Anwendungsentwickler mit Beratungstaetigkeit
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Ratsucher schrieb:
sondern dass man mit 1-jähriger Berufserfahrung bei einem Firmenwechsel nicht wirklich hoch einsteigt.
24.000 ist doch eigentlich auch nicht wirklich hoch? Befürchtest du, noch weniger zu kriegen?
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Hm, also du solltest dich Fragen, was du bei einem Wechsel verlierst.
Wenn du ne Alternative hast, und das Geld gleichhoch ist, ist
das wohl kein Problem. Ein wenig Risiko gehört halt dazu.
Im übrigen, das mit dem Betriebsrat würde ich mir auch mal überlegen.
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Das mit dem Betriebsrat ist nicht so einfach. Zum Einen ist das abhängig von der Größe des Betriebs (glaub > 9 Mitarbeiter??). Zum Anderen muss da ne dicke Lobby dahinterstehen. Der Chef wird zu 99% gegen eine Einführung eines Betriebsrates sein. Damit fährt er nämlich ziemlich schlecht.
Bei der Gehaltsverhandlung würde ich so vorgehen:
"Ich bin jetzt bereits 1 Jahr bei euch und voll einsatzfähig. Ich zeigte Wille und Courage und wenn es Eng wurde, konnten Sie immer auf mich zählen. Meiner Ansicht nach habe ich ein höheres Gehalt verdient, weil ich eigenständig und zur vollsten Zufriedenheit der Kunden alle meine Arbeiten gemeistert habe..."
(PS: ohne Gewär, so, oder so ähnlich würde ich das machen
)Niemals so:
"Ich denke, ich habe mehr Gehalt verdient. Wenn wir uns nicht einig werden, dann werde ich mich nach was anderes Umsehen"
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Es gibt immer wieder Firmen, die Leute so billig wie möglich bezahlen. Dadurch gibt's dann teilweise lustige Gehaltsstrukturen, wo jemand für den gleichen Job im Jahr 15000 EUR weniger bekommt. Da man in Dland nicht über Geld und Gehalt redet, merken das die Leute nicht mal. Ist nicht die feine Art vom Chef, aber viele Personaler halten sich für relativ clever, wenn sie sowas hinbekommen ("Geld gespart").
Unter solchen Umständen ist es auch einfach vertretbar zu sagen, daß Du Deiner Meinung nach für die hohe Zahl von Überstunden und den Außendienst unterbezahlt bist, und Dich diesbezüglich verbessern willst. Ganz ohne Emotionen und Vorwürfe, sag einfach, Dir gefällt der Job, aber Du findest bei einem Gehaltsvergleich mit einem anderen vergleichbaren Job wärst Du doch irgendwie unterbezahlt. Zumindest solltest Du für die Reisetätigkeit was erzielen.
Das hindert Dich ja nicht daran, parallel schon mal woanders zu suchen.
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electron schrieb:
Der Chef wird zu 99% gegen eine Einführung eines Betriebsrates sein.
Den fragt man doch auch nicht! "Hallo, Chef, gibst du uns etwas von deiner Macht ab und hilfst uns, deinen Despotismus zu beenden?" Und bevor du damit kommst: nein, er kann auch nicht alle, die im Betriebsrat einfach rausschmeißen.Und man braucht nur 5 wahlberechtigte, festangestellte Mitarbeiter, von denen 3 wählbar sind. (ja, abgeschrieben.
)
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HEZ schrieb:
electron schrieb:
Der Chef wird zu 99% gegen eine Einführung eines Betriebsrates sein.
Den fragt man doch auch nicht! "Hallo, Chef, gibst du uns etwas von deiner Macht ab und hilfst uns, deinen Despotismus zu beenden?" Und bevor du damit kommst: nein, er kann auch nicht alle, die im Betriebsrat einfach rausschmeißen.Und man braucht nur 5 wahlberechtigte, festangestellte Mitarbeiter, von denen 3 wählbar sind. (ja, abgeschrieben.
)Warst du schonmal arbeiten??? (Außer Ferienjob) In der Praxis sieht das anders aus.
Theorie != Praxis, weil:
1. Der Chef hat Freunde
2. Du hast Angst, deinen Job zu verlieren
3. Deine Arbeitskollegen, die du als Betriebsratsmitglieder gewinnen willst haben noch viel mehr Angst als du.
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electron schrieb:
Warst du schonmal arbeiten??? (Außer Ferienjob) In der Praxis sieht das anders aus.
Theorie != Praxis, weil:
1. Der Chef hat Freunde
2. Du hast Angst, deinen Job zu verlieren
3. Deine Arbeitskollegen, die du als Betriebsratsmitglieder gewinnen willst haben noch viel mehr Angst als du.Nein, als ich IG-Metall sagte, meinte ich meinen Mathelehrer.

1. Ich auch.
Na und? Er hat auch Konkurrenten.
2. Betriebsrat ist geschützt
3. siehe 1., siehe 2. und wer will schon Feiglinge als Betriebsratmitglieder?
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electron schrieb:
2. Du hast Angst, deinen Job zu verlieren
3. Deine Arbeitskollegen, die du als Betriebsratsmitglieder gewinnen willst haben noch viel mehr Angst als du.Der Kündigungsschutz für Betriebsratsmitglieder beginnt bereits mit der Vorbereitung der Wahl. Es ist sogar so, daß sich die Gewerkschaft selbst in die Firma einladen darf, wenn mindestens 1 Mitarbeiter die Gründung eines Betriebsrats verlangt, und die Geschäftsleitung kann ihr nicht mal den Zutritt verweigern.
Ehrlich gesagt ist mir bei der Gesetzeslage bis heute schleierhaft, wie Firmen wie z.B. Schlecker es eigentlich schaffen, die Gründung eines BR zu verhindern.
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Abgesehen davon sehe ich aber nicht, wie ihm in seiner Situation ein Betriebsrat helfen würde. Sein Problem ist doch die Entlohnung, darum muß er sich schon selbst kümmern.
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Marc++us schrieb:
electron schrieb:
2. Du hast Angst, deinen Job zu verlieren
3. Deine Arbeitskollegen, die du als Betriebsratsmitglieder gewinnen willst haben noch viel mehr Angst als du.Der Kündigungsschutz für Betriebsratsmitglieder beginnt bereits mit der Vorbereitung der Wahl. Es ist sogar so, daß sich die Gewerkschaft selbst in die Firma einladen darf, wenn mindestens 1 Mitarbeiter die Gründung eines Betriebsrats verlangt, und die Geschäftsleitung kann ihr nicht mal den Zutritt verweigern.
Ehrlich gesagt ist mir bei der Gesetzeslage bis heute schleierhaft, wie Firmen wie z.B. Schlecker es eigentlich schaffen, die Gründung eines BR zu verhindern.
Das mit der Gewerkschaft aber nur, wenn der Betrieb im Arbeitgeberverband(oder wie der auch heißt) ist oder?
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Marc++us schrieb:
Sein Problem ist doch die Entlohnung
Wenn es ihm nur darum geht, wie viel Geld er für die Sklaverei kriegt, dann schon.
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Marc++us schrieb:
electron schrieb:
2. Du hast Angst, deinen Job zu verlieren
3. Deine Arbeitskollegen, die du als Betriebsratsmitglieder gewinnen willst haben noch viel mehr Angst als du.Der Kündigungsschutz für Betriebsratsmitglieder beginnt bereits mit der Vorbereitung der Wahl. Es ist sogar so, daß sich die Gewerkschaft selbst in die Firma einladen darf, wenn mindestens 1 Mitarbeiter die Gründung eines Betriebsrats verlangt, und die Geschäftsleitung kann ihr nicht mal den Zutritt verweigern.
Ehrlich gesagt ist mir bei der Gesetzeslage bis heute schleierhaft, wie Firmen wie z.B. Schlecker es eigentlich schaffen, die Gründung eines BR zu verhindern.
Wenn du ab 50 bist, ist es sinnvoll, eine solche Karriere einzuschlagen. Dann läßt du dich 2 mal wählen und bist bis 62 "unkündbar".
Als junger Mitarbeiter würde ich mir das sehr gut überlegen, ob ich meinen beruflichen Werdegang in diese Richtung einschlage.
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@HEZ:
Naja, eigentlich bin ich ja freiwillig in dieser Firma tätig
Das Einzige, was mich stört, ist, dass die Aufopferungsbereitschaft meiner Meinung nach nicht angemessen entlohnt wird.
Insofern ist das Thema Betriebsrat sowieso nicht der eigentliche Interessenpunkt.
Außerdem glaube ich sowieso nicht, dass sich hier einer der 35 Mann trauen würde, das Ganze in der Form durchzuziehen oder überhaupt zur Diskussion zu bringen.Ganz davon abgesehen denke ich, dass die Firma bei weitem nicht so gut in der Wirtschaft dastehen würde, wenn diese Aufopferungsbereitschaft nicht vorhanden wäre.
Mich stört es z.B. nicht sonderlich, wenn ich beim Kunden bin und dort 16 Stunden täglich arbeite (womit der Betriebsrat sowieso wohl nicht einverstanden wäre)... solange die Bezahlung passt
...bei der momentanen Entlohnung fühle ich mich jedoch ziemlich ausgebeutet.
Also alles in Allem seid ihr auch der Meinung, dass 24.000,- Euro/Jahr eindeutig zu wenig, für solch eine Leistung ist!?
(Und wir gehen einfach mal davon aus, dass ich nicht blöd bin und rein technisch vom Wissen und Können her auch mit manchen Personen mithalten kann, die schon 2 Jahre länger in der Firma sind
)
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Ratsucher schrieb:
Naja, eigentlich bin ich ja freiwillig in dieser Firma tätig

Das Einzige, was mich stört, ist, dass die Aufopferungsbereitschaft meinerGanz davon abgesehen denke ich, dass die Firma bei weitem nicht so gut in der Wirtschaft dastehen würde, wenn diese Aufopferungsbereitschaft nicht vorhanden wäre.
Mich stört es z.B. nicht sonderlich, wenn ich beim Kunden bin und dort 16 Stunden täglich arbeite (womit der Betriebsrat sowieso wohl nicht einverstanden wäre)...Die Firma steht aber nur so gut beim Kunden da, weil sie euch ausbeutet.
Wenn sie regelgehälter zahlen würde, dann wären ja die Preise wieder höher,
und der Wettbewerbsvorteil wäre dahin. Und der Chef will ja auch nicht auf
seinen SLK verzichten
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ich denke das mit dem betriebsrat geht in die falsche richtung. viel eher kommst du über geschickte verhandlung an mehr geld:
- du arbeitest viele überstunden => versuch dafür geld rauszuschlagen
- du machst viele kundenbesuche => versuch einen dienstwagen rauszuschlagen, den du privat nutzen darfst (das ist dann auch eine gehaltserhöhung
- du versuchst zwar die arbeitsbedingungen gleich zu halten, aber dafür mehr geld zu bekommen
ich denke es dürfte nicht allzu schwer werden, wenn du geschickt vorgehst (siehe tips vorher)