im Internet surfen - woher kommt der Ausdruck?



  • Frage: siehe Topic



  • Würde ich auch gern wissen. Mich regt dieser Spruch komischerweise auch. Vielleicht deswegen, weil da gar keine Logik hinter ist.... mhhhhmmmm..... 😕



  • Man reist in einem schier unerschöpflichen Medium herum, man lässt sich mitreißen...



  • http://de.wikipedia.org schrieb:

    Unbestätigten Gerüchten zufolge soll das eigentlich nicht ganz passende
    Verb "surfen" vom Nachnamen eines der "Väter" des Internet, Vinton G. Cerf
    - also praktisch von "Cerfen" - herleiten.



  • Elek schrieb:

    Am 17. März fragte Kronn, woher das Wort surfen für die Bewegung
    durchs WWW komme. Jahrelang haben die Häscher der Chat Noir die
    Spur verfolgt und hier sind sie nun alle Fragen und Antworten. Und
    natürlich die eine endgültige, ewige Antwort.

    Kronn am 17.03.99 / 19 Uhr 51:
    > Hi elek!
    > Ich habe [...] wieder eine Frage, [...]

    > Also: Wenn ich die Seiten des WWW durchsuche (browse), dann
    > surfe ich durchs Netz. klar. Aber warum ausgerechnet surfen?
    > Woher leitet sich der Begriff ab?

    > [...]

    Die Leser der Chat Noir beginnen sich den Kopf zu zerbrechen,
    etwa Perle um 21 Uhr 13:
    > Hey Kronn,
    > die Anwort auf Deine Anfrage habe ich schon mal gewußt,
    > aber leider leider fällt sie mir im Moment nicht mehr
    > ein......

    > Perle, grübel...

    Sogar eine soziologische, wirtschaftskundliche, geradezu
    kulturkritische Stimme erhebt sich um 22 Uhr 01, Brutus alias
    Chefkoch:
    > Hallo Kronn!
    > Wahrscheinlich ein Maketing-Gag. [...] Surfen - so leicht
    > und locker, getragen von den Wellen, [...] da kommen [...]
    > doch assoziationen auf [...], oder?

    Warum hat Brutus danach keine Angebote bekommen, als Chief of
    Creative Speaking and Selling bei einer Werbeagentur anzufangen?
    Es kann nur einen Grund geben, die Beiträge der Chat Noir waren noch
    nicht im WWW gespiegelt.

    Noch am Tag der Frage kommt Wissensfahnder Elek, in seiner Freizeit
    Hobby-Lexikograph der Chat Noir, gefährlich harmlos aussehend, einer
    der unscheinbar, in seinen Methoden flexibel, aber zielbewußt seine
    Fälle verfolgt, seinem Versprechen nach, sich immer um Antwort auf
    Fragen in der Rubrik EDV-Lexikon zu bemühen, er antwortet - wie es
    seine Gewohnheit ist, unter geduldig präziser Angabe aller Quellen
    -, die Worte sorgsam wählend dem digitalen Zeitstempel zufolge genau
    vierundreißig Minuten und 22 Sekunden vor Mitternacht. Eine Kopie
    schickt er gleichzeitig an alle Ermittler und Informanten der Chat
    Noir:
    > Hi Kronn,

    > erste Antwort auf die Schnelle:

    > "[...] Weil dieses Steuern [von Dokument zu Dokument]
    > [...] aussieht, als würde man von einem Dokument zum
    > anderen hüpfen, wie ein windsurfer von einer Welle zur
    > anderen hüpft, nennt man [dies] [...] SURFEN."

    > (Aus Matthias W. Zehnders Buch "Geschichte und
    > Geschichten des Internets")

    > [...] immerhin eine sinnvolle Antwort. Werde mal sehn,
    > irgendwo muß ich auch was haben, wo der Ursprung genauer
    > erklärt oder belegt ist....

    Ein neues Versprechen, das anders als Dürrenmatts unverfilmt bleiben
    wird. Aber wird Wortfahnder Elek den Ursprung, die Herkunft von
    "surfen" für "Zappen im WWW" aufspüren und sein Versprechen halten?
    Wird er sich eine Tankstelle an der Datenautobahn mit eignener
    Zeitschriftenangebot mieten, um auf die Erklärung zu lauern? Wird
    auch Fahnder Elek zynisch einen Köder einsetzen, wie bei Dürrenmatt
    der Kommissar ein Mädchen benutzt, um einen mörderischen
    Sittenstrolch anzulocken? Ungeklärt ist dies noch, auch als am
    nächsten Tag ein "Chat Noir"-User der ersten Stunde, diesmal nicht
    in der ersten Stunde, sondern um 30 Minuten nach 1 Uhr nachts ein
    Sahnehäubchen auf alle bisherigen Erklärungen setzt, der User Cyrion
    liefert er eine feinfühlige Interpretation:
    > Hi kronn
    > --------
    > Da kann ich nur spekulieren. Surfen heißt, sich von etwas
    > treiben zu lassen, oder in etwas zu treiben. Allerdings
    > kann man steuern, wohin man treibt. In gewissen Grenzen
    > natuerlich. Eigentlich erläutert der Begriff so einiges,
    > mehr als zu was ervieleicht gedacht war. Negativ: Ein
    > Richtungswehcsel ist nicht moeglich, man streift nur die
    > Oberflaeche. Positiv: Es gibt eine starke, treibende Kraft,
    > durch die man sich fortbewegen kann, schneller als aus
    > eigener Kraft.

    > Eigentlich ist der Begriff so gesehen recht ideal.

    > Tschuess

    Alles scheint gut. Was aber ist mit Fahnder Eleks Versprechen?

    Tatsächlich am 12.08.2001 um 13 Uhr 59 mitteleuropäischer Zeit,
    nachdem Fahnder Elek zwei Jahre an der Datenautobahn gelauert hat,
    greift er zu wie eine Hand aus der Nacht und macht die endgültige
    Antwort dingfest, die Antwort auf die Frage nach dem Ursprung und
    allem, in HTML-Schellen und mit einem Upload-Protokoll führt er die
    Täterin in der Chat Noir vor, liefert ihr Geständnis und die Antwort
    auf die Frage "Woher kommt es, dass wir das Wort Surfen dafür
    benutzen, daß jemand sich im WWW umsieht?"

    Empfaenger : /w3.bibliothek
    Ermittler : Elek
    Codename : Wenn es Euch glücklich macht...
    Datum : So 12.08.01, 13:59
    -------------------------------------------------------------------

    [...]
    In einer Beilage der Zeitschrift "ONLINE TODAY", Ausgabe 07/2001
    steht dazu Folgendes:

    *Wie sind Sie auf den Begriff »surfen« gekommen?*

    Dieses Wort habe ich erstmals 1992 in einem Fachmagazin
    verwendet. Ich war zuvor immer auf der Suche nach einem
    spaßigen, aber auch irgendwie fischigen, nautischen und
    netzartigen Bild für die Bewegung im Internet. Der
    Artikel »Surfing the Internet: an Introduction« wurde
    so populär, dass er in mehrere Sprachen übersetzt wurde.
    Allerdings waren echte Sportsurfer böse auf mich, weil sie
    dachten, ich würde das Netz-Surfen mit sinnlosem TV-Zapping
    gleichsetzen.

    Die ehemalige Bibliothekarin Jean Armour Polly ist heute Autorin
    und Beraterin für Online-Jugendschutz u. a. bei AOL und berichtet
    weiter in dem "ONLINE TODAY"-Artikel, sie habe sich [...] den
    Ausdruck »im Internet surfen« nie schützen lassen [...]

    Bye, TGGC (Wähle deine Helden)


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