CDU und SPD gewinnen Wahl in Dresden
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scrub schrieb:
wer von den beiden hat eher ein problem mit rassismus?
Ihr beide gleichermaßen. Mit Stoiber diskutiere ich hier allerdings nicht.
nach meinen informationen hat die CDU weniger als 30% der stimmen bekommen. daher wundert es mich sehr, daß sie mehr stimmen bekommen haben soll als die SPD. aber weil du so klug bist, glaub ich es dir. nicht vergessen, morgen ist weihnachten!
Mea Culpa. Die Parteien im Bundestag zählen ja nicht sondern die Fraktionen. Ich meinte natürlich Merkels Fraktion.
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sarfuan schrieb:
Mea Culpa. Die Parteien im Bundestag zählen ja nicht sondern die Fraktionen.
War das nicht ein Streitpunkt?
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irgendwelche spinner der SPD haben überlegt, ob sie die geschäftsordnung angraben sollten, mit dem ziel, die gemeinsame fraktion von CDU und CSU zu unterbinden. im moment hat die union aber völlig legitim die stärkste fraktion (wenn man über die art des einflusses der CSU-landesgruppe mal hinwegsieht).
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Naja, aber man wählt doch Parteien und keine Fraktionen...?
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anscheinend ist es für keinen wähler der beiden parteien ein problem, zu wissen, daß die eigene stimme diesem gemneinschaftsprojekt zugutekommt. wäre interessant, was herauskäme, wenn die CDU auch in bayern wählbar wäre.
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Das habe ich auch schon überlegt... theoretisch hätte ich ja gedacht, dass viele Leute, die die CSU nicht ausstehen können, sich vielleicht zur CDU überreden lassen könnten. Aber immer wenn ich denke, ich könnte die Bayern einschätzen, kommt wieder so ein Wahlergebnis.

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HEZ schrieb:
Naja, aber man wählt doch Parteien und keine Fraktionen...?
Nein, genaugenommen wählst du nur Landeslisten. Rein theoretisch könnten auf einer Liste, über der CDU steht auch 100 parteilose Kandidaten stehen.
Wer sein Kreuz in NRW für die SPD macht, der wählt auch nur die dortige Landesliste. Jedes Bundesland ist einzeln zu betrachten. Und dass die Landesliste der CDU in Bayern nun ausgerechnet CSU heißt, mag für einige Verwirrend sein, ändert aber nichts daran, dass CDU und CSU schon seit 50 Jahren zusammengehören und bis vor ein paar Tagen das selbst noch die SPD akzeptiert hat.
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diese beiden parteien kloppen sich oft genug. die CSU muß immer wieder auf ihre spezialinteressen als bayerische staatspartei rücksicht nehmen, während die CDU kein bißchen sozialpolitik mehr betreibt. so grün sind die sich auch nicht. außerdem ist meines wissens die klausel bestandteil des vertrags zwischen der CDU und der CSU im bundestag, daß die CSU jederzeit in ihr schneckenhaus zurückkriechen kann, wenn es ihr paßt.
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sarfuan schrieb:
solange fräulein merkel jedenfalls anspruch aufs kanzleramt hat, kann schröder ihn genauso haben.
Das Problem dabei ist halt nur, dass Merkels Partei nunmal mehr Stimmen als Schröders Partei erhalten hat. Früher war damit die Sache klar.
"Früher" ist ja auch äußerst aussagekräftig. Es gab ganz 1 Präzidenzfall in der Geschicht der Bundesrepublik und selbst da bin ich mir nicht sicher, dass das Resultat so knapp war, kann man also unter Umständen auf 0 verbessern.
Was du meinst ist, dass wenn die eine Koalitionspartei wenigstens doppelt so stark ist wie die andere dann ist es eindeutig. Da geb ich dir recht. Allerdings steht das nicht so im Grundgesetz. Der Bundestag stimmt ohne Absprache und anonym ab. Dies heißt Abweichler bleiben also unentdeckt. Bei einem Verhältnis 2 zu 1 ist das zu vernachlässigen und man kann sagen der stärkere Partner kriegt die Mehrheit. Bei 5 Mandaten Unterschied, einer innerparteilich umstrittenen Merkel und einer PDS die bis auf Lafontaine sicher Schröder bevorzugt ist das aber eine ganz andere Sache. Kommt es zur Wahl hat Schröder die besseren Karten da SPD/Grüne/PDS meiner Meinung nach mehr hinter Schröder steht als CDU/CSU/FDP hinter Merkel. Schon allein weil SPD/Grüne/PDS mehr Sitze hat.
Ich würde es für richtig halten, dass der Bundespresident Merkel als Kanzler vorschlägt (da CDU/CSU die meisten Sitze hat) und der Bundestag frei abstimmt, also jeder für sich. Sollte sie die Kanzlermehrheit verfehlen, was gar nicht unmöglich ist, stellt sich Schröder zur Wahl welcher dann recht wahrscheinlich die Mehrheit kriegt. Sollte das aber auch nichts werden dann sollte der Bundespresident im Fall wo nicht doch noch ein Wunder passiert den Bundestag auflösen.
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scrub schrieb:
diese beiden parteien kloppen sich oft genug.
*lol* Und die SPD ist die reine Agglomeration der Harmonie? Selten so gelacht! Mag sein, dass es zwischen der CDU und CSU und auch intern bei beiden manchmal Quängelleien gibt, aber das ist nunmal SINN der Demokratie. NIE wird es innerhalb einer Partei eine 100%ige Übereinstimmung aller Meinungen geben.
Die CDU und CSU halten aber immerhin zusammen. Bei der SPD zerbröckelt ja schon seit längerem so einiges. Oder wie erklärst du es, dass große Teile der SPD mal eben als WASG zur PDS rübergemacht haben?