Anwalt wegen Arbeitszeugnis?



  • Hi Leute! Weiß jemand was ein Anwalt kostet, der einem über das Arbeitszeugnis schaut und die versteckten Botschaften ausfindig macht?

    Und weiß jemand, wie man es mal durchsetzen kann, das man auch endlich sein Zeugnis erhält? Meine ehem. Firma kommt nicht aus den Pötten. Die haben mir nach 1,5 Monaten endlich das Zeugnis als Word-Datei geschickt, bevor sie es per Post raus schicken. Habe aber schon geheime Botschaften gefunden. 😡



  • geheime botschafen also die alte sprache des positiven 🙂 ist heute unter strafe verboten. wenn... also deine firma dies mit absicht so ausgelegt hat kannst du dir nen beliebigen anwalt nehmen und vors arbeitsgericht ziehen! evnt. nochmal bei deiner ehem. gewekschaft anfragen , die stellen in so einem fall auch einen anwalt ( so bei mir vor 2 jahren, gewerkschaft war verdi)



  • Artchi schrieb:

    Habe aber schon geheime Botschaften gefunden. 😡

    beispiel? 😃 (vielleicht bist du ja nur paranoid... 😉 )



  • Off Topic:

    > Microsoft : [M]ost [I]ntelligent [C]ustomers [R]ealise [O]ur [S]oftware [O]nly [F]ools [T]eenagers 😃

    Nur Teenager haben Probleme mit MS Produkten!?



  • Hi

    Wie die alte sprache des positiven ist verboten?

    Dann kannst du gleich auf ein ausführlisches Arbeitszeugnis verzichten, da dir das nie jemand austellen würde. Er könnte ja verklagt werden fals da was Formuliert wurde das negativ interpretiert werden könne "er bemühte sich seinen anforderungen gerecht zu werden" zum beispiel.

    Laut meinem kenntnistand darf man keine expliziten negativen aussagen abgeen. Kann aber mitlerweile auch überholt sein.

    Selbst wenn dem so währe. Könnte ein Arbeitgeber trotzdem negative botschaften weitergeben, in dem er im ein ausführliches zeugnis verweigert und nur die kurtzfassung ausstellt. Den nur dazu ist der Arbeitgeber verpflichtet ( arbeitszeitraum + tätigkeiten) selbst heute kann sich ein arbeitgeber seinen teil denken wenn er nur die kurtzfassung bekommt. ( wieso hat der vorherige arbeitgeber darauf verzichtet?)

    währe ja noch schönner wenn man einem täglich besoffen, zu spähtkommenden, klauenden mitarbeiter auch noch ein gutes arbeitszeugnis ausstellen müsste.

    gruss termite



  • Artchi schrieb:

    Habe aber schon geheime Botschaften gefunden. 😡

    poste die doch mal hier...



  • ohh neiiiin jetzt bin ich in die sch**** getreten 😃

    @ termite hast recht diese formulierungen sind DAS was erlaubt ist und keine negativen.... ja bei mir war es eine negative formulierung daher auch das ding damals !



  • Nicht erlaubt ist, wenn cheffe bei seiner Unterschrift nen speziellen Bogen dranmacht, der z.B. dem fachkundigen neuen Chef zeigt, dass du Gewerkschaftsmitglied bist...



  • Yo, das Problem ist, das ich mit ein paar anderen Kollegen gleichzeitig zu einer anderen Firma gewechselt bin. Und darauf hin haben wiederrum andere das selbige getan. D.h. die haben einen tierischen Hass auf mich. Dabei habe ich nicht mal eine leitende Position o.ä. Bin halt normaler Entwickler.

    Ich mach mal Copy & Paste:

    Herr ***, geboren am ***, war in der Zeit vom 1. August 2000 bis zum 31. März 2005 als Consultant in unserem Unternehmen tätig. Herr *** war während seiner Tätigkeit für unser Unternehmen als Berater eingesetzt und in dieser Zeit hauptsächlich bei unserem Kunden *** im Java Entwicklungsbereich tätig.

    Zu seinen wesentlichen Aufgaben gehörten:

    Design und Entwicklung des ***-Clients für ein Betriebsmittel-Anforderungssystem auf Basis des ***-eigenen Java-Frameworks *** 3.8.3.
    Design und Implementierung von Java-Clients und von WebServices

    Herr *** arbeitete dabei im Wesentlichen mit folgenden Werkzeugen

    IBM WebSphere ApplicationServer, WSAD, Java
    MS SQL Server
    IBM VisualAge for Java, ACF 3.8.3
    IBM DB2 Mainframe

    Herr *** ist ein erfahrener Berater, der komplexe Zusammenhänge sehr gut erkennt und für komplizierte Problemstellungen qualitativ hochwertige Lösungen erarbeitet. Aufgrund seiner umfangreichen Kenntnisse und Erfahrungen in der Softwareentwicklung war Herr *** ein geschätzter Ansprechpartner für Kunden, Kollegen und Vorgesetzte.

    Herr *** hat die ihm übertragenen Aufgaben eigenständig, zielstrebig und stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt und hat sich gut in unser Team integriert. Wir haben Herrn *** als freundlichen, hilfsbereiten und höflichen Mitarbeiter kennengelernt. Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden war jederzeit korrekt.

    Stets war er bereit, auch zusätzliche Funktionen außerhalb seines eigentlichen Arbeitsbereiches zu übernehmen. Er stellte stets das Interesse der Firma in den Vordergrund. Sein Anteil am heutigen Stand der Abteilung ist sehr groß.

    Herr *** hat sein Arbeitsverhältnis zum 31. März 2005 gekündigt. Wir bedauern dies und wünschen ihm für seine berufliche und persönliche Zukunft alles Gute. Als Referenz stehen wir ihm gern zur Verfügung.

    das unterstrichene kommt mir sehr verdächtig vor! Beim aller ersten lesen hab ich gedacht "Hey, ist ja i.O." Beim zweiten lesen ist mir das mit dem Anteil aufgefallen.



  • OK, ich stelle gerade fest, das mein Realname hier im Forum eh bekannt ist. Denkt euch die Sternchen weg. 😉



  • Oooooohh... bist nicht der alleinige Träger der Abteilung... tust mir aber leid... 🙄 Kanns sein, dass du... irgendwie... ein bisschen paranoid bist? Das Ding ist doch in Ordnung.

    (Und interpretier jetzt in meinen Post auch nicht mehr rein, als drin ist! 😉 :p)



  • Wenn alle Arbeitszeugnisse immer in höchsten Tönen loben würden(also nicht nur äusserlich) könnte man da gleich drauf verzichten.

    Das wäre als wenn man jedem ein 1.0 Zeugnis in der Schule hinknallen würde, sehr toll für den Einzelnen aber nicht wirklich hilfreich wenn man entscheiden soll ob derjenige eingestellt werden soll und dann gilt halt ein halbes Jahr später die 1.4 als mies und die 1.0 als gut, das geht recht fix und schadet vorallem dem der sich nicht auskennt :p.

    Was anderes ist es natürlich wenn der Schreiber einen nicht gemocht hat und dir eine reinwürgen wollte, aber ich sag mal wenn jemand Mist gebaut hat, das jetzt für den Fachkundigen im Zeugnis steht und man die jetzt verklagen will finde ich das schon etwas... erbärmlich ^^.

    Hm Arbeitszeugnis hat bei mir auch irgendwie drei Monate gedauert, da ich aber eh studieren gegangen bin war mir das zum Glück recht egal.
    Gehört denkich zu den Sachen die man gerne immer weiter aufschiebt, aber ich denke wenn du die jetzt verklagst das die das Zeugnis endlich rausrücken sollen werden die leicht sauer werden und denke da hat keiner der Beteiligten wirklich was von, wie du sagst ist das ja schon in Arbeit.

    *edit*
    hm würd aber auch sagen das Teil ist in Ordnung, bin allerdings kein Personalchef ^^



  • HEZ! Jetzt mal im ernst, dein erster Satz macht mir Angst. Weil ich den nicht ganz raffe. Ich bin heute ziemlich durch den Wind. Habe es heute nachmittag per Mail bekommen, und bin vor Feierabend voll abgedreht.

    Es hat mit dem Anteil der Abteilung angefangen, wo ich wirklich aufgeschrocken bin. Und ich habe immer mehr "schlechtes" entdeckt. Mein Bruder hat mir ebend eine Uni-Zeitschrift vorbei gebracht, in der so die guten und schlechten Sachen aufgeführt sind, was Zeugnisse angeht.

    Unter K.O.-Kriterium ist z.B. aufgeführt (alles nur Stichworte):

    - gerne bestätigen wir

    Kommt das nicht mit der Referenzgleich???

    Ein Kollege von mir meinte, das "Stets war er bereit, auch zusätzliche Funktionen außerhalb seines eigentlichen Arbeitsbereiches zu übernehmen." heißt, das ich gerne mal Kaffee gekocht habe und son Zeug.

    Wobei "Er stellte stets das Interesse der Firma in den Vordergrund." anscheinend gut ist, halt das ich Loyal bin. Aber danach kommt gleich, das ich die Abteilung verkleinert habe, als ich gekündigt habe. 😞 😡 😞 😕



  • Herr *** ist ein erfahrener Berater, der komplexe Zusammenhänge sehr gut erkennt und für komplizierte Problemstellungen qualitativ hochwertige Lösungen erarbeitet. Aufgrund seiner umfangreichen Kenntnisse und Erfahrungen in der Softwareentwicklung war Herr *** ein geschätzter Ansprechpartner für Kunden, Kollegen und Vorgesetzte.

    Herr *** hat die ihm übertragenen Aufgaben eigenständig, zielstrebig und stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt und hat sich gut in unser Team integriert. Wir haben Herrn *** als freundlichen, hilfsbereiten und höflichen Mitarbeiter kennengelernt. Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden war jederzeit korrekt.

    seh ich das falsch, oder wirst du hier in höchsten Tönen gelobt? 🙄

    Stets war er bereit, auch zusätzliche Funktionen außerhalb seines eigentlichen Arbeitsbereiches zu übernehmen. Er stellte stets das Interesse der Firma in den Vordergrund. Sein Anteil am heutigen Stand der Abteilung ist sehr groß.

    Schlüsseln wir das mal auf: der erste Satz kann genausogut heissen, dass du auch bereit warst einzuspringen, wenns irgendwo gebrannt hat.Diese These wird vom zweiten Satz gestützt. So für den dritten Satz bräuchte man jetzt infos darüber, wies denn jetzt mit dieser Abteilung steht. Ich glaube aber, wenn man das alles davor in Bezug zu diesem Satz stellt, dass hier wirklich nur positives gemeint wurde.



  • OK, das die mich jetzt hassen, haben sie mir nicht gesagt. Eigentlich war der letzte Arbeitstag sogar i.O. Auch als ich wegen dem Zeugnis das erste Mal angefragt habe, hieß es "Klar, daran soll es nicht scheitern." Bis heute nachmittag war die Welt eigentlich noch i.O.

    Ansonst werde ich wohl mal meinen neuen Chef fragen, wie er das Zeugnis sieht.

    Übrigens, verklagen will ich meine ehem. Firma ja nicht. Ich wollte das Zeugnis halt nur mal überprüfen lassen. Weil in einer Gewerkschaft bin ich nicht.

    Ein anderer Kollege meinte, das er das Zeugnis gut findet, ein anderer meinte, ich solle es überprüfen lassen "besser als wenn man später nie wieder einen Job findet." Noch mehr Panik!!! 😮



  • Artchi schrieb:

    HEZ! Jetzt mal im ernst, dein erster Satz macht mir Angst.

    Angst? Huch. "Sein Anteil am heutigen Stand der Abteilung ist sehr groß". Ok. Da heute ja nicht dein letzter Arbeitstag ist sondern ein unbestimmter Tag danach, habe ich das falsch aufgefasst. (Dachte du hättest nur ein Problem damit, NUR einen Anteil an der Abteilung zu haben) Aber wie ist denn nun der Stand der Abteilung? Gut oder schlecht? Auf jeden Fall hast du was verändert. Ich sehe da keine Wertung.

    Was ist an "gerne bestätigen wir" schlecht? Eine wichtige Hauptsache ist ja, dass sie dein Bedauern weggehen. Äh, andersrum. 😉



  • Artchi schrieb:

    Weil in einer Gewerkschaft bin ich nicht.

    dann weißt du ja jetzt, was du zu tun hast.

    gerade nach dem bereits zitierten eindeutig sehr positiven sätzen wäre es doch blödsinn, in dem unterstrichenen noch einen arschtritt zu verstecken.



  • OK, ich muß das genauer erklären mit der Abteilung:

    Also, ich habe im Dezember gekündigt (3 Monate Kündigungsfrist zum Quartal). So, es haben aber auch zwei Kollegen von mir ebenfalls gekündigt, zum gleichen Tag. OK, und 3 Monate später (zum Stichtag) haben ca. 10 weitere aus der Abteilung auch gekündigt. Es ist auch bekannt, das wir zur gleichen Firma gewechselt sind. Es ist auch so, das die Abteilung somit fast ausradiert wurde. Ich selbst habe keine leitende Funktion oder so an der Abteilung.

    Es ist richtig, das das Zeugnis im Prinzip sehr gut ist. Aber halt das mit dem Anteil der Abteilung macht mir sorgen.

    Wahrscheinlich mache ich mir hier auch komplett umsonst Sorgen, weil ein Personalchef in 5 oder 10 Jahren diesen Satz eh positiv interpretiert? (mein neuer Chef will mein Zeugnis nicht sehen, da ich nicht mal eine Probezeit bei ihm habe... ist eine andere Story)

    Gut... jetzt bereue ich es nach euren Postings schon fast, kurz vor Feierabend eine zweite Mail an den Zeugnisschreiber geschrieben zu haben, in dem ich um die Streichung des "Abteilung"-Satz bat, obwohl ich ihm in der ersten Mail ein "ist i.O. für mich" schrieb. 🙄



  • otze schrieb:

    Stets war er bereit, auch zusätzliche Funktionen außerhalb seines eigentlichen Arbeitsbereiches zu übernehmen. Er stellte stets das Interesse der Firma in den Vordergrund. Sein Anteil am heutigen Stand der Abteilung ist sehr groß.

    Schlüsseln wir das mal auf: der erste Satz kann genausogut heissen, dass du auch bereit warst einzuspringen, wenns irgendwo gebrannt hat.Diese These wird vom zweiten Satz gestützt. So für den dritten Satz bräuchte man jetzt infos darüber, wies denn jetzt mit dieser Abteilung steht. Ich glaube aber, wenn man das alles davor in Bezug zu diesem Satz stellt, dass hier wirklich nur positives gemeint wurde.

    🙄 Ja, das klingt wirklich logisch. 🙂

    Oh man, bin jetzt nach diesem Thread schon etwas ruhiger. puhhh! 👍



  • Artchi schrieb:

    Oh man, bin jetzt nach diesem Thread schon etwas ruhiger. puhhh! 👍

    Dafür ist das Forum ja da. 😃 (jedenfalls bis zum nächsten Flamewar)


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