Referat mit Präsentation - was kommt rein?



  • Hi,
    ich halte am Montag ein Referat über Yukio Mishima und habe einfach mal spontan gesagt, dass ich ne Beamer Präsentation draus mache 😛 Ich hab aber nicht so richtig Ahnung wie ich da vorgehen soll. Bis jetzt habe ich halt immer ein paar Bilder zu den Texten gepackt, ein kleines Hara-Kiri Video aus The Last Samurai und halt Stichwörter, zum Teil als einfache Listen aufgemacht, aber auch als Mind Maps.

    Kann man das so machen oder muss man was völlig anderes machen?



  • Am besten alles schön übersichtlich in ne Powerpoint-Präsentation o.ä. machen und nie zuviel Text auf einmal, dann passt das schon 😉 .



  • Und sparsam mit den Power Point Effekten sein! Vor allem darf nicht jeder Satz mit eier verschiedenen Animation und am besten noch einem nervigen Sound kommen. Auch schon erlebt: Jeder Buchstabe tackerte sich ewig langsam mit einem Schreibmaschinengeräusch auf den Bildschirm 🙄



  • Ich mache die Präsentation doch nicht mit Powerpoint (Biiiilluiiiiig ;)), sondern mit Keynote 2. Die Effekte sind da wesentlich schöner, eleganter. Ich hab aber auch drauf geachtet, dass ich es nicht übertreibe. Ich mag auch keine Wirbelsturm-like einfliegenden Wörter 😃



  • -Keine Animationen
    -Nicht mehr als 6 Stichpunkte pro Folie
    -Inhaltsverzeichniss an der Seite tut sich bei längerer Präsi gut
    -Nur Stichpunkte kein Text
    -Angenehmer Kontrast
    -Text nicht zu klein



  • Wie, gar keine Animationen? Meinst du? Ich hab jetzt zwischen bei den Folienwechseln ein paar Animationen reingemacht, alle ca. 1 Sekunde lang, also nur ein Detail am Rande. Eigentlich gefällt es mir so ganz gut. Bei den Texten hatte ich am Anfang einen Erscheinen-Effekt drin, aber das war mir dann zu träge, also raus. Aber so zwischen den Folien????

    Text habe ich jetzt nur an Stellen, wo ich quasi Leseproben von einem Roman gebe, das ist doch OK, oder? Bevor ich da anfange Kopien rumzugeben...



  • XDVD schrieb:

    Wie, gar keine Animationen? Meinst du?

    Seeeeeeehr sparsam! Wenn die Texte ins Bild fliegen oder die Folie sich länger als eine Sekunde aufbaut, dann wirkt es nur noch lächerlich und verleitet zum weghören. Animationen nur da, wo sie Sinn machen!



  • In letzter Zeit versuche ich bei Schulreferaten folgendes, was recht erfolgreich
    ankommt. Wobei hier natürlich zusätzlich zu bemerken sei, dass Schulreferate sich
    durch eine langweilige Grundthematik und von vornherein uninteressierte Zuhörer
    auszeichnen - d.h. hier müssen die Zuhörer erst geweckt werden 😉

    Ich habe als Präsentation eine Flash-Animation (in den neueren Versionen gibt es
    einen Präsentations-Modus), die kaum noch Präsentation sondern eher Film ist. Es
    gibt kaum noch feste Seiten, sondern eher einen fließenden Übergang. Dazu rede
    ich frei und beziehe mich stark auf das gezeigte Bild so dass das Ergebnis schon
    fast als Fernsehfilm bezeichnet werden könnte.

    Die Inhaltsebene wird damit fast komplett auf die Animation verlagert, die kaum
    aus Text, sondern aus Grafiken und Mini-Filmen besteht, wozu ich erläuternd
    kommentiere.

    Der Vorteil ist, dass die Zuhörer wesentlich mehr behalten, da Text/Folie Referate
    doch eher zum einschlafen verleiten. Die Nachteile sind, dass du wirklich gut
    vorbereitet sein musst (denn nicht frei geredet verpufft die Wirkung komplett)
    und du unglaublich viel Zeit in die Präsentation stecken musst. Bis jetzt waren
    meine Zuhörer immer begeistert - aber ob sich die Methode auf nicht-lehrende
    Inhalte anwenden lässt 😕

    Wenn du den üblichen Weg bevorzugst: Weg mit Animationen. Die typischen Präsen-
    tations-Effekte führen höchstens noch zu einem müden Gähnen. Das einzige was
    ich noch durch gehen lasse ist ein Alphablending von Folie zu Folie, was IMHO
    der Folienpräsentation etwas runderes gibt, aber nicht unbedingt von jeder
    Präsentationssoftware unterstützt wird. Bloß keine Effekte noch für einzelne
    Objekte - außer (max!) das Alphaeinblenden von Aufzählungen, wenn du nach
    einander was erzählst.

    Inhalte sind schwer... Denn es darf nicht zu viel sein, da die Leute dir dann
    nicht mehr zuhören können. Ein seitliches Inhaltsverzeichnis halte ich für einen
    guten Vorschlag. Ergänzt durch Diagramme, Grafiken, Fotos. Auch wenn das einige
    vielleicht anders sehen - ich halte die üblichen Text-Aufzählungen für kaum
    sinnvoll. Besser finde ich z.B. Grafiken, die durch deine Erklärungen Sinn geben
    (z.B. bei Struktogrammen), so dass bei den Leuten ein Aha-Effekt + kurzfristiges
    Motivationshoch auftritt, sobald sie es verstanden haben 😉



  • THX, dein Ansatz ist auf jeden Fall sehr interessant 🙂 Ich muss demnächst auch noch ein Thema über Aliens halten, da kann ich dann voll reinhauen 😛 Hier wirds ein bisschen knapp 😞

    Aber ich habe schon stark mit Bild und Filmmaterial gearbeitet. Bzw, Film nur eine Sache: Das Hara-Kiri Video halt *g* Das dient bestimmt auch als Shocker für die Leute zum Aufwachen 😉

    Hast du vielleicht eine von deinen Präsentationen, damit ich mir das ein bisschen besser vorstellen kann? Wäre super, wenn du mir da was schicken kannst! xdvd@gmx.de



  • Yukio Mishima und Aliens 😕
    Was soll das denn für ein Fach sein?



  • Die Farbe des Textes ist auch entscheidend, weil man damit bestimmte Reize mit raus gibt. So ist orange aktivierend, rot alamierend und gelb freundlich. Es gibt noch mehr wichtige Farben für eine Präsi.... da musste mal nachschauen, ob dass diese Infos dann wissenswert genug für dich sind.



  • c++==d schrieb:

    Yukio Mishima und Aliens 😕
    Was soll das denn für ein Fach sein?

    Deutsch und ein kleiner Ethik-Ausrutscher 😉



  • Allgemein sollte auf folgendes geachtet werden:
    In der Regel ersetzen (PowerPoint-)Präsentationen nur die altmodische Technik der Folien mit OHP. Du solltest also nicht unbedingt mehr darin unterbringen als du es auf "normalen" Folien machen würdest. Eine Animation ist nur dann einzusetzen, wenn sie einen anderen Zweck erfüllt als "boah bin ich cool, ich kann Animationen machen und habe mir sogar die Mühe gemacht alle 40 einmal zu verwenden!", und das ist nur selten der Fall.



  • Hi

    noch eine faustregel die ich behalten hab waren: ca 3 bis 5 Minuten je Folie. ( wens mal 2 min sind ist auch nicht schlimm) wenns weniger wird grenzt das ja schon fast an einen Film.

    Animationen, Bilder, Filme oder Sound, nur da wo sie wirklich sinn machen und auch zum thema gehöhren. und nicht einfach weils einfach schöner aussieht.

    Die folien durchnummerieren, vorteilhaft führ die nachfolgende diskusion.

    Auf die Handzettel nur Gedankenstützen schreiben. keine ganzen Romane. und vorallem nicht zu klein. Während der Präsentation hat man sowieso kaum zeit was abzulesen. Nach möglichkeit die Präsentation frei halten, und den augenkontakt zum Publikum nicht verliehren. Die zettel Hand gross halten ( A5 ) Durchnummerieren nicht vergessen.

    Versuchen dem Publikum nicht den Rücken zu zukehren, oder die ganze zeit vor dem Bild rumzuspringen.

    Auch ein wichtiger Punkt, Körperhaltung. Wenn jemand schon mit verschränkten Armen vor mir steht hab ich auch wenig lust ihm zuzuhöhren.

    Was auch noch ganz net sein kann, interaktion mit dem Publikum, fragen, wie sie sich das vorstellen, was sie davon halten, Wichtig keine antwort erzwingen. Oder sie bei einem beispiel mit einbinden. "Herr A(Links oben), versucht Frau B (mitte rechts) davon zu überzeugen, das er ein Geheimniss kennt, ..." Oder auch eigene meinung mit einbringen.(mach das ganze lebendiger)

    gruss Termite

    ps. das hässlichste fand ich immer einen positioven und einen negativen kommentar zu einer gehaltenen präsentation abzugeben, das negative hat sich meist recht schnell was gefunden. nur was positives,...



  • Hi,
    erstmal Danke für die ganzen Tipps!
    Handzettel habe ich zwar keine mehr hinbekommen, vielleicht habe ich auch die Folien zu kurz angesetzt (ca. 1 Minute), aber vom Rest konnte ich viel Umsetzten. Erstmal habe ich meine ursprünglichen Animation fast weg reduziert (bis auf ein bisschen Alpha-Blending). Aber auch das mit „Deinteressierte-Masse" hat mich auf was gebracht: Ich konnte natürlich nicht alles lebendiger machen, aber ich so spasseshalber die ersten beiden Folien gnadenlos mit Animationen überladen und die Leute dadurch relativ gut wecken können 😉

    Was ich nächstes mal beachten werde ist, dass der Beamer etc schon bereit sind (die Lehrer haben alle so Angst um ihr 2000€-Schätzchen, warum nur? *gg*), und dass ich den Laptop ein bisschen geschickter plaziere - so musste ich immer einen unauffälligen Gang zum Bildschirm machen, um meine Notizen zu lesen *lol* Sonst lief's subba, ich konnte immer wieder Kommentare machen, die die ein bisschen zum Lachen brachten etc -> war cool. Ich glaub auch, dass das mit der Präsentation ganz gut ankam (ich war ein bisschen das Versuchskaninchen). Aber der Hit war das iBook, die waren alle begeistert 😃 Und sogar meine Deutschlehrerin, die nichtmal wusste, dass die Schule einen Beamer besitzt, war begeistert von dem weißen (feminien *grummel*) Laptop *lol*

    Also, THX nochmal für die guten Tipps, bei den nächsten Präsentation werde ich die zu 100% beachten können!! Danke.



  • Ich hab bei meiner letzten Präsentation in GK ein eigenes optisches Design (Hintergrund) gemacht was schonmal für nen Wow Effekt sorgte und so haben die Leute auch vorgesehn. Dann halt ein paar kleine Gimmicks wie z.B. einen Dachs der Skateboarded beim Thema Börsenspiel ums bissl aufzulockern. Und dann haben wir halt noch nen Part eingebaut wo wir live ins Internet sind und da hat dann Jeder schon aufgepasst.



  • Ja, beim Design ist Apple schon ziemlich perfekt, aber ich hab da noch so semitranspartent (unterstützt Keynote 2 alles, einfach aus dem Internet rein Draggn & Droppn und Deckkraft runtersetzten) Bilder von japanischen Holzschnitten in den Hintergrund gepackt, das sieht schon super aus.


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