechselst da was. Das war Norwegen, wo mehr Geld ausgegeben werden soll.
Aber egal, stänkern ist immer gut und Skandinavien ist sowieso alles das gleiche.
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Wow, das ist ein FDP-Nest hier!
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guidobueckdich schrieb:
Wow, das ist ein FDP-Nest hier!
und das ist auch gut so

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Daniel E. schrieb:
AlterSchwede schrieb:
Berlin (wbs) Schweden und nicht die U.S.A. ist die fortschrittlichste Nation der Welt. Das skandinavische Land [b]liegt vom gesellschaftlichen Wohlstand her wie auch vom hohen Grad säkular-rationaler Wertorientierungen und einem stark ausgeprägten Bedürfnis nach Lebensqualität und subjektivem Wohlbefinden an der Spitze, wie aus weltweiten Umfragen hervorgeht, an denen das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) wesentlich beteiligt war.[/b]
Der Witz ist, wie sich (idR Einkommens-)Armut und Reichtum in Bezug auf eine Gesellschaft definieren. Und ja, so wie sie definiert sind, liegt Schweden, direkt nach Norwegen im Human Development Index der UN auf zweiter Stelle. Wäre Schweden hingegen ein Bundesland der USA, stünde es bei gleichen wirtschaftlichen Eckdaten schlechter da. Lustig, nicht?
Wenn diese Zeilen bei dir den tieferen Wunsch auslösen, dich tiefer mit der Materie zu befassen, dann bist Du herzlich eingeladen, das zu tun.
Lerne erst einmal LESEN, da steht doch ausdrücklich, dass Schweden vor den USA liegt.

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Ich bin für den Kini