Wie weit denkt der Mensch, dass er denkt?
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Ich denke, dass ich denke und denke des Weiteren dass ich nicht der einzige bin der dieses tut. Gänzlich steuern kann seinen Körper allerdings keiner: im so genannten "Unterbewusstsein" laufen Prozesse ab, die nicht gesteuert werden können, wie z.B. der Austoß von Adrenalin, die Erhöhung des Herzschlags, Reflexe und so weiter. Es gibt auch Dinge die zum Teil gesteuert werden können, denke dabei z.B. an die Atmung. Der logisch denkende Mensch sieht darin auch Sinn: Reflexe müssen möglichst schnell passieren, ein "Umweg" über das Gehirn würden sie nur verlangsamen. Die Atmung dagegen kann, falls erforderlich, manuel gesteuert werden. Dies ist wichtig, denn es kommt vor, dass bereits im voraus klar ist, dass in der nächsten Zeit keine Luft geholt werden kann (z.B. vor dem Tauchen), so dass ein "Tiefluftholen" empfehlenswert ist. Andererseits wäre es eher unpraktisch im Schlaf zu vergessen zu atmen.
Bei vielen Problemen dagegen denkt der Mensch, dass er wirklich denkt, wie Ich beispielsweise beim Schreiben dieses Textes. Auch bei z.B. Matheaufgaben strengt man seine grauen Zellen bewusst an, wie einen Muskel in der Mukkibude. Es kann also grob gesagt werden, dass das Gehirn für die Bewusste Verarbeitung von Daten erforderlich ist, wobei es das Gedächtnis zu Hilfe nehmen kann. Nun ist es so, dass viele Menschen von sich behaupten zu denken. Dieser Prozess könnte als Denken angesehen werden. Darüberhinaus sagt ein Großteil der Bevölkerung, dass genau dieses Denken den Menschen von den Tieren unterscheidet, denn diese seien nur instinktgesteuert. Bibeltreue Menschen dürften mit dieser Ansicht kein Problem haben, denn der Gott hat mehrere Dinge erschaffen, zum Einen die Menschen, zum anderen die Tiere. Nun gibt es aber auch eine Meinung, dass sich das Leben nach und nach entwickelt hat. Vertreter der Evolutionstheorie behaupten so beispielsweise, dass der Mensch affenähnliche Vorfahren hatte und noch viele andere davor. Dieser Typus Mensch, der zugleich an den Unterschied Mensch-Tier festhält, steht sogleich vor dem Problem, ab wann Lebewesen denn dieses Denken hatten und so Mensch genannt werden mussten. Andererseits könnte man mit Hilfe dieser These auch zu dem Schluss kommen, dass entweder nicht nur Menschen "Denken" sondern auch andere "Tiere" oder dass weder Menschen noch Tiere "denken können".
Das von mir angesprochene Denken wird oft kombiniert mit dem freien Willen. Egal ob man nun wirklich frei bestimmen kann oder nicht, man glaubt auf jeden Fall diese Freiheit zu besitzen. Des Weiteren kombinieren viele das Denken mit einer Art "Seele", bzw. sieht man sich als Betrachter. Nun kann jeder nur für sich bestimmen, ob er denn glaubt ein Betrachter zu sein oder nicht und für einen Jeden gibt es keinerlei Beweise, dass es noch andere Betrachter gibt. Angenommen jeder Mensch ist ein Betrachter, müssten dann nicht alle anderen Lebewesen auch Betrachter sein? Doch wann ist etwas eine Lebewesen? Zählt ein Baum schon dazu? Nun könnte man noch die Theorie aufstellen, dass jeder Betrachter frei bestimmen kann und sozusagen "seine" Welt hat. Ein anderer Betrachter sieht diese "Gedanken" nun allerdings als Naturgesetze an, ähnlich einem Internet Spiel: Jeder spieler fühlt sich in seiner Welt frei und kann machen was er will. Andere Spieler können nicht gesteuert, lediglich beeinflusst werden. Ob ein andere Spieler nun ein Mensch ist oder durch den eigenen Computer gesteuert wird, kann theoretisch nicht festgestellt werden, muss es aber auch nicht.
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langweilig
