Auch Dienstleistungen gehen ins Ausland...
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Hi,
gerade habe ich das gefunden:
http://www.wdr.de/themen/wirtschaft/arbeit_und_tarifwesen/versicherungen/index.jhtml?rubrikenstyle=wirtschaftEigentlich habe ich immer gedacht, dass es in diesem Bereich noch länger dauert, sofern das überhaupt passiert. Aber beruhigend ist ja, dass sich für die Kunden nix ändert.
EDIT: Was mich daran stört ist gar nicht mal, dass das aus wirtschaftlichen Gründen sogar gerechtfertigt sein kann, sondern dass AXA damit ein Signal setzt. Leider werden, sofern das erfolgreich ist, andere folgen. Es wäre schön gewesen, wenn man sich da mal auf andere Werte besonnen hätte. Aber wahrscheinlich ist Moral echt Luxus ist Deutschland, den sich keiner mehr leisten will.
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Puh, heavy.
Ich frage mich wirklich, wielange die Unternehmen noch kaufkräftige Kunden haben wollen. Denn ihre Produkte/Dienstleistungen wollen sie bei eben diesen Leuten absetzen, dessen Arbeitsplätze sie ausgelagert haben.
PS: Mal sehen was passiert, wenn die Telekom auch ihre Rechnungstelle verlagert. So oft, wie die sich schon verrechnet haben...
Glaube, dass da manch einer Radikaler reagiert, wenn auf seiner Rechnung eine indische Adresse steht statt einer inländischen...
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SeppSchrot schrieb:
Puh, heavy.
Ich frage mich wirklich, wielange die Unternehmen noch kaufkräftige Kunden haben wollen. Denn ihre Produkte/Dienstleistungen wollen sie bei eben diesen Leuten absetzen, dessen Arbeitsplätze sie ausgelagert haben.
und dabei hat das sicherlich erst angefangen....da deuthschland ja die optimale position für unternehmen hat(billige nachbarländer),an billige arbeitskräfte zu kommen!
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Es müsste mal eine Liste von Unternehmen und Produkten geben,
die noch aktiv in Deutschland und der EU investieren, und
nicht nur ihre eigenen Gewinne steigern.
Devil
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Das Problem ist einfach, dass irgendwer (aus Profitgier) damit anfängt und der
Rest _muss_ nachziehen, wenn sie konkurrenzfähig bleiben wollen.Es klingt zwar nach einer Stammtischparole bzw. es ist eine, aber:
Einfach seine SCHEISS Versicherung da kündigen und woanders hingehen.
Und die sollten auch mitbekommen, aus welchen Gründen du da gekündigt hast.
Einer hilft nicht, aber viele...Sry, aber irgendwie fühle ich so, wenn ich sowas ständig lesen muss.
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das einzige was mich daran "ärgert" ist, das ich es ja als Chef auch nicht anders machen würde!
Und die tatsache nimmt mir auch den glauben,das sich das mal ändert, leider!
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leider_nix_neues schrieb:
Das Problem ist einfach, dass irgendwer (aus Profitgier) damit anfängt und der
Rest _muss_ nachziehen, wenn sie konkurrenzfähig bleiben wollen.Es klingt zwar nach einer Stammtischparole bzw. es ist eine, aber:
Einfach seine SCHEISS Versicherung da kündigen und woanders hingehen.
Und die sollten auch mitbekommen, aus welchen Gründen du da gekündigt hast.
Einer hilft nicht, aber viele...Sry, aber irgendwie fühle ich so, wenn ich sowas ständig lesen muss.
Das problem ist nur, das wenn sie billige arbeitskräfte im osten haben, sich das auch (wenn nur gering) auf den endkunden auswirkt!
Und wie wir wissen, sind die leute alle etwas "geizig", und somit werden sie auch bei der billigen versicherung bleiben! (leider kümmert es die leute, die nicht gekündigt werden,wenig wo die leute ihrer versicherung arbeiten,hauptsache sie zahlen wenig beiträge und bekommen in problemfällen ihr geld....und das werden sie auch in zukunft)!
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5er1al schrieb:
das einzige was mich daran "ärgert" ist, das ich es ja als Chef auch nicht anders machen würde!
warum denn? vor einigen jahren war es ja anscheinend kein problem, sich mit einem gewissen gewinn zufriedenzugeben und leute unter anständigen bedingungen zu beschäftigen.
irgendwas muß sich seitdem sehr verändert haben, aber die logik dessen, was da gerade passiert, will sich mit nicht erschließen. es paßt einfach nichts zusammen...
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scrub schrieb:
5er1al schrieb:
das einzige was mich daran "ärgert" ist, das ich es ja als Chef auch nicht anders machen würde!
warum denn? vor einigen jahren war es ja anscheinend kein problem, sich mit einem gewissen gewinn zufriedenzugeben und leute unter anständigen bedingungen zu beschäftigen.
irgendwas muß sich seitdem sehr verändert haben, aber die logik dessen, was da gerade passiert, will sich mit nicht erschließen. es paßt einfach nichts zusammen...naja, wenn man heute jemanden den kleinen finger gibt, nimmt er meist den ganzen arm....ist leider so

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Naja, zum Thema Profitgier:
Stichwort 10€ Selbstbetrag und als die Krankenkassen dann den erhofften Gewinn gemacht hatten? Soweit ich weiß hat nur EINE von denen ihr Versprechen gehalten und die Beiträge minimal gesenkt.
Die anderen haben die Managergehälter erhöht.
*lol* Irgendwie schon wieder lustig.
http://de.news.yahoo.com/050305/294/4g11p.html
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Eh Hallo?
Wenn die im Ausland billiger "produzieren" können, dann sollen sie doch ins Ausland gehen. Wo kämen wir denn da hin, wenn wir aus irgendwelchen nationalen Gründen nicht mehr die beste Allokation der Resourcen vornehmen könnten? Warum sollte man etwas hier für einen höheren Preis produzieren als im Ausland? Das wäre doch total hirnrissig...
Und warum freut ihr euch nicht für den Inder, der jetzt Arbeit hat? Man könnte genauso sagen: Wären unsere Arbeitnehmer nicht so gierig bzw. hätten sie mehr auf dem Kasten würde schon keiner Abwandern...
Das ist schon ganz gut so, wie das läuft. Mag zwar für den einzelnen der seinen Arbeitsplatz verloren hat scheiße sein, aber anscheind war er das doppelte an Gehalt nicht wert. Der freie Markt führt zur optimalen Allokation der Resourcen und dazu gehört auch, dass Dinge, die zu teuer sind abgeschafft werden.
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5er1al schrieb:
und dabei hat das sicherlich erst angefangen....da deuthschland ja die optimale position für unternehmen hat(billige nachbarländer),an billige arbeitskräfte zu kommen!
andererseits werden die jobs in diesen ländern dringend benötigt. da gibbets bestimmt mehr arbeitslose als hier
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Hallo,
Loggy schrieb:
Wenn die im Ausland billiger "produzieren" können, dann sollen sie doch ins Ausland gehen. Wo kämen wir denn da hin, wenn wir aus irgendwelchen nationalen Gründen nicht mehr die beste Allokation der Resourcen vornehmen könnten? Warum sollte man etwas hier für einen höheren Preis produzieren als im Ausland? Das wäre doch total hirnrissig...
aber genau das ist ja das Dilemma, denn betriebswirtschaftlich gesehen ist das eine nachvollziehbare Handlung. Volkswirtschaftlich leider nicht....
Und warum freut ihr euch nicht für den Inder, der jetzt Arbeit hat?
Das ist ja mal einfach. Na dann freuen wir uns doch mal über alle Chinesen, Inder und Polen. Ist ja unsere Schuld, da wir nix können aber dafür noch ne Menge verlangen. Habe ich so noch gar nicht gesehen....
Der Inder wird durch uns bezahlt, weil wir die Versicherung bezahlen. Damit kann ich leben, und ich freue mich sogar, dass jemand, der es wohl nötiger hat als ich, seinen Unterhalt gesichert hat und seine 8 Kinder ernähren kann.
Nur leider zahlt der wiederum hier keine Versicherung, keine Steuern und keine Rentenversicherungsbeiträge, und kaufen tut er hier auch nix, d.h. die Kohle ist für uns weg. Es sei denn der Inder macht hier Urlaub. Folglich ist das Geld aus unserem Kreislauf verschwunden, und das ist wenig schön, und die Folgen sind ja nun hinlänglich bekannt.
Alle Selbstlosigkeit in Ehren: Wir können nicht alle Volkswirtschaften der Welt aufbauen und selber dabei auf der Strecke bleiben.
Man könnte genauso sagen: Wären unsere Arbeitnehmer nicht so gierig bzw. hätten sie mehr auf dem Kasten würde schon keiner Abwandern...
Damit hast du das Problem ja umfassend beschrieben...
Das ist schon ganz gut so, wie das läuft. Mag zwar für den einzelnen der seinen Arbeitsplatz verloren hat scheiße sein, aber anscheind war er das doppelte an Gehalt nicht wert. Der freie Markt führt zur optimalen Allokation der Resourcen und dazu gehört auch, dass Dinge, die zu teuer sind abgeschafft werden.
Ja, auch richtig. Nur leider sind die Kosten hier auch entsprechend, und das ist das Problem. Wenn die Kosten um 50% sinken würden, wäre auch jeder mit 50% seines Gehaltes zufrieden. Dieses System schaukelt sich nur immer weiter in die Höhe, und als Folge wandern die ab, die es sich erlauben können, und der Rest wird mit den Konsequenzen leben müssen.
Viele Unternehmen haben hier Subventionen, Vergünstigungen und was weiss ich bekommen, haben quasi die ganzen Vorteile ausgenutzt. Jetzt, wo es nicht so gut läuft und es ihnen auch recht einfach gemacht wird, hauen die ab. Gegen Konkurrenz habe ich nichts, aber so finde ich das nicht gerade fair den Menschen hier im Lande.
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Loggy schrieb:
Warum sollte man etwas hier für einen höheren Preis produzieren als im Ausland? Das wäre doch total hirnrissig...
klar, es ist hirnrissig, soziale verantwortung zu übernehmen, sicher. hallo, SOZIALE marktwirtschaft.
ich verlang ja nicht, daß unternehmer bis zur selbstaufgabe ihre beschäftigten mit üppigem gehalt ausstatten. was ich nicht raffe:
- firma A macht 500mio€ gewinn. nun baut firma A 200 arbeitsplätze ab, oder man könnte auc sagen, stellt 200 familien vor das blanke NICHTS
- firma B hat eine abteilung X, die sehr profitabel ist. nun schließt firma B diese abteilung X und setzt 100 mitarbeiter auf die straße. die verstehen natürlich die welt nicht mehr und müssen sich von dir so einen himmelschreienden unfug vorwerfen lassenLoggy schrieb:
Das ist schon ganz gut so, wie das läuft. Mag zwar für den einzelnen der seinen Arbeitsplatz verloren hat scheiße sein, aber anscheind war er das doppelte an Gehalt nicht wert. Der freie Markt führt zur optimalen Allokation der Resourcen und dazu gehört auch, dass Dinge, die zu teuer sind abgeschafft werden.
mannmann, was sind bei dir die maßstäbe durcheinandergeraten. HALLO, da stehen leute auf einen schlag vor dem aus, brechen private existenzen zusammen... und das wegen leuten wie dir, die derartigen neoliberalen kram ablassen.
auweia, so können wir unsere gesellschaft gleich begraben.
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Mann kann ja nicht sagen das es den Unternehmen schlecht geht. Im Gegenteil. Die großen machen alle Rekordumsätze und Gewinne.
SChlecht geht es denen die nicht Auslagern können. Dem Mittelstand und den kleinen. Das liegt daran das die billigen Arbeitskräfte nicht ausgelagert werden sondern legal hier rein kommen. (Schröder und seiner Kumpels sei dank)
Da bekommt man einen Installateur, Fliesenleger, Tischler, etc. für 6€ die Stunde.
Meisterprüfung muss er nicht haben weil es gegen EU-Gesetze wäre das von ihm zu verlangen.
Der Mittelstand sichert den Sozialstaat in Deutschland und nicht die großen.
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Deiner Meinung nach kann man mit dem Argument "das erhält Arbeitsplätze" wohl alles machen?
SOZIALE Marktwirtschaft macht die Gesetze und die Sicherungssysteme des Staates aus, aber nicht die Marktentscheidungen der einzelnen Unternehmen. Nebenbei: Wenn jeder (jedes Unternehmen) seinen Nutzen (Gewinn) optimiert, optimiert die Volkswirtschaft (die wir mitlerweile Global sehen müssen) ihren Nutzen.
Ich will gar nicht abstreiten, dass es einen unerwünschten Nebeneffekt hat, nämlich dass dafür Leute entlassen werden müssen. Das gehört aber zum ganz normalen Regelkreis dazu. Dabei ist natürlich nicht gedacht, dass sie Jahre arbeitslos bleiben, das wiederum liegt an unserem starren System. Und genau dafür haben wir ja unsere Sicherungssysteme wie Arbeitslosenversicherung und Arbeitslosengeld.
- firma B hat eine abteilung X, die sehr profitabel ist. nun schließt firma B diese abteilung X und setzt 100 mitarbeiter auf die straße. die verstehen natürlich die welt nicht mehr und müssen sich von dir so einen himmelschreienden unfug vorwerfen lassen
Warum sollte Firma B das machen? Höchstens, wenn es irgendwo noch profitabler ginge. Also ist Abteilung X ineffizient. Warum sollte Firma X für den Deutschen doppelt so viel ausgeben, wie für den Inder, wenn die Qualitätssteigerung das nicht vertreten lässt. Wir Deutschen können uns nicht darauf ausruhen, dass wir Deutsche sind und damit ein angeborenes Recht auf doppeltes Gehalt bei gleicher Leistung haben.
Und SOZIALE VERANTWORTUNG hört sich zwar toll an, aber wem gegenüber? Warum sollte ein Internationales Unternehmen (es gibt fast keine nationalen mehr) mehr sozialengagement gegenüber Deutschen haben als gegenüber Indern? Das wäre ja fast diskriminierend...
Macht ihr genau so einen Aufstand, wenn ein Unternehmen von Westdeutschland nach Ostdeutschland umsiedelt, weil dort die Löhne billiger sind? Nein? Ist aber genau das gleiche...
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Loggy schrieb:
SOZIALE Marktwirtschaft macht die Gesetze und die Sicherungssysteme des Staates aus, aber nicht die Marktentscheidungen der einzelnen Unternehmen.
eben das ist ja das eigentlich spektakuläre hier: angeblich leben wir noch immer in einem "sozialen" staat, nur leider denken wohl die meisten nur noch "wenn jeder an sich selbst denkt, dann ist an alle gedacht".
Loggy schrieb:
Nebenbei: Wenn jeder (jedes Unternehmen) seinen Nutzen (Gewinn) optimiert, optimiert die Volkswirtschaft (die wir mitlerweile Global sehen müssen) ihren Nutzen.
das bringt leider keinem was, wenn den nutzen nur wenige haben und der rest vom schaden leben muß.
soziale marktwirtschaft heißt ja nicht einfach nur "freie marktwirtschaft plus sozialversicherng" sondern sollte eigentlich bedeuten, daß man sich nicht gegenseitig in grund und boden wettbewirbt. und auch, daß ein "nachfrager" nicht in europas letzten winkel fährt, um vielleicht gegenüber dem lokal ansässigen anbieter noch 2,3% zu sparen.Loggy schrieb:
Ich will gar nicht abstreiten, dass es einen unerwünschten Nebeneffekt hat, nämlich dass dafür Leute entlassen werden müssen. Das gehört aber zum ganz normalen Regelkreis dazu. Dabei ist natürlich nicht gedacht, dass sie Jahre arbeitslos bleiben, das wiederum liegt an unserem starren System. Und genau dafür haben wir ja unsere Sicherungssysteme wie Arbeitslosenversicherung und Arbeitslosengeld.
könntest du mir also endlich mal erklären, wieso ein unternehmen, das in keiner weise gefährdet ist, leute entläßt?
es liegt auch nicht an unserem starren system, oder willst du damuit sagen, vor 40 jahren war deutschland flexibler als heute??
die souialen sicherungssysteme: wie oft wurden die schon von welchen leuten angegriffen?Loggy schrieb:
Wir Deutschen können uns nicht darauf ausruhen, dass wir Deutsche sind und damit ein angeborenes Recht auf doppeltes Gehalt bei gleicher Leistung haben.
die meisten unternehmen haben, soweit ich weiß, irgendwas zu verkaufen.
mt welchem recht kürzt mir mein arbeitgeber dem lohn, wenn er gleichzeitig nicht bereit ist, sein angebot ebenfalls günstiger zu machen?Loggy schrieb:
Und SOZIALE VERANTWORTUNG hört sich zwar toll an, aber wem gegenüber? Warum sollte ein Internationales Unternehmen (es gibt fast keine nationalen mehr) mehr sozialengagement gegenüber Deutschen haben als gegenüber Indern? Das wäre ja fast diskriminierend...
leider treibt wohl keine firma dieses motiv, denn im ausland wird ebenso unanständig bezahlt- schön wärs ja...
daß ein in deutschland gegründetes unternehmen auch in deutschland konzentriert bleibt, halte ich einfach für selbstverständlich. leider scheinen die unternehmer immer opportunistischer zu werden...Loggy schrieb:
Macht ihr genau so einen Aufstand, wenn ein Unternehmen von Westdeutschland nach Ostdeutschland umsiedelt, weil dort die Löhne billiger sind? Nein? Ist aber genau das gleiche...
das ist nicht das gleiche: der umuzg nach ostdeutschland findet ja nicht statt. ich kann mich nicht erinnern, dort von sinkenden arbeitslosenzahlen gehört zu haben.
und das trotz den geringeren löhnen. da kommt einem doch manche unternehmerparole ziemlich hohl vor ("wir wollen ja gar nicht weg aus deutschland" "wir gehen nur dahin, wo die arbeit billiger isr")wie bereits gesagt, ich kapiere einfach nicht, warum ein unternehmen, das GEWINN macht, leute rausschmeißt. was bringt das wem? dem gefeuerten arbeitnehmer bringts nix, dem feuernden arbeitgeber auch nicht. die herren schlipsträger haben schon unmengen an politischen entscheidungen herbeigeführt, ohne jemals die versprochene gegenleistung zu bringen (arbeitsplatzsicherung)- diesen leuten vertraue ich nicht mehr, und je mehr gewinnsteigerungen im verbund mit entlassungen ich höre, desto mehr hasse ich sie.
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Loggy schrieb:
Deiner Meinung nach kann man mit dem Argument "das erhält Arbeitsplätze" wohl alles machen?
Es ist in unserem System ein elementar wichtiges Element, in der Tat.
SOZIALE Marktwirtschaft macht die Gesetze und die Sicherungssysteme des Staates aus, aber nicht die Marktentscheidungen der einzelnen Unternehmen. Nebenbei: Wenn jeder (jedes Unternehmen) seinen Nutzen (Gewinn) optimiert, optimiert die Volkswirtschaft (die wir mitlerweile Global sehen müssen) ihren Nutzen.
Kann ich leider so nicht zustimmmen. Dafür ist jedes Land noch zu sehr in seinem Trott um sich über die Errungenschaften der EU bzw. jedes anderen Landes zu freuen. Das mag in 20 Jahren anders sein, aber momentan ist es noch ein Konkurrenzkampf.
Ich will gar nicht abstreiten, dass es einen unerwünschten Nebeneffekt hat, nämlich dass dafür Leute entlassen werden müssen. Das gehört aber zum ganz normalen Regelkreis dazu. Dabei ist natürlich nicht gedacht, dass sie Jahre arbeitslos bleiben, das wiederum liegt an unserem starren System.
Ah also doch unsere Schuld....Wie fördern die EU mehr als jedes andere Land, leiden aber darunter auch am meisten.
Und genau dafür haben wir ja unsere Sicherungssysteme wie Arbeitslosenversicherung und Arbeitslosengeld.
Aber genau da ist doch das Problem. Wenn in Deutschland jemand arbeitslos wird, weil jemand anders in Deutschland besser geeignet ist, zahlt der andere in die Arbeitslosen-, Renten- und Krankenversicherung ein. Das ist ein Kreislauf. Jemand in einem anderen Land steht außerhalb. Deswegen sehe ich das nicht ganz entspannt wie du, und die Versicherungen leider auch nicht.
Also ist Abteilung X ineffizient.
Lebst du eigentlich in Deutschland? Oder woher bist du?
Warum sollte Firma X für den Deutschen doppelt so viel ausgeben, wie für den Inder, wenn die Qualitätssteigerung das nicht vertreten lässt. Wir Deutschen können uns nicht darauf ausruhen, dass wir Deutsche sind und damit ein angeborenes Recht auf doppeltes Gehalt bei gleicher Leistung haben.
Tut auch keiner, nur wie ich schon schrieb, sind die Preise hier auch entsprechend den Löhnen. Für 8 Euro bekommste in Indien, Polen oder Tschechien eben mehr als hier.
Das System hat sich seit Jahren so entwickelt, was mit Sicherheit nicht optimal war, das Resultat sehen wir jetzt. Nur von heute auf morgen sowas zu ändern geht einfach nicht, aber genau das wird verlangt.
Macht ihr genau so einen Aufstand, wenn ein Unternehmen von Westdeutschland nach Ostdeutschland umsiedelt, weil dort die Löhne billiger sind? Nein? Ist aber genau das gleiche...
Ist nicht genau das gleiche. Was schreibst du eigentlich für einen Mist?
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CarstenJ schrieb:
Aber wahrscheinlich ist Moral echt Luxus ist Deutschland, den sich keiner mehr leisten will.
Hehe, Profifußballspieler haben keine Ehre und Firmenfrizen die ihren Gewinn steigern wollen sind unmorslisch... *ROFL*
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Ich denke das Hauptproblem ist, das ZU betriebswirtschaftlich und zu wenig volkswirtschaftlich gedacht wird. Denn letzten Endes ist nur eine gute Kombination aus beidem sinnvoll.
-junix