Katastrophen 2005


  • Mod

    dali schrieb:

    Ist eh blos blöde Panikmache kein Grund sich an die Umwelt anzupassen...

    Wie kann sich der Mensch der Umwelt anpassen? Der Mensch gestaltet die Umwelt, er ist Teil der Umwelt.

    Die "Umwelt" von heute ist bereits ein Produkt des Menschen. Athen und Griechenland waren vor 3000 Jahren eine waldreiche Gegend.

    Der Mensch sollte mit den Resourcen (Wasser, Sauerstoff, Öl) sorgsam umgehen, d.h. also explizit auch, keine Bäume im Übermaß abzuholzen, weil diese für den Sauerstoffhaushalt wichtig sind.

    Aber sich der Umwelt anpassen? Wie soll das gehen?

    Glaubst Du, wenn man in einem strohgedeckten Niedrigenergiehaus wohnt, wäre man der Umwelt angepasst? 😕



  • dali schrieb:

    Volkard du hast anscheinend vollkommen die Realität verloren... Lasst uns Gase in die Luft schießen, lasst uns alle Bäume abholzen, scheiß auf die Gletscher ist eh alles nur blöde Panikmache und die ganzen Naturexperten haben eh alle keine Ahnung. 🤡 Ist eh blos blöde Panikmache kein Grund sich an die Umwelt anzupassen...

    gase? kommt drauf an, welche.
    bäume? nee, viel grün ist gut. aber verdammt noch mal, autobahnen sind auch was gutes. es ist grundfalsch, daß keine mehr gebaut werden können wegen der ganzen bedenkenträger.
    gletcher? nu erklär mir mal, wozu die gut sind.



  • volkard schrieb:

    gletcher? nu erklär mir mal, wozu die gut sind.

    Als Süsswasserspeicher, falls es mal zuwenig regnet.
    Und als Skigebiet im Winter.
    Und für Naturkatastrophen *g*



  • phlox81 schrieb:

    Als Süsswasserspeicher, falls es mal zuwenig regnet.

    dann basteln wir und schnell nen hurrikan. haste schonmal erlebt, daß wir mit lastern zu gletschern fahren und dort wasser abbauen? ich noch nicht. sind die also wirklich brauchbar als süßwasserspeicher?

    Und als Skigebiet im Winter.

    oh. war mir neu, daß man auf gletschern fährt. ich finde das konzept mit den überdachten schiehügeln in ballungszentren nicht schlecht. aber gut, wenn man drauf fährt, haben gletscher einen sinn. wir können anfangen, bei gletschergefährdenden unternehmungen zu überlegen, was mehr wert ist.

    Und für Naturkatastrophen *g*

    naja, für sehr lokale karaströphchen.



  • volkard schrieb:

    Nun aber zu der Rolle die der Mensch spielt. Fakt ist dass der Mensch seine Umwelt beeinflusst, und Fakt ist auch dass er das momentan eher negativ tut.

    nein, positiv. ich will orangen im garten haben. und die heizölpreise sind mir auch zu hoch und ich würde lieber weniger für heizung ausgeben müssen.

    Du vergisst, dass eine globale Erwärmung durchaus eine Abkühlung für
    Europa bedeuten könnte.



  • Jockelx schrieb:

    volkard schrieb:

    Nun aber zu der Rolle die der Mensch spielt. Fakt ist dass der Mensch seine Umwelt beeinflusst, und Fakt ist auch dass er das momentan eher negativ tut.

    nein, positiv. ich will orangen im garten haben. und die heizölpreise sind mir auch zu hoch und ich würde lieber weniger für heizung ausgeben müssen.

    Du vergisst, dass eine globale Erwärmung durchaus eine Abkühlung für
    Europa bedeuten könnte.

    Na dann brauchen wir uns ja garnicht um die Gletscher sorgen...
    Evtl. wird das ja dann der Exporthit, wenn wir Eisberge nach Afrika verkaufen,
    weil da kein Regen mehr fällt 😃 😉



  • volkard schrieb:

    phlox81 schrieb:

    Und als Skigebiet im Winter.

    oh. war mir neu, daß man auf gletschern fährt. ich finde das konzept mit den überdachten schiehügeln in ballungszentren nicht schlecht. aber gut, wenn man drauf fährt, haben gletscher einen sinn.

    dass so eine durchschnittliche schihalle einen energiebedarf von > 1 MW hat scheint dich da nicht zu stören (perverserweise werden die hallen von unten wieder beheizt, um keinen lokalen permafrostboden zu erzeugen).

    dass gletscher nur sinn machen wenn 'man darauf fahren' kann zeugt von fortgeschrittener zivilisationsdummheit.



  • Ich zitiere Volkards Antwort auf meinem Beitrag mal lieber net, würde mich nur zuviel aufregen und wieder Seiten schreiben 🙂

    Deine Argumentation wieso der Klimawandel kein Wandel ist, leuchtet mir immer noch nicht ein! Dann könnte ich nach deiner Argumentationsweise auch sagen, das Wetter ändert sich in einer Woche kaum, weil es ändert sich ja laufend.
    Den Klimawandel gibt es, obs grad ne natürliche Erwärmung ist oder durch Menschen beeiflusst ist die andere Frage.

    Deine Antwort auf meinen Post ist engstirning, egozentrisch und auch nur die Passagen rauszitiert, die dir grad in deine Argumentation gepasst haben!

    Wenn dir das Wetter in Deutschland zu kalt ist, zieh dahin wos dir angenehmer ist. Deutschland hat nunmal kein mediterranes Klima und wäre auch schlimm wenns das hätte! Und dieser Sommer war nicht kalt! Das ist eigentlich genau das Problem, viele Menschen denken auch nur in zwei Wochen Abständen übers Wetter nach, und wenns da mal im August net warm ist, war der ganze Sommer fürn Arsch, dabei war der Juni z.B. im Süden fast 3°C zu warm!

    http://people.freenet.de/frosch61.de/Archivdateien/KlimaSommer2005.htm
    Insgesamt war der Sommer einfach nur mal nen durchschnittlicher Sommer! Je nach Region ein klein wenig zu warm, bissle zu viel Regen, aber nichts großartig besonderes. Nur das sind die Menschen nicht mehr gewöhnt! Alle denken Sommer müssen durchgängig so warm sein wie 2003, aber das das für die heimische Natur ne Katastrophe war, daran denkt kaum jemand. Und das ein verändertes Klima in Deutschland auch für uns ein erhöhtes Katastrophenrisiko darstellt, lässt sich auch nicht leugnen. Worüber z.B. in den deutschen Medien im Verhältnis zum Auftreten wenig berichtet wird, sind Tornados! Tornados in Deutschland?!? Klar nen paar schütteln den Kopf, aber die gibts häufiger als einige denken und wenn wir hier wirklich im Schnitt wärmere Luftmassen haben, ist auch das Risiko größer, dass wenn mal ne ordentliche Kaltfront aus Norden kommt, dass die auch verstärkt auftreten.

    Nun doch nochmal zu den Hurricanen: Das sind nicht so ne chaotischen Systeme wie du sie nennst. Klar sie entstehen aus Wellen die sich von Afrika aus aufm Weg zum Atlantik machen und ob die sich weiterentwickeln oder nicht können wir kaum vorhersagen, aber wenn die Meere eine so große positive Anomalie aufweisen, wie dieses Jahr im Mittleren Atlantik, Südsee, Golf von Mexiko, dann ist schon vorhersagbar, das viele Stürme sich entwickeln können und genug Energie haben um auch stärker zu werden. Weil die Energie die ein Hurrican zur Verfügung hat, stammt aus dem warmen Wasser, und je größer die ist, umso stärker könnte auch der Hurrican werden(abgesehen von den ganzen anderen Faktoren in der Atmosphäre die die Entwickung beeinflussen).

    Und zu den Gltschern muss ich echt den Kopf schütteln 😕 Kann man so ne Meinung wirklich ernsthaft vertreten? Komm lass uns Grönland abschmelzen, dass dann Bangladesh und weiß ich was für Staaten dann ersaufen(New Orleans bestimmt auch wieder *gg*) ist ja egal oder? Okay, Gletscher wirklich zur Süßwassergewinnung nutzen rentiert sich wirtschaftlich nicht, aber das ändert nichts an dem Fakt das sie riesige Wasserspeicher sind, und wenn die fehlen, würde sich das Wasser auf der Erde umverteilen, und einige Regionen würden überhaupt net gut wegkommen.

    Was Jockelx gesagt hat ist auch noch etwas, was man bedenken muss. Regional kann eine globale Erwärmung ganz verschiedene Außmaße haben. Ist genauso wie bei El Nino, in der einen Region saufen die ab und in ner anderen verdursten die, weil das Wasser an anderen Stellen runterkommt. Eine globale Erwärmung bedeutet nicht automatisch auch dass du deine Orangen im Garten hasst, eventuell kannst es ja als Tiefkühlfach benutzen 🙄

    Naja, genug aufgeregt. Es wurde auch diese Jahr genug von einem Klimawandel gesprochen, nur wenn es mal nicht von den Medien aufgenommen wird und auch in jeden Haushalt vorgekaut geliefert wrd, heißt es noch lange nicht dass dieses Jahr die Menschen anders denken. Ich empfehle die mal in ein passendes Forum zu schaun (z.b. www.wetterzentrale.de/forum) Dort siehst du auch viele Dinge die in Sachen Klima/Witterung/Wetter abgehen, die man niemals im Fernsehen zu sehen bekommt. Gerade was ungewöhnliche Wetterlagen angeht, liefern dir kompentente User mehr als das was man im Fernsehen im Wetterbericht sieht. Ich bin in den letzten Jahren z.b. nicht mehr vom Wetter überrascht worden. Ändern kann man es nicht, aber man kann sich darauf einstellen.



  • atomfish schrieb:

    dass so eine durchschnittliche schihalle einen energiebedarf von > 1 MW hat scheint dich da nicht zu stören (perverserweise werden die hallen von unten wieder beheizt, um keinen lokalen permafrostboden zu erzeugen).

    wie groß sind die energiekosten für den touristenstrom, wenn die ganzen leute 2 tage nach östtereich fahren, um da 5 tage schie zu fahren?

    dass gletscher nur sinn machen wenn 'man darauf fahren' kann zeugt von fortgeschrittener zivilisationsdummheit.

    dann sag mir den sinn, den sie sonst haben!



  • Talla schrieb:

    Ich zitiere Volkards Antwort auf meinem Beitrag mal lieber net, würde mich nur zuviel aufregen und wieder Seiten schreiben 🙂

    dann mach ich's auch kurz.
    für dich ist *jede* änderung schlecht und wir werden alle sterben!
    ich hingegen sage, daß jede änderung genausoviele gute wie schlechte seiten hat.
    ich halte dich für engstirniger als mich.


  • Mod

    Talla schrieb:

    Okay, Gletscher wirklich zur Süßwassergewinnung nutzen rentiert sich wirtschaftlich nicht, aber das ändert nichts an dem Fakt das sie riesige Wasserspeicher sind, und wenn die fehlen, würde sich das Wasser auf der Erde umverteilen, und einige Regionen würden überhaupt net gut wegkommen.

    Das Argument verstehe ich nicht.

    Bei der heutigen Wasserverteilung sind ja auch einige überhaupt net gut weggekommen... und die Schweizer haben das Wasser zum saufen. Von der Statistik her leben ja heute mehr Menschen in Trockengebieten, also würde doch eine Umverteilung des Wassers mit höherer Wahrscheinlichkeit mehr Menschen nutzen als schaden.

    @Volkard: man braucht Gletscher für Testbilder von Digitalkameras. Blauer Himmel, grauer Berg, davor ein tiefblauer See, dazwischen strahlend weißer Gletscher - gibt kaum ein Motiv, daß diese Farbbrillianz toppen kann.



  • Marc++us schrieb:

    Talla schrieb:

    Okay, Gletscher wirklich zur Süßwassergewinnung nutzen rentiert sich wirtschaftlich nicht, aber das ändert nichts an dem Fakt das sie riesige Wasserspeicher sind, und wenn die fehlen, würde sich das Wasser auf der Erde umverteilen, und einige Regionen würden überhaupt net gut wegkommen.

    Das Argument verstehe ich nicht.

    Bei der heutigen Wasserverteilung sind ja auch einige überhaupt net gut weggekommen... und die Schweizer haben das Wasser zum saufen. Von der Statistik her leben ja heute mehr Menschen in Trockengebieten, also würde doch eine Umverteilung des Wassers mit höherer Wahrscheinlichkeit mehr Menschen nutzen als schaden.

    Diese "Umverteilung" würde so aussehen:
    Gletscher schmelzen ab und erhöhen mittelbar (z.B. Alpen) oder unmittelbar (z.B. Antarktis) den Wasserspiegel der Meere -> Es gibt mehr, als Trinkwasser ungeeignetes, Salzwasser und mehr Überschwemmungen.
    Wem ist dadurch geholfen?



  • Pelle das Tier schrieb:

    Marc++us schrieb:

    Talla schrieb:

    Okay, Gletscher wirklich zur Süßwassergewinnung nutzen rentiert sich wirtschaftlich nicht, aber das ändert nichts an dem Fakt das sie riesige Wasserspeicher sind, und wenn die fehlen, würde sich das Wasser auf der Erde umverteilen, und einige Regionen würden überhaupt net gut wegkommen.

    Das Argument verstehe ich nicht.

    Bei der heutigen Wasserverteilung sind ja auch einige überhaupt net gut weggekommen... und die Schweizer haben das Wasser zum saufen. Von der Statistik her leben ja heute mehr Menschen in Trockengebieten, also würde doch eine Umverteilung des Wassers mit höherer Wahrscheinlichkeit mehr Menschen nutzen als schaden.

    Diese "Umverteilung" würde so aussehen:
    Gletscher schmelzen ab und erhöhen mittelbar (z.B. Alpen) oder unmittelbar (z.B. Antarktis) den Wasserspiegel der Meere -> Es gibt mehr, als Trinkwasser ungeeignetes, Salzwasser und mehr Überschwemmungen.
    Wem ist dadurch geholfen?

    Den Pessimisten. Und somit fast allen Deutschen *g*



  • volkard schrieb:

    atomfish schrieb:

    dass so eine durchschnittliche schihalle einen energiebedarf von > 1 MW hat scheint dich da nicht zu stören (perverserweise werden die hallen von unten wieder beheizt, um keinen lokalen permafrostboden zu erzeugen).

    wie groß sind die energiekosten für den touristenstrom, wenn die ganzen leute 2 tage nach östtereich fahren, um da 5 tage schie zu fahren?

    dass gletscher nur sinn machen wenn 'man darauf fahren' kann zeugt von fortgeschrittener zivilisationsdummheit.

    dann sag mir den sinn, den sie sonst haben!

    was sie für einen sinn haben ? was für eine dumme frage, ehrlich gesagt.

    was für einen sinn hat ein stein ? das leben an sich ?
    also meine bemerkung von der "zivilisationsdummheit" implizierte diese denkweise ja schon.

    ansonsten wenn du schon ne harte wissentschaftliche these brauchst: stichpunkt "albedo"



  • volkard schrieb:

    Talla schrieb:

    Ich zitiere Volkards Antwort auf meinem Beitrag mal lieber net, würde mich nur zuviel aufregen und wieder Seiten schreiben 🙂

    dann mach ich's auch kurz.
    für dich ist *jede* änderung schlecht und wir werden alle sterben!
    ich hingegen sage, daß jede änderung genausoviele gute wie schlechte seiten hat.
    ich halte dich für engstirniger als mich.

    Wo steht das bei mir? Ich habe versucht objektiv die Situation zu erläutern, was diesjahr eventull besonders war(Frage des Threaderstellers), und meine eigene Meinung wiedergegeben, dass wir Menschen einfach verträglicher Leben müssen mit der Erde und das wir ja nicht noch zusätzlich unseren Senf zur Dynamik des Systms zugeben müssen. Habe nirgends gesagt das eine Änderung an sich schlecht ist! Nur deine, ich nenn sie einfach mal Wunschänderung(Orangen im Garten, Gletscher brauchen wir eh kaum), zeugen von wenig Weitsicht, weil wenn wir in der Situation sind, dass es hier wärmer ist und die Gletscher aus den Alpen verschwinden, dann heißt das, das global eine Erwärmung stattgefunden hat, und zwar in dem Maße, dass andere Regionen der Erde noch viel schlimmer betroffen wären!

    Zu den Gletschern: Es würden ja nicht nur lokal ein paar Gletscher in den Bergen schmelzen, es geht vor allem um die großen Eisgebiete wie Grönland, Arktis und Antarkis. Die würden den Meeresspiegel deutlich ansteigen lassen können, und das bedeutet für Regionen wie Bangladesh .B. das Todesurteil.
    Und Menschen in Trockengebieten hätten durch die Erwärmung noch weniger Wasser, nicht mehr. Das ist ein Trugschluss.



  • atomfish schrieb:

    ansonsten wenn du schon ne harte wissentschaftliche these brauchst: stichpunkt "albedo"

    Eben. Mir fällt spontan "Albedo" ein und "Never change a running system" - ganz besonders wenn man nicht sagen kann, ob einem das Ergebnis gefällt. Und noch weniger, wenn es einem mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit wohl nicht gefallen wird.


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