Streit um das Zuwanderungsgesetz
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hagman schrieb:
Wo hab' ich schon mal das Wort "Gutmenschen" gehört (*grübel*)? Ich wäre vorsichtig mit dieser Vokabel. Die meisten zeigen damit, wessen Kind sie sind.
Hm. Der Begriff wird zwar auch gerne von Neo-Nazis benutzt, aber letztlich bezeichnet er eine Gruppe von Menschen, die basierend auf ihrer eigenen politischen Korrektheit dazu neigt Realitäten auszublenden und durch positive Vorurteile und Grundannahmen zu ersetzen.
Der Begriff "Gutmensch" wird vor allem in Diskussionen auch dazu benutzt, um auf übertriebene Political Correctness hinzuweisen.
Dazu auch das hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Gutmensch
Wäre ja noch schöner auf diesen Begriff zu verzichten, nur weil ihn Neo-Nazis auch gerne benutzen. Irgendwie muß man diese weltfremden Gutmenschen ja titulieren.

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Was sind die anderen? Schlechtmenschen?
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Ich finde die Diskussion hierzu schön:
http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Gutmensch
@Bashar: weiß nicht... Realisten. Zyniker. Irgendwas in der Art.
<ironie>
Ein Gutmensch ist jemand, der zu einer schwarzhäutigen Frau, die deutsch spricht und seit 30 Jahren in Deutschland lebt, "Afroamerikanerin" sagt, weil er sich vor dem Ausdruck schwarzhäutig oder dunkelhäutig fürchtet.
</ironie>
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atomfish schrieb:
weil du dich angesprochen gefühlt hast
Das ist aber ein Argument. Argumentierst du immer so?
mfg
v R
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hagman schrieb:
abbes schrieb:
Aber dann waren ja dann doch woohl die Menschenrechtlter und "Gutmenschen" dagegen

Wo hab' ich schon mal das Wort "Gutmenschen" gehört (*grübel*)?
Ich wäre vorsichtig mit dieser Vokabel. Die meisten zeigen damit, wessen Kind sie sind.
Warum soll ich "vorsichtig" damit sein? Weil es von Hitler gebraucht wurde!?
Mach dich bitte nicht laecherlich! Da stehen wir doch wohl drueber!?Was kommt dann als naechstes? Darf ich keine keine Autobahn mehr fahren; oder muss auf der Fahrt betroffen gucken?
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hagman schrieb:
abbes schrieb:
Aber dann waren ja dann doch woohl die Menschenrechtlter und "Gutmenschen" dagegen

Wo hab' ich schon mal das Wort "Gutmenschen" gehört (*grübel*)?
Ich wäre vorsichtig mit dieser Vokabel. Die meisten zeigen damit, wessen Kind sie sind.
Du bist wohl schon ein paar mal so genannt worden?

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estartu schrieb:
Gestern lief eine Doku zu "Der grosse Diktator".
Da wurde u.a. erklärt, dass der Nazinalsozialismus auch in den USA viele Anhänger hatte. Schon damals - ich glaube kaum, dass die sich das bis heute überlegt haben, hier gibts ja auch noch genug.
So 100% schuldfrei sind die wohl auch nicht.
hehe... ne freundin von mir ham se gefragt, ob die mauer noch stünde oder ob hitler noch regieren würde. man sieht also, dass viele dort drüben noch ziemlich bescheiden sind im kopf...

Mr. B
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Mr. B schrieb:
hehe... ne freundin von mir ham se gefragt, ob die mauer noch stünde oder ob hitler noch regieren würde. man sieht also, dass viele dort drüben noch ziemlich bescheiden sind im kopf...

Wenn ich so einen Mist schon wieder lese, wie oft hört man sowas?
Frag hier in Deutschland mal jemanden wer Mao war, ob er noch lebt usw...
Vllt geschichtlich nicht so gut aufgearbeitet, aber ich wette vielen würde zu Stalin nichtmal was einfallen.
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virtuell Realisticer schrieb:
atomfish schrieb:
weil du dich angesprochen gefühlt hast
Das ist aber ein Argument. Argumentierst du immer so?
mfg
v Rlies dir die postings noch mal genau durch, dann geht dir
vielleicht ein lichtlein auf was ich meine.aber ich glaube eh wir reden aneinander vorbei. von daher lassen
wirs besser.btw. 'rechts' und 'links' sind begriffe die zum einen stets realtiv zur eigenen
position angewandt werden und zum anderen inzwischen reichlich überholt
sind. denn politik ist alles andere als eindimensional.
(auch wenn ich diese begriffe auch immer wieder verwende ...)
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atomfish schrieb:
btw. 'rechts' und 'links' sind begriffe die zum einen stets realtiv zur eigenen
position angewandt werden(...)Hmm, wenn ich also behaupte ich sei links, ist das relativ zu meiner Position?

atomfish schrieb:
(...)und zum anderen inzwischen reichlich überholt
sind. denn politik ist alles andere als eindimensional.
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Komisch, sehr komisch diese Diskussionen immer.
Das mit der Zwangsheirat und der Anhebung des Nachzugsalters auf 21 Jahre... ja, mein Gott, soll das halt so sein. Ich frage mich nur eines: warum wird die Anhebung des Nachzugsalters mit Zwangsheirat u.ä. begründet? Natürlich fühlen sich dann z.B. Türken angegriffen. Weil ihnen pauschal unterstellt wird, das sie alle Mädels verzwangsheiraten.
Warum wird nicht einfach gesagt, wir erhöhen das Alter auf 21 aus Prinzip. Punkt! Ohne erwähnung von Gründen auf eine bestimmte Gruppe? Dann würden diese elenden Diskussionen erst garnicht aufflammen.
So, dann noch was zu den Leuten, die sagen, das Deutschland keine Ausländer braucht: wer hat denn nach dem Krieg keine Arbeiter gehabt, um z.B. Autos zu produzieren und hat dann haufen Italiener und Türken nach Deutschland geholt? Die Deutschen! Wer hat denn die Greencard eingeführt, weil es nicht genug IT-Leute gab? Die Deutschen! Wer sitzt denn beim BurgerKing als WC-Putzer? Ein schwarzer Afrikaner der mir freundlich mit "There... mans room!" den Weg zur richtigen Tür weist, weil ich verwirrterweise beinahe in die Damen-Toilette gelaufen wäre? Kein deutscher setzt sich als Toiletten-Putzer hin... nicht mal Spargelstechen machen die deutschen.
Schmeisst mal alle Nicht-Deutschen aus Deutschland raus... mal schauen was dann noch übrig bleibt.
Viel Spaß mit der dann besser laufenden dt. Wirtschaft! 
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Den Vogel schiesst übrigens Baden-Würthemberg ab, mit ihrem Fragebogen für Moslems. Das mit der Anhebung auf 21 Jahre halte ich wie gesagt für i.O., weil es egal ist ob 12 oder 21... solange es keine Vorurteile als Gründe gibt. Aber dieser Fragebogen für Moslems schiesst den Vogel ab!
Vorallem, wer wird diesen Fragebogen ehrlich beantworten, wenn er genau weiß, was er antworten muß, um die Einbürgerung zu erhalten?
Echte Komiker diese Beamten.Die Fragen über Homosexuelle ist auch blöd, als ob alle deutschen Pro homosexualität wären. Und wenn angeblich meinungsfreiheit herrscht, warum darf jemand Homosex. nicht für nicht akzeptabel halten? Solange er dieser Gruppe nichts tut, kann er doch über diese denken wie er will.
Aber ist klar, die Moslems sind alle böse...

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abbes schrieb:
hagman schrieb:
Ich wäre vorsichtig mit dieser Vokabel. Die meisten zeigen damit, wessen Kind sie sind.
Warum soll ich "vorsichtig" damit sein? Weil es von Hitler gebraucht wurde!?
Mach dich bitte nicht laecherlich! Da stehen wir doch wohl drueber!?Ich habe nicht gesagt, dass du vorsichtig sein solltest, sondern dass ich vorsichtig damit wäre. Wenn man nicht in eine bestimmte Ecke geschoben werden will, gerade bei so einem Thema wie in diesem Thread, finde ich es ratsam, auf diese Vokabel zu verzichten.
abbes schrieb:
Was kommt dann als naechstes? Darf ich keine keine Autobahn mehr fahren; oder muss auf der Fahrt betroffen gucken?
Bitte nicht gleich übertreiben und aus dem Zusammenhang reissen: Äpfel != Birnen.
Marc++us schrieb:
Hm. Der Begriff wird zwar auch gerne von Neo-Nazis benutzt, aber letztlich bezeichnet er eine Gruppe von Menschen, die basierend auf ihrer eigenen politischen Korrektheit dazu neigt Realitäten auszublenden und durch positive Vorurteile und Grundannahmen zu ersetzen.
Der Begriff "Gutmensch" wird vor allem in Diskussionen auch dazu benutzt, um auf übertriebene Political Correctness hinzuweisen.
Dazu auch das hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Gutmensch
Wäre ja noch schöner auf diesen Begriff zu verzichten, nur weil ihn Neo-Nazis auch gerne benutzen.
Du hast grundsätzlich recht, aber je nach Kontext, wird man anhand dieses Wortes dem rechten Lager zugeordnet. Und ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ich dieses Wort in den letzten Jahren in politischen bzw. gesellschaftlichen Diskussionen nur aus der rechten Ecke gehört habe. Es ist ansich auch nicht schlimm, wenn man sich den Kopf kahl schert und schwarze Springerstiefel mit weissen Schnürsenkeln trägt. Aber man wird wohl von den meisten Menschen als Neonazi betrachten werden (auch wenn man es nicht ist oder nur ein unpolitischer Skin ist).
Marc++us schrieb:
Irgendwie muß man diese weltfremden Gutmenschen ja titulieren.

Wie wäre es mit "naiver Mensch". Oder hört sich das wenig provokant an?
Marc++us schrieb:
<ironie>
Ein Gutmensch ist jemand, der zu einer schwarzhäutigen Frau, die deutsch spricht und seit 30 Jahren in Deutschland lebt, "Afroamerikanerin" sagt, weil er sich vor dem Ausdruck schwarzhäutig oder dunkelhäutig fürchtet.
</ironie>:). Ich verstehe die Ironie, aber wenn wir schon mal bei dem Thema sind: ich finde schwarzhäutig oder dunkelhäutig nicht beleidigend (Neger aber schon). Aber ich finde, dass die Information über die Hautfarbe eines Menschen über den man sich gerade mit dritten unterhält, in dem meisten Fällen völlig unnötig ist. Die meisten Menschen haben wohl ein Bedürfnis den Unterschied hervorzuheben, obwohl es für die Unterhaltung meistens keine Relevanz hat. Das ist finde ich schon eine Art von unterschwelligem oder unbewusstem Rassismus.
TactX schrieb:
Du bist wohl schon ein paar mal so genannt worden?

Nein, noch nicht. Was nicht ist kann aber noch werden. Und du hast das Wort auch schon ein paar mal in deinen Äusserungen benutzt?

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hagman schrieb:
TactX schrieb:
Du bist wohl schon ein paar mal so genannt worden?

Nein, noch nicht. Was nicht ist kann aber noch werden. Und du hast das Wort auch schon ein paar mal in deinen Äusserungen benutzt?

Ja habe ich. Und du darfst mich gerne in die Ecke stellen in der du mich Aufgrund der Äußerung dieses Wortes sehen willst. Deutschland ist ein freies Land. Jeder darf sich so lächerlich machen wie er will.
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Freilich. Und jeder darf den anderen als lächerlich bezeichnen ohne zu argumentieren und sich somit als fragwürdiger Diskussionspartner darstellen.
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Artchi schrieb:
Wer hat denn die Greencard eingeführt, weil es nicht genug IT-Leute gab?
Darf ich über diesen Punkt schmunzeln?
Nur weil die Industrie jammert, es gäbe nicht genug _billige_ IT-Arbeitskräfte, heisst das noch lange nicht, das tatsächlich ein Mangel existiert.Gruß - Xaron
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Xaron schrieb:
Artchi schrieb:
Wer hat denn die Greencard eingeführt, weil es nicht genug IT-Leute gab?
Darf ich über diesen Punkt schmunzeln?
Nur weil die Industrie jammert, es gäbe nicht genug _billige_ IT-Arbeitskräfte, heisst das noch lange nicht, das tatsächlich ein Mangel existiert.Gruß - Xaron
Nein! Schmunzeln ist hier im Topic verboten!

Im Ernst:
Also gibt es iyho genug (Fach)Arbeitskraefte in Deutschland, die aber zu teuer sind? Ich frage nur weil ich das von diesem Standpunkt aus noch nie betrachtet habe. Welche Firmen sind es den, die "den Inder" beschaeftigen? Nur die grossen?
In den kleinen und mittelstaenigen Firmen, die ich bis jetzt kennen gelernt habe (und das waren schon einige), habe ich naemlich noch keine Greencard-Arbeitskraefte gesehen...
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Gibt auch praktisch keine. Ich habe die Zahlen nicht mehr in Erinnerung, aber es überwiegend ein grandioser Fehlschlag. Gerade mal 20000 Greencards wurden ausgestellt. Zum einen war die Forderung nach dem Mindestgehalt gleich schon so, daß es die Firmen abschreckte, dann relativ bürokratisch gehalten, und dann hatten die Inder ja noch Alternativen - warum nach Deutschland gehen, wo die Fremdsprachenbarriere da ist, wenn sie England und USA ebenfalls aufnehmen. Oder gleich in Indien bleiben, weil die deutschen Firmen ohnehin dorthin gehen.
Unter dem Strich sind einige Osteuropäer gekommen, die aber wohl ohnehin gekommen wären, aber jetzt eine Gehaltsgarantie bekamen. Aber auch die müssen ja nicht kommen, da wir zu ihnen hin verlagern.
Weitere Konstruktionsfehler der Greencard: absolute Begrenzung auf 5 Jahre - also wieder mal das alte Problem "erst in die Leute investieren, dann abschieben". Genau der gleiche Fehlansatz wie bei den ausländischen Gaststudenten, die wir erst ausbilden, und mit der Überreichung der Diplomurkunde sofort abschieben. Dann Arbeitsverbot für Ehepartner, falls vorhanden. Soll man so hochqualifizierte Leute anlocken? Das führt doch gerade zur Söldnermentalität, das ist keine Zukunftsperspektive für die Eingeladenen.
Und dann Mindestgehalt 100kDM, das zahlen viele kleine und mittlere Firmen nicht mal oder gerade so für einheimische Fachkräfte, wieso also für einen Greencard-ITler, bei dem noch das Risiko der Sprachbarriere und erhöhter kultureller Diskrepanzen besteht.
Mit einem Wort: eine Pleite. Fehlerhafte Problemanalyse führt eben zu fehlerhaften Lösungen - das ist eine Zwangsläufigkeit.
Btw: heute früh gehört, zwischen Afrika und Gibraltar wurden im letzten Jahr 3500 Leichen rausgefischt - Leute, die über das Wasser schwimmen/Boot fahren wollten und starben. Nur damit die Relation der 500 genehmigten Asylanträge mal in ein Größenverhältnis gesetzt wird.
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Xaron schrieb:
Artchi schrieb:
Wer hat denn die Greencard eingeführt, weil es nicht genug IT-Leute gab?
Darf ich über diesen Punkt schmunzeln?
Nur weil die Industrie jammert, es gäbe nicht genug _billige_ IT-Arbeitskräfte, heisst das noch lange nicht, das tatsächlich ein Mangel existiert.Dann bist du nicht gut genug informiert. Denn die Greencard hatte eine Bedingung: der dt. Arbeitgeber mußte dem ITler mind. 80.000 DM (~40.000 EUR) Jahresgehalt bezahlen. Da wir damals und auch heute noch Greencard-ITler hatten, weiß ich das.
Jetzt sag mir nicht, das 40.000 EUR unter Billigarbeitskraft fällt!?
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Artchi schrieb:
Den Vogel schiesst übrigens Baden-Würthemberg ab, mit ihrem
100% ACK
Ich hab den heut in der Schule gesehen, ist echt unglaublich was die da gemacht haben. Nichtmal irgendwie verschleiert oder so gefragt, sondern Klartext.
Für manche Fragen braucht man auch ziemlich gute Deutschkenntnisse, sonst steigt man da überhaupt nicht durch.