Was macht ein Unternehmen mit dem Gewinn und Geldkreislauf?



  • bluecode schrieb:

    Ich mein die deutsche Bank hat jetzt mehr Geld, aber wer hat jetzt weniger als davor?

    Naja, http://www.tecchannel.de/sicherheit/grundlagen/434410/ 😉



  • Prof84 schrieb:

    1. Ist der Wert der Gesamtgeldsumme und Güterwertsumme auf den gesamten Planeten konstant?
    2. Ist die Summe des BIP des gesamten Planeten zur Gesamtvermögenswertsumme konstant?

    Dann haben wir ein Nullsummenspiel!

    Korrekt? 😕

    Falsch, es wird permanent neues Geld "gemacht" das wirkt sich im allgemeinen als Infaltion aus (Geld wird im vergelich zu Wahren immer weniger Wert) und kann im schlimmsten Fall so wie nach dem 1. Weltkrieg enden (1000000000 Mark für ein Brot).

    Aber das Geld ist auch ungleich verteilt und kann zu spontanen plötzlichen Verlusten führen wie in meinem vorheriegen Beitrag erläutert, sowas kann wieder zu einem "schwarzen Freitag" führen. (Sogar noch viel schlimmer).

    Allerdings kann das Spiel auch gut gehen, wenn genügend Leute mitmachen, Vertrauen besteht und der Verlust durch eine gleichmäßige Inflation abgefangen wird.

    Daher muß man auch aufpassem, wenn man Geld anlegt. Bringste dein Geld zur Bank und dort sagt der Bankangestellte "3% Superzinsen" und man hat gleichzeitig 3.1% Inflation, machste sogar 0.1% Verluste.

    Genauso: Zu 3% angelegt 2.2% Inflation = 0.8% echten Gewinn
    (Und jetzt kommt das Beste: Minus Steuern von 3% Zinseinnahem, also eventuell sogar doch wieder Verlußt 😮 )



  • @Andreas XXL:
    Du hast die Frage missverstanden:

    Inflation durch Erhöhung der Geldmenge, würde in der Summe der Werte zu Bezugswerten von z.b. Gütern wie Brot nicht erhöhen.

    Die Frage reformuliert - Bleiben die Auf- und Abwertungen von Vermögenswerten in der Summe konstant?



  • Generell zu Gewinn: Ist der Gewinn eine Summe die definitiv verfügbar ist oder nur ein theoretischer, errechneter Wert, der halt in der Bilanz steht?

    GPC schrieb:

    ...denn er sichert die Liquidität in "Unsicheren Zeiten", also wenn wenig investiert wird, die Nachfrage lahmt usw. (das wir momentan haben).

    Warum macht die Bank dann in diesen Zeiten einen Gewinn (um nicht zu sagen einen Rekordgewinn wenn man bedenkt, dass das eine 52%tige Steigerung zu letztem Jahr ist) und keinen Verlust? Kann natürlich auch nur ein Einzelfall sein...

    GPC schrieb:

    Wenn ein Unternehmen viel Eigenkapital hat, dann kann es niedrigere Zinsen verlangen. Geht auch andersrum: General Motors (die richtig in der Tinte sitzen) z.B. zahlt dir 7-9% Zinsen, wenn du dein Geld bei denen deponierst (hast halt auch ein entsprechendes Risiko), bei Porsche (die exzellent dastehen) kriegst grad mal zw. 1 - 2.5% .

    Das System klingt zwar irgendwie logisch, aber ich mein ein Unternehmen, welches in der Tinte sitzt, 7-9% Zinsen zahlen zu lassen, ist schon ziemlich "happig". Soll heißen, dass das Unternehmen je schlechter es dasteht sich ja immer mehr mehr anstrengen muss. Es müssen ja die 7-9% (anstatt 1-2,5%) in schlechten Zeiten erst mal erwirtschaftet werden...

    Henno schrieb:

    Und das mit den Gewinnen geht schon. Theoretisch könnten alle Unternehmen satte Gewinne einfahren. Denn die Gewinne schütten sie ja wieder an Menschen aus und diese kaufen wieder Waren davon.

    hm, wer ist in dem Fall mit Menschen gemeint? Wohl die Aktionäre oder? In Deutschland gibts ja keine/selten Gewinnbeteiligungen für Arbeitnehmer. Dass würde aber bedeuten, dass das Geld welches eine Firma mittels ihrer Angestellten erwirtschaftet in die Hände von denen fällt, die sowieso schon Kaptial haben (die [Groß-]Aktionäre der Firma). Definitiv komisches System, ca. wie in "1 Billion Dollar" beschrieben...

    Henno schrieb:

    An der Börse ist es tatsächlich anders.

    An der Börse kommen die "nur"-Gewinne also nur durch die zeitlich Verschiebung von Kauf und Verkauf + Dividente bzw. durch generelles Wachstum des Aktienmarktes zustande?

    Andreas XXL schrieb:

    Doch das entsteht auf magische Weise. Z.B macht die USA jeden TAG 1000.000.000$ Außenhandelsverlust.

    Außenhandelsverlust heißt ja nur, dass von einem Land Geld in ein anderes fließt und damit eigentlich kein neues Geld entsteht bzw. welches vernichtet werden würde.[/quote]

    Andreas XXL schrieb:

    Also wird nach meiner Meinung der Dollar irgendwann (aber plötzlich) ins Bodenlose absacken, wenn viele Menschen dies begreifen.

    Definitv falsch. Der Ölpreis wird solang steigen, bis andere Energieträger billiger sind (Sonnenenergie, Wind...) oder neue soweit entwickelt (Kernfusion)...
    Den Rest deines Post kommentier ich lieber nicht, da eher politische Agitation als in irgendeiner Weise wirtschaftlicher Zusammenhang.

    Bis jetzt muss ich sagen, dass der Geld/Wirtschaftskreislauf durch Zinsen und so nur eine große Umverteilung von Arm -> Reich ist (wie in "1 Billion Dollar" dargestellt).



  • Doch, das habeich richtig verstanden.
    Nehmen wir mal das Öl, wenn du es verbrennst, ist der wehr ja wohl verlohren gegangen. Wird neues entdeckt steigt der Wert. Ißt du das Brot auf, ist es Weg, Pflanzt du Getreide an, steigt der echte Wert wieder (solange du was erntest 🙂 ).

    Das weltweit abzuschätzen ist sehr schwer, und ich würde sagen, das jeder der sagt er habe verlässliche Zahlen lügt. Da es auch Güter gibt, die ihre Werte sehr stark ändern können.
    (z.B Heute noch nen wertloser Pflanzensaft und morgen das lang gesuchte anti Aids Mittel)

    Hääm haste wohl in Mathe auch nicht aufgepassdt was

    Andreas XXL schrieb:
    Doch das entsteht auf magische Weise. Z.B macht die USA jeden TAG 1000.000.000$ Außenhandelsverlust.

    Außenhandelsverlust heißt ja nur, dass von einem Land Geld in ein anderes fließt und damit eigentlich kein neues Geld entsteht bzw. welches vernichtet werden würde.

    Wenn man ständig mehr wahren kauft als man verkauft ist man normalerweise irgendwann pleite. (Das kannste ja mal testen) und da die USA nachweißlich jeden Tag 1000.000.000 Außenhandelsverlust haben und es immer noch $ in den USA gibt, müssen die neues Geld machen. (Es sei den die Haben in nem Labor nen Geldbaum gezüchtet)



  • Andreas XXL schrieb:

    Wird neues entdeckt steigt der Wert.

    Dann fällt doch der Wert... Mehr Angebot, gleiche Nachfrage



  • Noch ne Frage: Wenn ich Geld bei der Bank anleg (gibt ja nur 1 oder 2% Zinsen) und dann die Inflation miteinrechne, hab ich doch eigentlich einen Wertverlust nach x Jahren, da die Inflation (momentan) größer ist als die Zinsen, oder?



  • bluecode schrieb:

    Andreas XXL schrieb:

    Wird neues entdeckt steigt der Wert.

    Dann fällt doch der Wert... Mehr Angebot, gleiche Nachfrage

    Falsch, es gibt begrenze Förderquoten. Man hat einfach nur mehr was man verkaufen kann. So dumm alles auf einmal zu fördern und sich den Preis kaputt zu machen ist keiner.



  • bluecode schrieb:

    Noch ne Frage: Wenn ich Geld bei der Bank anleg (gibt ja nur 1 oder 2% Zinsen) und dann die Inflation miteinrechne, hab ich doch eigentlich einen Wertverlust nach x Jahren, da die Inflation (momentan) größer ist als die Zinsen, oder?

    Richtig. Aber wenn du es im Socken unter dem Bett aufbewahrst bekommst du garkeine Zinsen und die Verluste sind noch höher. Also such dir Jemanden, der dir mehr Zinsen gibt als die Inflation ist.
    (Das geht z.B an der Borse, aber nur deswegen, weil du mit eingegenagenem Risiko zahlst)



  • Andreas XXL schrieb:

    bluecode schrieb:

    Andreas XXL schrieb:

    Wird neues entdeckt steigt der Wert.

    Dann fällt doch der Wert... Mehr Angebot, gleiche Nachfrage

    Falsch, es gibt begrenze Förderquoten. Man hat einfach nur mehr was man verkaufen kann. So dumm alles auf einmal zu fördern und sich den Preis kaputt zu machen ist keiner.

    Dann halt der psychologische Effekt. Ist mehr Öl da, wird weniger gehamstert, d.h weniger Nachfrage, und damit auch einen geringeren Preis.

    Wie kam man eigentlich dazu, den Ölpreis immer in Dollar anzugeben bzw. den Öl(ver)kauf mit dem Dollar abzuwickeln?



  • bluecode schrieb:

    Andreas XXL schrieb:

    bluecode schrieb:

    Andreas XXL schrieb:

    Wird neues entdeckt steigt der Wert.

    Dann fällt doch der Wert... Mehr Angebot, gleiche Nachfrage

    Falsch, es gibt begrenze Förderquoten. Man hat einfach nur mehr was man verkaufen kann. So dumm alles auf einmal zu fördern und sich den Preis kaputt zu machen ist keiner.

    Dann halt der psychologische Effekt. Ist mehr Öl da, wird weniger gehamstert, d.h weniger Nachfrage, und damit auch einen geringeren Preis.

    Wie kam man eigentlich dazu, den Ölpreis immer in Dollar anzugeben bzw. den Öl(ver)kauf mit dem Dollar abzuwickeln?

    Das passt auch nicht so ganz mit dem weniger Hamsternachfrage. Wer hamstert will es mit Gewinn verkaufen (Da lagerung ja auch kostet) kann er nicht so lange warten. Dies ist aber nur kurzfristig, da der Gesamtverbrach permanent ansteigt.

    Weil irgendjemand in den USA (oder den anderen Ölförderländern) mal ne ganz clevere Idee hatte das so zu machen und alle Leute da immernoch mitmachen.

    Ich währe froh, wenn wir Europäer auch mal so ne clevere Idee hätten.

    Henno schrieb:

    An der Börse ist es tatsächlich anders.

    bluecode schrieb:
    An der Börse kommen die "nur"-Gewinne also nur durch die zeitlich Verschiebung von Kauf und Verkauf + Dividente bzw. durch generelles Wachstum des Aktienmarktes zustande?

    Richtig. Und wenn der Aktienmarkt übermäßig wächst und es in Wirklichkeit keine Gegenwerte gibt kann ein Börencrash passieren.

    Wenn die Händler das dann einsehen verkaufen Sie, andere bekommen Panik, verkaufen auch + Automatische Systeme, die unter einem bestimmten Wert automatisch verkaufen, Folge : gigantisches Angebot, keine Nachfrage, extremer Wertverlußt. Daraum versuchen bestimmte Institutionen durch Stützkäufe soche Panikverlußte abzufangen, aber das ist nicht immer möglich)



  • Andreas XXL schrieb:

    Weil irgendjemand in den USA (oder den anderen Ölförderländern) mal ne ganz clevere Idee hatte das so zu machen und alle Leute da immernoch mitmachen.

    Ich währe froh, wenn wir Europäer auch mal so ne clevere Idee hätten.

    auf diese "clevere idee" ist der iran schon längst gekommen
    http://shortnews.stern.de/shownews.cfm?id=599840



  • sarfuan schrieb:

    bluecode schrieb:

    Ich mein die deutsche Bank hat jetzt mehr Geld, aber wer hat jetzt weniger als davor?

    Naja, http://www.tecchannel.de/sicherheit/grundlagen/434410/ 😉

    Danke für den Link, sehr bedenklich solche Praktiken 😞

    [edit: Hab da aber auch schon häufiger was gehört: Betrügereien durch Banken beim Anlegen des Vermögens in Immobilien wurde der Wert der Immobilie bewusst falsch eingeschätzt und die für das Gewinnabwerfen notwendigen Mieter kamen nie...]



  • borg schrieb:

    Andreas XXL schrieb:

    Weil irgendjemand in den USA (oder den anderen Ölförderländern) mal ne ganz clevere Idee hatte das so zu machen und alle Leute da immernoch mitmachen.

    Ich währe froh, wenn wir Europäer auch mal so ne clevere Idee hätten.

    auf diese "clevere idee" ist der iran schon längst gekommen
    http://shortnews.stern.de/shownews.cfm?id=599840

    Der Irak ja "zufällig" auch. Darum muß(te) der Bush ja auch was machen um das zu verhindern, da es sonst den Dollar extrem schwächt, da wie gesagt für den Dollar außer dem Öl keine echten Gegenwerte da sind.



  • borg schrieb:

    Andreas XXL schrieb:

    Weil irgendjemand in den USA (oder den anderen Ölförderländern) mal ne ganz clevere Idee hatte das so zu machen und alle Leute da immernoch mitmachen.

    Ich währe froh, wenn wir Europäer auch mal so ne clevere Idee hätten.

    auf diese "clevere idee" ist der iran schon längst gekommen
    http://shortnews.stern.de/shownews.cfm?id=599840

    Hat das abgesehen von einem Schaden für die USA auch einen (wirtschaftlichen) Nutzen für den Iran?



  • bluecode schrieb:

    borg schrieb:

    Andreas XXL schrieb:

    Weil irgendjemand in den USA (oder den anderen Ölförderländern) mal ne ganz clevere Idee hatte das so zu machen und alle Leute da immernoch mitmachen.

    Ich währe froh, wenn wir Europäer auch mal so ne clevere Idee hätten.

    auf diese "clevere idee" ist der iran schon längst gekommen
    http://shortnews.stern.de/shownews.cfm?id=599840

    Hat das abgesehen von einem Schaden für die USA auch einen (wirtschaftlichen) Nutzen für den Iran?

    Ja die können Wahren von uns Europäern kaufen, ohne das sich die USA einmischen kann. (Kann sie nur wenn wir darauf hören).

    Außerdem hat unsere Währung deutlich mehr echten Gegenwert zu bieten, da wir mehr Wahren liefern können (und auch tun , weil Außenhandelsgewinn in der EU herrscht (z.B nur in Deutschland 4 000 000 000 Euro letztes Jahr))

    Es mag zwar so aussehen, das ich etwas gegen die USA habe, das stimmt aber nicht. Das "Spiel" läuft nunmal so. Auch ich bin daran beteiligt, da auch ich Geld angelegt habe(sehr wenig leider) und auch mir würde es schaden wenn die Leute das Gesamtgeschehen einsehen würden. Aber irgendwann kommt der Dollarverlußt und dann denkt mal daran, das hier die Warnung stand (oder dann sogar noch steht)



  • Ist der Euro (auch) wegen dem Außenhandelsdefizit eine starke/stärkere Währung?
    Und inwiefern können die Iranies dann Waren in Euro zahlen? Das bezieht sich doch eigentlich nur auf das Öl und das fließt schließlich in die andere Richtung..
    Wieso hat der Dollar außer dem Öl keinen Gegenwert?

    @Andreas XXL: Wahren schreibt man ohne h :p



  • bluecode schrieb:

    Ist der Euro (auch) wegen dem Außenhandelsdefizit eine starke/stärkere Währung?
    Und inwiefern können die Iranies dann Waren in Euro zahlen? Das bezieht sich doch eigentlich nur auf das Öl und das fließt schließlich in die andere Richtung..
    Wieso hat der Dollar außer dem Öl keinen Gegenwert?

    @Andreas XXL: Wahren schreibt man ohne h :p

    Ja der Euro ist deswegen eine starke (stärkere) Währung
    (Wegen dem Außenhadelsdefizit der USA.)

    http://de.wikipedia.org/wiki/US-Dollar
    Ließ mal hier unter dem Punkt "Rolle als Reservewährung"

    Wenn die Iranies Öl für Euro verkaufen, können die die Euros bei uns wieder in Waren eintauschen (z.B welche die sie in den USA nicht bekommen).

    Danke (Waren ohne h) man lernt nie aus... 😃 )

    Wieso hat der Dollar außer dem Öl keinen Gegenwert?

    Weil die USA nicht genügend echte (greifbare) Waren produzieren. Wenn die das täten hätten se ja kein Außenhandelsdefizit.
    (Die verbrauchen mehr Waren als sie selber herstellen)



  • bluecode schrieb:

    GPC schrieb:

    ...denn er sichert die Liquidität in "Unsicheren Zeiten", also wenn wenig investiert wird, die Nachfrage lahmt usw. (das wir momentan haben).

    Warum macht die Bank dann in diesen Zeiten einen Gewinn (um nicht zu sagen einen Rekordgewinn wenn man bedenkt, dass das eine 52%tige Steigerung zu letztem Jahr ist) und keinen Verlust? Kann natürlich auch nur ein Einzelfall sein...

    Weil Sepp (also Ackermann) ein ganz ausgezeichneter Investment-Banker ist.

    GPC schrieb:

    Wenn ein Unternehmen viel Eigenkapital hat, dann kann es niedrigere Zinsen verlangen. Geht auch andersrum: General Motors (die richtig in der Tinte sitzen) z.B. zahlt dir 7-9% Zinsen, wenn du dein Geld bei denen deponierst (hast halt auch ein entsprechendes Risiko), bei Porsche (die exzellent dastehen) kriegst grad mal zw. 1 - 2.5% .

    Das System klingt zwar irgendwie logisch, aber ich mein ein Unternehmen, welches in der Tinte sitzt, 7-9% Zinsen zahlen zu lassen, ist schon ziemlich "happig". Soll heißen, dass das Unternehmen je schlechter es dasteht sich ja immer mehr mehr anstrengen muss. Es müssen ja die 7-9% (anstatt 1-2,5%) in schlechten Zeiten erst mal erwirtschaftet werden...

    Korrekt, allerdings ist auch mein Risiko, mein Geld nicht wiederzusehen (wenn GM Insolvenz anmeldet), entsprechend höher. Deshalb die hohen Zinsen.



  • Andreas XXL schrieb:

    Es mag zwar so aussehen, das ich etwas gegen die USA habe, das stimmt aber nicht. Das "Spiel" läuft nunmal so. Auch ich bin daran beteiligt, da auch ich Geld angelegt habe(sehr wenig leider) und auch mir würde es schaden wenn die Leute das Gesamtgeschehen einsehen würden. Aber irgendwann kommt der Dollarverlußt und dann denkt mal daran, das hier die Warnung stand (oder dann sogar noch steht)

    Über das böseböse Außenhandelsdefizit und die daraus resultierenden Probleme sollte man vielleicht mal ein paar Wörter verlieren.

    Wie kommt das Außenhandelsdefizit der USA zustande, warum steigt es, warum fällt es? Das ganze ist nämlich eine ziemlich verzwickte Sache, die offenbar häufig mißverstanden wird. es ist zB so: kauft China für ein paar Millionen Dollar Boeings, so sinkt das US-Außenhandelsdefizit, investiert China genau die gleiche Summe an Geld in eine amerikanische Firma, so *steigt* das Außenhandelsdefizit. Darum geht's im Kern. Die Welt investiert mehr in den USA, als daß sie US-Produkte kauft. Warum investieren alle in den USA? Offenbar, weil das Geld dort produktiver ist, als an den meisten anderen Orten. Ist oder wird das für die USA ein Problem? Nö, natürlich nicht. Das Außenhandelsdefizit wird radikal überbewertet.

    Genau so das ewige Gezittere davor, daß zB die Chinesen knapp eine Billion Dollar (Gedächtniswert) Geldreserven gekauft haben. Ist das ein Probloem für die USA? Warum sollte es sein? Nehmen wir mal an, die Chinesen sammeln gerne und nur zum Spaß grüne Scheinchen mit toten US-Präsidenten drauf und investieren das Geld niemals. Wo wäre da das Problem für die USA? Es gibt keines: die USA haben dabei einen recht guten Tausch gemacht: grünes Papier gegen chinesische Produkte. In so einem Falle wäre China doof, was sie natürlich nicht wirklich sind: Sie geben das Geld ja wieder aus. Nehmen wir mal an, daß sie alles auf einmal raushauen würden also für dieses Geld US-Produkte einkaufen. Das würde in der Tat den Dollar sofort abwerten, aber selbst das wäre doch kein großes Problem, weil der Dollar nur auf das Niveau zurückfallen würde, auf dem er war, *bevor* China und andere den Dollar akkumuliert, also international aufgewertet haben (+ Inflation).

    Alles in allem ist also diese Hudelei darum, daß der Dollar eines Tages zusammenbrechen wird, nichts dran, außer wirtschaftliches Unverständnis bei vielen, hauptsächlich Journalisten.


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