Überhitzung der Wirtschaft
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Loggy schrieb:
Und wieso sollte das ganze mit einer Börsen Blase zu tun haben? Das reale Wachstum findet doch überhaupt nicht an der Börse statt.
Was immer das "reale Wachstum" ist. Wenn Du damit meinst, daß es das ist, das freie Unternehmen auf einer vernünftigen Grundlage an "realen" Werten schöpfen, dann ist das mE nie ein Problem gewesen, wenigstens ist mir kein Fall bekannt, wo sich eine solche schwach oder kaum manipulierte Wirtschaft jemals überhitzt hätte. Die Beispiele der dot-com-Blase oder der Weltwirtschaftskrise sind dagegen recht gut untersucht und sind, schätze ich mal, das, was der OP erklärt haben wollte.
Bei der dot-com-Blase war das einschlägige Kernproblem die Zinspolitik der FED (amerikanische Zentralbank) und vieler anderer Zentralbanken, die Geld so billig gemacht haben, daß man es schlichtweg überall hininvestiert wurde, auch in Gebiete, die eben keine "realen" Werte repräsentiert hat wie die "New-Economy".
Vielleicht wollte der OP aber auch was ganz anderes wissen? Dann wüßte ich auch gerne ein Beispiel für eine "überhitzte Wirtschaft", die auf jeden Fall gebremst werden müßte.
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Die hautpgefahr ist, dass firmen plötzlich teurer sind als ich eignetlicher wert.
Wenn für ein land ein wirtschafswachstum in rekordhöhe prognitiziert wird, hat das mit sicherheit zur folge das auf teufel komm raus inverstiert wird.
Die gefahr dabei muss nicht mal darin leigen, dass in 'falsche sachen' inverstiert wird, sondern dass die konzerne an der börse plötzlich teuerer sind als sie eigentlich wert sind (siehe dot.com
). Schaukelt sich das zu weit auf gibts nen rießen knall sobald die leute merken dass die aktie die sie für 150$ gekauft haben eigentlich nur 10$ wert ist. Denke mal die wollen sich einfach davor schützen, dass reeler wert und handelpreis durch spekulative investitionen nicht zu weit auseinader laufen.
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Es liegt daran, dass die Kapazitäten nicht ausreichen. Jede gerade gebaute Anlage ist schon wieder zu klein. Die Preise steigen, die Konkurrenz wird angelockz, der Murks blüht, es gibt Tote, die Börse knallt durch, die Wirtschaftsverbrecher bereichern sich, Korruption blüht, etc. So was will kaum einer. Es ist das blanke Chaos.

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Ich glaub kaum, dass in China viele Unternehmen an der Börse gehandelt werden *g*.
Ich glaub schon, dass es da andere gründe gibt. Hab jetzt leider keine Zeit, sonst würd ich mal in meinem dicken VWL Buch nachschauen

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[quote="phlox81"]mach ich oder du hausaufgaben ?
Sind keine Hausaufgaben. Ich war nur gestern auf einen Vortrag zum Thema "Das Asiatische Jahrhundert" von diesem Typen:
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/bookmark/bt/77269/
Der hat erwähnte nur das dem chinesischem Wirtschaftswchstum eine Überhitzung drohe, aber sagen was er damit meinte konnte er nicht. Und wenn sein Buch genauso ist wie sein Vortrag würde ich nicht raten es zu kaufen. Es war extrem oberflächlich. Man hat alles schon vorher gewußt.[quote="Daniel E."]...google mal nach "Hayek trade cycle"
...entwickelte er seine Konjunkturtheorie, nach der wirtschaftliche Abschwünge auf Überinvestition und Überkonsumtion zurückzuführen seien. Die Ursache dafür fand Hayek ... in der von politischen Instanzen herbeigeführten künstlichen Senkung der Kreditzinsen unter ein Niveau, das auf unbeeinflußten Kapitalmärkten sich eingestellt hätte. Die staatlichen Programme zur Konjunkturbelebung verführen zu Investitionen die Überkapazitäten schaffen, welche bald zu Absatzkrisen führen.
Als Beispiel hat Daniel die DotCom Blase genannt. Was wäre das Equivalent zu China? Für China bestände dann Gefahr wenn es zu einer Spezialisierung auf einen bestimmten Bereich kommen würde. Man müßte also weiter zum Aufbau der chinesischen Wirtschaft googelen...
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China hat das Problem das zuviel gebaut wird, und somit der Stahl knapp ist.
Der Stahlpreis ist deswegen schon erheblich gestiegen, sonst würde
es Firmen wie Krupp schlechter gehen. Zu dem tut der Steigende Ölpreis
die Produkte weiter verteuern, China leidet darunter das ihnen langsam
aber sicher die Rohstoffe fehlen, um das starke Wirtschaftswachstum weiter zu halten.
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Was Du sagst ist "Wachstum hat Grenzen", weil Ressourcen fehlen. Was ich gegoogelt hatte:
Textilien, Maschinen und Nahrungsmittel sind die Hauptexportgüter.
Elektronik-, Petrochemie-, Hütten-, Schiffbau-, Maschinenbau- und Textilunternehmen
Würde die Weltwirtschaft zusammen klappen wären die Chinesen aber nicht unbedingt so stark davon betroffen. Billige Kleidung zu guter Qualität kann man dann immer noch gebrauchen. Probleme würden sie bekommen wenn Handelsbarrieren den Export verhindern würden. Innerhalb Chinas ist der Markt noch nicht so weit um die eigene Wirtschaft zu tragen.Ich würe sagen so lange der Westen nicht völlig zusammenklappt besteht für die Chinesen keine Gefahr.
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Stand doch schon in der Bibel: auf sieben fette Jahre kommen sieben magere.
(1) Kapitalistischer Wirtschaftsboom ist immer extensiv: es verbraucht Rohstoffe (werden zu teuer oder sind einfach alle), Märkte (gesättigt), und Arbeitskräfte (wollen plötzlich 'ne Gewerkschaft gründen)
Damit denke ich, daß Konjunkturzyklen nicht nur durch das Eingreifen des Staates entstehen, sondern von ganz allein - denn das erschließen von neuen Märkten, Rohstoffquellen usw. richtet sich nicht nach volkswirtschaftlichen, sondern nach sozialen und technischen Kriterien und kann schon mal etwas länger dauern.(2) Wenn das Wachstum stagniert, geht das Geld woanders hin. Wenn es gelingt, da Wachstum zu regulieren, erreicht man einen schwächeren, aber dafür länger anhaltenden Geldstrom. Gibt in der Summe mehr.
(3) Schnelles Wachstum führt zu einer starken Separation der Bevölkerung, und irgendwann bekommt der Herr Fabrikant seine Fabrik abgebrannt. Unternehmen können sich zurückziehen, aber das Land bleibt im schlimmsten Fall auf einem Trümerhaufen sitzen.
(4) China ist in meinen Augen besonders clever. Setzt ein paar Honigtöpfe für Kapital in die Landschaft - hält sie aber fest umklammert.
China hat einige Probleme mit dem Wachstum: Unsichere Kreditgeschäfte, die eine Kettenreaktion auslösen können. Arbeitslosigkeit (Nicht umsonst verhindert die chinesische Regierung eine Industrialisierung der Landwirtschaft). Die Hoffnungern von 1,2 Milliarden Menschen auf "Reichtum für alle - die einen früher, die anderen später" - das Spiel funktionert nur, solange diese Hoffnung aufrechterhalten wird.
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peterchen schrieb:
Die Hoffnungern von 1,2 Milliarden Menschen auf "Reichtum für alle - die einen früher, die anderen später" - das Spiel funktionert nur, solange diese Hoffnung aufrechterhalten wird.
und es gibt beweise genug, daß das klappen wird. wir haben schon "Kühlschrank für alle" fast abgeschlossen und planen an "Fernseher für alle".
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und es gibt beweise genug, daß das klappen wird.
Nur glaub' ich nicht, daß das einer unregulierten Wirtschaft gelingt.
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peterchen schrieb:
Nur glaub' ich nicht, daß das einer unregulierten Wirtschaft gelingt.
da ist mir gerade ein komischer gedanke gekommen: falls "reichtum" bedeutet, daß man sich einen cauffeur halten kann, und daß kein cauffeur eine nebentätigkeit ausüben muß, so geht es nur in dem unwahrscheinlichen fall, daß jeder chines cauffeur ist.
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