Asylrecht und Abschiebung


  • Mod

    dreaddy schrieb:

    Schonwieder die bösen Iraner, langsam krieg ich echt zuviel von diesem Iran-ist-böse Müll.
    Böse Zungen würden jetzt ja unterstellen das sie sich haben taufen lassen WEIL sie dann verfolgt werden und flüchten können, aber das geschah natürlich alles für den einzig wahren Gott und ist daher sehr löblich.

    Naja aber auch wenn das die Gründe waren und nicht dir plötzliche Erleuchtung das der Islam Teufelswerk ist, kann man sie eigentlich nicht wieder zurückschicken.

    WTF?

    MfG SideWinder



  • naja sind nochn paar Ironietags drin, aber man überdenke mal:
    Die Familie lässt sich, sei es im Iran oder im Urlaub(dann kann man gleich da bleiben), katolisch taufen.
    Flieht dann ins Asyl mit der Begründung "Wir sind jetzt liebe Katoliken, die werden uns töten" und rubbeldiekatz finanzieren wir um mal aufs Stammtischniveau runterzukommen ne Familie von "unseren Steuergeldern" die nieee eingezahlt hat blabla.

    Ich mein was soll der Müll, wenn ich weiss das ich verfolgt werde wenn ich mich katolisch taufen lasse und meinen Glauben wechsle, mache ich das natürlich nicht oder lasse es zumindest geheim(ausser ich will das Asyl provozieren) Öö

    So habe ich irgendwie das Gefühl die haben nen Abstecher nach Spanien gemacht, sich da taufen lassen und dann gesagt "nun können wir aber nicht mehr zurück =["


  • Mod

    ..., wenn ich weiss das ich verfolgt werde wenn ich mich katolisch taufen lasse und meinen Glauben wechsle, mache ich das natürlich nicht oder lasse es zumindest geheim...

    So tauchst du immer schön in der Masse unter. Interessante Einstellung.

    MfG SideWinder



  • Wenn es um etwas geht auf das die Todesstrafe steht, es mehr als fraglich ist ob es sich dafür lohnt und ich dann als Folge eh wegrenne eigentlich schon.


  • Mod

    Formuliere deine Einstellung doch bitte in verständlichem Deutsch, ich hab keine Chance das zu verstehen 😞

    MfG SideWinder



  • SideWinder schrieb:

    Formuliere deine Einstellung doch bitte in verständlichem Deutsch, ich hab keine Chance das zu verstehen 😞

    MfG SideWinder

    Eigentlich fehlt nur ein Komma:

    Wenn es um etwas geht auf das die Todesstrafe steht, es mehr als fraglich ist ob es sich dafür lohnt und ich dann als Folge eh wegrenne*,** eigentlich schon.*

    😉
    Aber unrecht hat er nicht. Wieso muss es immer hierhin sein, wo alle hinfluechten.
    Wie waere es mit Indien, Tuerkei, Russland, usw. wo andere Religionen zumindest
    toleriert werden...!?



  • Hallo

    abbes schrieb:

    Aber unrecht hat er nicht. Wieso muss es immer hierhin sein, wo alle hinfluechten.
    Wie waere es mit Indien, Tuerkei, Russland, usw. wo andere Religionen zumindest
    toleriert werden...!?

    Deutschland hat zum Glück ein Asylrecht und ist von daher einfach ein Land, in dem es sich vielleicht lohnt zu flüchten. Obwohl, wenn man sich die Zhalen naschaut, da kann einem schon schlecht werden. Da werden ca. 500 Asylanträge angenommn un der Rest einfach abgelehnt.
    Wir sind stinkreich und es ist nun mal keinem zu Vermitteln, warum wir hier in Kohle schwimmen und die Leute anderswo verhungern. Erzähl jetzt bloss nicht, die müssten mal richtig anpacken und es würde klappen.
    Es flüchten übrigens nicht alle nach Deutschalnd. Da würde ich mich an deiner Stelle schon mal informieren, bevor ich so etwas erzähle.

    chrische



  • Ich meinte nicht Deutschland, sondern Europa.
    Aber wie kommst du dazu bei einer Staatsverschuldung von 1,4 Bln. Euro, Tendenz stark steigend, zu behaupten Deutschland wuerde in Geld schwimmen!?
    Da ist es fuer mich inakzeptabel, das Milliarden von Euro fuer Entwicklungshilfe
    und EU-Subventionierung draufgehen....
    Zurueck zum Asylrecht: Ich bin in der Tat der Meinung, wenn jemand einen gewissen Lebensstandard haben will, dann muss er dafuer kaempfen oder arbeiten. Denkst du denn wir deutsche haben alles geschenkt bekommen!? Das hat unsere Vorfahren einiges an Blut und Schweiss gekostet - und sie wollten mit Sicherheit, dass es ihren Kindern bessergeht und nicht einem Ali, der mit $-Zeichen in den Augen Richtung
    Deutschland blickt...



  • Hallo

    abbes schrieb:

    Ich meinte nicht Deutschland, sondern Europa.
    Aber wie kommst du dazu bei einer Staatsverschuldung von 1,4 Bln. Euro, Tendenz stark steigend, zu behaupten Deutschland wuerde in Geld schwimmen!?
    Da ist es fuer mich inakzeptabel, das Milliarden von Euro fuer Entwicklungshilfe
    und EU-Subventionierung draufgehen....
    Zurueck zum Asylrecht: Ich bin in der Tat der Meinung, wenn jemand einen gewissen Lebensstandard haben will, dann muss er dafuer kaempfen oder arbeiten. Denkst du denn wir deutsche haben alles geschenkt bekommen!? Das hat unsere Vorfahren einiges an Blut und Schweiss gekostet - und sie wollten mit Sicherheit, dass es ihren Kindern bessergeht und nicht einem Ali, der mit $-Zeichen in den Augen Richtung
    Deutschland blickt...

    Das Thema EU-Subcentionierung ist galube ich eine wirklich harter Brocken und wirklich sehr kritisch zu betrachten. Bei dem Rest deiner Aussagen bekomme ich allerdings eine Gänsehaut. Natürlich ist es so, dass auch Deutschalnd nicht alles in die Hönde gelegt wurde, aber der Umkehrschluss deiner Aussage ist doch, dass die Armmen nur zu faul sind um reich zu sein und das ist einfach nicht wahr. Wir leben doch auf dem Rücken der dritten Welt. Wir leifern unseren Müll daorthin und lassen unsere Luxusgüter von (wir du sagst faulen) Kinder nähen. Ds Bild vom Ali, der mit Dollaraugen nach Europa schaut, lässt wirklich Rückschlüsse auf deine Intelligenz und Gemütsverfassung zu. Versuche doch einfach mal ein bisschen sachlicher zu diskutieren und lass dich durch deine Angst um Besitzstände in hohle Phrasen verleiten.

    chrische



  • chrische5 schrieb:

    Versuche doch einfach mal ein bisschen sachlicher zu diskutieren und lass dich durch deine Angst um Besitzstände in hohle Phrasen verleiten.
    chrische

    Ich bin weder reich, noch habe ich vor dieses zu werden. Geld hat fuer mich persoenlich noch nie eine grosse Rolle gespielt. Ich bin der Meinung, dass man sich durch deine Taten definiert und nicht durch seinen Besitz oder seine Macht.

    chrische5 schrieb:

    aber der Umkehrschluss deiner Aussage ist doch, dass die Armmen nur zu faul sind um reich zu sein und das ist einfach nicht wahr.

    Nein. Das ist falsch. Wenn jemand etwas will, dann muss er auch etwas dafuer tun. Wer nicht bereit ist fuer seine Ziele zu arbeiten, der hat imho auch nichts von anderen geschenkt zu erwarten.

    chrische5 schrieb:

    Wir leifern unseren Müll daorthin und lassen unsere Luxusgüter von (wir du sagst faulen) Kinder nähen.

    Wenn die Gesellschaft in der dieses statt findet, etwas dagegen hat, dann soll sie es abschaffen.
    Auch in Europa gab es sehr lange Kinderarbeit, sehr extrem auch in den Anfaengen der Industrialisierung - wie du aus der Geschichte ersehen kannst, hat sich Gesellschaft selbst davon befreit.

    chrische5 schrieb:

    ...lässt wirklich Rückschlüsse auf deine Intelligenz und Gemütsverfassung zu.

    Das wuerde mich jetzt aber interessieren 🙄

    chrische5 schrieb:

    Versuche doch einfach mal ein bisschen sachlicher zu diskutieren und lass dich durch deine Angst um Besitzstände in hohle Phrasen verleiten.

    Oft sind drastische Formulierungen oder Taten noetig um die Menschen dazu zu bringen nicht die Augen vor der Realitaet zu verschliessen.



  • abbes schrieb:

    chrische5 schrieb:

    aber der Umkehrschluss deiner Aussage ist doch, dass die Armmen nur zu faul sind um reich zu sein und das ist einfach nicht wahr.

    Nein. Das ist falsch. Wenn jemand etwas will, dann muss er auch etwas dafuer tun. Wer nicht bereit ist fuer seine Ziele zu arbeiten, der hat imho auch nichts von anderen geschenkt zu erwarten.

    Meine Frage lautet: Denkst du, dass es den Menschen (sagen wir Afrika) schlechter geht las uns liegt daran, dass Sie nicht bereit sind dafür zu arbeiten?

    abbes schrieb:

    chrische5 schrieb:

    Wir leifern unseren Müll daorthin und lassen unsere Luxusgüter von (wir du sagst faulen) Kinder nähen.

    Wenn die Gesellschaft in der dieses statt findet, etwas dagegen hat, dann soll sie es abschaffen.
    Auch in Europa gab es sehr lange Kinderarbeit, sehr extrem auch in den Anfaengen der Industrialisierung - wie du aus der Geschichte ersehen kannst, hat sich Gesellschaft selbst davon befreit.

    Wenn dort die Kinderarbeit abgeschafft werden würde, würden noch viel mehr Leute verhungern. Wir sind es, die diese Praxis durch unsere "Geiz ist Geil" Mentalität geradzu herausfordern. Wenn wir bereit wären etwas mehr zu bezahlen, dann könnten die Firmen Ihre Mitarbeiter auch besser bezahlen und so etwas wie Kinderarbeit wäre gar nicht möglich, aber duie Profitgier der Konzerne und die die Mentalität von uns Nordhalbküglern macht dies möglich. Übrigens ist die Kinderarbeit in sehr vielen Ländern verboten, aber die Leute würde ohne das zusätzliche Geld einfach verhungern.

    abbes schrieb:

    chrische5 schrieb:

    Versuche doch einfach mal ein bisschen sachlicher zu diskutieren und lass dich durch deine Angst um Besitzstände in hohle Phrasen verleiten.

    Oft sind drastische Formulierungen oder Taten noetig um die Menschen dazu zu bringen nicht die Augen vor der Realitaet zu verschliessen.

    Was für Realitäten den? Das alle nur unser Geld wollen und wir von uns allen Menschen bedroht fühlen müssen? Das Menschen einfach mal so Ihre Heimat und Ihre Freunde verlassen, um bei uns 340 € ALG2 zu bekommen. Das kannst du doch nicht Ernst meinen.

    chrische



  • chrische5 schrieb:

    abbes schrieb:

    Oft sind drastische Formulierungen oder Taten noetig um die Menschen dazu zu bringen nicht die Augen vor der Realitaet zu verschliessen.

    Was für Realitäten den? Das alle nur unser Geld wollen und wir von uns allen Menschen bedroht fühlen müssen? Das Menschen einfach mal so Ihre Heimat und Ihre Freunde verlassen, um bei uns 340 € ALG2 zu bekommen. Das kannst du doch nicht Ernst meinen.

    Die Realitaet die du durch Phrasen zu verschleiern versuchst.
    Das gebraeuchliche Argument, dass die Menschen hierherkommen um Arbeit zu finden, kann bei 4,5 Mio. Arbeitslosen doch wohl nur ein schlechter Scherz sein.
    Wo wuerdest du denn lieber wohnen, in Afrika in einer Huette, wo du jeden Tag 10 Stunden arbeiten gehen musst um Essen zu koennen - oder dort wo du garnichts tun musst, Nahrung, Klamotten, Fernseher, Heizung, Wasser, (...) hast!?

    chrische5 schrieb:

    Meine Frage lautet: Denkst du, dass es den Menschen (sagen wir Afrika) schlechter geht las uns liegt daran, dass Sie nicht bereit sind dafür zu arbeiten?

    Nochmal: Es geht nicht um's arbeiten. Gerade Afrika ist ja kein 3.Welt Kontinent. Man sieht im Fernsehen Bilder von ein paar verhungernden Kindern und denkt "Das arme Afrika". Das ist falsch, es gibt dort einige Staaten, deren Armut die Folge eine kurupten Obrigkeit ist. Aber das kann nicht unser Problem, sein. Es ist Sache eines Volkes sich davon zu loesen - nicht unsere.



  • Hallo

    abbes schrieb:

    chrische5 schrieb:

    abbes schrieb:

    Oft sind drastische Formulierungen oder Taten noetig um die Menschen dazu zu bringen nicht die Augen vor der Realitaet zu verschliessen.

    Was für Realitäten den? Das alle nur unser Geld wollen und wir von uns allen Menschen bedroht fühlen müssen? Das Menschen einfach mal so Ihre Heimat und Ihre Freunde verlassen, um bei uns 340 € ALG2 zu bekommen. Das kannst du doch nicht Ernst meinen.

    Die Realitaet die du durch Phrasen zu verschleiern versuchst.
    Das gebraeuchliche Argument, dass die Menschen hierherkommen um Arbeit zu finden, kann bei 4,5 Mio. Arbeitslosen doch wohl nur ein schlechter Scherz sein.
    Wo wuerdest du denn lieber wohnen, in Afrika in einer Huette, wo du jeden Tag 10 Stunden arbeiten gehen musst um Essen zu koennen - oder dort wo du garnichts tun musst, Nahrung, Klamotten, Fernseher, Heizung, Wasser, (...) hast!?

    Was willst du damit sagen? Ist es nicht vielnehr ein Bewis dafür, wie schlecht es Menschen gehen muss, wen Sie in ein Land flüchten, wo es schon 4,5 Mill. Arbeitslose gibt. Außerdem finden Billigarbeitskräfte hier trotzdem Arbeit. Ich habe lange auf dem Bau gearbeitet und weiß, dass es dort nur noch wenig Menschen gibt, die nach Tarfi bezahlt werden. Der Fehlöer ist es aber es den Arbeitnehmern vor zu werfen. Es sind wir, die solche Praktiken fordern, indem wir alles im am billigsten wollen und es uns eagl ist, wer arbeiet. Ich kann mich da nur dem Chef von Electrlux anschliessen, der zum Streik der Arbeiter von AEG gesagt hat, dass es in Deutschland nun mal kaum Menschen gibt, die bereit sind ein paar Euro mehr dafür zu bezahlen, dass die Arbeiter besser bezahlt werden. (ich unterstütze aber nicht alle seine Aussagen).
    Dieses ewige Gelammere, dass alles nur so schlecht, weil alle anderen uns berauben, finde ich wirklich nicht sehr produktiv.
    Die nächste Frage lautet für mich: Warum hat ein Mensch nicht das Recht dort zu arbeiten und zu wohnen, wo er will? Über Herrn Schuhmacher, der sein Geld in die Schweiz regt aich auch kaum jemand auf. Nein, da werden noch bunte Fahnen geakuft und das Wohlergehen des deutschen Volkes hängt daran, wie schnell der seine Runden fährt und ob ihn sein Teamkollege wieder auf der Ziellinie überholen lässt.

    abbes schrieb:

    chrische5 schrieb:

    Meine Frage lautet: Denkst du, dass es den Menschen (sagen wir Afrika) schlechter geht las uns liegt daran, dass Sie nicht bereit sind dafür zu arbeiten?

    Nochmal: Es geht nicht um's arbeiten. Gerade Afrika ist ja kein 3.Welt Kontinent. Man sieht im Fernsehen Bilder von ein paar verhungernden Kindern und denkt "Das arme Afrika". Das ist falsch, es gibt dort einige Staaten, deren Armut die Folge eine kurupten Obrigkeit ist. Aber das kann nicht unser Problem, sein. Es ist Sache eines Volkes sich davon zu loesen - nicht unsere.

    Ich gebe Dir Recht, dass Afrika nicht nur einfach ein armer Kontinet ist, aber zu sagen , dass die Länder eigentlich reich wären, wenn es nur keine korrupten Politiker gebe, ist wohl etwas kurz gesprungen. Diese Dikatatoren knechten Ihr Volk nur noch mehr, aber auch in demokratischen Länder gibt es keinen Wohlstand, weil die Böden es nicht hergeben und es wahrscheinlch auch nicht soviel wirtschaftliche Kompetenz gibt. Wir verändern schön mit unserem Müll das Klima und die andern sind noch Schuld daran.

    chrische



  • chrische5 schrieb:

    Was willst du damit sagen? Ist es nicht vielnehr ein Bewis dafür, wie schlecht es Menschen gehen muss, wen Sie in ein Land flüchten, wo es schon 4,5 Mill. Arbeitslose gibt.

    ... und sie trotzdem keine Angst haben muessen, dass es ihnen schlecht geht...

    Um mal beim Bsp. "Bau" zu bleiben:
    Ich denke du wirst mir zustimmen, das gerade dort die Bedrohung der Arbeiter durch Billig-Loehner aus dem (auch EU-)Ausland und Schwarzarbeiter sehr hoch ist.
    Wenn hier jemand 5 €/Stunde verdient und die Haelfte davon an seine Familie in zB Ruanda schickt, dann ist das dort unten eine Menge Geld. Wer aber darunter leidet sind die Deutschen (ich weiss schon, dass es natuerlich nicht nur auslaendische Schwarzarbeiter gibt). Hier ist dann die deutsche Politik, bzw. indirekt wieder das deutsche Volk gefragt.

    Zu Michael Schumacher:
    Ich bin hier durchaus der Meinung, dass man ihm die deutsche Staatsbuergerschaft aberkennen sollte.

    chrische5 schrieb:

    Ich gebe Dir Recht, dass Afrika nicht nur einfach ein armer Kontinet ist, aber zu sagen , dass die Länder eigentlich reich wären, wenn es nur keine korrupten Politiker gebe, ist wohl etwas kurz gesprungen. Diese Dikatatoren knechten Ihre Volk nur noch mehr, aber auch in demokratischen Länder gibt es keinen Wohlstand, weil die Böden es nicht hergeben und es wahrscheinlch auch nicht soviel wirtschaftliche Kompetenz gibt. Wir verändern schön mit unserem Müll das Klima und die andern sind noch Schuld daran.

    Diese These kann ich nicht unterstuetzen.
    Die Menschen in Afrika haben schon tausende Jahre dort gelebt (und ueberlebt), bevor unsere sensationsgeilen Medien angefangen haben dort Mitleidsbilder einzufangen. Also einfach zu sagen, dort gibt es nichts zu Essen weil dort nichts waechst, kann nicht richtig sein.

    Was das Klima und den Muell angeht, bin ich ebenfalls fuer eine extrem (und vor allem weltweit) verschaerfte Umweltpolitik.



  • abbes schrieb:

    Um mal beim Bsp. "Bau" zu bleiben:
    Ich denke du wirst mir zustimmen, das gerade dort die Bedrohung der Arbeiter durch Billig-Loehner aus dem (auch EU-)Ausland und Schwarzarbeiter sehr hoch ist.

    Schwarzarbeit ist keine Bedrohung, sondern ein Zeichen dafür, daß es Leute gibt, die bereit sind, etwas zu arbeiten, ohne daß sich der Staat gleich mal 30-50% davon einsackt. Schwarzarbeit ist darum zu unterstützen, wo es geht.

    Wenn hier jemand 5 €/Stunde verdient und die Haelfte davon an seine Familie in zB Ruanda schickt, dann ist das dort unten eine Menge Geld. Wer aber darunter leidet sind die Deutschen

    Wieso leidet ein Deutscher darunter, wenn ein anderer (Deutscher?) 5€/h für eine Sache bezahlt, die sonst evtl. gar nicht gemacht worden wäre?



  • Daniel E. schrieb:

    Schwarzarbeit ist keine Bedrohung, sondern ein Zeichen dafür, daß es Leute gibt, die bereit sind, etwas zu arbeiten, ohne daß sich der Staat gleich mal 30-50% davon einsackt. Schwarzarbeit ist darum zu unterstützen, wo es geht.

    Natürlich ist Schwarzarbeit schädlich, da unsere Gemeinschaft, also die Quelle des Staates, an die Arbeit bestimmte soziale Verpflichtungen, aber auch Rechte knüpft. Wenn jemand also seinen sozialen Verpflichtungen nicht nachkommt, aber die Recht in Anspruch nimmt, stellt er eben ein Ungleichgewicht her.

    Ob das System so gut funktioniert, ist da ein ganz anderer Punkt.



  • kingruedi schrieb:

    Daniel E. schrieb:

    Schwarzarbeit ist keine Bedrohung, sondern ein Zeichen dafür, daß es Leute gibt, die bereit sind, etwas zu arbeiten, ohne daß sich der Staat gleich mal 30-50% davon einsackt. Schwarzarbeit ist darum zu unterstützen, wo es geht.

    Natürlich ist Schwarzarbeit schädlich, da unsere Gemeinschaft, also die Quelle des Staates, an die Arbeit bestimmte soziale Verpflichtungen, aber auch Rechte knüpft.

    Soziale Verpflichtung? Rechte? Die Gemeimschaft als die Quelle des Staates? Kannst Du das genauer erklären, was Du mit was meinst?

    Wenn jemand also seinen sozialen Verpflichtungen nicht nachkommt, aber die Recht in Anspruch nimmt, stellt er eben ein Ungleichgewicht her.

    Die Sache ist doch folgende: A gibt Arbeitsleistung, B gibt Geld. Absolut freiwillig, der Staat hat darin genaugenommen nichts verloren (und schon gar nicht 50%). Sowohl A als auch B stehen nachher aus ihrer persönlichen Sicht bess da (sonst hätte A nicht gearbeitet und B nicht gezahlt). Wer wurde also geschädigt? Niemand, außer vielleicht dem Staat, wobei das immer noch fraglich ist. Schließlich könnte die Einmischung vom Staat zu derart höhreren Preisen führen, daß B nicht zahlt und also A auch keine Arbeit und kein Geld bekommt. Wer würde diesmal geschädigt werden? A und B.

    Der Nobelpreisträger Milton Friedman sagte dazu: "Ich bin optimistisch, daß die Menschen überall Wege finden werden, um die Reglementierungen des Staats zu umgehen. Wenn die Freiheit überhaupt rettbar ist, dann nur durch die Untergrund-Ökonomien, durch Schwarzmärkte, durch nichtformelles Wirtschaften, durch die Schattenwirtschaft."



  • Daniel E. schrieb:

    Wieso leidet ein Deutscher darunter, wenn ein anderer (Deutscher?) 5€/h für eine Sache bezahlt, die sonst evtl. gar nicht gemacht worden wäre?

    Wie ich schon geschrieben habe: Geld, dass (unversteuert) in's Ausland fliesst.
    Es ist Geld, dass dem Staat verloren geht. Afair hat die Schwarzarbeit ~15% Wirtschaftsleistung des BIP.
    Wenn hiervon nur 10% in's Ausland fliessen, ist das Geld, dass dem deutschen Wirtschaftskreislauf entzogen wird.
    Ich moechte hier och anmerken, dass ich die Schwarzarbeit generell fuer falsch halte, ob von Deutschen, oder von Auslaendern. Imho wird hierdurch das Sozial- und Solidaritaetsprinzip unterwandert.

    Daniel E. schrieb:

    Die Sache ist doch folgende: A gibt Arbeitsleistung, B gibt Geld. Absolut freiwillig, der Staat hat darin genaugenommen nichts verloren (und schon gar nicht 50%). Sowohl A als auch B stehen nachher aus ihrer persönlichen Sicht bess da (sonst hätte A nicht gearbeitet und B nicht gezahlt). Wer wurde also geschädigt?

    Siehe oben...



  • Daniel E. schrieb:

    Die Sache ist doch folgende: A gibt Arbeitsleistung, B gibt Geld. Absolut freiwillig, der Staat hat darin genaugenommen nichts verloren

    und wovon soll "der staat" seine ausgaben finanzieren?
    es ist nunmal so, dass man steuern braucht. und die sollten vom einkommen abhängen, anders ist es unsozial.
    und leute ohne die ganzen versicherungen arbeiten zu lassen ist auch irgendwo... blöd. denn wenn es erstmal genug leute gibt, die das machen (müssen, es gibt ja kein arbeitslosengeld und sonstige hilfsleistungen) gehts bergab. zumindest für diejenigen. (für die anderen werden die häuser natürlich billiger. wieder unsozial...)



  • abbes schrieb:

    Wie ich schon geschrieben habe: Geld, dass (unversteuert) in's Ausland fliesst.
    Es ist Geld, dass dem Staat verloren geht. Afair hat die Schwarzarbeit ~15% Wirtschaftsleistung des BIP.
    Wenn hiervon nur 10% in's Ausland fliessen, ist das Geld, dass dem deutschen Wirtschaftskreislauf entzogen wird.
    Ich moechte hier och anmerken, dass ich die Schwarzarbeit generell fuer falsch halte, ob von Deutschen, oder von Auslaendern. Imho wird hierdurch das Sozial- und Solidaritaetsprinzip unterwandert.

    Das mit Wirtschaftsleistung ~15% ist aber eher ein Fall für die Milchmädchen, schließlich würden viele Dinge gar nicht erledigt, wenn sie zu "solidarischen" Preisen bezahlt werden würden.

    Abgesehen davon ist unser "Solidaritätsprinzip" in Wirklichkeit ein Antisolidaritätsprinzip. Solidarität demonstriere ich, indem ich freiwillig Leuten helfe, sie unterstütze (nicht nur mit Geld) und ihre Ideen bekannter mache. Das Solidaritätsprinzip macht das genaue Gegenteil: es werden anonym Steuergelder eingezogen und wieder anonym "Leistungsempfängern" übergeben. Durch solche Umverteilungssysteme wird eine Gesellschaft entsolidarisiert, nicht solidarisiert. "Warum sollte ich Armen Leuten helfen? Macht doch der Staat." Wenn man sich auch ansieht, daß es eine negative Korrelation von Steuer- und Sozialabgaben mit privater Spendenbereitschaft gibt, kann man sich ja vorstellen, was ich sagen will.

    doppelmuffe schrieb:

    und wovon soll "der staat" seine ausgaben finanzieren?

    Abbes hat oben schon die ~1,5 Billionen EUR Staatsschuld kritisiert. Offenbar interessiert das den Staat aber nicht sonderlich, der treibt weiter seine Späße (Rechtschreibreform, Subventionen, Familienpolitik usw.) -- Staatsquote: knapp 50%. Man kann viel von diesem Unsinn durch einen kleinen Staatshaushalt verhindern, und das sollte das Ziel.

    es ist nunmal so, dass man steuern braucht. und die sollten vom einkommen abhängen, anders ist es unsozial.
    und leute ohne die ganzen versicherungen arbeiten zu lassen ist auch irgendwo... blöd. denn wenn es erstmal genug leute gibt, die das machen (müssen, es gibt ja kein arbeitslosengeld und sonstige hilfsleistungen) gehts bergab. zumindest für diejenigen.

    Das Gegenteil ist wahr. Dieser jemand arbeitet freiwillig und steht nach dem Arbeiten besser da als vorher (sonst würde er nicht arbeiten). In dem man die "Lohnnebenkosten" so hoch hält, daß es diesem jemand nicht mehr gelingt, seine Arbeitsleistung auf dem Nichtschwarzmarkt anzubieten, macht man ihm zum Bezieher von Sozialleistungen, obwohl er doch arbeiten möchte und könnte. Daß er jetzt seine Arbeitsleistung schwarz anbietet, ist doch ein hervorragendes Zeichen dafür, auch wenn der Schwarzmarkt natürlich nicht die beste Möglichkeit wäre; da Schwarzarbeit illegal ist, setzt sich der Auftraggeber der Gefahr aus, erwischt zu werden. Dieses Risiko kompensiert er damit, daß dem Arbeiter weniger bezahlt, als es der Marktpreis wäre; Schwarzmärkte verbessern die Verhandlungsposition von dem, der eh schon besser dran ist (Schwarzmarktpreise von verbotenem Zeugs sind idR hoch). Trotzdem halten die Arbeiter es für besser, schwarz zu arbeiten als gar nicht, sonst würden sie es, siehe oben, ja nicht tun.

    Kurz: der Staat ist an der Schwarzarbeit schuld und Leute dafür zu verurteilen, weil sie arbeiten wollten, ist dann der Abschuß. Stattdessen sollte der Staat mal über die Konsequenzen seines Handelns nachdenken und daraus die Schlüße ziehen.


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