PISA: Testaufgaben von 2000
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Muss ich wohl ueberlesen haben.
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LunaGirl: Integrieren und GLS lösen lernt jeder mit Abitur. Nur du glaubst nicht, wie schnell Leute etwas vergessen können, was sie nicht interessiert...
Und da mein VWL Professor nichtmal richtig Mathe konnte... (nagut, ich muss zugeben, dass er mit Wirtschaftsingenieuren auch ein sehr kritisches Publikum hatte, was mathematische und technische Dinge anging).
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LunaGirl schrieb:
Ich bin in Schweden zur Schule gangangen und habe in Deutschland studiert.
Seither Frage ich mich ob man bei Euch das Abitur geschenkt bekommt??
Nein, wir müssen immerhin ein Bildchen malen und was vorsingen um unser Abi zu bekommen, während ihr in Schweden partielle DGLs lösen müsst. Rede doch nicht über Sachen von denen du offensichtlich keine Ahnung hast
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Kunst und Musik als Leistungskurs ?

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LunaGirl schrieb:
Da sitzen Leute an der Universität und studieren Wirtschaftswissenschaften, sind aber nicht in der Lage sind die einfachsten Dinge zu integrieren. Das lösen von LGS usw. ganz zu schweigen.
Man muss dazu sagen, dass bei uns häufig nur die Dümmsten in Richtung Wirtschaft und BWL gehen. Wer gerade so ne 4 im Abi hatte und nicht weiß, was er studieren soll, weil er keinerlei Talente hat, der Studiert häufig BWL.
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Aufklaerer schrieb:
Man muss dazu sagen, dass bei uns häufig nur die Dümmsten in Richtung Wirtschaft und BWL gehen. Wer gerade so ne 4 im Abi hatte und nicht weiß, was er studieren soll, weil er keinerlei Talente hat, der Studiert häufig BWL.
Nana! Mach mal langsam. Eine meiner besten Freundinnen studiert BWL und sie ist dazu eine der intelligentesten und fleissigsten Menschen in meinem Bekanntenkreis.
Ich finde solche Verallgemeinerungen sowas von bescheuert. Sowohl von dir als auch von Luna-Girl. Ich denke nur die wenigsten bekommen ein Abitur hinterher geworfen.
Allerdings gibt es starke strukturelle Probleme in der deutschen Bildung. Das geht beim Lehrerstudium los.
Meine Freundin wird Physik/Sozialkundelehrer. Sie hat erst im 5. Semester das erste Mal was mit Schuelern zu tun gehabt. Das war 2 Wochen Hospitation im Unterricht.
Es gibt keine Auswahlkriterien fuer Lehrer. Es interessiert keinen, ob man mit Kindern kann oder nicht, ob man vielleicht schon Erfahrung oder gar Referenzen hat. Und so kommt es, dass viele Leute mit ihr studieren, weil die entsprechenden Diplomstudiengaenge zu schwer waren. DAS werden niemals gute Lehrer.
Sie lernt hoehere Mathematik, hoehere Physik usw. Alles ohne nennenswerte Methodik und ohne jeden Blick auf den Lehrplan. Natuerlich muessen Physiklehrer fachlich gut sein, aber was nutzt es einem Lehrer, wenn er eine Vorlesungsreihe ueber die spezielle Relativitaetstheorie hoert? Die Veranstaltung "Schuelerexperimente" wird von einer Diplomphysikerin betreut und benotet, die selbst noch nie in einer Schule ein Experiment gemacht hat.
In der Sozialkunde ist es noch schlimmer. Dafuer muss sie Politikwissenschaften studieren. Das ist die Nutzlosigkeit ueberhaupt. Sie hat reihenweise Seminare, wo jede Woche ein anderer Student referiert ueber "Die Geschichte von LePenn in Frankreich" oder andere wichtige Themen. Ob man da zuhoert oder nicht ist egal, weil man am Ende eine Hausarbeit schreibt ueber ein voellig anderes Thema.
Methodik auch hier: Fehlanzeige.Und das ist sicher nicht erst seit den letzten Jahren so. Die paedagogische Ausbildung ist faktisch nicht vorhanden und das ist wohl auch der Grund, warum sich Lehrer immer haeufiger nur als Wissensvermittler ansehen. Sie sind aber viel mehr als das. Sie sind ein extrem wichtiger Faktor in der Erziehung. Doch wenn es diesem Faktor (Laissez-Faire-maessig) egal ist, was ausser dem Unterricht noch im Leben der Kinder passiert, dann kann es nur noch schlechter werden.
der Guenther
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Guenther schrieb:
Aufklaerer schrieb:
Man muss dazu sagen, dass bei uns häufig nur die Dümmsten in Richtung Wirtschaft und BWL gehen. Wer gerade so ne 4 im Abi hatte und nicht weiß, was er studieren soll, weil er keinerlei Talente hat, der Studiert häufig BWL.
Nana! Mach mal langsam. Eine meiner besten Freundinnen studiert BWL und sie ist dazu eine der intelligentesten und fleissigsten Menschen in meinem Bekanntenkreis.
Wie war das, Ausnahmen bestätigen die Regel?! Wenn du eine Freundin hast auf die es nciht zutrifft, dann muss es natürlich falsch sein

Und ob sie wirklich so intelligent ist
fleissigsten Menschen <- damit kann man auch viel vortäuschen.Im Allgemeinen stimmt das schon.
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Ohne jetzt die Seite vollkommen durchgeackert zu haben: Wie wird denn bewertet? Bei vielen Lösungen gibt es ja auch halb richtige Antworten.
Und wenn bei Euch die Schüler sich nicht angestrengt haben, weil sie sich auf den Schulschluß gefreut haben, gilt das vermutlich auch für Schüler in den anderen Ländern. Diese Argumentation mußte man auch mit dem Kindbettfiebertest und den beiden Stationen wo unterschiedlich viele Mütter starben anwenden... zumindest weiß ich jetzt das Ihr wirklich zur Generation PISA gehört

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Walli schrieb:
LunaGirl schrieb:
Ich bin in Schweden zur Schule gangangen und habe in Deutschland studiert.
Seither Frage ich mich ob man bei Euch das Abitur geschenkt bekommt??
Nein, wir müssen immerhin ein Bildchen malen und was vorsingen um unser Abi zu bekommen, während ihr in Schweden partielle DGLs lösen müsst. Rede doch nicht über Sachen von denen du offensichtlich keine Ahnung hast.
Sie hat doch recht. Das ist auch meine Erfahrung. eine Güte mir wird ganz schwindelig! Sicher trifft das nicht auf jeden zu aber das hat sie auch gar nicht behauptet.
Die Frage ist: Warum ist das so? Deutsche Schüler sind auch nicht dümmer als Schüler in anderen Ländern. Es scheint doch etwas mit unserem System nicht in Ordnung zu sein!
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Es gab bei uns auch mal so einen Test, und zufällig waren genau die beiden dümmsten Nüsse aus der Klasse ausgewählt die mit dieser "Null Bock" Einstellung rangegangen sind, also wenig representativ.
EDIT:
Diese Diskussion ob wir das ABI geschenkt bekommen ist ja wohl auch lachhaft. Ich habe in den letzten 2 Wochen ABI in Deutsch, Mathe und Physik geschrieben und es war, gerade in Mathe, nicht einfach sondern schon recht hart. Komme aus Sachsen, weiß nicht ob das ABI in anderen Bundesländern etwas leichter ist, jedenfalls ist Sachsen das Einzige (?) mit nem Prüfungsexperiment in Physik usw.
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nun, zufällig weiß ich, daß einer der beiden aufgabenvorschläge für den Bio- LK eine experimentelle aufgabe gewesen wäre. da in hessen noch kein zentrales abitur geprüft wird, hängt es wohl vom lehrer ab, der ja die aufgabenvorschläge einreicht.
es muß nur die verordnung eingehalten werden, und die wird wahrscheinlich besagen, daß halt bei einer gruppenaufgabe die jeweils individuelle leistung erkennbar sein muß.
ich fand die prüfungen nicht schwer. es war jedenfalls ohne weiteres möglich, ohne großen lernaufwand akzeptable noten zu erreichen.
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Hmm, es gibt noch Bundesländer ohne Zentrales Abitur?? Komisch, gibts doch bei uns schon immer.
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ja, die gibts noch. aber roland der schreckliche wirds wohl aus diversen gründen abschaffen und das zentrale abitur einführen.
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Guenther schrieb:
Sie lernt hoehere Mathematik, hoehere Physik usw. Alles ohne nennenswerte Methodik und ohne jeden Blick auf den Lehrplan. Natuerlich muessen Physiklehrer fachlich gut sein, aber was nutzt es einem Lehrer, wenn er eine Vorlesungsreihe ueber die spezielle Relativitaetstheorie hoert? Die Veranstaltung "Schuelerexperimente" wird von einer Diplomphysikerin betreut und benotet, die selbst noch nie in einer Schule ein Experiment gemacht hat.
Gegendarstellung: Ich hatte im Physik-LK einen studierten und promovierten Physiker, der als Quereinsteiger über fünf Ecken letztendlich Lehrer geworden ist, wir waren sein erster Kurs. Es war wirklich der beste Unterricht, den ich in der Schule jemals gehabt habe, ehen weil man alles nicht aus der typischen Lehrerperspektive zu sehen bekommen hat und es hat wirklich Spaß gemacht.
Ich bin eher der gegenteiligen Meinung, spätestens ab der oberen Mittelstufe verwirrt man die Schüler mit zu viel Didaktik und zu wenig Fakten.
Und die spezielle Relativitätstheorie ist hier im LK noch Schulstoff.
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Spezielle Relativitätstheorie steht bei uns im Physik LK im Lehrplan, haben es aber weggelassen weil es noch nie dran war.
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ich werde in nrw zum ersten jahrgang angehören, der zentralabi hat

das zum thema es gibt überall zentralabi...noch gibts das nicht, aber bald

zum test: mea culpa, aber bei aufgabe 1 musste ich echt kästchen zählen, weil ich die abhängigkeit nicht gefunden hab

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Daniel E. schrieb:
Ich bin eher der gegenteiligen Meinung, spätestens ab der oberen Mittelstufe verwirrt man die Schüler mit zu viel Didaktik und zu wenig Fakten.

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Daniel E. schrieb:
Ich bin eher der gegenteiligen Meinung, spätestens ab der oberen Mittelstufe verwirrt man die Schüler mit zu viel Didaktik und zu wenig Fakten.
Wer redet denn von zu wenig Fakten? Aber es gibt deutlich wirksamere Methoden als den Frontalunterricht, um das Interesse an Physik zu wecken. Gerade mangelndes Interesse erzeugt schlechte Noten. Und dummerweise gerade bei Maedchen.
Es heisst ja nicht, dass weniger Fakten vermittelt werden sollen. Aber doch bitte in einer Art, die Lernen einfacher und damit effektiver macht.
Ich sehe ja ein, dass Spezielle Relativitaetstheorie gelehrt werden sollte, aber die Frage ist ob es dafuer ne ganze Vorlesungsreihe ueber ein Semester sein muss. Wie gesagt, nur ein Themengebiet, was bei vielen ausgeklammert wird, weil es nicht in der Pruefung dran ist.
Wichtige Themen wie "Unterrichtsaufbau", "Methodenwechsel" oder "Zeitplanung" wird voellig ausgelassen.
Es waren Beispiele. Alles in Allem koennt ihr den Aspekt schwache schulische Ausbildung einfach nicht losgeloest von schwacher Lehrerausbildung betrachten.
der Guenther
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Daniel E. schrieb:
Und die spezielle Relativitätstheorie ist hier im LK noch Schulstoff.
Warum braucht man dafür einen LK?
Das ist hierzulande auch im gymnasialen Zweig von AHS (der bereits weniger Physik hat als der realgymnasiale) im regulären Zweig im Stoff der 7. Klasse enthalten. (Wobei 7. Klasse der 11. Schulstufe entspricht.)
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Lieber Günther, die Ringelpiez mit anfassen-Pädagogik hat völlig versagt. Auch an der Uni gibts später "Frontalunterricht" und eigentändiges Lernen. Also sollte man spätestens in der Oberstufe das auch an der Schule so handhaben. Wer bis dahin nicht begriffen hat, warum er lernt (nicht aus Spaß), der sollte sowieso besser kein Abi machen.