Captain Jonathan Archer (Scott Bakula) von der Enterprise macht jetzt Werbung für die NASA



  • TGGC schrieb:

    Du zeichnest doch immer genauer den Weg, wie man hätte die gesamte ISS bauen können, ohne auf das Spaceshuttle zurückzugreifen. Kurze Fahrt, geld gespart.

    Als man mit der Plannung der ISS angefangen hat, stand kein anderes Transportmittel als das Space Shuttle zur Verfügung um derartig große Module (Masse und Volumen) in einen Orbit zu schießen.

    Die Proton Rakete konnte man nicht nehmen, da das Vertrauen zwischen der USA und Russland noch nicht so weit war, Russland hat ihren Teil der ISS sogar so ausgelegt, daß er jederzeit abgekoppelt werden kann und als eigene Raumstation fungieren kann.
    Außerdem kann es sich die NASA schon aus Prestige Gründen nicht leisten ihre amerikanischen Module mit einer russischen Rakete in den Orbit zu schleppen.
    Zumal ja Russland noch notorische Geldnot hatte und die russische Raumfahrt alles andere als gesichert war.
    Und die anderen Trägerraketen der USA waren für diese Nutzlasten von der Masse und von deren Volumen her nicht ausgelegt.
    Bei den Europäern war es nicht viel besser, die Ariane 5 mußte erstmal erprobt werden und war, wie der erste Fehlstart bewiesen hat, längst nicht ausgereift.

    Damit blieb also nur das Space Shuttle übrig, außerdem wurde es ja damals für so etwas (Stichwort: Raumstation Freedom) auch konzipiert.

    Ich bin der Held.



  • Kordess schrieb:

    Außerdem kann es sich die NASA schon aus Prestige Gründen nicht leisten ihre amerikanischen Module mit einer russischen Rakete in den Orbit zu schleppen.

    Da sind wir wieder beim Punkt. Das SpaceShuttle ist ein reines Prestige Objekt, in diesem Sinne evtl. sogar erfolgreich. Technisch gesehen aber ein Fehlschlag.

    Bye, TGGC (Wähle deine Helden)



  • TGGC schrieb:

    ]Da sind wir wieder beim Punkt. Das SpaceShuttle ist ein reines Prestige Objekt, in diesem Sinne evtl. sogar erfolgreich. Technisch gesehen aber ein Fehlschlag.

    Nein, keine Technische Sache war bisher derart Komplex und hat das Technische Können der Ingenieure derart herausgefordert wie das Space Shuttle.
    Aus dieser Sicht gesehen ist das Space Shuttle eines der größten technischen Meisterleistungen die die Menschheit je gebaut hat, das sollte nur mal erwähnt werden und das stimmt auch.

    Das es aus praktischen und wirtschaftlichen Gründen nicht so gut ist, steht wieder auf einem ganz anderen Blatt.

    Ich bin der Held.



  • Kordess schrieb:

    Das es aus praktischen und wirtschaftlichen Gründen nicht so gut ist, steht wieder auf einem ganz anderen Blatt.

    Richtig, wenn man was unheimlich Teueres baut, was aber nix taugt, dann nennt man das _Fehlkonstruktion_.

    Bye, TGGC (Wähle deine Helden)



  • TGGC schrieb:

    Kordess schrieb:

    Das es aus praktischen und wirtschaftlichen Gründen nicht so gut ist, steht wieder auf einem ganz anderen Blatt.

    Richtig, wenn man was unheimlich Teueres baut, was aber nix taugt, dann nennt man das _Fehlkonstruktion_.

    Bye, TGGC (Wähle deine Helden)

    Wirtschaftliche und praktischen Gründe sind nicht die einzigen Merkmale die ein gutes Trägersystem ausmachen.

    Flexibilität und wissenschaftliche Wertschöpfung sind z.b. zwei weitere Merkmale und darin ist das Space Shuttle eine Meisterleistung und somit keine Fehlkonstruktion.



  • Kordess schrieb:

    praktischen Gründe sind nicht die einzigen Merkmale

    Stimmt, wenns theoretisch auf dem Papier gut aussieht...

    Eine Kette ist nur so stark, wie ihr schwächstes Glied. Wenn das Shuttle in einigen Aspekten eine Fehlkonstruktion, so ist es _eine_ Fehlkonstruktion, egal wie toll es in Hinsicht auf Flexibilität etc. ist.

    Bye, TGGC (Wähle deine Helden)


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